Mit einem EB / Architekt (spezialisiert auf Altbau zu Passivhaus) mal im Gespräch.
Der hatte die klare Meinung: Aussenhülle ist eins, also Aussenwand + Dach + Fenster. Stückeln hat er abgeraten.
(ich wollte die nicht verkleidete Nordwand dämmen, als ein Gerüst stand)
Wobei er meinte Wanddämmung ist ungefährlicher als neue Fesnter - der kälteste Punkt (Kondesnwasser) ist wohl dann Fesnter. macht man die neu und dicht hat man schneller ein Schimmelproblem.
Abrriss und Neubau hat er auch ins Spiel gebracht, was für die weibliche Fraktion erstmal nicht zur Option steht.
Auh weia, und dieses Märchen von einem EB, der Sanierung zum PH begleiten will ... Dichtheit ist ein Thema wegen Luftfeuchtigkeit, aber kalte Scheiben trocknen den Raum nicht so, daß es nicht wo anders an der Wand schimmeln könnte. Gibt bessere Hygrometer.
Derzeit schimmelt ja auch nichts.. aber das mag sein, weil die Fenster eher alt und undichter sind.
Das man das mit lüften hinbringen kann ist klar.
Ein ich ersetze 3 Fenster (die man dann ggf nicht gut von aussen einputzen kann) ist aber nicht optimal.
Ein "WP parallel zum Öler" wäre spannend, aber wie mache ich da (als ITler) die hydraulische Anbindung, bzw die Steuerung.
Heizungsbauer wollen gern "einmal alles neu, hier ein Angebot für einen 50kW Gaskessel" und bloß keinen Bestand anfassen.
Ich denke, die Vorschläge, die Du ganz am Anfang selber gebracht hast, sind schon ein recht guter Einstieg. Wegen WP (heute schon in einem anderen Faden empfohlen):
Schau mal bei Dennis Nörrmann auf YT rein und bei Energie&Hobby. Neben der handwerklichen Seite, darf man sich auch mit den Alternativen bei der Hydraulik beschäftigen und das verstehen, damit es gut wird. Empfehle https://www.youtube.com/watch?v=4zAttQNeL5w&t=1195s und andere Videos auf dem Kanal.
Der Elefant im Raum könnte natürlich auch sein, ob man das Haus mit seinen enormen Flächen und Kosten wirklich langfristig halten will oder es an jemand verkauft, der mehr "Kleingeld" hat und sich und Schwiegermutter dafür was kauft, was dann ohne Vermietung dem eigenen heutigen Bedarf besser entspricht. Bei uns paar Häuser weiter wohnt eine ältere jetzt seit zwei Jahren alleinstehende aber fitte Dame, die es nicht so üppig hat und das Haus auch nicht wirklich mehr nutzt und sie alles an ihren verschiedenen Mann erinnert ... Wäre mit einer Eigentums- oder auch gemieteten Wohnung vermutlich auch besser dran.
Sehr richtig.. Die Strasse runter wurde was vergleichbares abgerissen und durch ein 6 Parteien Haus ersetzt der Besitzer hat im EG eine Wohnung und den Rest verkauft/vermietet.
Wäre es nicht das Elternhaus der Frau wäre es vermutlich einfacherer, aber so ...
Als guter Mann nicke ich und mache das beste draus.
Den Youtube Kanal schau ich mir an. Danke dafür.
Weitere Splits werden sicherlich im nächsten Jahr dann umgesetzt. und so den Wärmebedarf von Öl auf Strom (was zumindest z.t. vom Dach kommt) zu shiften
Danach schauen - ist ja auch immer ein
"jetzt haben wir grad erst die fette PV aufs Dach, da kann man ja nicht das Haus verkaufen""
"jetzt haben wir Split Klimas eingebaut, da kann man ja nicht das Haus verkaufen"
und klar Wartung / Erhalt allein frisst einen Berg an Kohle. Und Sanierungen/neue Heizung ist nur ein verschieben in die Zukunft. ICH würde es lieber früher entspannt machen, als dann wenn wir "müssen".. aber "läuft doch noch.. sagt die Regierung"
man könnte doch so nen strömungsschalter in die frischwasserleitung einbauen und dann per zeitrelais die zirkulation anschalten?! könnte bei dir vielleicht ne menge sparen. also sensor erkennt das jemand wasser zapft - pumpe geht an und nach zeit x wieder aus. alternativ parallel noch nen shelly setzen und bluetooth taster an alle wohnungen verteilen
Wie ich oben schrieb: Mit Strömungsschalter oder Taster dauert es ca 2 Minuten bis warmes Wasser an der Zapfstelle ist.
Das ist beim duschen uncool und für die Mieter auch schwer rüberzubringen.
Derzeit wird es mit einer Zeitsteuerung und Temperatur geregelt gemacht: zwischen 6:00 und 22:00 wird die Zirkulation angeworfen, wenn die Temperatur (im Keller) auf 3x Grad abgefallen ist. dann läuft die zirkulation bis am Rücklauf der Zirkulation 4x Grad anstehen.
So sollte nicht gänzlich sinnfrei umhergepumt werden. Ein "ich sage der Zirkulation durch kurzes Wasser laufen lassen" oder "Tasterdruck" das sie was tun muss geht mit den Leitungslängen/Leitungsinhalt nicht nur mit unakzeptablen Einschränkungen.
Und im Winter freue auch ich mich, wenn ich nach dem scheissen nicht 2 Minuten auf Warmwasser zum Händewaschen warte.
Da ist die "kein geld" variante meißt der Untertischboiler (wo Warmwasser nicht in großen Mengen gebraucht wird.(evtl mit Zeitschlaltuhr?))
Nachtrag:
Große StromBoiler (statt gas/öl) gehen auch gut, wenn die Zirkulation richtig viel schluckt.
Das rechnet sich, ist halt aufwand beim richtig installieren.
geht ja um mindestens 6 oder 7 benutzte Zapfstellen (5 Duschen/Badewannen, diverse Waschbecken.
Für 11/22kW DLE wird die Stromverteilung nicht passen.
In jedes Bad einen Boiler zu packen.. ka ist nen größerer Ausbau den ich jetzt eher nicht sehe..
Es geht nicht um "kein Geld" sondern um "ich kann jetzt nicht 250k für die energetische Sanierung stemmen.
Und irgendwas dranfummeln .. ich müßte ja WW Bereitung komplett umstellen und damit potentiell alle Abnahmestellen auf lokel DLE/Boiler umbauen lassen..
Ging ums Händewaschen (und Geschirrwaschen)
Beim Duschen verstehen viele, dass es erst nach 2 Minuten warm kommt, wenn der Preis stimmt.
(Zirkulation weg ist oder erst anspringt)
Da sind Untertischboiler einfach zu montieren.
Nachtrag:
Duschen/Baden
Ja. (Wenn du alle 7 benutzt)
Machen viele, die den Verlust der Zirkulationsleitung gesehen haben. (Ansonsten nur für euch und Mieter mit Öl)
Ich bin Boiler Fan, da PV und keine Thermie.
Altes Heißwasser (gas) gibt es auch noch. Wird aber so gut wie nie benutzt, da teurer.
DLE und PV brauchen einen dicken Akku und haben da dann Verluste. Ist aber mit der geringste aufwand/platzverbrauch
Solange deine Thermie läuft, brauchst du kein anderes warmwasser von der Sonne.
Nachtrag2
Wenn klar ist, dass saniert werden soll, bekommt man da dann die kosten für den Energieeffizienzexperten zurück wenn man das ausführt (gefördert).
Ich würde gucken ob ich einen finde, der was drauf hat und gucken ob er Lösungen kennt, die ich gut finde.
Der macht dann den Plan für mich.
Mehrere Stufen. Alle Förderungen die gehen. Nennt sich iSFP. Das Stufenweise wird glaube ich, besonders gefördert.
Ich möchte mal eine komplett andere Idee in den Raum werfen, welche sich sehr gut als schnelle Sofortmaßnahme eignet:
Pelletkessel
Ein 24kW-Kessel ist teils für 5000€ zu bekommen. Er lässt sich sehr gut ins bestehende System integrieren (Vorlauf > 60°C), wird gefördert und spart aktuell knapp sogar noch im Vergleich zu einer Wärmepumpe:
Die Nachteile möchte ich auch nicht verschweigen - ein Pelletkessel bedeutet auch Arbeit. So benötigt er in kalten Zeiten alle 2 bis 3 Tage einen Nachschub an Pellets, alle 7 bis 30 Tage muss der Brennraum von der Asche befreit werden. Sie sind außerdem auch verhältnismäßig anfälliger für Störungen.
Dennoch ... rein vom Heizkostenfaktor ist das schon eine anständige Nummer UND solche Dinge lassen sich oft auch immer als ZUSÄTZLICHE Option einrichten. Sprich: Ölkessel drin lassen, Pelletkessel dazu stellen und wenn es soweit ist, WP mit dazu bauen.
Das bringt den Vorteil, einerseits Redundanz und andererseits eine Wahl beim Energieträger zu haben.
Kann ich so nicht bestätigen!
Hab einen Pelletszentralkessel, ein Bunker (ganzer Kellerraum) und eine automatische Förderung. Einmal im Jahr bestellen, dann kommt der Wagen und füllt den Bunker mit flexiblen Rohren auf. Störungen sind im Heizbetrieb selten. Ja, den Aschekasten muss ich gelegentlich leeren und bin jedesmal verwundert, wie wenig Asche übrig bleibt. Es ist halt eine staubige Angelegenheit, mehr aber auch nicht.
Für 5000€ bekommst du nur die Kessel. Die Kosten für Einbau, Bunker usw. kommen noch oben drauf. Einen Holzkessel am gleichen Schornstein zu betreiben, an dem ein Ölkessel hängt, dürfte unzulässig sein und für den Pellets Bunker müssten wohl die Öltanks entfernt werden. Förderfähig ist die Heizungsumstellung m.A. auch nur, wenn der alte Ölkessel nebst Tanks zurück gebaut wird (was auch Kosten verursacht).
Oben hatte ich gegen Pellets votiert, weil die Preise stark gestiegen sind - erst danach sah ich, was Heizöl heute kostet.
@devnull
deine Anlage hab ich in "klein" und mit Pellts statt Öl. Die Solarthermie ist bei mit ca. 10qm groß und Flachkollektoren. Da kommt im Winter nix, im Sommer ist genug für das Brauchwaser da. Die Solarflüssigkeit gibt über einen Wärmetauscher die Energie an das Heizungswasser ab, welches im 1000l Schichtspeicher lagert. Wenn Brauchwasser angefordert wird, dann geht das Frischwasser über einen Plattentauscher, der vom Schichtspeicher erwärmt wird. Das ist also thermisch ein Durchlauferhitzer.
Du kannst ja mal bei den Heizungsbauern Angebote für einer Umrüstung auf Pellets einholen - ich schätze das wird um die 30 T€ kosten. Die Heizkosten könnten dann um ca. 40% sinken.
Logisch ... ist immer auch die Frage, wie viel man investieren möchte.
Und wenn ich bereits beim Kessel "nur" 5000€ ansetze, dann ist damit sicher das untere Ende der Fahnenstange gemeint. Alles, was es dann noch braucht, ist ein Pufferspeicher fürs Heizungswasser ... wobei es gerüchteweise auch Menschen gibt, die ihren Pelletkessel seit Jahren direkt mit dem Heizkreis verbunden haben und das auch ohne Probleme funktioniert ...
(nein, nicht ich ... ich habe 1500l Puffer bei 24kW Heizleistung ... aber ich kenne eine solche Anlage und die arbeitet problemlos. Die hat allerdings auch 1%-Leistungsstufen und nicht nur die klassischen 20%-Stufen)
Störungen liegen in der Natur des Systems. Wenn sich zu viel Holzstaub bildet oder wenn einmal ein Fremdkörper im Brennstoff ist, dann haben die Fördersysteme schnell mal ein Problem. Soll aber nicht heißen, dass die Anlage alle 4 Wochen still steht. Und wenn keine automatische Ascheabtragung vorhanden ist, dann muss von Zeit zu Zeit geputzt werden.
Kurz als Referenz meine Anlage:
Robin Wood Ecopellet 24kW, 2 x 750l Speicher, passendes MAG, 3-Wege-Mischer auf Fußbodenheizung. Alles DIY, abgesegnet vom Heizungsbauer. Kosten lagen ca. bei 8.000 bis 10.000€. Seit 3 Jahren im Betrieb, ich nutze Säcke, keinen Bunker.
Zweimal hatte ich bisher den Fall, dass ich den Trichter leeren und die Förderschnecke im Gerät reinigen musste. Mag mit daran liegen, dass es eben die günstigste Variante ist und ursprünglich nur als Notlösung bis zur Erdwärmepumpe gedacht war (die nun erst mal nicht mehr kommen wird, weil das Angebot dazu auf 81.000€ lautete ....).