Unklare Effizienzdaten: Daikin ARXD35A / ATXD35A vs. Daikin Perfera RXM35A / FTXM35A vs. Mitsubishi SRK35ZSX-WF/SRC35ZSX-W

Hallo zusammen,

ich habe schon recht viel hier im Forum nachgelesen, bin aber dennoch etwas verunsichert und vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Ich benötige ein Klimagerät mit einer Außeneinheit und einer Inneneinheit. Die Klimaanage soll dabei eher Nebensache sein. Wichtig ist mir die Heizfunktion und die Effizienz. Außerdem, dass auch die Außeneinheit möglichst leise ist. Nun habe ich folgende Geräte in der Auswahl:

  • Daikin ARXD35A / ATXD35A (Über Dagimarket ca. 950 € inkl. Versand + Montage = ca. 1.800 €)

  • Daikin Perfera RXM35A / FTXM35A (ca. 1.800 € inkl. Versand + Montage = ca. 2.700 €, Komplettangebote mit ca. 4.000 € viel zu teuer)

  • Mitsubishi Heavy Industries SRK35ZSX-WF/SRC35ZSX-W (Komplettpreis inkl. Montage ca. 3.000 € ablzgl. 30 % Föderung? = ca. 2.100 €, wobei Förderung unklar - vielleicht weiß hier jemand, ob es aktuell die KFW Förderung gibt?)

Nun dachte ich, dass die italienische Daikin ARXD35A / ATXD35A der Daikin Perfera RXM35A / FTXM35A entspricht. Auf https://www.eurovent-certification.com habe ich nun aber festgestellt, dass:

  • die Daikin ARXD35A / ATXD35A mit einem COP Standard Heating von 4,0 / SCOP von 5,1 / COP PL CondA -7 ° von 0,61 / COP PL CondB 2 ° von 0,25 / COP PL CondC 7 ° von 0,17

  • die Daikin Perfera RXM35A / FTXM35A mit einem COP Standard Heating von 4,55 / SCOP von 5,2 / COP PL CondA -7 ° von 3,47 / COP PL CondB 2 ° von 5,18 / COP PL CondC 7 ° von 6,48

  • die Mitsubishi Heavy Industries SRK35ZSX-WF/SRC35ZSX-W mit einem COP Standard Heating von 4,78 / SCOP von 5,1 / COP PL CondA -7 ° von 3,1 / COP PL CondB 2 ° von 5,18 / COP PL CondC 7 ° von 8,1

angegeben sind.

Ist die Daikin ARXD35A / ATXD35A wirklich so viel schlechter als die Perfera bei der Heizeffizienz und die Mitsubishi Heavy Industries SRK35ZSX-WF/SRC35ZSX-W bei 7 ° so viel besser als die Perfera?

Wo kann ich herausfinden, wie weit die Geräte heruntermodulieren können, um beim Heizen möglichst effizient zu arbeiten?

PS: selbst montieren könnte ich mir auch vorstellen, da ich Elektrofachkraft bin. Habe aber aufgrund des Kältemittels / Inbetriebnahme / Vakuum etc. einen gewissen Respekt davor.

Vielen Dank.

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Bei diesen Werten sollte auffallen, dass das nur ein Fehler in der Dokumentation sein kann. Ein COP von 0,xx ist doch unmöglich. Jede Wärmepumpe mit 0,x COP wäre unsinnig, dann könnte man besser mit einem Heizlüfter heizen. Und das passt ja auch nicht mit dem SCOP zusammen.

Ist ein alt bekannter Fehler in den Eurovent-Daten, ich hab die schon 2 mal angeschrieben, aber die ignorieren es.

ATXD sollte nahezu identisch mit der Perfera sein.

Zur Auswahl: Nimm eine Daikin, die regelt im Heizbetrieb viel besser, als die MHI.

Danke für die Rückmeldung.

Das hat mich so gewundert - der SCOP bei allen drei Geräten in etwa gleich und dann solche Abweichungen beim COP und den verschiedenen Außentermperaturbereichen.

Ich dachte, es könnte evtl. damit zu tun haben, dass die Kombination Daikin ARXD35A / ATXD35A ggf. für den südlichen Bereich konstruiert und somit für unsere Region zum Heizen eher ungeeigneter ist.

Hat zufällig jemand einen Link oder ein Dokument mit den korrekten COP Werten (ARXD35A / ATXD35A) in den verschiedenen Außentemperaturbereichen?

Sind das für Dich individuell stimmige Werte?

Den Punkt der Montage empfinde ich höchst individuell. Nicht jeder Betrieb installiert dir eine Anlage aus Italien, warum dann eine ATXD weniger kosten soll (Montage) wie eine Prefera kann ich so pauschal nicht nachvollziehen.

Ich habe die Beschaffungskosten für mich verglichen und dabei 950€ der ATXD gegenüber einer ATXM mit 1450€ verglichen. Beide aus Italien, heißt das weder Garantie noch Förderung eine wirkliche Anwendung findet.

Die 500€ Mehrpreis waren es mir nicht wert. So "schlecht" finde ich die ATXD nicht und die Komfortfeatures brauch/überzeugen mich nicht.

Gleichfalls bei mir und mit hochwertigem Montagemetarial zB Kältemittelleitungen (vorgebördelt) z.B. von Vetall und dazu Biegeseelen (ESSKA Schlauch) war das mit Sorgfalt und handwerklich üblichen Geschick kein Problem. Die Vakuumpumpe hab ich mir ausgeliehen.

Erlaubt ist das natürlich nicht, aber somit zur ATXD nochmal 300€ an Montagematerial investiert und 2h Tage Arbeit (alles mit Ruhe und lieber nochmal nachlesen als HauRuck) und bin somit bei 1250€ und einer sauber laufenden ATXD ausgekommen.

Wer etwas Köpfchen mit handwerlichem Geschick besitzt der sollte das hinbekommen. Meine Meinung! Ist wie so oft im Netz... "Talk is cheap" und irgendwann müssen die PS auf die Straße.
Ich mein, wo liegt das Worst Case Szenario? 950€ für eine ATXD in den Wind zu setzen und darum statt dessen für 4000€ einen Unternehmer beauftragen....naja da wäre ein Zweitversuch in Summe immer noch günstiger oder ist mein Taschenrechner defekt?

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Scheint es nicht zu geben. Auch in den Originalunterlagen von Daikin stehen die Werte falsch, was ich zumindest mal gesehen habe.

Habs gefunden, im italienischen Handbuch ist es auch falsch:

Die ATXD heizt sehr gut, nur bei dem Abtaualgorithmus sind wir noch am Herumrätseln, ob der wesentlich schlechter implementiert ist, als bei der Perfera. Hat derzeit den Anschein, dass die ATXD zu häufig abtaut. Schau dir mal den Sammelthread zu den Siesta-Geräten an.

Hier der Vergleich zwischen den beiden Daikin Anlagen. Wobei die FTXM35R die Vorläufer-Generation zu der aktuellen A-Generation ist.

Nahezu identischer COP über den gesamten Temperaturbereich, jedoch hat die Siesta nominal etwas weniger Wärmeleistung. Man kann daher davon ausgehen, dass bei gleicher Wärmeleistung der COP etwas geringer ist.

Ist aber halt Laborwert. Kann in der Praxis und genau bei Dir anders aussehen, da man ja eigentlich bei höheren Temperaturen weniger Wärmeleistung abnimmt und umgekehrt.

Ich finde am wichtigsten ist, dass man ein Lösung umsetzt, mit der die Familie zufrieden ist.

Wir lassen derzeit einen zweite LLWP mit etwas schlechteren COP-Werten als die Hauptanlage laufen, kostet uns ca 100W (~2,4kwh am Tag, wenn man ohne Absenkungen nach Bedarf fährt) haben aber auf einmal einen ganz anderen Wärmekomfort im Haus.

Ich würde daher, je nach Voraussetzungen (Grundriss, Dämmung, etc) eher nicht die teuerste Anlage kaufen, auch wenn diese auf dem Papier die beeindruckensten Werte hat. Dann hat man noch das Budget frei und kann ggf noch eine weitere Anlage (nach einer Testphase) nachlegen.

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Welcher betrieb installiert überhaupt ein Modell, das Daikin nicht in Deutschland vertreibt ? Bleibt ja nur, dass man das gerät privat aus italien kauft und es von einer firma installieren lassen würde. Halte ich auch für nicht machbar, das wird keine firma machen.

Der haken ist die undichtigkeit, die passieren kann. Das sind nur vier anschlüsse, die es aber in sich haben. Wenn man dazu noch "normale" Leitungen nimmt, muss man auch ein Bördelgerät kaufen und das bördeln "lernen" . Alles als diy mensch machbar. Weil man aber eine "undichtigkeit" nicht einfach so mal neu machen kann , nötigt einem das selbst anschliessen respekt ab. Gibt aber gute tipps hier, dass man die 4 verbindungen ausreichend aud dichtigkeit testen kann, bevor man das kältemittel komplett drauf gibt und es am ende verloren wäre.

Die siesta Anlagen sind sehr gut, es wird auch kein scheiss (b-ware oder so) aus italien geliefert. Wegen des grossen preislichen unterschiedes (Materialkosten + ersparnis der montagekosten) schlägt die siesta Anlage die Perfera Anlage mit grossem Abstand. Den cop Faktor dabei mal aussen vor gelassen. Selbst wenn die Perfera Anlage einen tick besseren cop Faktor hat, den preisunterschied holt man nie auf. Also dass man über den etwas besseren cop faktor iwamm die höheren kosten der Perfera Anlage rein holen könnte.
Ich habe ein perfera Anlage und zwei siesta Anlagen. Kann keinen Unterschied hinsichtlich der funktion/Leistung fest stellen,

@win hat geschrieben, dass die ermittlung der cop werte länderabhängig sind, in den südlichen europäischen ländern wohl bessere werte ausgezeichnet werden. (So habe ich es jedenfalls verstanden)

Wer nur eine splitklimaanlage benötigt, der kann sich eine perfera Anlage von einer Firma installieren lassen. Ab zwei Anlagen rechnet sich das, dass man es selbst macht. Falls dies baulich möglich ist. Wenn das Aussengerät in 7m höhe an der wand installiert werden muss, ist dies auch nix für jeden diy mensch.

Hat hier einen anderen Grund, das sind einfach völlig unplausible Werte, die es in die Eurovent-Tabelle geschafft haben und auch in die Dokumentation von Daikin selbst. Oben wurde ja auch gezeigt in dem Diagramm von @nordicbynature , dass die ATXD und Perfera nahezu identisch sind, lediglich etwas weniger Leistung bei der ATXD.

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Das hilft mir weiter.

Ich habe mich jetzt auf jeden Fall auf Daikin festgelegt und wollte in Italien bestellen.

Nun habe ich gerade durch Zufall nochmals die technischen Daten der Perfera angesehen und bei den Heizleistungen (wie schon geschrieben, ist mir die Heizfunktion am wichtigsten) festgestellt:

Perfera 2,5 kW bzw. 25R + 25R9
Heizleistung Min./Nom./Max.: 1,30 kW / 2,80 kW / 4,70 kW

Perfera 3,5 kW bzw. 35R + 35R9
Heizleistung Min./Nom./Max.: 1,40 kW /4,00 kW / 5,20 kW

Zum Vergleich:
die ATXD35A / ARXD35A (Siesta) hat
Heizleistung Min./Nom./Max.: 1.4 kW / 3,3 kW / 3,5 kW

Das würde doch heißen, dass die 2,5 kW Perfera mit 4,7 kW eine höhere Heizleistung hat als die ATXD35A / ARXD35A (Siesta) mit 3,5 kW. Die nominale Heizleistung ist bei der Siesta mit 3,3 kW höher.

Es handelt sich um ca. 45 qm zu beheizende Fläche in einer DG Wohnung. Ich wäre von ca. 3,5 kW Heizleistung ausgegangen (Dämmung Dach 0,19 W/m2K, Fenster 0,9 W/m2K, Giebelwand 0,7 W/m2K ).

Die Perfera 2,5 kW (FTXM25 + RXM25A) würde bei Groupsumi.com aktuell 1.165,00 € inkl. Versand kosten.

Oder habe ich einen Denkfehler bzw. wäre diese aufgrund der Nominalleistung unterdimensioniert? Mir ist der Unterschied Nominalleistung und Maximalleistung nicht ganz klar. Bzw. was die Auswirkung ist, wenn man sich bspw. über längere Zeiträume zw. Nominalleistung und Maximalleistung bewegt. Wird dann die Effizienz schlechter?

Vielen Dank.

Man muss zwei wichtige Konzepte berücksichtigen:

1: die Wärmepumpe gibt am meisten Heizleistung, wenn Du am wenigsten Wärmebedarf hast. Sie gibt am wenigsten Heizleistung, wenn du den größten Wärmebedarf hast.

Das liegt einfach daran, dass in der kalten Aussenluft weniger Energie zur Verfügung steht.

Bei einer Wärmepumpe musst Du also die Heizleistung für kalte Temperaturen raussuchen. Es bringt ja nichts, dass eine Pumpe mehr Heizleistung hat als die andere, wenn du einen viel geringeren Wärmebedarf hast.

2: Angaben zur Heizleistung
Bei PKW wird ja die maximal Leistung in kW angegeben. Bei einer Wärmepumpe wird aber ein Leistungswert angegeben, der in Relation zu einem oder mehreren anderen oder Werten steht. Der Aussen-Temperatur und der Kompressorfrequenz.

Es wird die nominale Frequenz des Kompressors genommen. Dann wird die Heizleistung für die unterschiedlichsten Aussentemperatur getestet.

Der Kompressor kann aber auch mit einer niedrigeren Frequenz betrieben werden, die Pumpe gibt dann weniger Leistung in den Innenraum, der Kompressor kann aber auch mit einer höheren Frequenz betrieben werden. Die Pumpe hat dann mehr Leistung.

Für die ARXD35A (Siesta) und die Perfera 25R9 und 35R9 kenne ich nur die Daten bei nominaler Kompressorfrequenz. Dort hat die Siesta ARXD35A deutlich mehr Leistung als die Perfera 25R9, aber etwas weniger als die Perfera 35R9.

Bei den den Anlagen die als Nordic Modelle bezeichnet werden (Optimised Heating und Nepura) werden in der Daikin Dokumentation die Heizleistung bei nominaler Kompressorfrequenz und bei maximaler Kompressorfrequenz angegeben. Bei den "normalen" Anlagen nur bei nominaler Frequenz.

D.h. man muss dann in die Eurovent TOL Daten schauen. Oder Annahmen machen. Hat eine Anlage mehr Leistung bei nom. Frequenz, dann wird diese vermutlich auch mehr Leistung bei max Frequenz haben. Aber leider nicht immer, da es noch andere begrenzende Faktoren gibt. Z.b. Fläche des Verdampfers und des Kondensors. Deswegen knicken einige Leistungs und COP Kurven bei sehr niedrigen Temperaturen ab.

Ob die Anlagen für Dich unterdimensioniert sind, kannst nur Du wissen. Du musst die Heizlast für Dein Haus/Wohnung/Zimmer bei den unterschiedlichen Temperaturen bestimmen.

Wichtig ist auch realistisch zu planen. Wann waren es zuletzt -20 Grad und vor allem länger als eine Stunde morgens um 5.

Würde dir da auch empfehlen, dir die Eurovent Daten anzuschauen. Um die zu verstehen, haben wir auch einen Artikel, den du in der Übersicht findest.

https://www.akkudoktor.net/t/split-klima-uebersicht-wichtige-foren-threads/13420

TOL hilft dir, um zu checken, ob die Heizleistung bei z.B. -10 Grad reicht. Dazu musst du natürlich die Heizlast deines Raumes kennen, kannst du über Heizlüftertest prüfen, dazu findest du auch einen Artikel in der Übersicht, wie das geht.

Wichtig ist dann noch, ob Geräte mit mehr Leistung auch überhaupt einen größeren Wärmetauscher am Innengerät haben. Wenn nicht, bekommt man die höhere Leistung nur über höhere Temperaturen oder höhere Drehzahlen des Lüfters. Das eine ist ineffizient, das andere kann lästig sein.

Auch wenn die Innengeräte in der Klasse 2,0kW - 3,5kW gleich groß sind, kann es mitunter doch sein, dass der Wärmetauscher etwas größer ist. Ich meine, wir hätten das bei der ATXD bzw. Perfera auch mal rausgefunden, dass die 3,5kW einen etwas größeren Wärmetauscher hat, falls die Datenblätter stimmen.

Für einen effizienten Betrieb kann man so grob sagen, sollte bei 0 Grad Außentemperatur die abgeforderte Heizleistung pro Innengerät < 2kW sein. In dem Bereich sind die IGs dann noch recht effizient und was unter 0 Grad so ist, spielt keine so große Rolle mehr, ist eh in vielen Orten in Deutschland selten geworden.

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Ich hab das mit der ARXD35A / ATXD35A genauso gemacht. Selbst in Italien bestellt, dann Leitungen verlegt und schließlich durch den Kältebetrieb meines Vertrauens in Betrieb nehmen lassen.

Dazu kommt noch die Bedarfseinstellung, ecomodus etc. Der bedarfsmodus stellt die Leistung des Aussengerätes ein, oder ? Schon klar, wenn ich die Leistung runter stelle, dann läuft das eher durch, taktet nicht so oft. Mit höherer Leistung ist eine höhere Temperatur möglich, die eventuell ineffizient ist ? Sehe ich das richtig ? Ich will die Zusammenhänge kapieren, deshalb frage ich das .

Im augenblick habe ich den ecoModus deaktiviert und den Bedarf auf 45 Prozent gestellt. Ich werde in paar Tagen den Bedarf auf 90 Prozent stellen und den ecoModus aktivieren. Dann vergleichen, was an Leistung verbraucht wurde.

Eingestellt wird die Leistung des Verdichters und der sitzt im AG.

Die Leistungsbegrenzung hat erstmal nichts mit dem Takten zu tun. Wenn eine Anlage sich erstmal eingeschwungen hat, wird genau die Leistung bereit gestellt, die es für den Raum braucht, um ihn auf Temperatur zu halten. Allerdings neigen manche Anlagen dazu, bei einem Taktstart erstmal stark aufzudrehen und hohe Leistung in den Raum zu bringen. Da kann die Bedarfssteuerung oder der Eco-Modus helfen.

Ebenso ist die Leistungsbegrenzung bei bedarfsweisem Heizen günstig, weil sonst die Anlage beim Aufheizen zu hoch drehen würde. Das kann unangenehm sein und ist auch ineffizient.

Egal, welche Leistung die Anlage hat, sie moduliert in der Regel von der Leistung immer so, dass Auswurftemperaturen erreicht werden, die bei 50-60 Grad liegen im Maximum. Die höhere Leistung wird dann in der Regel nur noch über Lüfterdrehzahl gemacht, teils auch mit etwas größerem Wärmetauscher.

Für Effizienz sollte man die Anlage aber eher im Bereich 25-40 Grad betreiben, je niedriger, um so effizienter. So sollte man dann auch dimensionieren, dass die Anlage in dem Bereich laufen kann. Bei ein paar kalten Tagen dürfen es auch gerne mehr sein, das spielt dann ja keine große Rolle.

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Vielen dank für die erklärungen. Ich blicke da immer noch nicht durch. Wenn sich denn das aussengerät leistungstechnisch auf die raumgrösse (die beheizt wird) einstellt, warum dann manuelle badarfssteuerung und ecoModus ?
Es irritiert mich, wenn die bedarfssteuerung nur dazu dient, beim "Anfahren" Spitzen zu vermeiden. Wie oft (pro Tag) werden split klimaanlagen aus- und dann wieder eingeschaltet ?
Ich schreibe mal mein bisheriges verständnis (was falsch sein kann):
Mit der bedarfsteuerung kann man die max leistung des Aussengerätes begrenzen. Was zur folge hat, dass es bei niedrigen leistungen länger dauert, bis die max Temperatur (oder auch geeignete Temperatur) erreicht ist. Das wäre jedenfalls nach meinem verständnis sinnvoll. Weil diese Anlagen ja bei verschieden grossen räumen eingesetzt werden und auch bei verschiedenen Aussentemperaturen.
Wenn sich die Anlage von alleine "einschwingen" kann, wäre eine bedarfssteuerung nicht so wichtig. Ist das wirklich nur zum besseren "anfahren" ?
Das "einschwingen" wird dann mit dem ecoModus verbessert ?
Wie genau wird funktioniert, mit wenig zugeführter elektrischer Energie auszukommen ? Dass dauerhaft möglichst geringe höhere temperatur als die eingestellte raumpemperatur erzeugt/gehalten wird ? Zumindest schalten meine split klimaanlagen nicht länger aus, also der lüfter des innengerätes. Auch die liquid-Temperatur hält sich in einem Bereich. Was nahe legt, dass die Anlage dauerhaft eine gewisse Wärme in den Raum schiebt.


Wenn die Anlagen eingeschaltet sind, wird die liquid Temperatur ziemlich konstant gehalten. Die verbrauchte elektrische leistung ist auch konstant. Also schaltet die Anlage nicht ab. Ausser, ich schalte die Anlage manuell aus.

Du hast recht, die Bedarfssteuerung wird nicht unbedingt benötigt.

Daikin regelt die Leistung schon recht gut.

Allerdings macht Daikin Annahmen, die nicht unbedingt mit den Erwartungen jedes Users übereinstimmen.

Daikin wird annehmen, und in ihre Regelalgorithmen einprogrammiert haben, daß wenn jemand das Gerät einschaltet, es möglichst schnell warm haben will. Also wird die Leistung recht schnell hochgeregelt. Das wird in den meisten Fällen wohl auch stimmen.

Wenn ich aber viel automatisiere, und z.B. das Kinderzimmer automatisch eine Stunde vor Schulschluss heize, dann muß es nicht möglichst schnell warm werden, sondern möglichst effizient. Dann kann die Bedarfssteuerung helfen, meine eigenen Wünsche in den Regelalgorithmus mit einzubringen, indem ich die maximale Leistung begrenze.

Teils habe ich auch beobachtet, daß das Gerät etwas zu viel heizt, nur um dann zu takten. Der Regelalgorithmus wird das vermutlich von selbst mit der Zeit erkennen, und nicht so schnell hochregeln. Wenn das aber dauerdaft nicht klappt, warum auch immer, kann man auch mit der Bedarfssteuerung manuell eingreifen.

Ob man aber den Aufwand treiben will, um noch ein klein wenig Effizienz herauszukitzeln, muß jeder selbst wissen. Ein magisches Mittel gegen zu häufiges Takten ist es nicht. Es ist aber ein prima Spielzeug, um am Verhalten der Geräte herumzubasteln.

Vielen Dank für die erklärungen. Ich habe extra Daikin Anlagen gekauft, weil die von Haus aus sehr gut ausregeln. Ich spiele jetzt auch bischen rum, ändere parameter und gucke, was das für Auswirkungen hat. Wobei das nicht ganz einfach ist, weil die Aussentemperatur nicht gleich bleibt.
Wenn das ganze nur wenig auswirkungen hat, lass ich es. Der grosse spareffekt ist der cop faktor und dass in der übergangszeit auch bischen was über die eigene PV Anlage läuft. Eine aufwendige optimierung im kleinstbereich ist für mich nicht wichtig. Im augenblick hab ich nix zu tun, kann bischen rum spielen. Das ist aber nur aus interesse, ich muss nicht das letzte quentchen optimieren.

da würde ich nicht unbedingt drauf wetten, dass es selbstlernende Regelungen zur Vermeidung von Takten gibt. Wäre zwar schön, erscheint aber unwahrscheinlich.

Mir war so, dass meine Daikin ATXF lernt. Und zwar so ganz direkt innerhalb von wenigen Stunden. Nach den ersten 2 Takten ist die mit weniger Leistung angefahren und hat leicht überheizt, um das Takten zu verringern. Ist schwer zu sagen, ob das wirklich ein lernendes Verhalten war, machte auf mich aber erstmal so den Eindruck. Genauer untersucht hab ich es nicht.

Und dann gibts doch noch die Bedarfssteuerung im Auto-Betrieb. Da wird doch im Handbuch beschrieben, dass der Verbrauch vom Vortag irgendwie in die Leistung des aktuellen Tages einfließt. Das wäre ja schon was in Richtung selbstlernend.

Da sehe ich übrigens noch richtig viel Potenzial, wenn die Hersteller erstmal die vermutlich 40 Jahre alte Regelungstechnik durch KI-unterstützte Regler ersetzen.

Wenn du dich da nicht so tief reinhängen willst, würde ich einfach die Leistung etwas limitieren und die Anlage einfach im Lüfter Automatikmodus machen lassen. Ich betreibe meine Daikin z.B. immer nur mit Econo und Lüfterautomatik. Die heizt bei mir auch nicht viel, nur ab und zu das Schlafzimmer. Da muss das nicht perfekt optimiert laufen. Und Econo+Autolüfter arbeitet schon recht gut.

Wenn die Anlage taktet, kann die recht häufig starten. Und ansonsten schalten wir unsere Anlagen täglich auch mehrmals an und aus, die laufen eben nur, wenn man im Raum ist. Also ähnlich wie Licht an/aus. Natürlich nur aus, wenn man den Raum >30min verlässt.

Ja, geht fast nur um das Einschwingen. Wenn eine Anlage dauerhaft durchläuft und auch nicht taktet, bringt die Bedarfssteuerung gar nichts bzw. verändert nichts. Denn die Leistung regelt sich genau auf den Heizbedarf des Raumes ein.

Die Anlage hat doch eine Regelung und einen Verdichter, der über einen Inverter frequenzgesteuert modulieren kann. Darüber kannst du also die Leistung genau so anpassen, dass die Temperatur gehalten wird. Weiterhin kann durch den Innenlüfter die Leistung reguliert werden.

Die Liquid-Temperatur kann über die Verdichter-Drehzahl angepasst werden. Je höher die Leistung, um so höher die Liquid-Temperatur bzw. die Auswurftemperatur. Und wenn der Innen-Lüfter schneller dreht, reicht eine niedrigere Auswurftemperatur für gleiche Leistung.

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Ich möchte Dir ein, bzw. zwei Beispiele geben, bei dem es von Vorteil ist auf die Regelung der Anlage Einfluss zu nehmen.

Wir haben im Eingangsflur eine recht leistungsstarke Daikin 40er Caldo II. Von diesem Flur geht eine Treppe nach oben, ein 90cm breiter Durchgang gegenüber zum nächsten Durchgangszimmer und rechts neben dem Innengerät eine weitere 80 cm breite Tür zum Wohnzimmer.

Ohne Bedarfsteuerung startet die Anlage mit hoher Leistung, die sie nicht durch den gegenüberliegenden Durchgang bekommt. Die Anlage "dreht voll durch" und die Leistung geht hoch und runter, sie taktet aber nicht. Wir sprechen hier von 2 oder 3kw Aufnahmeleistung. Berg- und Talfahrt.

Gleichzeitig geht die Auswurftemperatur hoch, sodass die warme Luft eher nach oben die Treppe hoch geht, als unten bleibt um das Untergeschoss zu wärmen. Die Anlage bekommt dann schwallartig Kaltluft von oben ab, die wirklich schwer für die Anlage zu interpretieren ist.

Wenn ich mit der Bedarfssteuerung Einfluss nehme und z.b. auf 60% begrenze, bekommt die Anlage die Leistung durch den gegenüberliegenden Durchgang und die Auswurftemperatur bleibt niedrig, sodass nur ein Teil der Luft nach oben geht.

Die Anlage ist also anfangs zu leistungsstark. Sie ist eigentlich überdimensioniert. Mit der Bedarfssteurung "mache" ich mir eine kleinere Anlage.

Es ist also eine ungünstige Einbausituation, die wir durch den Einfluss auf die Reglung gut in den Griff bekommen.

Mit fortschreitender Heizperiode und kälteren Wetter stelle ich dann die Bedarfssteuerung hoch. Die Anlage kann dann bei höherem Wärmebedarf in den angrenzenden Räumen ihre Leistung ausspielen. Das Haus "nimmt die Leistung ab".