und wieder... Akku selber bauen - Fragen und Bitte um 'Einschätzung'

Darum Glasfaser Matte ohne FR4 dazwischen. Gibt Sorten die fühlen sich fein wie Stoff an. Mit (alter) Schere schneidbar.

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es gibt auch filtermaterial aus glasfaser, fällt mir gerade ein, das könnte doch auch gehen?

Hallo Phil,

ich kann Deine Skepsis verstehen und bin an das Thema genauso rangegangen wie Du. Erstmal lesen, setzen lassen und dann entscheiden. Aber wenn dann muss es bei mir schnell gehen.
Ich kann Dir folgendes rückmelden, wie es umgesetzt habe:
Kompression - Ich habe rechts & links zwei Aluplatten verbaut, welche ich mit vier Gewindestangen verbunden habe. Ich habe dabei so "stark" komprimiert, dass ich die Nominallänge "rechnerisch" mechanisch durch festschrauben erreicht habe. Ein Indikator, dass es für mich O.K. war, dass die PVC Platten, welche den Temperaturfühler aufnehmen, die zwischen der 4/5 Zelle bzw. 8/9 Zelle vom BMS verbaut sind. Sich nachdem "verspannen" noch bewegen lassen, also das PVC nicht soweit komprimiert ist.

Zwischenlagen: Ich habe hier 0,5mm Epoxy Platten genommen. Diese Platten werden in der Leiterplattenindustrie für den Aufbau von Zwischenlagen in Multilayerplatinen verwendet. Die Platten sind kompressionsstabil und halten ca. 400°C aus und trennen die Zellen minimal mechanisch voneinander. Sind nicht wirklich teuer.

Kontakte/Verbinder: Ich habe bei NKON bestellt und die beigelegten Verbinder, die eine "flexible" Mitte haben verbaut. Ich habe nichts negatives festgestellt beim Verbauen. Ich habe übrigens das Verbindungsschema, wie es Nemothefish gezeigt hat, verwendet.

Messen: Sorgfalt, geht vor Schnelligkeit. Du musst zwar ein Zertifikat, dass die Zellen i.O. sind, aber es kann ja auch auf dem Transport etwas passieren. Und ja, dass ganze Drumherum kostet auch Geld und brauchst es auch, um den Akkupack sicher zu betreiben. Deswegen nicht abschrecken lassen. Wenn Du Unterstützung bei der Beschaffung brauchst, kannst Du mir ja In-Mail schreiben. Ich kann Dir sagen, wo Du Einzelkomponenten bestellen kannst.

Und Balancieren? Auf jeden Fall, auch wenn die Zellen annähernd gleich geladen werden, reicht ein passives balancieren nicht aus. Deswegen noch ein "Balancer" mit rein und dann schön ein Topbalancing machen. Die Zellen danken es Dir mit längerer Haltbarkeit.

Auch übrigens mein Akkupack läuft nun seit Sep. 2023 und macht das was er soll, meinen Eigenverbrauch anheben. Die rein rechnerische Wirtschaftlichkeit meines DIY Batteriespeichers mit allem drum und dran liegt, so bei 8 Jahren. Das wäre mit einer Kauflösung nicht möglich gewesen.

Mit besten Grüßen

Andreas

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uih, wieder so viele Antworten, ich hätte mal umblättern sollen :wink: danke!

@arthutdent007 auch dir danke für deinen ausfühlichen Beitrag!

Wenn so eine Alu Platte dick genug ist, ist es wahrscheinlich (wegen der Entflammbarkeit) die bessere Wahl als meine 36mm Multiplex. Sie sollte halt nicht bauchen, ich glaub bei z.B. 5mm hätte ich da wenig Vertrauen. Und bei gleichzeitiger Verwendung von PVC ist dann auch die 'vollumfängliche Lösung' (Entflammenbarkeit, PVC macht dann auch noch Dioxin) dahin.

Bei den Zwischenlagen ist es meiner Meinung nach nicht entscheidend, ob sie 'punkstabil' sind was das Komprimieren anbetrifft. Wie gesagt - die Zellen wollen sich aufblähen, die pieken ja nicht von innen mit nem Nagel oder so. Hauptsache das Zeug dazwischen sorgt für Abstand.

Die mitgelieferten Verbinder hab ich mir auch noch mal angeguckt und bemerkt, dass sie unter dem orangen Schlauch offensichtlich Geflecht sind, also voll fexibel.

Ich hab mir jetzt noch so ein Innenwiderstandsmessgerät bestellt, aber damit werde ich es dann auch gut sein lassen. Die LL Spannungen der Zellen sind aktuell bei 13 Zellen 3,2933V +/-0.1mV (gemessen mit Fluke 189), 2 Zellen haben -0.2mV und eine hat -0,5mV (die werde ich verstärkt im Auge behalten). Ich werde dann noch den Innenwiderstand messen, wenn das Gerät da ist, aber ich nehme an, dass es auch da keine großen Ausreisser geben wird. Aber damit werde ich es belassen. Ich werde mir kein hochwertiges Kapazitäts-Test-Equipment zulegen. Wenn es da kleine Unterschiede gibt, werden die im Gebrauch auffallen, und dann ist es eben so. Der Akku ist eh 3fach überdiensioniert.

Kann das Top Balancing mit dem JK PB2A... gemacht werden? Das hat einen aktiven Balancer mit 2A. 2A sind nicht unbedingt viel, aber wenn ich den Akku nicht entlade, bis das Balancing fertig ist? Was ist überhaupt 'fertig' 0.1mV? 1mV? Mein Daly fängt unter 20mV überhaupt nicht das Balancieren an...

Grüsse!

Wenn man so ein Top-Balancing in Parallelschaltung macht - wie is das dann mechanisch? Sie müssen ja 'eingepresst' sein, um sie voll zu laden. Sie haben dann aber eine andere Anordnung als hinterher in Reihe. Muss ich sie dann parallel montieren, Top-blanacieren, dann wieder entladen und dann wieder für in Reihe montieren?

2a vom jk reicht für das top balancing wenn die zellen nicht weit (ca 5-10ah) auseinanderliegen vom soc

kommt auf die lieferung an

wenn sie weiter auseinander sind 20ah und mehr must den balancer das erste mal ein paar tage schuften lassen aber dann ist alles easy

am besten machst du das mit der spannungsbegrenzung des ladereglers

du erhöhst die spannung bis eine zelle knapp 3,6v erreicht dann lässt du die spannung so. wenn die höchsten zellen runtergezogen wurden erhöhst du die spannung wieder bis alle zellen das erste mal auf 3,6V sind.

so verhinderst du das abschalten des bms, dann geht das balancen effezienter und schneller.

danach brauchst du nicht mehr bis 3,6v laden ich lade zb bis 3,5v das reicht auch vollkommen fürs regelmäßige balancing und nach ner stunde schalte ich auf float um 3,4V pro zelle

damit die zellen im sommer nich mit max spannung den ganzen tag herumstehen.

das jk inverter bms hat auch diese float funktion

es gibt bms die diese dynamische spannungsbegrenzung dem inverter über canbus automatisch übermitteln zb das diy bms von stuart pittaway

hier siest du das initial balancing von meinem akku. ich habs einfach angeschlossen und nichts weiter machen müssen das hat das bms für mich erledigt.

oder das rec bms bzw auch das batrium denke ich, die sind aber sehr teuer

gut. dann werde ich wenn dann wahrscheinlich seriell top-balancieren. Den ganzen Vorgang muss ich mir noch mal in Ruhe zu Gemüte führen. Hier steht halt auch, dass man auch schon bei 3.37V die Zelle überladen kann, wenn man mit zu wenig(!) Strom ran geht, und 'zu wenig' sind dabei unter 0.033C, also bei der 280Ah Zelle immerhin noch gut 9 Ampere...

Ich überlege tatsächlich, ob es der Lebensdauer nicht zuträglicher ist, (speziell bei anscheinend gut 'vorgetuneten' Grade A Zellen) auf das Top Balancing zu verzichten, und wenn sich mit der Zeit zeigt, dass eine Zelle trotz gleichem Innenwiderstand weg driftet, dieser per Labornetzteil (oder Ballastwiderstand) im 'mitteren Spannungsbereich' etwas nachzuhelfen.

sehr guter Tip! und auch noch das Billigste :slight_smile: ich glaub, das wird das Material meiner Wahl.

Da steht alles drin.

@carolus danke. Verstehe ich das richtig, dass ich

  • die Zellen natürlich wie im DB beschrieben 'einspanne' (eher fixiere, Anzugsmoment unter Berücksichtigung von Reibung berechnet, Größenordnung leicht handfest, ~1Nm)

  • mir einen schönen sonnigen Tag aussuche, damit auf jeden Fall 0.05C Strom zur Verfügung stehen (wobei die 2A Balancerstrom da ja weit drunter liegen?!?)

  • Ladeschlussspannung auf 3,45V (oder 3,50?) ??

  • Balance Start 3,40V ??

  • Balance Stop Diff 20..30mV oder so ?? (den Parameter gibt's ja nicht, bin das eher ich, der danach die Ladschlussspannung runter setzt? auf welchen Wert?)

("alles über 3,42 V bei beliebigem Unterschied bis 50 mV reicht aus.")

ich bin halt neu in der Thematik und auch etwas verwirrt aufgrund der ganzen 'an-das-Tor-genagelt Thesen' und dem ständigen 'der heisst nicht nur zerobrain' und und und... Ich habe bisher nicht mal ein Manual für das PB2A finden können. Angeblich hat das ja auch noch einen Absorbtion Mode und so...

Könntest du vielleicht so lieb sein, und noch mal für einen Neuling eine Parameterübersicht oder auch eine formulierte 'Richtschnur' posten (kurz, klar und ohne Ironie) für a) das 'initial (top-) balancing' und b) für den Betrieb später, bei dem es mir nicht drauf ankommt, den reichlich (über)dimensionierten Akku bis Oberkante voll zu laden, sondern eher ihn im gesunden Bereich zu betreiben?!

  • Soll ich den Akku zwischendurch ab und an doch mal 100% laden (wie viele Leute propagieren, tw. vor dem Hintergrund der SOC 'Kalibrierung', tw. vor dem Hintergrund des Balancierens)? Welche Ladeschussspannung dann??

  • Wie ist das mit dem Absorption?

{viellicht wäre dafür auch ein neuer Thread gut, aber wahrscheinlich gibt es schon hunderte in der Richtung?}

(V3) PBRI-LF280K-D06-01 - Vers.C - 20_231017_195315.pdf (2.42 MB)

besten Dank & Grüsse!

Phil

die nordkyn daten sind nur theorie du wirst in der praxis bei bewölkung oder besonders im winter nie den mindeststrom halten können. mir ist auch kein bms bekannt bei welchem man einen mindeststrom einstellen kann

außerdem bezieht sich dieser bericht auf alte zellen, die neuen müssen nich mehr chemich identisch sein.

ich ignoriere diesen nordkyn bericht zum großteil das einzige was ich machen kann ist, im sommer lasse ich die zellen nicht den ganzen tag auf 3,5v sondern gehe nach 1h auf 3,4v float und das wars.

das ist ja schon mal was, das ich nachvollziehen kann (für den späteren Normalbetrieb). Das Runtersetzen der Spg machst du dann mit der übergeordneten Steuerung?

wobei für 80..90% ja eher überhaupt 3,3..3.35V angesagt wären...

Da es primär erst ums balancieren geht, nicht ums vollsten, kannst du mit jedem beliebigen Strom laden, der sinnvoll niedrig genug ist. ( Denn bei 0,5 C knallt dir die Spannung in wenigen Minuten von 3,4 bis 3,6. Das willst du ja gar nicht.

Die Nordkyn Sache ist eine Methode für sinnvollen täglichen Betrieb.

Zellen driften nicht wegen Innenwiderstand, sondern ausschließlich wegen Selbstentladung. (Es gibt noch Schmutzeffekte bei parallel Schaltung von Zellen, aber die spielen kaum eine Rolle.).

Du kannst die Selbstentladung grob bestimmen, und dann verstehst du auch das spätere Verhalten des balancieren, zumindest zum größten Teil.

@carolus oki, ich hatte ja geschrieben "trotz gleichem Innenwiderstand" - bei unterschiedlichem Innenwiderstand wäre ja ein aus-der-Reihe-Tanzen dadurch eigentlich logisch, oder? Oder wird der Unterschied beim Entladen durch den Unterschied beim Laden wieder (vollständig) kompensiert?

da oben mit dem sonnigen Tag meinte ich auch, dass die Zellen ja wahrscheinlich aktuell irgendwas bei 60% SOC haben (Anlieferzustand) und ich sie ja auch erstmal voll bekommen muss zum 'Top-Balancieren', und es dafür wahrscheinlich doch nicht so gut ist, wenn sie in die 3,45V 'reinkriechen', weil dann wohlmöglich garkein 'Spielraum' mehr da ist für's Balanncieren (Nordkyn...)?

sollte ich, wenn sie dann die 3,4V erreicht haben, den Strom 'künstlich' begrenzen (falls es dann nicht eh die Sonne schon langsam flach ist) oder sogar auf Stromversogung aus Labornetzteil/en übergehen?

bei lfp gibt es keine 80 oder 90 % spannung. die spannung ist immer fast identisch ob 80 90 oder 98%

du kannst den lfp akku entweder voll laden oder nicht voll, wenn du nur nach der reinen spannung steuerst

wenn du nach soc steuerst und den akku nie oder selten volllädst bekommst du irgendwann probleme das dir die zellen auseinanderlaufen im vollzustand weil das bms nie balanced

voll ist bei lfp alles ab ca 3,45v-3,65v un balance start ist ab ca 3,4v drunter zu balance sorgt wieder für probleme

der lfp akku muss regelmäßig voll werden dh minimum 3,45v ich lade bis 3,5v

die nur theoretisch funktioniert sofern die pv immer den mindeststrom liefern kann, was in der praxis aber nur selten funktioniert

vergiss diesen nordkyn, das hat nur eine relevanz wenn du mit einem netz ladegerät lädst wo du den mindeststrom immer zuverlässig halten kannst

fürs blancing musst du mindestens 3,45v ereichen besser 3,50-3,55V und wenn es ins balancing geht ist der ladestrom zwangsläufig nur 1-3a

mache es einfach wie alles es machen ca 3,5v bulk für eine stunde(das erste mal top balancing natürlich solange wie notwendig also ohne float) dann später ca 3,37-3,40v float. das müsste auch das jk inverter bms über canbus können oder du stellst das ohne canbus direkt im laderegler ein.

Sorry, das ist weder logisch noch hat Innenwiderstand irgendeinen Einfluss auf die Balancierung.

Innenwiderstand ist diesbezüglich egal.

@voltmeter oki, ich werde es dann mal so machen. danke für deine 'Beharrlichkeit' :wink:

@carolus zunächst: meine zitierte 'Annahme' bezieht sich auf den Betrieb, nicht auf's Balancieren. Ich dachte das wäre klar bei wie ursprünglich geschrieben "wenn sich mit der Zeit zeigt, dass eine Zelle trotz gleichem Innenwiderstand weg driftet, ...". Du willst nicht sagen, dass zwei Zellen mit nennenswert unterschiedlichem Innenwiderstand in Reihenschaltung trotzdem beim Entladen und wieder Aufladen einen synchronen Spannungsverlauf zeigen? Oder reden wir jetzt vollkommen aneinander vorbei?

Um es nochmal zu sagen: Zellen drifet nicht wegen verschiedenen Innewiderstands weg.

Und deine Frage :

Ja, das will ich sagen.

Überhaupt nicht. Ich merke, dass du mir nicht glauben kannst/ willst, weil du es so oft von irgendwo falsch gehört hast.

Deswegen sage ich: ( Du verstehst bitte richtig - dass ist nicht gegen dich gemeint !!)

Wer sagt, dass der SOC von Zellen wegen verschiedenen Innenwiderstands wegdriftet (was Balancierungsbedarf bedeutet), hat keine Ahnung.

Ich verstehe das Thema, habe Einsicht in die Grundlegende Physik, bin zu dem Thema wissenschaftlich ausgebildet und habe jahrzehnte prkatische Erfahrung, in bruf und Hobby.

Ich habe hier eine LTO Zylinder ZELLE mit rel. hoher Selbstentladung.

Der 2x 6er Block läuft eigentlich kpl. ohne Balancierung nachdem diese Zelle ausgetauscht wurde.

Diese Zelle braucht bei 1,5 V 5 mA und im Arbeitsbereich 2,3 V über 20 mA. Die anderennsind unauffällig.

Lange Zeit wurd einfach 25 mA dauerhaft in diese Zelle eingespeist.

Die Zelle arbeitete kompensiert ganz normal über den Spannungsbereich mit den anderen mit.

Es wird die Mittenspannung überwacht und simple Dioden hängen über jeder Zelle falls mal was durchgeht.

Ps:

Vermutlich kommt die Zelle trotzdem wieder irgendwie über Spannungswandler innden Verbund rein da ich sie lose im guten Monatsabstand laden soll. Zum werfen zu schade auch wenn es nur 90 Wh sind.

Das wird nichts. Du brauchst für jede stufe eine, dann gleicht sich das wieder aus.