Totalschaden vermeiden - Leverkusen, 11.01.2026 als Warnung?

Neugierige Frage.. das Ziel ist ja nicht Netztrennung, sondern Trennen der Verbraucher. Demzufolge kommt eine solche Abschaltung doch ohne N- Trennung aus, oder nicht?

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Stimmt, es soll ja kein allpoliger Netzwechsel stattfinden sondern nur die Außenleiter gekappt werden.

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So meinte ich das. Wenn jemand bei vorhandener Insel umschaltet, muss er natürlich das volle Programm machen wie oben beschrieben.

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Was du hier beschreibst liest sich wie ein NA-Schutz, der trennt, wenn die Netzparameter nicht mehr stimmen. Der NA-Schutz war ja ursprünglich Richtung Netz gedacht, um das Netz und die daran Arbeitenden vor gefährlichen Einspeisern zu schützen, auf diese Weise funktioniert er natürlich auch.
Nur damit alles weiterläuft, brauchts dann auch Ersatzstrom auf Verbraucherseite.
Der NA-Schutz ist meines Wissens etwas teurer als der Überspannungsschutz.
Wenn man nur das Material rechnet sind es so 800-1000€, fertige NA-Schutz Schaltungen fangen so bei 2000€ aufwärts an.

Hier Beispeile für NA-Schutz-Schaltungen von ABB.
NA-Schutz_ABB.pdf (415,3 KB)

Herzliche Grüße
Eclipse

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Der Ersatzstrom wäre mir ehrlichgesagt erst mal nicht so wichtig wenn es mit Prio1 erst mal nur darum geht, dass bei einer Netzseitigen Havarie sämtliche im Hausnetz vorhandenen Betriebsmittel vor dem Überspannungstod geschützt werden. Wir explizit sind raus, wir leben eh vom Akku :slightly_smiling_face:

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Wirtschaftlich betrachtet: Lohnt sich das? So ein 20€ chinamodul OK. Aber sowas kommt in de und at zusammen alle paar Jahre mal an 1 Trafo vor.

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Schwierig zu beantworten finde ich. Es braucht nur ein einziges Mal vorkommen und dann hat man den Salat….

Naja viel seltener immerhin als ein Lottogewinn >100k€ :slight_smile: Man knnte also um 1000€ Lotto spielen und hätte (im durchschnitt) mehr vom Geld

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Wieso das Rad neu erfinden?

Jedes bessere Aggregat verwendet einen 4-poligen Automaten der durch einen angeflanschten Arbeitstromauslöser ausgelöst wird. ( Im Falle eines Isolationsfehlers im IT-Betrieb mit Isolationsüberwachung oder wenn Frequenz/Spannung außerhalb der Toleranz)

Schnapp dir einen 3- oder 4-poligen 63A Automaten samt 230V Arbeitstromauslöser und ein Netzüberwachungsrelais (z.b. Finder 70.41), dann hast du die Funktion ebenfalls.

Sofern das Relais hinter dem Automaten hängt, muss die Steuerspannung beim einschalten anfangs unterbrochen werden. Das Relais lässt sich etwas Zeit mit der Netzüberprüfung, dementsprechend würde der Arbeitstromauslöser beim einschalten direkt auslösen.

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Ich lese bei Euch interessiert mit, allerdings aus einem negativen Anlass: seit der Überspannung am Sonntag ist unsere WP ohne Funktion. Und das trotz Absicherung. (Zum Glück heizt der Zuheizer ausreichend und ist es nicht mehr so kalt, deswegen sitzen wir nicht im Kalten.)

Warum ich hier schreibe?

Zu unserem großen Glück haben wir - neben den Ansprüche gegen den Netzbetreiber - eine Gebäudeversicherung, die wohl zahlen wird.

Die Frage wird aber sein, ob der Austausch einzelner Komponenten sinnvoll ist. Der Kundendienst des Herstellers sprach bereits davon, dass eigentlich nur ein Austausch Sinn macht.

Habt Ihr dazu eine Meinung?

Das Problem ist, man weiß nicht was alles kaputt gegangen ist, es kann nur eine Sicherung sein, aber auch viel verschmorte Elektronik oder was sonst noch.
Wenn Du selbst keinen Invest hast lieber komplett tauschen. Das dürfte auch erstattungstechnisch einfacher sein, aber letztendlich wird das gemacht, was die Versichung/Netzbetreiber genehmigen.

270 V müssen die die Geräte einfach verkraften, wenn nicht kommen sie nicht legal aus China.

Ist zwar jetzt meine nicht wirklich fundierte Meinung. Funkenklempnerei ist zu lange her.

Der Überspannungsschutz hat ganz eine andere Aufgabe.

Man könnte allerdings relativ einfach die Elektrik vom Netz trennen.

Mann nehme eine Spannungüberwachung oder drei mit Relais Ausgang.

Eventuell können das auch die shellys.

Das Relais schaltet einfach einen kleinen Verbraucher, Lastwiderstand, Nennstrom 50 mA gegen Erde und feuert damit den RCD.

Schutz perfekt, man sitzt ha,t im dunkel.

Aufwendiger geht es auch.

Man nehme einen Leistungs Spartrafo und reduziere die Spannung um 20% oder 30%, geht auch stufig.

Die Steuerung wird eine Spur komplizierter.

Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, was das für Spannungen und dadurch Ströme gewesen sein müssen, die sogar die NH-Sicherungen und Durchlauferhitzer zerstörten.

so dass bei Kundinnen und Kunden Elektrogeräte bis hin zu Durchlauferhitzern beschädigt bzw. zerstört wurden. In vielen Haushalten wurde die sogenannte NH-Sicherung (Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherung) ausgelöst.

(https://evl-leverkusen.de/news-stories/stromstoerung-ueberspannung-im-nordosten-der-stadt/

Nachtrag:
Es sollten doch zuerst die LSS auslösen können?

musst schon sagen was genau kaputt ist. Controller oder Inverterplatine allein läßt sich leicht tauschen. Kompressoren werdens eher überlebt haben.

Was ich mich gerade frage, werfen meine im 3Phasen Betrieb laufenden Multiplus 5000 den Netzschütz bei Überspannung? Müssten sie ja eigentlich, da die Eingangsspannung zu hoch ist für den Einspeisebetrieb. Unser Haus hängt komplett am AC OUT 1 der Multiplus, und dürfte dann nichts mehr davon mitbekommen.

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Irgendwo in den Einstellungen des ESS im Multi stehen die Spannungsschwellen, bei denen der sich vom Netz trennt.

Das sollte in dem Fall hier auch passieren.

Oliver

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Einstellungen beim deutschen Netzcode

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Ich denke ohne tiefergehende Infos kann man dazu nur spekulieren. In dem verlinkten Artikel wird ja nicht erwähnt ob es eine dauerhafte Überspannung war oder ob es zu Transienten/Spikes gekommen ist. Es wurde ja auch nicht erwähnt ob immer alle drei NHs gekommen sind oder nur eine.

Spekulation1: Wenn die Trafos zwischen Mittel- und Niederspannung hart vom Netz gegangen sind könnte es damit zu induktiven Hochspannungen auf der Sekundärseite gekommen sein die wiederrum zu Durchschlägen in allen dreiphasigen Betriebsmitteln geführt haben können.

Spekulation2: Bei einer 50er NH z.B. können drei B16LSS voll ausgelastet sein ohne das sich die NH dafür interessiert. In einer 12 TE Reihe sitzen beispielsweise 12 B16LSS damit vier auf einer Phase / NH. Bei zwei vollausgebauten 12 TE Schienen sind es dann schon acht B16LSS auf der gleichen Phase. Nehmen wir an es kam nur auf einer Phase zu einer massiven Überspannung (mit massiv meine ich wesentlich mehr als nur 270V) und alle Geräte von L1 schlugen durch oder verursachten einen Kurzschluss, dann kommt im ungünstigsten Fall die NH zuerst. Zudem haben sie ja nicht erwähnt ob auch LSS ausgelöst haben oder nicht - das wäre vermutlich weniger Medienwirksam gewesen.

Zu den DLE: Ich unterstelle einfach mal dass hier eher die elektronisch geregelten DLE aufgrund Elektronikschaden hops gegangen sind. Unser guter alter zweistufige 21kW DLE hätte sich vermutlich nicht dafür interessiert.

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Woher kommt die Info mit den 25%?
Im Artikel steht das nicht. Um ehrlich zu sein, fände ich es krass, dass bei einer so geringen Überspannung viele DLH usw. und NH Sicherungen zerstört wurden?

Die Zahl wäre für uns ja wichtig, damit man sich effektiv schützen kann. Aber 25% ist wirklich nicht viel, das ist sehr schwer hier noch effektiv zu schützen.
Den China Teilen würde ich im Zweifel eher nicht trauen, kann die mal einer checken? Also wie schnell lösen die aus und wie exakt ist die Auslösung?

@hf_spsler Theoretisch wirklich möglich, aber ein wenig merkwürdig finde ich das alles immer noch. Das wären schon sehr viele unngünstige Umstände, aber klar: Passiert.
Aber gute Gedanken, sehr interessant :+1:

Hab mal in ein paar Datenblätter von Meanwell Schaltnetzteilen geschaut:

48V / 150W:

grafik

5V / 300W:

grafik

usw.

Also, die halten ab Werk auch keine 270V aus bzw. sind nicht dafür spezifiziert.

@Akkudoktor Zum Schützen gab es ja hier in dem Faden schon den ein oder anderen Vorschlag. In wie weit z.B. das bewusste Auslösen eines RCD zulässig ist kann ich nich sagen, ich halte es aber für einen interessanten Ansatz. Jedoch muss man dann individuell in die Elektroinstallation schauen und gucken ob es z.B. nur zwei zentrale RCD (je einen für Lichtkreise und einen weiteren für Steckdosenkreise) gibt oder ob die Installation schon mit größerem Umfang an FiLS ausgerüstet ist. Bei Letzterem wäre der Aufwand relativ groß wenn man wirklich jeden FiLS bewusst auslösen möchte.