Think big - 500 Ampere

Keramikfaser, ich mag das Zeugs nicht nachdem es einmal im Ofen war. 1300 Grad ist jedenfalls kein Problem. Hier ist es ja noch besser handhabbar da leicht verklebt und gut mit alter Scheere schneidbar.

2 Zellen parallel, naja ist (2x) Ri? als max. Kurzschlussstrom. Kleinere Zellen sollen ja fast kurzschlussfest sein. Also eine gewisse externe Leistungslänge und max. Querschnitt ist in den Kurzschluss Tests meist beschrieben.

Hier ging es um 4 oder mehr dicke Blöcke über dicke kurze Busbar Strecken. Also richtig Power.

Dendriten selbst werden zumindest anfangs nicht zu so satten Kurzschlüssen führen denke ich, erst wenn in Folge von Beschädigung einer großflächigen Isolation ein direkter Kurzschluss entsteht. Wenn ich nur punktweise ein paar hundert A auf eine dünne Folie lasse entsteht ein Loch und brennt sich frei. Hier könnte aber auch ein Krater durch alles entstehen, wer probiert es :wink:

gut wenn es einmal seine schützende wirkung entfaltet und den akku von einer kettenreaktion bewahrt hat, kann man fürn paar eur invest ruhig neue keramikfaser kaufen :wink:

was besseres gibt es nicht. ich habe beim 16s2p akku nur 1mm temasil das hält mit glück 300°C aus und isoliert die nachbarzellen thermisch sogut wie garnicht. habe es damals auch nicht besser gewusst.

aber besser als ein stück tischdecke wie manche pfennigfuchser da einsetzen um ein paar eur eines 2000eur akku zu sparen....

@gnarf

wie hast du die zellen untereinenader isoliert?

aus welchem material ist die isolation der gewindestange? hält die isolation dauerhaft mehr als 300°C aus? wenn du es nicht weißt hol nen lötkolben und teste das.

dein regal ist für das gewicht wahrscheinlich nicht geeignet, egal was irgend ein verkäufer da hingekritzelt hat.

schau dir das dünne blechle der beine und regale an, bei einer thermischen belastung kann dir das regal abknicken und beide akkus können zerstört werden. es gab schon solche fälle.

meine empfehlung

wenn keine oder nur plastikfolie als isolation zwischen den zellen verwendet wurde

wenn die isolation der gewindestange thermisch nicht hält

und auch wegen dem regal

akku zerlegen

mindestens 2mm keramikfaser zwischen die zellen anbringen (maximal das was deine verbinder zulassen auch gerne 3 oder 4mm)

alternativ geht auch temasil 1mm, ist aber glaube ich teurer.

silikonschlauch für die gewindestangen

auch das holz neu wo die gewindestangen 5mm weiter nach draußen kommen

dann baust du dir ein ordentliches regal aus 2mm stahl vierkantrohr (wenns geht in den boden einbetonieren und mit der wand verankern) mit siebdruckplatten und gipsfaserplatte on top als regalböden

den vergoldeten metallstreifen schmeisst du am besten auch weg und ersetzt das damit(sicherung anhand deines kabelquerschnittes wählen ab 35² 150a, 50² 200a, 70² 250a)

amazon.de/Adler-EF3

ist dein schornstein noch in betrieb? wenn nicht könntest du da einen rauchabzug installieren mit rohrventilator

Hast du einen Link für das Zeugs? Kann man die Akkus damit auch verpressen?

Habe da eher an ein NMN Papier (Nomex/Mylar) gedacht. Das fühlt sich so ähnlich wie Vulkanfieberkarton an. Ich glaube es wird zur Konfektionierung von kleineren Akkupacks auch verarbeitet. Spätestens bei 200 Grad ist aber Schluss. FR4 leitet die Wärme auch schlecht und verkohlt etwa ab 300 Grad.

Nachdem die Zellgrößen ja immer größer werden, erreichen 16s Packs langsam ein Gewicht wo man mehrere Leute mit Abitur und Klaviertragegurten braucht um es eine Treppe hochschleppen zu können. Da wäre es langsam angebracht, sich über modulare Gehäusekonzepte Gedanken zu machen.

Das ist die Funktionsweise von selbstheilenden Kondensatoren

ich habe gerade 4mm verwendet was mein stahlgehäuse und meine verbinder auch maximal hergegeben haben

damit konnte ich den akku gut zusammenpressen es hält die zellen gut in form und ist nicht 100% starr weil es noch minimalst flexibel ist

wieviel druck das genau ist werde ich natürlich nicht sagen können aber für meine zwecke reicht das an druck aus. ob das papier mit der zeit schwindet und nachgezogen werden muss weiß ich allerdings nicht.

@voltmeter Die lange Antwort hat das Internet gefressen. Hier also die kurze: LFP-Zellen brennen nicht, solange man keine Nägel reinschlägt. Um das zu vehindern, hänge ich ein Schild "Bitte keine Nägel reinschlagen" auf.

Die Zell-Isolierung ist aus 3 mm EVE-Schaum UND einer 1 mm Epoxy-Platte.
Auf die 4 mm Gewindestange habe ich einen Hydraulik-Schlauch geschoben. Irgendein Kunststoff.
Die Pappböden des "Schwerlastregals" habe ich mit 21 mm Siebdruckplatten verstärkt.

Sicherheit ist wichtig! Bestimmt kann man alles NOCH sicherer machen. Aber es gibt hunderte Hersteller, die die Batterien genau so bauen, wie ich, nur sehr viel mehr davon. Und die sind alle noch nicht im Knast.

Ich glaube zudem nicht, dass ein 3 mm Zeugs, welches ich zwischen die Zellen schiebe, auch nur ansatzweise verhindert, dass eine brennende Zelle eine andere anzündet. Und wenn doch mal was brennt, ist die von mir neben den Zellen eingebrachte Brandlast ganz sicher nicht das Problem. Das ist eher die Energie, mit der man auch von Leipzig nach München fahren könnte.

Danke, für deine Tipps, aber ich halte das für ein wenig übertrieben. Einen Feuerlöscher und einen Rauchmelder gibt es trotzdem.

das hat der auch gedacht

vorher

nacher

wie du siest ist das ganz und garnicht übertrieben

das was ich dir vorgeschlagen habe kostet nicht viel um sowas wie oben abgebildet zu vermeiden

sein haus ist übrigens mit abgebrannt

eva schaum ist nuzlos aber die epoxy plate ist ok

dein hydraulik schlauch ist normalerweise aus pe oder pp, das schmilzt sofort.

die 21mm siebdruckplatten sind ok

das regal ist aber nicht ok.

dass du nur zwei böden hast und nicht soviel nach oben aufgetürmt hast ist gut.

musst du entscheiden was es dir wert ist, ein wenig mehr zu investieren...

bei mir ist auch nicht alles optimal aber ich habe versucht das beste rauszuholen

Du meinst, daß das Regal vor dem Brand für einen Kurzschluss ursächlich gewesen ist? 6x16 Zellen sind überschlagen gut 500kg. Regale die dafür zugelassen sind sehen etwas anders aus. Üblicherweise wird ja die Last pro Boden angegeben. Bin mir aber unsicher ob eine solche Spec auf für alle Böden gleichzeitig in Summe gilt. Sinnvollerweise gibt es da noch eine Angabe für die Summelast an den Stützen die aber in marktschreierischen Verkaufsunterlagen nicht genannt wird. Man sieht am oberen Boden daß er etwas durchhängt. Die Tragweite der Fächer wird für 16 Zellen bei 1,2m liegen. Meine Regale haben nur 1m was von der Statik ein ziemlicher Unterschied ist. Bei 60cm Tiefe kann ich aber nur 8er Packs in verdrehter Richtung zur Regaltiefe reinstellen.

Die Keramikfasern habe ich möglicherweise schon mal gesehen. Sie brechen wenn man probiert sie abzukanten? Zumindest für Materialstärken ab 10mm könnte man auch Platten aus Kalciumsilikat (Promat) nehmen. Die würde ich dann aber auch unten und seitlich zu den Gewindestangen nehmen.

Welches BMS sieht man bei dir und mit welchen Strömen rechnest du wegen dern Lüfter?

nein der auf dem bild hatte auch kein bms pro akku das war auch eins der probleme an der kettenreaktion.

mir geht es ums regal und den brandschutz zu den anderen zellen um eine kettenreaktion zu verhindern, lfp könen durchaus brennen und alles unter oder über ihnen in brand setzen wegen dem brennenden elektrolyt.

da wird auch diese stahlblechfolie des baumarkt regal schnell weich

man sollte alles was noch kostenmäßig günstig ist machen um es solide und feuerfest zu bauen.

ich meine was kostet das? stahl vierkantrohr 2mm gipsfaserplatten keramikfaser silikonschlauch ordentliche nicht vergoldete sicherungen... was ist das gesamt um die 200eur? wieviel kosten die zellen vom akku...

sparen am falschen ende

ich habe hier schon einige gesehen die den akku aufgebaut haben aber den nicht mehr zerlegen wollten um das tischdeckchen zwischen den zellen gegen was anständiges zu ersetzen

ich habe meinen akku zerlegt, verbessert und wieder zusammengesetzt. das war es mir wert.

ja abkanten geht nicht da bricht es

du kannst alles nehmen was 400-500°C aushält und nicht stromleitend ist

silikon geht da wahrscheinlich auch hab den silikonschlauch bei 400°C mit dem lötkolben erhitzt außer dass der sich etwas verfärbt hat ist nicht mehr passiert

ich habe damals aus kostengründen ein 150a seplos bms gekauft und das auf 200a laufen lassen deswegen der lüfter. ist noch ein überbleibsel aus der zeit mit einem akku

jetzt werde ich ja bald 4 akkus haben da läuft der lüfter dann garnicht mehr auch jetzt schon immer aus mit zwei akkus.

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Meine div. Akku Klötze stehen immer auf Fliesen. Wer es isolierend mag nimmt Ytong, die bekommen zwar Risse bei 1000 Grad, tut der tragenden Funkton aber nicht so weh. Feuerleichtsteine sind ähnlich wie Ytong aber bis über 1400 Grad verwendbar.

Meine LTO Yinlong Zylinder 12/24 V wurden auf einer dicken Steingut Fliese als Trägerplatte aufgebaut. Läßt sich relativ gut bohren. Alternativ gingen auch geschliffene Stein Platten z.B. 10 mm dick.

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@janvi

Kannst du das erläutern? Welche Art von Sicherungen meinst du? Was hat Pylontech und JK BMS nicht?

Hier ist ein Foto vom Pylontech BMS: Vorstellung Eigenentwicklung BMS für große 16s LFP Packs - Sicherheits-Diskussion - #11 von janvi - Balancierung - Grundlagen, Methoden, Messungen, Di - Akkudoktor Forum

Auf der Lötseite und Bestückungsseite sieht man die Charge und Discharge Mosfets die in der Drain-Source Stecke links daneben jeweils einzeln mit weissen 20 Amp SMD Sicherungen abgesichert sind. Zwei mal 16 Stück auf den Fotos erkennbar.

Zusätzlich sind auch ebenfalls einzeln die 3 polig Software-triggerbaren SMD Sicherungen drin. Gibts auch von Adler, Littlefuse und Anderen. Die haben einen Heizdraht zum Auslösen, ähnlich der Sicherungen von Fahrzeugbatterien die mit Sprengladung arbeiten. Allesamt haben die SMD Teile aber ein ungenügendes Trennvermögen. Das wird durch Parallelschaltung von Sicherungen jedenfalls nur verschlimmbessert. Das Schaltbild vom Pylon BMS findet sich ansonsten ziemlich genau beim zwischenzeitlich veralteten Open Source Fox BMS der Version 1 wieder. Das ist aber ein kaskadierbares Hochvolt Design, welches den Mosfet Leistungsteil nicht dabei drauf hat. Offensichtlich gabs da bei Pylontech mit der Verwendung als 48V Design jede Menge Probleme wo jedesmal was dazugeflickt wurde. Deshalb kann man daraus nicht schliessen, daß Pylontech besser als JK ist nur weil es komplizierter aufgebaut ist.

Genau mein Punkt!

Klar, ist meiste dort am Schmelzen, wenns mal brennt. Aber ob da nun 1mm Epoxy oder 5mm Leopard-3-Stahl dazwischen sind, macht am Ende auch nichts.
Ob die Ummantelung der Gewindestangen schmilzt oder nicht, ändert an der Katastrophe nichts.

Was vielleicht nicht so ganz klar geworden ist: Das "Schwerlastregal" besteht aus zwei nebeneinander stehenden Regalen. Die haben also insgesamt 8 Beine; die mittleren sind miteinander verschraubt. Der von mir hinzugefügte zusätzliche Boden erstreckt sich über beide Regale.
Der Schwerpunkt des ganzen ist sehr niedrig, es gibt nur zwei Etagen. An senkrechtem Druck hält das ganz bestimmt aus, was versprochen wure. Gegen seitliches verschieben ist es an zwei Wänden mehrfach fixiert.
Das dürfte daher nicht zusammen brechen.

Natürlich schnalle ich mich auch jedes Mal an, wenn ich Auto fahre, obwohl ich noch nie einen Unfall gebaut habe.
Aber mal ernsthaft: Ich habe noch NICHT EINMAL gehört, dass LFP-Zellen von alleine angefangen haben zu brennen. Sehr selten gasen die mal aus; da lüftet man und renoviert danach. Wenn man die nicht absichtlich anzündet, brennen die nicht! Die grßte Gefahr ist ein bisschen Wasserstoff im Elektrolyt. Das lüftet man meist einfach weg.

Wenn es interessiert, hier ein Update:

Die Anlage läuft seit gestern. Die Solarerträge sind atemberaubend: Die 12 kWp liefern satte 3 kWh am Tag. Aber ich hoffe ja auf den Sommer :wink:
Die Batterie war voll, und das Haus läuft derzeit ohne Strombezug von draußen. Nach einem Tag war der Akkustand laut BMS bei 78%. Das ist bekanntlich eher geschätzt, als gemessen.
Das E-Auto wurde nach kurzer Einkaufstour geladen, und es wurde gekocht.

Mit wetterbedingten Einschränkungen läuft alles stabil.

Meine Haupterkenntnis: Immer eine GUTE Krimpzange und vernünftige MC4-Stecker (Stäubli!) kaufen. Mit der Aliexpress-Zange ist das eher ein quetschen, als ein crimpen.

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Alte Freds ausgraben ist doof. Aber ich denke, hier ist eine Ausnahme schon OK, da sicher hunderte oder tausende von euch gespannt auf die Auflösung der Geschichte warten!

Die Anlage läuft mittlerweile seit gut sechs Wochen stabil. Hauptproblem war letztlich die Verfügbarkeit meines Elektrikers, der die Anmeldung nicht hinbekommen hat. Nun ist die Anlage seit Anfang März offiziell live. Zweites Problem war das eher mittelmäßige Benutzerhandbuch des Deye, gepaart mit meinem engen Zeitplan.

Die tatsächlichen 12,5 kWp auf dem Dach sind eher knapp, aber mehr passt halt nicht. Davon sind auch 4 kWp auf der Garage, die ab 11 Uhr vom Haus verschattet wird. In der Spitze kommen bisher maximal 7kW. Rekordertrag waren bisher 35kWh am Tag. Stand Ostern 2025. Es wird ja noch sommerlicher.

Dennoch: Seit etwa Mitte März sind meine lieben Eltern stromtechnisch autark - mit der Ausnahme des E-Autos. Das haben sie einmal mit Netzstrom vollladen müssen. Seit Anfang April reicht auch der Sonnenstrom aus, die rund 50 kWh pro Woche nachzuladen.

Technisch läuft die Anlage perfekt. Meine Bedenken hinsichtlich der maximalen Last (max. 200 Ampere) haben sich zerstreut: Mehr als 10kW kommen sowieso niemals vom Dach, mehr als 12kW kann die Anlage nicht ziehen. Das wäre für eine der beiden Batterien noch OK, aber ich habe ja zwei.

Am bisher sonnigsten Tag habe ich das System mal mit der Wärmebildkamera überwacht. Das wärmste Teil war der Deye mit 42°C, bevor der Lüfter an ging. Kabel, BMS, Batterie blieben cool.

Dass ich fette 64kWh installiert habe, bereue ich nicht. Im Gegenteil. In den letzten Wochen gab es nur wenige sonnige Tage. Da wurde die Batterie vollgeladen, und nur wenig ins Netz eingespeist. In den schattigen Tagen danach, lief das gesamte Haus (samt Wärmepumpe und E-Auto) aus der Batterie. Meine Eltern haben in den letzten 6 Wochen 60 kWh aus dem Netz gezogen und 120 kWh eingespeist. Bei einer16kWh- Batterie sähe das sicher schlechter aus.

Was ich noch lösen muss ist der Umstand, dass der Victron-Laderegler und der Deye nicht miteinander reden. Der Victron geht auf Float-Modus und regelt ab, aber der Deye weiß das nicht, sonst würde er einspeisen. Damit verschenke ich sicher den Gegenwert von zehn Kinokarten pro Jahr. Das bekomme ich aber sicher noch hin.

Ansonsten kann ich den Deye in jeglicher Hinsicht weiterempfehlen! Das ist die eierlegende Wollmichsau der Energiewende!

Deye, wenn du das liest, schenke mir noch ein paar davon, ich bekomme die alle.

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Ich habe mittlerweile noch 2 Victrons montiert, an denen einmal 4 und einmal 6 PV-Module hängen, welche in zwei Ausrichtungen an der Fassade montiert sind. Im Sommer eher Unsinn, aber im Winter werden die gut was zur Autarkie beitragen.

Batterie, Victron(s) und Deye reden nicht miteinander. Absichtlich.
Mein letztes Problem ist mittlerweile auch gelöst: Ich habe im Deye etwas geringere Spannungswerte als im Victron eingestellt. Der Victron lädt also die Batterie, bis sie nach seiner Ansicht voll ist - was aber nie passiert. Der Deye merkt nämlich, dass die Spannung steigt, und entlädt die Batterie, (vermutlich) um Schäden zu verhindern.
Kurz: Der Strom von Garagendach und Fassade wird ins Netz eingespeist, wenn die Batterie voll ist.

Das Anzeigenproblem im Homeassistant habe ich mit Victron2MQTT gelöst. So erstelle ich Entitäten, und addiere bzw. subtrahiere das an den entsprechenden Stellen.

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