Tibber, wie seht ihr die Entwicklung?

Die Solaranzeige hat eine Strompreis geführte Steuerung (SGS) integriert. Diese kann das, was du möchtest, realisieren. Geschaltet wird mit einem WiFi Relais. Hat man noch keinen dynamischen Stromtarif, so kann die Steuerung im "Demo" Mode alles grafisch anzeigen, jedoch wird nur alles simuliert. Hat man keinen dynamischen Tarif, so können die Börsenpreise dennoch als Input benutzt werden, auch wenn die exakten Preis deiner PLZ nicht verwendet werden. Das ist auch nicht wichtig, da die Steuerung ja die preiswertesten Stunden am Tage heraussucht und dabei ist der absolute Preis nicht relevant. Durch die Simulation kann man schon einmal mit den Werten experimentieren und sieht dann zu welcher Zeit die Batterie aufgeladen werden würde.

Ein Beispiel:

Man möchte den Akku nur zu den 3 preiswertesten Stunden laden, wenn der SOC zwischen 40% und 80% liegt und die Solarprognose nicht mehr als 20kWh am aktuellen Tage voraus sagt.

Weitere Informationen gibt es hier.

Ich bin mir mit Tibber und Co. noch nicht schlüssig, oder ich verstehe da was falsch.

Für meinen PLZ-Bereich habe ich eine Grundgebühr von

Netznutzungs- und Messstellengebühren sowie Tibber-Gebühr

Summe monatliche Kosten 16,23 €/Monat zzgl. der dynamischer Verkaufspreis von 23,87 ct/kWh.

Eine Solaranlage habe ich nicht, lediglich ein einfaches Balkonkraftwerk.

Meine eigentliche Überlegung und Frage:

Es würde doch absolut Sinn machen einen Lifepo4 Speicher in entsprechender Größe immer zwischen 12-15 Uhr bei stündlichen dynamischer Abrechnung zu füllen und den Preisvorteil von ca. 40%-60% (dynamischer Verkaufspreis von 23,87 ct/kWh) mitzunehmen.

Unabhängig von den Anschaffungskosten für Speicher usw., ist der Gedanke falsch ober habe ich einen allgemeinen Denkfehler?

Rechne es mal aus, du musst noch 15-20% Speicherverluste rechnen. Problem ist der große Anteil an fixen Kosten pro kWh. Viel wird es vermutlich nicht bringen. Den Speicher wirst du davon nicht finanziert bekommen.

Praktikabel ist es aber, machen auch schon einige. Meist Leute, die eh Speicher durch PV haben.

ja ok, dann ist ja mein Gedanke richtig. Wenn ich vom aktuellen Strompreis meines Anbieter (33ct/KWh) ausgehe und der Grundpreis nahezu gleich ist, dann sind das ungefähr 20 Ct Ersparnis je KWh.

Also bei 2000-2500 KWh pro Jahr ist die Ersparnis 400-500 Euro. Somit dürfte sich ein Speicher in 5-10 Jahren locker bezahlt gemacht haben.

Die Verluste würde ich rein rechnerisch mit dem vorhandenen Balkonkraftwerk kompensieren und wahrscheinlich die Amortisationszeit sogar verkürzen.

Wie soll das gehen mit 20 ct pro kWh Ersparnis? Dann müsstest du ja regelmäßig die kWh für 13 ct bekommen. Da liegen doch die fixen Kosten pro kWh schon höher, die auf den Börsenpreis noch oben drauf kommen.

Hier mal ein Beispiel, wie sich die kWh aufteilt:

Heute hatten wir mal -14 ct Börsenpreis, da kamen dann tatsächlich sehr attraktive Preise von ungefähr 1ct raus, ist natürlich je nach Region etwas anders.

Hier in Schweden hat jemand eine Website gemacht, bei der gibt es ein Tool, mit dem man prüfen kann, ob ein dynamischer Tarif vorteilhaft gewesen wäre.

Dazu lädt man seine historischen Verbrauchsdaten in stündlicher Auflösung vom Netzbetreiber als csv runter und lädt diese auf der Website in das Tool.

Als Ergebnis sieht man dann ob ein dynamischer Tarif in dem Betrachtungszeitraum günstiger gewesen wäre.

Man kann auch erstmal versuchsweise eine Weile so leben als ob und dann diese Werte analysieren. Das hilft einem dann einzuschätzen, ob es sich in der Zukunft lohnt.

Evtl gibt es hier im Forum jemanden, der sowas kann.

Unser Haushalt lag bisher zwischen 4% und 25% besser mit dynamischer Tarif. 4% als die Wärmepumpe in den Wintermonaten voll durchgelaufen ist, wir also nur relativ wenig Verbrauch in die günstigsten Stunden legen konnten.

In dem Zeitraum, in dem wir nicht heizen und der Verbrauch niedrig ist, kann es aber passieren, dass wir mit dem dynamischen Tarif teurer fahren, da insbesondere das Kochen in die Stunden fällt, wenn der Strom teuer ist. Da der Verbrauch dann aber absolut gering ist und meine Frau sehr lecker kocht, ist das nicht so schlimm.

2 „Gefällt mir“

Ich geh mal davon aus, dass die meisten hier im Moment eher keinen Strom kaufen, Negativpreise bringen zumindest bei mir nix wenn die Sonne scheint.

2 „Gefällt mir“

Das Problem ist zu vielschichtig, um mit JA oder NEIN zu antworten. Schon alleine wenn jemand eine PV Anlage hat, fällt die Antwort ganz anders aus. Stand heute ist es noch sehr unsicher, ob es ein Gewinn ist. Für die Zukunft kann das aber sehr interessant werden. Je mehr die stündlichen Preise schwanken und um so teurer der Strom generell wird um so interessantere Ideen wird es auf diesem Gebiet geben. Zumal die Batterien immer leistungsfähiger und billiger werden und es immer mehr gebrauchte Batterien gibt. Wenn man sich heute schon damit beschäftigt, kann man bestimmt nichts falsch machen.

2 „Gefällt mir“

@funkboje

Es gibt tatsächlich saisonal unterschiedliche Szenarien: ein Puffern von günstigem Strom macht am ehesten im Winter Sinn, wenn der Akku wegen zu niedrigem PV-Ertrag ohnehin fast brach liegt. In der Übergangszeit muss du dafür sorgen, dass der Akku morgens nicht voll ist (Strom ist nachts meist günstiger) wenn doch relevanter Ertrag über den Tag kommt! Im Sommer macht das Ganze keinen Sinn, da meist genug Ertrag.

Ich praktiziere das im Winter mit Tibber/Victron MPII und Akku. Im Victron VRM gibt es seit einiger Zeit auch eine portalseitige ökonomisch optimierte Steuerung (berücksichtigt auch Solarprognose) nennt sich "dynamic ESS". Hat bei mir wegen dem E-Auto nicht so gut funktioniert (lädt im Winter unregelmäßig grosse Energiemengen).

Tibber lohnt sich m.E. nach an ehesten für Leute mit steuerbaren Grossverbrauchern (z.B. E-Auto) der veilleicht noch zur Lastverschieung im Winter (mit Akku und AC-gekoppeltem Lade-/Einspeise-System).

1 „Gefällt mir“

Meine Vaillant Wärmepumpe kann ich über einen günstigen ebusd Adapter steuern. Mein Plan ist es die Solltemperatur und Heizkurve bei niedrigen Strompreisen anzuheben bzw die Warmwasseraufbereitung dort hinzulegen.

2+2 Personenhaushalt. 6000 kWh, davon 3500 nur die Wärmepumpe.

Großen Speicher kaufen wär auch noch lohnenswert. Und nen dicken Heizstab rein.

Ob sich das wirklich lohnt zweifel ich jetzt mal an, die Wandlungsverluste nicht vernachlaessigen und die Arbeitszahl 1 bei Deinem "dicken Heizstab" auch nicht.

Bei niedrigen Strompreisen schon.

So niedrig kann das garnicht sein, denn im Sommer müsste man besser als ca 1:5 kommen mit nem Heizstab, ein Fünftel des Durchschnitts - Strompreises ?

Wird wohl nicht geben ... um mit ner WP zu konkurieren.

"Grosse" Wasserspeicher haben auch die dumme Angewohnheit jede Menge Waerme zu verlieren. Wenn man das mal aufzeichnet wird einem klar, was da ueber die Jahre alles so verloren geht bzw. irgendwo im Keller weitgehend sinnfrei gebunkert wird. Selbst wenn das in der Gebaeudehuelle bleibt ist das vom Wirkungsgrad her kacke, da hohes Temperaturniveau von der Waermepumpe ungerne erzeugt wird. Die Legionellenproblematik mal ganz aussen vor gelassen, 70°C ist wie gerade geschrieben auch nicht die Paradedisziplin einer Waermepumpe.

Muss aber zugeben, dass ich gerade eine Heizspirale fuer den 300l-Kessel bestelle, aber nicht weil sich das lohnt, sondern weil ich dann zumindest im Sommer immer mal wieder die 70°C angehe um den ganzen Kreislauf legionellenfrei zu bekommen, ist sowieso immer zuviel Strom da. Im Winter hab ich beschlossen das Legionellenproblem einfach zu ignorieren und lass das so auf 45°C rumduempeln.

Kleine Wasserspeicher haben diese dumme Angewohnheit auch.
Meine WP hat nur 180l intern, wenn man nicht gerade die Wanne damit füllen will heize ich damit nur indirekt mein Haus.
Im Winter mit Brauchwasser warmhalten bei Arbeitszahl 1,5 bis 2,5 um 45°C auf 54°C anzuheben.
Aus derselben Quelle, mit Vorlauf für die FBH bekomme ich aber 5,8 (Januar) bis 6.8 (November/März) raus.

Wenn ihr eine Vaillant Wärmepumpe habt, dann müsst ihr euch unbedingt den ebusd Adapter anschauen.

Meine WW Aufbereitung läuft prognosebasiert zur wärmsten und PV leistungsreichsten Stunde des Tages. Umso wärmer und umso mehr PV Leistung desto höher ist die Solltemperatur.

Ist der aktuelle Tag laut PV Prognose schlecht und der morgige gut, dann wird für den aktuellen Tag die Soll Raumtemperatur um 0,5°C abgesenkt.

Das ganze kostet keine 100 Eur - Adapter plus Raspberry Pi.

na ja,

Brauchwasserwärmepumpe lohnt bei den heutigen Preise von Wärmepumpen kaum noch, denn aktuell kostet eine atlantic Explorer V4 mit 280 Liter rund 1600€

Nehme ich nun einen Bafa geförderte Wärmepumpe mit 10 kW, dann kriege ich die aus China für 2000€ und vom deutschen Energieberater für 2400€, der dann 1600€ on top packt, damit dann 4000€ + 800€ Montage abgerechnet werden können mit der BAFA. Bei nun 65% BAFA Erstattung - mein Vater ist REntner, also 35% Grundförderung wegen Propan und 30% on top wegen Einkommen unter 40000€ - landet man bei so einer WP bei 1600€ bis 1700€ inkl. Einbau.

Bei der Förderung mit unter 40000€ gibt es auch keine Auflage, die alte Ölheizung auszubauen, sondern man kann die im Hybridbetrieb gut weiter betreiben.
Die WP liefert die Wärme in den Rücklauf des Brennwertkessel und von da prüft die Heizung, ob das warm genug ist für den Heizbetrieb, ansonsten springt die an.

Die BWWP bringt kaum oder keine Förderung, die den Aufwand für die Förderung wert wäre, also ist man da bei 2.000€ und das ist zu teuer, denn die ersetzt bestenfalls 1 bis 1,5 Liter Heizöl pro Tag.

BWWP wie unsere Atlantic Explorer macht nur dann Sinn, wenn man die mit WÄRMETAUSCHER kauft und dann die voll aufgeheizte Büchse im Übergang und Winter per Wärmetauscher in den Ölheizkessel entlädt. Die BWPP kühlt dann auf 40°C binnen 2 oder 3 h ab und kann dann wieder Überschussstrom zum WarmWasser bereiten nutzen.

So schafft man am Tag in den 14h Betriebszeit, die die meisten BWWP als Limit haben, mit 700W und somit aus rund 10 kWh gut 30 bis 33 kWh Wärme zu erzeugen.

Rund 10 kWh brauchen wir für das warme Wasser selber und der Rest von 20 bis 25 kWh geht in den Heizkreislauf.

Bei 85% Wirkungsgrad Ölbrennwert (gemessen vom Öl im Tank - Pumpe läuft ja auch - bis im Kessel) braucht man für sagen wir 20 kWh Wärme im Brennwertkessen bei Öl dann 20 kWh / 85% = 23,5 kWh Energie auf der Ölseite, was bei 9,8 kWh / L Öl Energiegehalt dann 2,4 Liter Ölersparnis entspricht.

Das ist mehr als was man beim Warmwasser spart.

BILANZ: 10 kWh Überschussstrom kosten uns im Idealfall dann 0,77 € zu 2,40€ für die 2,4 Liter Öl

Hat man 1,60€ pro Heiztag - was hier bei den Eltern so rund 240 TAge sind. Das bringt dann fast 400€ im Jahr.
Für Warmwasser gehen im Jahr an 365 Tagen rund 540 Liter und 540€ bei drauf, was aber bei Überschussbetrieb im Idealfall 2/3 Ersparnis von 360€ brächte .

Von daher lohnt sich BWWP nur mit Coil / WÄrmetauscher , denn dann ist die Rendite doppelt so hoch. Die Verluste von der BWWP in den Kessel via Ladepumpe hab ich als zu gering erachtet, das zu betrachten. Selbst bei 10% (die BWWP wäre ja eh voll und würde Wärme in den Raum abstrahlen) lohnt sich das locker.

Was sich immer weniger lohnt bei der Sache ist TIBBER, denn die Festpreisangebote mit 1 Jahr Strompreisgarantie liegen regelmäßig unter dem von Tibber für den Durchschnittshaushalt und dessen Profile ermittelten Monatspreis, den wir bisher ohne neuen Zähler zahlen durften. Das waren meist 27 bis 29 Cent in diesem Jahr.

Hinzu kommt, dass TIbber Preise für uns explodiert sind durch die Netzentgelte , die hier über 5 Cent teurer wurden. Beim lokalen Versorger sind die Preises nicht um 5 Cent gestiegen.

Und damit bleibt nur die Hoffnung auf billigen Stom im Winter in der NAcht, wenn die PV Überschüsse nicht da sein sollten. Aber dann laden wir hier selbst bei Börsenpreis 0 Cent mittlerweile für 20 Cent, weil die Netzentgelte bei 20,2 Cent angekommen sind. Asozial, wenn das Gut Strom so wenig wert ist im Verhältnis zum Netz, wo jeder sich selber bedienen kann und Gebühren erhöht oder Meister Söder als Zechpreller seine Strom Autobahnen nicht zahlen will. Hier liegt jetzt eine auf Eis, eine Ruine, denn in der Region geht es hier nicht weiter, weil es keine Enteignungen mehr geben wird, da weder die Gemeinde, Landkreis noch das Bundesland einen NUtzen davon haben. Damit ist Enteignung Tabu - 1 Ort weiter beginnt NRW und das will auch keiner Söders Müll haben, den er nicht bezahlt, sondern wir mit insgesamt über 8 Cent Netzentgelt Steigerung in weniger als 5 Jahren.

2 „Gefällt mir“

Mein Versorger hat gerade um 5 ct/kWh erhöht, so das 33 ct/kWh zu Buche schlagen werden. Die Recherche ergab nur wenige Möglichkeiten unter 30 ct/kWh zu bleiben. Daher wechsle ich gerade und erstmals überhaupt zu Tibber. Die Wahl viel auf Tibber, da es, auch hier, eine Community hat, die SW Lösungen zur Integration bereit stellt. Das verringert meine Einstiegshürde bei der technischen Integration. Tibber ist dabei nicht der günstigste Anbieter. Tatsächlich ist die Grundgebühr höher als bei meinem aktuellen Versorger.

Mit BEV, LWWP und Batterie im Haus könnte es sich lohnen deren mittleren Bezugspreis zu erreichen bzw. zu unterbieten. Die Zeit wird es zeigen. Das Video von Andreas hat die Grenzen für das variable Modell aufgezeigt, denke ich. Die Kündigungsfrist macht das Unterfangen risikolos. Nun, wir werden sehen.

Ich habe auch auf TIbber umgestellt (bzw. wird nächstes Jahr umgestellt) - zahle aktuell 26c/kWh. ob ich da mit Tibber wirklich günstiger wegkommen keine Ahnung.
Ich automatsiere möglichst viel (2x E-Auto, WP...) und nutze dann auch >60kWh Akku um die Mittagsdellen vom Grid mitnehmen zu können (Victron DESS).
Aufgrund der Integration und auch der Kündigungsfrsiten habe ich auch gedacht - probieren geht über studieren. Ende nächstes Jahr weiss ich mehr. :slight_smile: