Ich habe die letzten Jahrzehnte Strom gekauft, von eigenem Geld, in der freien Marktwirtschaft verdient, im Winter hat die PV Anlage teilweise weniger produziert als die Uhr im Backofen verbraucht hat.
Ja, Strom kaufen ist des Menschen los.
Und wenn hier wie angekündigt wegen den Wahnsinn der Energieamateure in Germania pro Tag für mehrere Stunden der Strom abgestellt wird, dann kaufe ich selbstverständlich immer noch den Strom, wenn er denn mal kommt, dank der Energieamateur zum mehr als doppelten Preis wie noch letztes Jahr.
Verständnisfrage: kann man einen dreiphasigen Deye z.B. 12kW demnach nicht so anschließen, wie einen MP2? Bzw. müssen die Lasten beim Deye immer am Ausgang angeschlossen werden, weil er die Rückspeisung über seinen AC-in nicht kann?
Selbstverständlich kann man jeden Deye Hybrid nur am Gridanschluss anschliessen.
Auch dann wird er Strom aus den PV Modulen, aus der Batterie liefern, kann Strom von anderen Wechselrichter die auch am Grid hängen und zwischen Ihm und seinem CT-Klemmen/seinem Smartmeter angeschlossen sind abschöpfen und z.B. das Nulleinspeisen durchführen solange es im Leistungsbereich ist und in die Batterie hinein passt.
Hexen kann er ja nicht.
Das Drosseln von Fremdinvertern geht nur im Inselmodus beim Blackout weil dann der Deye die Netzfrequenz modulieren kann.
Was aber nicht geht, ist die Notstrom/Ersatzstrom Funktion auf dem Grid-Anschluss, es gibt IMHO keine Möglichkeit den Deye zu überreden dort ohne aktivem Grid irgend was auszuspucken.
Da der Deye den Transferschalter und das Koppelrelais für die PE/N Verbindung integriert hat, einen dafür konzipierten Load Ausgang hat der 45A pro Phase im Normalbetrieb am Grid durchleiten kann... braucht es diese Funktionalität auch nicht.
So hängt mein ganzes Haus, incl. der 11 kW Wallbox in der Garage am LOAD Ausgang des Deyes, natürlich noch ein manueller Notstromumschalter mit nachhängendem/voreilendem Neutralleiter dazwischen. Wenn der Deye also ein Problem hätte ist das Haus mit einem Handgriff am Grid und der Deye nur noch über den Gridanschluss wie oben beschrieben am laufen.
Das wäre z.B. die Betriebsart für die überzeugten Blackout-Leugner, die mit einem Fingerbot den Deye abends um 23:00 Uhr abschalten und dann per App gesteuert eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang ihn wieder automatisiert einschalten.
Doch, einer Muss will eh immer nicht mit... kommt dann in den Keller.
Wenn du da solche Angst hast, dann lass es besser, das ist richtig. Aber mit etwas Überwachung hat man ja eine Urlaubsvertretung am Start, die eh immer mal nach dem rechten sehen muss. Im Sommer gerade auch zum gießen der Pflanzen. Die Kühltruhen halten schon eine Weile durch, könnte man ja mal messen, wie schnell die wie viel K die verlieren. Aber die Angabe war schon recht lange...
@Auric dann müssen die Lasten also nicht unbedingt am Load-Ausgang das DEYE angeschlossen werden. Demnach ist der dreiphasige AC-in des DEYE auch bidirektional, wie beim MP2, und ich könnte ihn genauso in's Netz einbinden, wie z.B. 3x Multiplus-II... mit dem Vorteil, dass ich PV direkt am DEYE anschließen kann?
Das ist gut zu wissen!
Bin zugegebenermaßen ein großer Fan und ausgesprochen zufrieden mit meiner Victron-Anlage. Aber hexen können Victron Geräte auch nicht, und deine o.g. Einschränkungen gelten für den MP2 genauso. (Drosseln von Fremdinvertern nur im Inselmodus beim Blackout, keine Notstrom/Ersatzstrom Funktion auf dem Grid-Anschluss)
Also eigentlich plane ich gerade eine ca. 15kWp-Anlage für/mit einem netten Bekannten, und frage mich, ob ich dem einen DEYE mit gutem Gewissen empfehlen kann. Ist bei der Größe schon ein gewaltiger Preisunterschied, verglichen mit einer Fronius-mit-3xMP2-5000er Anlage.
Leider gibt es bei DEYE noch nicht die super-Langzeiterfahrungen, andererseits hört man auch nicht viel schlechtes über diese Geräte. (abgesehen von Diskussionen über höheren Verbrauch, was ich bei der Anlagengröße als nicht besonders relevant ansehen würde.)
Sicher auch ein Aspekt: fällt der DEYE aus, ist die gesamte Solaranlage ebenfalls aus, was man bei getrennten Geräten vermeiden kann.
Ich hatte eine Video gesehen, wo sich am Gridzähler nichts getan hat wenn man Lasten dazu geschaltet hat. Oder dass man den 12er Deye mit 12 KW Schieflast belasten kann. Das bedeutet dann aber auch, dass Load Ausgang keine Verbindung zum AC-In hat. Also eine DC gekoppelte USV bestehend aus einem 12KW Wr und danach wirds auf 3 Phasen verteilt. Oder habe ich einen Denkfehler?
Dann müsste es auf der AC-In Seite auch einen 12 KW WR geben, sonst könnte der Deye nicht einspeisen.
Nein, nichts MUSS am LOAD Ausgang hängen, aber ALLES was da dranhängt ist Nutznießer eine 4 ms USV Anlage. [/quote]
Ja, das ist schon klar. Kann man beim MP2 ja auch so anschließen, ist halt Geschmacksache, und von der benötigten Leistung abhängig.
So wie ich es von @Auric nun verstanden habe, ist vom Anschlusskonzept her kaum ein Unterschied zwischen MP2 und DEYE. Demnach auch Durchleiten AC-in zum Load-Ausgang, mit Unterstützung durch den Akku auf Load-Ausgang und AC-in, sowie PV-Direktverbrauch am Load-Ausgang und AC-in. Überschuss in den Akku, wenn der voll ist, Einspeisen über AC-in.
Mir ging es ja um das dreiphasige Auslesen des saldierten Verbrauches (alles im Haus) und dann einspeisen auf einer Phase bis max. 4,6VA. Dazu folgendes Video:
Zusammenfassung: Hier wird in schlechtem Englisch erklärt, wie man den SmartMeter mit dem Deye (Single Phase) verbindet, damit der saldiert ausliest. Heute gefunden, finde ich interessant. Das wäre für mich vollkommen ausreichend, der einphasige Deye kostet eine ganze Ecke weniger. Mir gehts hier tatsächlich aber auch nur um den netzparalellen Betrieb, für eine echte Notstromversorgung sollte man sich schon 3 Phasen gönnen.
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Ich hatte eine Video gesehen, wo sich am Gridzähler nichts getan hat wenn man Lasten dazu geschaltet hat. Oder dass man den 12er Deye mit 12 KW Schieflast belasten kann. Das bedeutet dann aber auch, dass Load Ausgang keine Verbindung zum AC-In hat. Also eine DC gekoppelte USV bestehend aus einem 12KW Wr und danach wirds auf 3 Phasen verteilt. Oder habe ich einen Denkfehler?
Dann müsste es auf der AC-In Seite auch einen 12 KW WR geben, sonst könnte der Deye nicht einspeisen.
[/quote] Uff, so früh am Morgen...
Der Deye kann Nulleinspeisen über seine CTs oder einen Smartmeter, egal ob die Last jetzt am GRID (zwischen Deye und CTs) oder an LOAD hängt und da natürlich sich permanent ändert, der Deye 12K kann offiziell 6 kW auf einer Phase liefern, egal ob am GRID oder LOAD Ausgang (ersteres nur wenn kein Blackout) es gibt ein Video von Mr. Mining bei dem er über 11 kW aus einer Phase geholt hat.
der LOAD ist mit dem GRID intern trennbar verbunden, diese Verbindung darf 45A oder 31 kW durchleiten.
Der Deye 12K hat eine AC/DC und DC/AC Wandlerleistung von 12 kW er kann also 12 kW aus dem GRID, oder von der PV-Anlage (oder beiden gleichzeitig) in die Batterie drücken wenn die das verdauen kann, er kann 12 kW aus der Batterie in den GRID und LOAD Anschluss drücken (erstere wenn kein Blackout) und alles dazwischen, also x kW von der PV mit den vom User maximal gewünschten y kW aus der Batterie gemischt mit z kW aus dem Grid um die aktuelle Last an GRID und LOAD zu decken.
Das macht er auch automatisch wenn man die Grid-Shaving Funktion aktiviert die den GRID Bezug auf eine eingestellte Höhe begrenzt.
Wie genau der das mit seinen 43 kg schafft?? Magic?? oder irgend ein Zwischenkreis? Sorry keine Ahnung, ich weiss auch nicht wie mein Handy all das leisten kann was es seit Jahren tut...
Ein User des Photovoltaikforums hat eine Software geschrieben die das saldieren für die einphasigen Deye durchführt, wenn das mit den DSTU ohne seine Software funktioniert wäre das natürlich super, das Video ist...seltsam, der hat da zwei Phasen und was er da erklärt ist mir zu hoch.
Noch was anderes: Wenn ein Wechselrichter mit 2 unabhängigen MPP-Trackern eine maximale PV-Leistung von z.B. 6500W angegeben hat, darf die Summe der Leistung der PV-Module dieses dann nicht übersteigen?
Ich hab zum Thema "overpaneling" auch gelesen, dass man theoretisch 2x 6500W anschließen kann, der WR kann natürlich nur max. 6500W überhaupt verwerten zu einem Zeitpunkt - wichtig ist natürlich die String-Spannungen + Ströme nicht zu überschreiten. Alles andere führt zum Magic-Smoke-Event. Ist das so korrekt?
So ein WR fühlt am PV Eingang ob eine Spannung anliegt, ist die hoch genug startet der MPPT Regler, der sucht den MPPT und zieht soviel Strom ab wie möglich innerhalb seiner Stromgrenzen. Wenn die PV Module jetzt mehr Strom liefern könnten (was bei Parallelschaltungen ja gerne der Fall sein kann) dann wird der Strom halt nicht abgerufen die mogliche Leistung nicht genutzt.