Vakuumpumpe R290 ausverkauft, R32-Zulassung ausreichend?

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und plane gerade den Selbsteinbau einer R290 Split-Klimaanlage.

Aktuell scheint es problematisch zu sein, eine dafür geeignete Vakuumpumpe zu bekommen. Ich weiß, bei Erstinbetriebnahme kommt die Pumpe nur mit Luft in Berührung aber ich hätte gerne was, was ich später auch im Servicefall nutzen kann.

Riewitec hat da ja schöne Kits im Angebot, jedoch allesamt ausverkauft. Auf den Bildern sieht die Pumpe jedoch wie viele andere aus, ich finde sie aber sonst für R32.

Gibt es wirklich einen Unterschied zwischen R32 und R290 Pumpen? Brennbar ist ja beides…

Schwer zu sagen, ob die Sicherheitsauflagen bei A3 bei den Pumpen noch höher sind. Offene Funken dürfen bei beiden nicht sein.

Nebenher: Auch bei Wartung kann man so arbeiten, dass die Pumpe kein Kältemittel ansaugt. Einfach vor dem Absaugen die Kältekreislauf mit Stickstoff spülen.

Es geht eigentlich nur um den Fehlerfall, den man aber auch im Blick haben muss. Stell dir vor, du evakuierst und ein Absperrventil ist nicht dicht oder du hast vorher schon irgendwie dran rumgefummelt.

Ob billige Chinapumpen mit A3 Label wirklich A3 sind, ist natürlich auch noch so eine Sache.

Danke für deine schnelle Antwort. Du hast schon Recht, man sollte wohl besser eine A3-sichere Pumpe auch schon für die Erstinbetriebnahme verwenden.

Dann suche ich mal weiter. Bisher habe ich nur Pumpen für über 400€ finden können…

Hier wurden Unterschiede beschrieben:

Wenn du fündig geworden bist, würde ich mich über ein Update hier im Faden freuen. Danke für deine Recherchearbeit :+1:

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Schau mal bei Klimavorteil.de da sollte es was geben.

Supersamastore könnte man auch Mal prüfen.

gibts, aber nicht ganz billig

hier etwas günstiger.

Ich persönlich würde es bei meiner Anlage wohl mit Stickstoff mehrmals spülen, und dann mit vorhandener A2L Pumpe vakuumieren.

Die hab ich gerade noch gefunden:

Intelligente Funkenfrei Vakuumpumpe - NK PROTELEX

Hätte ich verlinkt aber ich darf keine Links posten :frowning:

Ich denke aber über Google findet man sie. 300€.

also die macht mir maximal einen A2L Eindruck, sh. mein oben geposteter Vergleich.

Eine "echte" R290 hat ein explosionssicheres Gehäuse, auch für die Elektronik. Bei den ATEX Pumpen sieht das auch entsprechend glaubwürdig aus (Gewicht 14/18kg!).

Vermutlich hast du Recht… echt schwierig, da was zu finden…

Ich denke einmal das ATEX Zertifizierungs Logo sollte drauf sein, dann ist es halbwegs glaubwürdig. Auf die Artikelbeschreibungen Chinesischer Pumpen würde ich mich bei so etwas lieber nicht verlassen.

Aber wie bereits von @win geschrieben, Spülungen könnten helfen das Gas zu entfernen.

Bringt aber natürlich nix, wenn ein Absperrventil undicht ist… schwierig.

das könnte man aber auch mit einem Gasdetektor vorher prüfen

Aber A3 zertifizierte Ausrüstung ist natürlich die sicherste und beste Lösung

Also ich käme mit einer Vakuumpumpe, von der ich weiß, daß sie nicht genügend EX-Schutz bei zündfähigen Gasgemischen bietet, problemlos klar. Viel schlimmer ist es, jetzt ein billiges Importprodukt zu bekommen, bei dem nur der Aufkleber passt und im Extremfall auch niemand in Haftung genommen werden könnte. Ich werde auch weiter meine Anlagen hart löten, was bei Propan ja nicht einmal immer Schutzgas erfordert, weil man wieder chemisch stabile Mineralöle als Schmiermittel verwenden kann. Man muss einfach den Verstand bei der Arbeit haben, dann wird auch nichts passieren.

Grundsätzlich will ich ja die A3 zertifizierten pumpen nicht in Frage stellen…haben ja ihren Grund.

Was ich mich dabei Frage ist allerdings…die Bauteile wie Elektronik, Ventilatoren, Kompressor sind ebenfalls explosionsgeschützt ausgeführt?

Grundsätzlich läuft die Vakuumpumpe ja im öl, was einen Funken eher ausschließen sollte. OK, Gleichstrom (DC) motor mit Bürsten kommt es schon zu funken. Die Vakuumpumpen die mir so vor Augen rumgeistern laufen alle mit Wechselstrom und entsprechend funkenlos. Da müsste man auch entsprechend vorsichtig arbeiten, was funken mit Werkzeug an geht.

Ich bin ja nur Laie, habe aber beruflich reichlich mit explosionsfähigen Gasen und Stäuben zu tun gehabt, nach meiner Erfahrung sind nicht die unmittelbaren Wirkmittel, in dem Fall die Pumpe das Problem, sondern das drumherum. Beim Vakuumieren ist in der Pumpe marginale Mengen verdichtetes Gas, aber angesaugte Gas muss wieder aus der Pumpe, da bläst du eine konzentrierte vorgewärmte Gasladung aus, die mit genügend aber nicht zuviel Umgebungsluft vermischt explosionsfähig wird. Demnach sollte man sich bevorzugt um die unmittelbare Umgebung der Pumpe Gedanken machen. Klassische Sicherheitsmaßnahmen wären, für gute Durchlüftung des Arbeitsplatzes sorgen, der Pumpe einen zusätzlichen Potentialausgleich zu umgebenden Metallteilen verschaffen und sich selbst während der Extraktion, nicht im Gefahrenbereich aufzuhalten. Dies hielte ich in der Summe für wichtiger als eine ex-geschützte Pumpe (wobei ich jetzt einfach mal einen Bürstenlosen Motor funktionsfähiges Equipment sowie ausreichend Zeit um ordentlich zu Arbeiten voraussetze)

Was nutzt die tollste Pumpe, wenn sich das gewollt, oder versehentlich, austretende Gas an einer verranzten Mehrfachsteckdose entzündet.

Die meisten Gasunfälle entstehen durch Vorsatz oder grober Schlamperei.

Auf jeden Fall muß man bei richtig brennbaren und explosionsgefährlichen Kältemitteln wie R290 alle Sinne bei der Arbeit haben. Zu meinem Beginn der Kältetechnik gab es 2 Grundbedingungen: ein Kältemittel muss ungiftig und unbrennbar sein. Die FCKWs erfüllten das perfekt, waren auch noch mit Mineralölen beliebig mischbar. Schwefeldioxid und Ammoniak waren damit auch für kleine Kälteanlagen komplett Geschichte, wegen der Toxizität. Propan wird wohl immer mehr die kleinen Anlagen beherrschen und damit wird hin und wieder auch immer wieder was passieren. Von witzigen Schlagzeilen bis zu Schwerverletzen oder Toten.

Da hab ich andere Infos, typisch PAG-Öle und Zunder im Kältesystem ist generell ein Problem für z.B. das EEV.

Esteröle dürfen keine im Spiel sein. Auch keine Reste aus früheren Installationen, wie z.B. bei R410a, R407c oder R134a und auch nicht von R32. Nicht genügend kleine Partikel im Kältekreislauf, die sich ablösen können, waren schon immer unerwünscht. Doch die Filtertrockner haben das immer weg gesteckt. Für nichts anderes waren sie ja sonst da. Ich kenne sogar Anlagen, die nicht einmal evakuiert wurden und nach 20 Jahren immer noch tadellos liefen. Luft hat in dieser Zeit zwar etliche Runden gedreht, doch die Filtertrockner haben ein Verstopfen der Kapillarrohre durch Eiskristalle sicher verhindert. Die damals üblichen Kapillarrohre waren noch viel kritischer, als die heute gängigen Expansionsventile.