Man kann schon den Überblick verlieren, der Strommarkt an sich ist ja schon zerschlagen worden, man hat kaum noch den "einen Stromanbieter" der alles im eigenen Besitz hat, das Stromnetz an sich (Hardware), den Stromerzeuger (Hardware) und den direkten regionalen Kundenvertrieb selbst.
Der Übertragungsnetzbetreiber verdient sein Geld (anteilig am Börsenpreis) mit dem Übertragen der Energie, die du verbrauchst.
Der Energieerzeuger vertickt seinen Strom, mit eigener Gewinnmarge, an der Börse.
Der Wiederverkäufer vertickt den Strom zum maximalen Profit an den Michel.
Solltest du dir so eine "Tibberschaltung" in dein Haus stellen, kannst du mit deinem Akku, auch im Winter, massiv Kosten sparen, in dem du den Akku in den Zeiten lädst, in dem der Preis am niedrigsten ist (PV und Wind das "Sagen" haben) und dann verbrauchst, wenn du geschröpft werden sollst, also die (staatlich bevorzugten) Gaskraftwerke laufen.
Asozial? Dem Staat gegenüber? Aber ja doch, denn in diesem Beispiel nehme ich die Leistung, die ich sonst im hochpreisigen Bereich verbraucht hätte, in der Zeit aus dem wenig belasteten Netz (Preise niedrig, weil viel Strom "im Netz"), speichere sie zwischen und verbrauche sie in der Zeit, in der das Stromnetz stark belastet und dadurch der Strom besonders wertvoll und teuer ist.
Ferner entziehe ich dem Staat die ganzen anteiligen "Gewinne" (Steuern), dem genau aus diesem Grund es nicht gefällt, das z.B. eine Waschmaschine/Trockner "Kostenoptimiert" läuft oder gar mir Strom für teure Strompreiszeiten zwischenspeichere.
Solange man keine Einspeisevergütung bekommt, geht das, ansonsten wird stets unterstellt, das man "Subventionsbetrug" begeht.
Das Ganze kann man natürlich umgehen, wenn man sich eine USV "schnappt", den Akku aufbläst und somit seine EDV "Tibbert", bei 400W 24/7/365 kann man da schon den einen oder anderen € sparen.
Gaaanz Offiziell lohnt sich das nicht, aber wenn diese USV allein 9,6 KWh/Tag 3504 KWh im Jahr schluckt und eine gemittelte Preisdifferenz von 48Cent/KWh zu 25Cent/KWh hervorruft, würde ich sagen... das lohnt nicht, viel zu viel Aufwand... {green}:fighting:
P.s.: bei einer APC, ist eine Temperaturüberwachung des Wechselrichters zwingend notwendig, steigt die Temperatur über das vor eingestellte Maß (Akku Betrieb), so muss die Netzverbindung wieder hergestellt werden.
Temperaturmessung bei Volllast, innerhalb von 20 min, zweite Messung bei Teillast 20 min.
Betrieb mit dem aufgeblasenen Akku über mehrere Stunden möglich...
Aber ich rate absolut Jedem Davon ab das nach zu machen, da bei 100Ah Akkus doch gewaltige Ströme fließen und nur Personen die richtig Qualifiziert für solche Stunts sind, diese Dinge zu einem annehmbaren Risiko umzusetzen, der Akku muss z.B. wegen der Dämpfe (Wasserstoff) in einem gut belüfteten Raum stehen oder die Dämpfe müssen via Schläuche abgeführt werden.
Einen habe ich noch, auf die Frage, ob der teure Balancer (um die 80 Glocken) notwendig sei, antwortete ich mit "Ja"!