ich beschäftige mich schon seit einem Jahr mit einem Thema, von dem ich immer wieder entnervt Abstand gewinnen muss, weil es nicht so klappt, wie ich es mir vorstelle.
Die Idee: Ich habe eine PV-Anlage, die im Sommer (wie bei fast jedem) viel Strom ins Netz einspeist. Diesen Strom möchte ich explizit selbst nutzen. Mein Plan: Sobald der Speicher voll ist, soll der überschüssige Strom in die Klimaanlage fließen, um die Raumtemperatur zu regulieren, oder alternativ in das E-Auto geladen werden.
Da ich kein Fachmann bin, habe ich diese Anforderung an einen Dienstleister weitergegeben. Das Ergebnis: Er würde mir eine Steuerung dafür bauen – zum Preis von 4.664,98 €.
Nun habe ich hier im Forum in einer Diskussion aus dem Jahr 2022 gelesen, dass es gar nicht so ratsam sein soll, Klimaanlagen mit reinem Überschussstrom zu betreiben. In meiner Planung soll die Klimaanlage Vorrang haben und das E-Auto nachgelagert sein (da es ein Firmenwagen ist, kann ich diesen zur Not auch jederzeit extern DC laden).
Was meint ihr dazu? Ist das Vorhaben technisch sinnvoll und ist der Preis für die Steuerung gerechtfertigt? Wie würde es aussehen wenn ich die Steuerung selber baue ? Meine PV Anlage habe ich selber gebaut 10kWp mit 10kWh Deye WR + Speicher.
Als 2tes gibt es einen einfach Weg um den “befehl” zu geben “strom darf jetzt fließen”. Ich stelle es mir so vor. Ladestand Akku bei 95% dann starte die Steckdose bis Ladestand 80% erreicht ist.
Was dir das Spiel wert ist, kannst du nur selber wissen. Zumindest für Wallboxen gibt es aber doch unendlich viele Lösungen, um den PV-Überschuss zu nutzen. Ob und welche davon mit deiner vorhandenen PV kompatibel sind, wäre zu prüfen.
Für über 4000 Euro kannst du aber locker eine neue Wallbox oder auch einen neuen Wechselrichter bekommen, der so etwas out of the Box unterstützt.
Was hast du denn genau verbaut, also welche WB, WR und Klimaanlagen. können die extern angesteuert werden?
spontan würde ich da mal HomeAssistant mit evcc in den Raum werfen. Damit lässt sich erstmal aufzeichnen wann du denn wieivel Strom einspeist und ob sich weiteres vorgehen lohnt.
Wenn genug Überschuss vorhanden ist, dann lässt sich damit ja auch "spielen".
Ich finde den Preis überzogen. Wenn deine Geräte die Fähigkeit haben zu kommunizieren, kannst du die gewünschten Automatisierung z. B. mit homeassistant selber erstellen.
Den Deye scheint man in HomeAssistant rein zu bekommen, wenn du noch keine Klimaanalge hast kannst du dir ja ein Model aussuchen dass dir in PReis und Leistung zusagt und dann google ob es in HA integrierbar ist. Hier im Forum wird dir wohl Daikin empfohlen auf Grund der guten Erfahrungen. Diese lassen sich mit einem zusatzmodul sogar lokal ohne cloud Anbindung steuern.
Wenn dir HomeAssistant noch neu ist, schau mal auf Youtube da sind hunderte von Videos die das erklären.
Eine Klimaanlage, wo man die Leistung beliebig einstellen könnte, gibt es nicht. In die Regelung der Anlage kann man nur sehr bedingt eingreifen. Es gibt bei ein paar Geräten schon ein paar nette Möglichkeiten, aber ich glaube nicht, dass dein Anbieter solche speziellen Ansätze überhaupt auf dem Schirm hat. Da wäre ich äußerst skeptisch. Das eine Steuerung einfach nur sagt "Klimaanlage an" oder "Klimaanlage aus" ist hingegen trivial. Ob sie dann aber 200W oder 1200W aufnimmt, ist komplex.
Nebenher: Da bietet dir jemand eine Blackbox für 4600 Euro an, die garantiert dann nicht das machen wird, was du willst oder wo es noch jede Menge Optimierungspotenzial gibt. Also wirst du nochmal einiges investieren. Und selbst wenn es dann mal zufriedenstellend laufen sollte, wirst du nach 1-2 Jahren wieder Wartung brauchen, weil neue Geräte dazugekommen sind, die eingebunden werden müssen oder weil Geräte sich durch Updates anders verhalten. Das kann also schnell sehr ins Geld gehen. Und wenn derjenige nicht mehr da ist oder keine Lust mehr darauf hat, hast du eine Lösung, die beim nächsten Problem ersetzt werden muss.
ja sehe ich auch so. Bei den Klimaanlagen bin ich so einwenig “not Amused” ich hatte gehofft das dort bereits etwas besseres vorhanden ist. Ich habe mir mal ein Homeassi eingerichtet. Ich kann aber doch nicht der erste sein der so eine Idee hat oder ? Von mir aus auch gerne sobald Speicher bei 100% ist starte die Klimaanlage bis der Speicher auf 50% runter ist und nur dann wenn Sonne - Wetter Positiv ist.
Darüber kannst du schon einiges steuern. Am besten wirst du da mit Daikin fahren, weil es da die Bedarfssteuerung gibt, die die aufgenommene Leistung limitiert. Damit kannst du in einem gewissen Bereich schon recht gut die Leistung vorgeben.
Bei Daikin sollte man dann auch das Faikout-Modul verwenden, damit die ganze Steuerung lokal über WLAN möglich wird und nicht erst über die Cloud.
Dann hast du nicht im internet (und auch hier) gesucht. Home assistant kann so ziemlich alles. Und es gibt jetzt schon eine grosse gemeinde leute, die alles mögliche in home assistant für sich realisiert haben. Ich selbst habe PV-Anlage , split klimaanlage und home assistant seit drei jahren.
Nebenbei mittlereweile eine grösseren haufen weiterer home assistant einbindungen.
Das wundert mich, dass du so eine Aussage triffst. Die daikins lassen sich sehr gut in der leistung einstellen. In 10er schritten von 30 prozent bis 100 prozent. Ich habe eine automatik, die die leistung abhängig der aussentempertatur setzt. Ob man das als spielerei betrachtet kann jeder selbst entscheiden. Auf jeden fall funktioniert es sehr gut.
Home assistant kann auch sehr gut pv -Anlage zusammen mit split klimaanlage handeln. Egal was man genau machen will. Mittlerweile kann man von künstlicher Intelligenz eine automatisierung schreiben lassen. Das funktioniert schon sehr gut.
Das optimale nutzen des eigenen PV-Stromes geht mit einer Änderung der eigenen Gewohnheiten einher. Bei uns werden grossverbraucher so weit es geht nur bei sonnenschein in der mittagszeit eingeschaltet. Ich habe in der waschküche 3er steckdosen für netz und inselstrom. ( es sind "gute" steckdosen, der strom von waschmaschine und trockner ist auch nicht sehr hoch) . Meine frau kann das je nach lage einstecken, da muss nix aufwendig programmiert werden. Der trockner läuft immer nach der waschmaschine, nicht zusammen.
Jetzt läuft der trockner auch schon mal im sommer, wir haben auch ne grosse wäschespinne und im garten den platz um wäsche draussen zu trocknen. Wer genug strom hat, kann sein verhalten von "wäsche aufhängen -Strom sparen" ändern.
Ich lass jetzt auch den brunnen im garten oft durchlaufen. Früher war der nur eingeschaltet wenn wir auch im garten waren. Vögel nutzen das zum waschen und trinken.
Vor der eigenen PV -Anlage ändert man sein verhalten und spart strom wo es geht. Jetzt dreht sich das zurück.
Die 30-100% beziehen sich auf etwa 60% der Anlagennennleistung. Du kannst also z.B. nicht auf 70% Nennleistung damit stellen, weil bei 60% Schluss ist. Da geht es, aber auch nur bei Daikin, alle anderen Anlagen haben sowas nicht. Es gibt oft noch die Begrenzung mit Eco/Econo auf auch typisch 60% und Toshiba hat wohl auch zumindest 3 Leistungslimits in einigen Geräten.
Meine Aussage bezog sich eher darauf, dass es keine Split-Klima gibt, wo man auf direkte Weise einfach über Steuerbefehl die Verdichterdrehzahl setzen kann.
Vergiss das Thema mit der Klima. Wenn du eine hast sollte die für dich laufen und kalt oder warm machen wenn du das brauchst und nicht wenn Überschuss da ist. Wir haben auch ne Klima und ich betreibe die im Sommer auch gerne nachts. Schläft sich dann besser.
Sinnvoll ist das Überschussladen ins Auto. Aber nur wenn du den Strom auch vom Arbeitgeber vergütet bekommst. Da bekommst du auch was an Leistung mit weg. Da gibt es diverse Lösungen.
Kannst ja mal schreiben was für ein Auto / Wallbox du hast und ob die Wallbox connected ist.
das gleiche hat mein Instalateur auch gesagt. Ich habe nen Ioniq 5 2025 iger Modell eine Walbox habe ich nicht da ich vor der Tür nen DC Lader 300kW von der ENBW habe die Firma unterstützt kein Laden von zuhause aus. Ich überlege aber noch ein 2tes e Auto zu kaufen oder den Strom einfach an die Nachbern zu geben bevor ich es einspeise.
Kühlen, wenn gerade Überschuss da ist, macht in meinen Augen viel Sinn. Es geht vor allem darum, dass die Bausubstanz mit der Temperatur runter geht. Die Bausubstanz ist wie ein riesengroßer Wärmespeicher, der deshalb auch sehr träge ist. Insofern klappt das gut mit zeitversetztem Kühlen.
Man kann aus Komfortgründen die Anlage auch Nachts laufen lassen, aber dann zieht die dann eben sehr viel weniger, wenn man schon den ganzen Tag die Wärme aus dem Haus transportiert hat.