ich habe eine ganz banale Frage und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Ich suche eine universelles Ladegerät für alle möglichen Arten von Akkus und Akkupacks.
In meinem Haushalt fallen immer mehr Akkupaks aus div. Saug- u. Rasenmährobotern, Kinderspielzeug und ähnlichem an. Gibt es ein Ladegerät, an das ich die Akkupacks zum Laden anschließen kann?
So wie z. B. bei div. Modellbauladegeräten, wie die Geräte von ToolkitRC oder ISDT.
Steckverbindungen zwischen den jeweiligen Packs und dem Ladegerät zu bauen, traue ich mir zu.
Ein universelles von Haus aus automatisches Ladegerät gibt es nicht.
Ist auch unmöglich, da alle Akkupacks eine Möglichkeit haben müssten Ihre Ladeanforderungen zu kommunizieren.
Bei Modellbau Akkus wird oft jede Zelle über Balancer Kabel einzeln herausgeführt, was bei den typischen Werkzeug Akkus etc. nicht der Fall ist.
Was aber geht Labornetzteil z.B. die von Riden können damit ferngesteuert werden:
Darauf basierend könnte man ein kleines Web Interface mit Dashboard bauen, wo man auswählen kann welchen Akku man gerade laden möchte.
Aber Achtung! Mit falscher Spannung und Akkus ohne BMS kann man sich extrem leicht das Haus abfackeln.
Da hilft eventuell auf jedem Akku ein NFC Tag und eine Automatisierung die darauf basierend die richtigen Werte einstellt:
Ansonsten was sich auch bewährt hat und Menschliche Fehler reduziert:
Jedes Ladegerät an eine einzeln schaltbare Mehrfachsteckdose in einer Stahlkiste und/oder feuerfesten Schutztasche.
Die meisten (günstigen) Labornetzteile lassen sich ca. bis 30V und 3-5 A einstellen - das wird für die meisten Akkus reichen. Wenn die Spannungen höher werden (e-Roller, Rasenmäherakkus, gr. Werkzeugakkus) brauchst Du evtl. 36 oder gar 48V.
Am günstigsten sind DC-Buckconverter, die von einer höheren DC-Spannung beliebig herunterregeln und auch den Strom einstellen können (CV, CC). Gut ist z.B. von Riden das DPS5020 (bis 50V Ausgang, bis zu 20A) oder noch universeller das XY125-22 (bis 125V Ausgang, bis zu 22A). Preise liegen um 50...70 Eur. Du brauchst dann noch ein einfaches AC-DC-Netzteil mit entsprechend hoher Ausgangsspannung (z.B. 60V DC oder 90VDC). Je nach Leistungsklasse, gibts die Teile bei ali & Co. für 30...80 Eur. Man muß allerdings wissen, was man tut,, welche Spannung und max. Strom man einstellen muß - sonst ist tatsächlich die Gefahr groß, dass Akkus abfakeln.
Ich nutze solche Teile schon seit vielen Jahren (Jahrzehnten) und mir ist noch nichts passiert - passe aber auch immer gut auf
Am allerbilligsten geht es über alte Laptop-Netzteile (die liefern meist 20...36V) und man kann auch 2 (oder mehr davon) in Serie schalten für höhere Spannung. Diese kann man dann als Quelle für div. Buck-Converter verwenden. Hier ist aber know-how und sorgfältiges Arbeiten gefragt.
Wer noch mehr Power braucht, sucht nach gebrauchten Servernetzteilen. Damit kommt man in die Leistungsklasse von einigen kW und Ausgangsspannungen von 12 bis ca. 50V. Wer findig ist und sich mit Elektronik auskennt, kann die sogar in einem best. Spannungsbereich regelbar machen.
Mein größtes Servernetzteil hat 6kW Leistung (2 x 3kW) und liefert 36...52V bei über 100A. Wer eine Bauanleitung (Moddinganleitung) sucht kann u.a. im Mosfetkiller-Forum fündig werden
Richtig, einen universellen Lader (Plug and Play) für alles gibt es nicht.
Gute Modellbaulader können mit etwas Know How quasi alles (Junsi 4512DUO oder 4010DUO), brauchen meist (wie in diesem Fall) aber noch ein extra Netzteil und diverse Kabel/Adapterkabel etc... Für Rundzellen nutze ich seit über 10 Jahren einen modifizierten SkyRc MC3000. Für alles weitere kann man wie bereits erwähnt ein Labornetzteil von Riden nutzen... Und wenn man alles zusammen hat ist man eine Stange Geld los . Also wenn du dich nicht intensiv damit befassen und das ganze auch entsprechend nutzen möchtest dann bleib bei den Standard Ladern die für die Akkus vorgesehen sind.
Ich verwende u.a. den Junsi iCharger 308 fast täglich. Externe Versorgung bis max. 32V davor. Je nach Leistung ein passendes Netzgerä (z.B. 24V) oder eine Autobatterie davor.
Du hattest doch nach einem universellen Ladegerät gefragt? Da muß man immer wissen was man tut! Man muß seine Akkus kennen, max. Ladespannung und Strom und die Geräte entsprechend dazu einstellen. Das ist wahrlich kein Hexenwerk, aber wer eine super easy Lösung will ohne jedes Nachdenken, dann kann man nur Systemakkus mit dazugehörigen Systemladegeräten nutzen und muß sich merken, welches Ladegerät für welche Batterie ist
Ein wenig Akkutechnik und Verständnis dafür ist einfach notwendig, wenn man sicher mit verschiedenen Akkus arbeiten will und über externe (universelle) Ladegeräte laden will.
ich sehe schon, dass das etwas kompliziert wird. Leider sind die Akkus, auf die ich es abgesehen habe, meistens nicht immer lesbar beschriftet oder eingeschweißt.
Aber stellt das für gute Ladegeräte denn so ein Problem dar, einen Akkupack mit 6 verbundenen z. B. 18650-Zellen zu erkennen und zu laden?
Damit haben wir uns einmal im Kreis gedreht.
Zellchemie und Zellenzahl (und eventuell Kapazität) ergeben damit wieder beim Labornetzeil die CV und CC werte.
Hier muss man eben den Akkutyp vorgeben und wie im Modellbau üblich ist da nicht nur plus und Minus herausgeführt sondern jede einzelne Zelle.
Für den Hobby Modellbau/Dronenflieger super.
Um damit deine
zu laden unter der Vorausetzung:
Aber nicht, weil du da eben ganz genau eingeben musst was du gerade lädts und eine Unachtsamkeit dabei:
Auf das Netzteil vom Original Ladegerät schauen.
Datenblatt des Akkus / Datenblatt der verbauten Zellen und Mathematik.
Ein Labornetzteil wäre erstmal "dumm".
Viele Ladegeräte gerade im Segment
Sind es aber auch.
Die intelligentem Modellbauladegeräte erkennen Akkufehler eben weil jede Zelle einzeln verbunden wird.
Die oben aufgeführte Anbindung für die Riden Labornetzteil würde aber anhand der Ladekurve und geladener Energie eine intelligente Überwachung ,so gut es geht ohne Anbindung an die Einzelzellen, ermöglichen. Ist aber wie schon aufgeführt nicht Plug und Play.
Wenn man die Chemie vorgibt schlagen manche Lader die niedrige! Zellenzahl zwar vor, die muß man aber selbst bestätigen und auch den Strom wählen. Je mehr Zellen um so leichter vertut sich der Vorschlag.
Beim Labornetzgerät sitzt die ganze CPU im Kopf, HPU dafür kann es fast alles.
Alternativ kann man Akkus für spezielle Lader mit chip versehen. Darin kann manndie Ladeparameter speichern.
Beim wiederholten Laden erkennt das Ladegerät den Akku und ladet wie eingestellt.
Schützt trotzdem nicht perfekt vor möglichen Akkufehlern.