Trio-Split mit Montage online bestellen: Erfahrungen?

Hallo zusammen,

wie in meiner Vorstellung angekündigt, plane ich, unser Haus (Baujahr 50er, saniert in den 80ern und teilweise 2006, Ölheizung, Energieeffizienzklasse D) mit Split-Klimaanlagen zu heizen und zu kühlen.

Geplant sind zwei Trio-Split-Anlagen (2 Außengeräte, insgesamt 6 Innengeräte):

  • Anlage 1: Esszimmer (EG), Schlafzimmer 1 und 2 (OG)
  • Anlage 2: Wohnzimmer und Flur (EG), Schlafzimmer 3 (OG)

Die Stromleitungen für die Außengeräte liegen bereits (3x 2,5 mm², C16). Die Ölheizung bleibt im ersten Winter als Backup.

Ein lokaler Fachbetrieb ist für mich leider nicht bezahlbar. Deshalb schaue ich mir Online-Angebote mit Montage an, konkret das Set KBMD79-TRIO von Kältebringer mit deren Montageservice.

Meine Fragen:

  1. Hat jemand von euch Geräte samt Montage über Kältebringer bestellt? Wie lief es mit dem vermittelten Monteur (Termin, Wartezeit, Zusatzkosten z. B. für längere Leitungen oder Kondensatpumpen)?
  2. Kennt jemand Montagepartner, die in die Region Trier/Eifel kommen?
  3. Gibt es andere Anbieter, die Multisplit inklusive Montage zu einem ähnlichen Preis anbieten und mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

Danke schon mal für eure Rückmeldungen!

Viele Grüße
Peter

Edit: Breeze24 scheint ja auch eine Option.

Update: Plan A, B oder kennt jemand C?

Hallo zusammen,

ich möchte mein Thema noch einmal aufgreifen, diesmal mit konkreten Plänen. Kurz zur Ausgangslage: Das Haus liegt in der Eifel (PLZ-Bereich 546xx), Baujahr 50er, Ölheizung, Energieeffizienzklasse D. Geplant sind zwei Trio-Split-Anlagen mit insgesamt 6 Wandgeräten. Anlage 1 versorgt Esszimmer, Schlafzimmer 1 und 2, Anlage 2 Wohnzimmer, Flur und Schlafzimmer 3. Wohn- und Essbereich sind durch einen großen Durchbruch verbunden, dort arbeiten also zwei Geräte in einem Raum. Die Stromleitungen zu den Außengeräten liegen schon (3x 2,5 mm², C16). Eine Förderung beantrage ich bewusst nicht, der Aufwand lohnt sich für mich nicht. Lokal ansteuerbar ohne Cloud, z. B. über Home Assistant, wäre ein großes Plus.

Plan A: Kältebringer mit Montage
2x KBMD79-TRIO inklusive Kältebringer-Montage, zusammen rund 10.000 €. Die Sets sind inzwischen wieder lieferbar. Vorteil: günstig und alles aus einer Hand. Was mich zögern lässt: Der nächste Monteur im Netzwerk sitzt laut Seite in Lebach, und ich weiß nicht, wie verlässlich Termin und Zusatzkosten (Leitungslänge, Bohrungen) dann sind.

Plan B: Breeze24 mit Montage
Geräte bei Breeze24 kaufen, Montage durch deren eigenes Team. Ich tendiere zu Mitsubishi Heavy (SCM-Außengerät mit 3 Wandgeräten SRK ZS-WF je Anlage), auch wegen der lokalen Einbindung über WF-RAC. Die Montagepauschale pro Außengerät liegt bei 890 € + 180 € je Innengerät + 96 €/m Leitung, dazu 1,89 €/km Anfahrt. Der nächste Standort ist Münster bei Dieburg, also rund 250 km. Mit grob 15 m Leitung pro Anlage komme ich auf ca. 5.700 € Montage plus 470 bis 950 € Anfahrt, mit Geräten insgesamt etwa 11.500 bis 14.000 €. Vorteil: Ich kann vorher schriftlich klären, ob und wann sie kommen. Gelesen habe ich allerdings auch von schlechter Erreichbarkeit bei Montageanfragen.

Option C: Kennt ihr etwas Drittes?
Am liebsten würde ich die Geräte meiner Wahl selbst online kaufen und von einem Fachbetrieb montieren und in Betrieb nehmen lassen. Das kann auch ein überregional arbeitender Monteur oder ein Montagetrupp sein, der fremde Geräte zu einem fairen Preis installiert. Kennt jemand so etwas für den Raum Trier/Eifel oder bundesweit, oder hat damit Erfahrungen gemacht?

Meine Frage an euch: Würdet ihr A, B oder C wählen, und warum? Und falls jemand bei Kältebringer oder Breeze24 mit Montage bestellt hat: Wie lief es mit Termin, Wartezeit und Zusatzkosten?

Danke euch schon mal!

Viele Grüße
Peter

Hast dich schonmal gut hier eingelesen im Forum, also hier zum Beispiel:

Persönlich würde ich bei so einem teuren Vorhaben nie im Leben auf Kältebringer setzen, sondern nur auf etwas, wo es schon sehr gute Praxiserfahrungen im Heizbetrieb mit gibt.

Ich würde auch zusehen, dass die Haupträume, wo die meiste Wärme hingeht, mit Single-Split beheizt werden. Da hat man die wesentlich höhere Effizienz.

Willst du ausschließlich damit heizen oder soll nur die Ölheizung entlastet werden?

Wieviel m² ist denn die gesamte beheizte Fläche, wieviel m² hat welcher Raum und wie viel Heizöl hast du die letzten Jahre verbraucht? Hast du mal eine Heizlastberechnung gemacht, damit du alles richtig dimensionierst?

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Danke dir für die Antwort und die Links!

Kurz zu deinen Fragen: knapp 100 m² Wohnfläche, EG Wohnen 12 m² und Essen 17 m² (durch einen großen Durchbruch verbunden), Küche 11 m², Flur 6 m², OG drei Schlafzimmer mit 16, 15 und 11 m². Letztes Jahr gut 2.000 l Öl, wobei ich vermutlich viel unnötig geheizt habe. Eine Heizlastberechnung gibt es nicht. Die Ölheizung soll nur im ersten Winter, notfalls bis zu drei Jahre, als Backup dienen. Danach sollen die Klimaanlagen allein heizen, und ich will möglichst wenig Öl verbrennen.

Ehrlich gesagt mache ich mir um die Effizienz der Geräte gar nicht so viele Sorgen. Gesamtenergie spart man ja nur zum Teil über die Geräte, siehe die letzten Videos vom Akkudoktor. Die anderen Stellschrauben wie Zeitsteuerung und Anwesenheit will ich über Home Assistant nutzen.

Meine eigentliche Sorge sind die Monteure. Ein lokaler Klimabauer hat mir ein völlig überzogenes Angebot gemacht, ein anderer antwortet gar nicht. Ich wohne am A... der Welt und bin handwerklich eher unbedarft. Wenn ich überhaupt zwei Anlagen an die Wand gedengelt kriege, ohne dass mir das Fell über die Ohren gezogen wird, bin ich schon froh. Gerne auch No-Name-Trio-Splits.

Mich wundert ein bisschen, dass hier so viel über Effizienz diskutiert wird und so wenig über die Montage. Seid ihr alle Hardcore-DIYler, oder wie habt ihr eure Monteure gefunden?

Viele Grüße
Peter

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Wäre es aber gerade dann nicht sinnvoll wenn man die Anlage nimmt wo man mit Home-Assistant auch die besten Eingriffs und Regelmöglichkeiten hat?

Abgesehen davon... fand ich das Video vom Akkudoktor aus eigener Erfahrung aus dem echten Leben mit Split-Anlagen ein bisschen zu Hardcore.
Das was er macht hat mit Komfort nix mehr zu tun sondern nur mehr mit maximaler Kostenoptimierung. Ist legitim, kann man sicher machen. Ist fürs Wohlbefinden aber oft etwas drüber. Aber wenn du sagst du hast "vermutlich viel unnötig geheizt" bist du vermutlich nicht jemand der irgendwie mit 16°C Wohlfühltemperatur und extremst spezieller Bedarfsgerechter Ausrichtung wie @win zurecht kommt. Weil seine Verbräuche sind wirklich beeindruckend.

Was für viele vermutlich gerade wenn man von Öl kommt ein guter Mittelweg ist
Heizpause in der Nacht
Wenn man kein Home-Office macht vielleicht auch während der Arbeitszeit

Vor Anwesenheit passend lang getimte Vorheizzeiten. Die müssen aber auch ausreichend lang sein und unterscheiden sich auch nach Phase im Winter.
Januar ungleich November ungleich März.
Und Luft 22°C ist nicht = angenehm wenn die Materialien alle noch Kalt sind, insbesondere im Winter.

Wenn man es außerdem so macht wie der Akkudoktor es in der extremsten Version dargestellt hat müsste man konsequenterweise die Anlagen eigentlich auch überdimensionieren und muss auch mit absolut unfomfortabel hohen Lüfterstufen leben. Sonst würde es im Winter gar nicht funktionieren.

Daran würde ich mir kein Vorbild nehmen.
Ich würde davon die softe und komfortable Variante umsetzen.

Heizpausen in der Nacht, bei Anwesenheit durchheizen mit Vorheizzeit.
Also einfach eine verbesserte idealere Nachtabsenkung.
Dass das mit Split-Klimas gut geht und die Räume schneller reagieren ist der Vorteil gegenüber klassischer Wärmepumpe und auch zumindest ein bisschen gegenüber Öl.

Wir sind auch von Öl auf Split-Klima umgestiegen.

Hast du denn überhaupt Erfahrungen mit Split-Anlagen?
Mit den Geräuschen die entstehen? Mit dem Raumgefühl?
Denn

Weil wenn ich du wäre würde ich nicht am komplett falschen Ende sparen.
Gerade wenn du auf die Installation angewiesen bist ist das am Ende alles viel zu viel Geld um am Ende damit unzufrieden zu sein.

Irgendwas ganz billiges einbauen kann man vielleicht gut machen wenn man das alles in Eigenregie macht und sich wenns blöd ist sagt ich baus selbst wieder aus, verkauf es weiter auf Kleinanzeigen und hol mir was neues. Weil dann hält sich der Schaden in Grenzen.

Aber wenn die Lösung am Ende blöd ist und du teuer Handwerker bezahlen musst zahlst du am Ende alles doppelt.

Aus Erfahrung müssen das nicht immer die dollsten und teuersten Geräte sein.
Aber den letzten Kram wo kaum Heizerfahrung vorhanden ist würde ich mir nicht einbauen, dafür ist es zu viel Geld was man in die Hand nimmt. Sondern schon irgendwas, wo es beim Heizen erfahrungsgemäß so einigermaßen funktioniert. Und vielleicht auch etwas, was ein bisschen bekannter ist, wo es auch Ersatzteile zu bekommen gibt für den Fall der Fälle usw.

Ich denke das würde ich zumindest mit einfließen lassen.

Kleine Ergänzung;

Ich gehe mal davon aus, dass tags geheizt wird und Nachts die Anlagen im Schlafzimmer aus sind und die Schlafzimmer zumindest nicht so schlecht isoliert sind, dass der Temperaturabfall zu groß wird. Hier bei uns hat das im Winter in allen Schlafzimmern gut funktioniert.

Die Aufteilung kann man dann zwar so machen.
Zu bedenken ist aber, dass man im Schlafzimmer die Abtaugeräusche des Außengerätes auch dann hört wenn die Innengeräte im Schlafzimmer aus sind.
Wenn es im Winter jemand schon warm haben will in Esszimmer oder Wohnzimmer und die Person die mit an der Anlage hängt noch schläft kann das störend sein!

Wenn Schlafzimmer 1 oder 2 sich entscheiden doch nachts zu heizen und das andere Schlafzimmer das nicht will, ist die mögliche Geräuschebelästigung trotzdem im anderen Schlafzimmer. So besonders leise sind Abtauvorgänge jetzt ja nicht unbedingt.
Ich sags nur, dass das nicht generell vergessen wird.

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Ich würde dir empfehlen, es schrittweise anzugehen. Für den zentralen Wohn-Essbereich würde ich zuerst mal eine Daikin Nepura mit 3kW einbauen, vielleicht auch 4kW, muss man genauer schauen. Das ist eine sehr leistungsfähige und effiziente Lösung. In der Eifel wirds ja auch etwas kälter und das AG kann mal zufrieren, da bietet sich auch die Nepura an, die hat standardmäßige eine Bodenwannenheizung.

Mit dieser einen Anlage erstmal eine Heizsaison Erfahrungen machen und dann weiter planen. Natürlich auch bei dieser Umsetzung schon überlegen, wo man später weitere AGs hinbauen kann.

Wie auch immer: Bevor du 10.000 Euro oder mehr in die Hand nimmst, recherchiere und plane genau. Es wäre ein Jammer, wenn du wegen schlechter Planung zum Schluss eine völlig unbefriedigende Lösung hast. Und da gehts nicht nur um Effizienz, sondern auch, dass die Geräte überhaupt irgendwie befriedigend arbeiten und regeln und nicht zu laut sind. Bei Split-Klima-Heizung kann man viel verkehrt machen, deshalb brauchts vorher viel Recherche.

2000 l Heizöl, vermutlich noch mit Warmwasser. Da kannst du vielleicht von 15.000 kWh Wärmebedarf ausgehen. Das ist noch recht überschaubar, wären dann insgesamt 7,5 kW Heizleistung, die du ann bei -10 Grad verfügbar haben musst. Natürlich passend auf die Räume aufgeteilt. Ich denke, da reicht dann eine 3kW Nepura für Wohn-Essbereich.

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zu a) Was heißt konkret "überzogen"? zu b) Bei Handwerkern hilft ganz häufig tatsächlich anrufen, egal welche Branche.

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Danke euch dreien, das hilft mir schon sehr weiter!

@Marl84 Überzogen heißt konkret: Der Betrieb wollte für eine Daikin-Duo-Split, also ein Außengerät mit nur zwei Innengeräten, rund 9.400 € brutto. Für ungefähr das gleiche Geld bekäme ich bei Kältebringer zwei Trio-Splits mit sechs Innengeräten inklusive Montage.

@leon596 Guter Punkt mit Home Assistant, genau deshalb schaue ich bei Plan B auf Mitsubishi Heavy mit WF-RAC. Die "softe" Variante mit Heizpause in der Nacht und ausreichend langer Vorheizzeit ist auch eher das, was mir vorschwebt, keine Akkudoktor-Hardcore-Version. Den Hinweis mit den Abtaugeräuschen hatte ich nicht auf dem Schirm. Hört man die im Schlafzimmer vor allem über das Außengerät durchs Fenster oder auch über das ausgeschaltete Innengerät?

@win Danke für die Einschätzung zur Heizlast. Die 2.000 l enthalten tatsächlich das Warmwasser, das läuft weiter über die Ölheizung. Die Nepura für Wohn/Ess klingt interessant. Ein Haken: Stromleitungen liegen bisher nur für zwei Außengeräte. Wenn eine davon für eine Single-Split im Wohn-/Essbereich draufgeht, müsste der Rest (drei Schlafzimmer, Flur) an ein einziges Multisplit-Außengerät oder ich brauche weitere Leitungen. Wie würdet ihr das aufteilen?

Und jetzt zu dem, was mir eigentlich Bauchschmerzen macht: Um die Qualität der Geräte mache ich mir ehrlich gesagt weniger einen Kopf als um die Montage. Bei Kältebringer kann ich zu einer Trio-Split für rund 2.000 € direkt im Shop eine Montage für rund 3.000 € dazukaufen. Ich kenne die Montagefirma aber nicht und habe vorher nichts Konkretes in der Hand. Was, wenn die niemanden finden, der so weit in die Eifel fährt? Dann steht im schlimmsten Fall eine Klimaanlage im Karton in der Garage und keiner will sie einbauen.

Ist diese Sorge übertrieben? Hat jemand Erfahrungen mit solchen überregionalen Angeboten, also Gerät plus Montage online gebucht, sei es bei Kältebringer, Breeze24 oder einem anderen Anbieter? Kam der Monteur zuverlässig, auch in eher abgelegene Gegenden, und was passiert, wenn der Anbieter keinen findet: Geld zurück, Rücknahme der Geräte?

Viele Grüße
Peter

Ich habe über breeze24 gekauft, aber dann deren Inbetriebnahmeservice, nicht die ganze Installation. Man bestellt die Dienstleistung einfach zusammen mit den Geräten. Ging recht unkompliziert, aber ich bin auch bei denen in der Nähe...

Ruf einfach bei breeze24 an, die sind freundlich und unkompliziert, und frag nach.

Meine Hauptsorge wäre wie Reparaturen usw., ablaufen, wenn Du dann jedesmal diesen sehr weiten Weg bezahlen müsstest.

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Genau so! Gerade auch wegen dem individuell unterschiedlichen Empfinden von Wärmekomfort, Solltemperaturen, Geräusche innen und aussen, Abtauthematik, Kondenswasser...