Ja, konnte am nächsten Tag dann 35 Pa messen - was dann mit 0,35 mbar oder 262 Mikron immer noch ein extrem geringer Wert ist denke ich. Da habe ich dann wieder ein wenig laufen lassen und bei einem Messwert von 6 Pa dann das Evakuieren beendet.
Der Schnüffler sollte eigentlich nur die “Gegenprobe” sein - um die betriebsbereite bzw. im Betrieb befindliche Anlage zu prüfen. Das ist jedenfalls eigentlich NICHT dafür vorgesehen, die Dichtheit der Anlage vor Inbetriebnahme zu prüfen. Geht ja auch nicht… DIY hat man dann ja auch das Problem, dass man (zusätzlich zum verbotenem freisetzen des KM) auch nur eine Füllung hat, wenn da also was fehlt - dann ist es schnell zu wenig oder eben ganz weg.
Ja, genau. Theorie vs. Praxis.
Du hast hier in deinem 1. Beitrag selber von Mikron angefangen - ist aber auch völlig egal, in welcher Einheit man nun Werte dokumentiert bzw. misst.
Es zwingt dich ja nat. auch keiner dazu, es korrekt zu machen.
Im Grunde ist es nicht kompliziert:
Man sollte insbesondere deshalb die Anlage möglichst tief evakuieren, um so gut es geht alles Feuchtigkeit und Luft da raus zu bekommen. Die Dichtheit prüft man “on top” mit. Wenn jetzt schon die Dichtheit bei der Evakuierung problematisch ist, dann ist sie das i.d.R. bei einer Druckprüfung auf oder erst Recht. Das Test misst halt aber extrem genau, da werden schon geringste Undichtigkeiten sehr schnell in digital an den Messwerten ersichtlich. Wenn man nun im Vergleich mit zb. einer analogen Monteurhilfe bei Überdruck misst, dann löst die einfach schon mal deutlich weniger genau auf.
Und welche Aussagekraft sollte das nun haben?
Nun, dann solltest du es einfach zu machen - wie du denkst.
Es sagt eben eigentlich bereits der Hausverstand, dass es völlig sinnfrei ist, vorher möglichst tief evakuieren zu wollen und dann anschließend direkt wieder Luft einströmen zu lassen…
Ich verstehe auch das “Problem” nicht 
Das einzig “teuere” bei der “Aktion” ist das Testo. Der Ventildrücker und ein Stück Rohr sind ja spottbillig.
Dann dieser Aufbau: Serviceport - Ventildrücker - kurze Kupferleitung - Testo - Schlauch - Pumpe.
Dann so lange evakuieren, bis man den tiefsten Wert am Testo erreicht bzw. er sich kaum noch ändert. Dann BEI LAUFENDER PUMPE den Ventildrücker betätigen also das Ventil schließen vom Serviceport. Nun kann man das stehen lassen - zb. über Nacht oder auch 24h. Dann BEI GESCHLOSSENEM SERVICEVENTIL den Aufbau wieder evakuieren. Dabei muss man dann wieder min. den Wert den man hatte (schnell) erreichen. Sonst ist was undicht. Erst wenn min. dieser Wert STABIL erreicht ist, BEI LAUFENDER PUMPE den Ventildrückerhahn betätigen und das Ventil somit öffnen. Nun kann der Wert ganz kurz etwas “springen” - sollte dann aber direkt anzeigen, welches Vakuum in der Anlage zu dem Zeitpunkt anliegt. Der Messaufbau muss eben vorher evakuiert sein und sollte so kurz wie möglich sein, auch um den Wert den man misst nicht zu verfälschen.
Der Ventildrücker ist dabei eine (notwendige) Fehlerquelle, weil seine Achsführung oft etwas undicht ist. Es hilft, ihn zu öffnen und mit Nylog gut zu fetten - das dichtet die kleine Undichtigkeit gut ab.
Und IMMER die Pumpe laufen lassen und erst abschalten, wenn sie von der Anlage getrennt ist.