Testo 552 - Vakuumverlust nach Abstellen der Pumpe

Moin, und Achtung, hier kommt ein oft diskutiertes Thema. So konnte ich das aber hier noch nicht finden! Habe aktuell ein Problem mit der Evakuierung einer Hisense Multi Split.

Ich wollte das ganze so wie @ms7d aufbauen, also starre Verbindung von Anlage bis zum ersten Kugelhahn und den Testo 552 als T Stück einbinden. Nun komme ich mit meiner zweistufigen Value Pumpe sehr tief, auf deutlich unter 100 Micron. Lasse das 30 Minuten vakuumieren und schließe dann den Kugelhahn zur Pumpe, Ventildrücker bleibt auf. SOFORT steigt der Wert am testo und zwar rasant und bis auf 5000 Micron, habe dann abgebrochen.

Was kann das sein? Die ganzen Verbinder sind handfest + 1/4 angezogen, die Anlage hielt mit Stickstoff bei 40 bar 20 Minuten durch und bestand auch einen Test mit Lecksuchspray.

Interessant ist, dass der Testo auch beim alleinigen evakuieren (Pumpe, Kugelhahn, Schlauch, Kugelhahn, Testo, Kappe) sofort unermesslich steigt. Ist der etwa einfach defekt?

Bei einem Gegenversuch mit geschlossenem Schrader über den Drücker, Schläuche wieder evakuieren und dann den Schrader öffnen konnte ich keinen massiven Sprung beobachten. Ich gehe also davon aus dass entweder der testo wirklich einen Schaden hat oder die Anwendung nur „Inline“ und mit großem Volumen möglich ist.

Gibts dazu Erfahrungen? Danke!!

Dazu gibt es vom Ronnie ein relativ aktuelles Video mit ggfs. ein paar hilfreichen Tipps bzw. auch wann und wie es Sinn machen kann das Vakuum als Dichtigkeitsindiz herzunehmen:

Danke, den Typen finde ich sowieso super. Interessant finde ich auch sein Video zu Ventildrückern, nach seiner fachlich sicherlich fundierten Meinung reicht es auch aus, einen Schlauch mit Drücker zu nutzen und das minimale einströmen beim Abschrauben einfach in Kauf zu nehmen

Das wäre grober Unfug, bloß nicht machen. Wenn überhaupt, dann zuerst etwas Kältemittel in den Kreislauf lassen. Dann ist das Vakuum gebrochen und dann zischt nur etwas Kältemittel aus dem Serviceport beim Abschrauben.

Das ist dann einfach ein Indiz dafür, dass was undicht ist. Vakuum zeigt dir eben schon sehr kleine Undichtigkeiten sehr sensibel an.

Kannst ja mal ein Foto von deinem Aufbau zeigen, dann könnte man mal schauen, wo Undichtigkeiten zu vermuten sind und wie man sich schrittweise herantasten kann.

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Hier zeigt er das genau so : https://youtu.be/i86Q_9GePUE?is=glKHNZUieKTD36Ik

Gerade eben ohne Kältemittel entweichen zu lassen.

Danke für den Hinweis, aber meinst du tatsächlich die Anlage ist undicht? Beim Abdrücken mit Stickstoff passierte nichts und man hat nichts gesehen, eben auch beim Test mit geschlossenem Schrader war kein Riesen Sprung zu sehen. Also vermutlich eher Fehler im messaufbau? Insbesondere, weil der Testo diesen Anstieg auch im Test im „kleinen“ Kreis zeigt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die kleinen Teflondichtungen gerne mal rauh, unrund oder zerdrückt sind. Die sind sehr gerne mal die Quelle der Undichtigkeit. Ein, im Vergleich sauteurer Ventildrücker war auch mal undicht, den hab ich dann durch eine Billigvariante von Amazon ersetzt und schon war gut.

Kann gut sein, ich hab aber schon so viel versucht. Mit Zange nachziehen, ohne, den Drücker getauscht, die Dichtung gewechselt etc. Dennoch kommt die Pumpe mit angeblich 15 Micron Enddruck nach einer Stunde nicht unter 400 Micron und steigt sofort nach abstellen der Pumpe ins Unermessliche.

Es nervt zur Hölle. Was lässt sich da tun? Selbst die Schläuche habe ich gegen hochwertige getauscht. Wie fest müssen diese Dichtungen denn?

Ähnlich wie der Ronnie das beschreibt, meist reicht handfest, ansonsten mit der Zange max. 1/4 Umdrehung weiter. Wenn noch weiter gedreht wurde ist der Dichtring wohl plastisch verformt.

@win Kann hier aber nicht auch ein Denkfehler insoweit vorliegen, als dass beim Vakuumieren das gesamte System iklusive aller komponenten abkühlt. Wenn nun die Pumpe abgestellt wird, erwärmt sich das System wieder und der interne Druck steigt doch wieder? Und die Gummischläuche sind nicht hermetisch dicht. Meiner Meinung nach müsste ein solcher Test allein im Kältekreislauf stattfinden. Also Vakuum drauf, Messwert vom Testo notieren, Ventildrücker schließen, Pumpe aus, 30min (oder länger) warten, Vakuum nur in Ventildrücker und Schlauch zur Pumpe ziehen bis zum notierten Wert, Ventildrücker öffnen und dann darf kein größerer Sprung nach oben statt finden.

Ich hab seinerzeit keinen Dichtigkeitstest über Vakuum gemacht. Lachgas (XXL Baumarkt-Luftballon-Flasche) mit ~25bar auf das System und dann mit dem Schnüffler alle Verbindungsstellen geprüft. Eine Verschraubung im Kinderzimmer war gaanz leicht undicht, Verschraubung auf oberes Drehmomentlimit angezogen, Test wiederholt, dicht. Anschließend “einen Schluck” Kältemittel ins System und erneut geschnüffelt - alles bestens.

Hab mir mal das Video angeschaut, er macht da nur einen ganz groben Vakuumtest ohne Vakuummeter, nur mit Monteurhilfe.

Wundert mich, dass er noch nie einen undichten Bördel hatte.

Wichtig ist: Der Druck steigt grundsätzlich immer bei so einem Vakuumtest mit so einem empfindlichen Messgerät. Kleinste Undichtigkeit im Messaufbau führen dazu. Viele haben schon festgestellt, dass die Schläuche schon Luft durchlassen über die gesamte Länge.

Und es ist auch immer die Frage, ob Restfeuchte für den Anstieg sorgt oder Undichtigkeit.

So als Daumenwert sollte der Druck nach 15min noch unter 2mbar sein. Und wenn man die Anlage sofort absperrt und später nochmal Vakuum zieht, Monteurhilfe schließt und die Anlage dann öffnet, sollt man auch nach 2-3 Stunden noch deutlich unter 2mbar in der Anlage liegen. Ich meine, jemand hatte das mal gemacht und selbst nach 24 Stunden noch einen sehr niedrigen Druck in der Anlage gehabt. Wenn man bei der Anlage auch noch den Deckel aufschraubt, müsste die das Vakuum wirklich lange halten.

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Ich habe bei meiner simplen Vakuumpumpe beobachtet, dass sie bei niedrigen Aussentemperaturen anscheinend schneller und weiter runter kommt mit dem Vakuum (z.b. 200 statt 400 Micron). Die Pumpe wird auch spürbar heiss mit der Zeit, egal bei welchem Wetter.

Gegenbeweis: Wer hat kürzlich bei der Hitze mit einer simplen Pumpe ein tiefes Vakuum gezogen? Ich habe zu wenige Fälle um daraus eine sichere Aussage abzuleiten..

Danke euch! Oft habe ich tatsächlich gesehen ua auch bei Ronnie, dass 0,01 bar Anstieg in 30 min noch ok seien ( die Handwerker nutzen da Monteurhilfen in 0,01 bar Auflösung) Das sind ja 7500 Micron. Also sie scheinen das einfach nicht so extrem theoretisch zu sehen und und das sind Fachleute. Auf Reddit im englischen Sub findet man auch unendlich viele verschiedene Meinungen, wieviel Micron Anstieg ok sind.

Vielleicht sollten wir uns wirklich auf Stickstoff und Halogenschnüffler konzentrieren? Ich meine ein massives Leck würde doch eher ein Vakuum komplett verhindern oder?

Edit, auch der Hersteller sagt bei mir, Testen mit Monteurhilfe für kurze Zeit, wenn sich der Zeiger nicht bewegt, alles gut. Sagt dann auch, schnell den Schlauch mit Drücker entfernen, also kein Ventildrückerhahn empfohlen. Allerdings schreibt er einen Stickstofftest und Schnüffler vor.

Wenn es - wirklich - dicht ist, dann kommt man auch mit günstigen “china Pumpen” gewöhnlich sehr weit runter:

7,6 Pa sollten dann 57 Mikron oder 0,076 mbar sein.

Man sollte idealerweise auch ein Stück fixes Rohr verwenden um das Testo mit dem Serviceport zu verbinden, um den Schlauch als “Undichtigkeitsfaktor” ausschließen zu können. Und für den Druckhaltetest natürlich dann deas Serviceventil schließen und vor dem ablesen nach der Wartezeit dann wieder bei geschlossenem Serviceport per Pumpe evakuieren bis man den Wert erreicht hat, den man vorher hatte. Erst dann öffnen und das Ergebnis ablesen.

@redhot Hast du noch Werte, wie schnell es wieder gestiegen ist? Also nach x-Minuten nochmal gemessen? Ich meine, du hattest eine Nacht Vakuum stehen lassen und am nächsten Tag war es durch deinen sehr günstigen Messaufbau kaum hochgegangen.

Ich sehe es anders herum: Als Profi hat man keine Zeit für so langwierige Vakuum-Experimente. Die kennen ihr Werkzeug und denen kommt es nur so grob drauf an. Meist funktioniert es so, weil die ihr Werkzeug auch gut kennen und auch keine 70 Euro Chinapumpe verwenden und keine 50 Euro Monteurhilfe mit Billigschläuchen.

Und wenn es bei den Profis schief geht, dann wird eben einfach alles Kältemittel abgesaugt und neu gefüllt.

Ganz anders im DIY-Bereich. Da hat man Zeit und da kann man über einen Vakuumtest schon sehr viel herausfinden. Das Problem ist nur, dass hier viele über die Eigenart stolpern, dass das Equipment eben auch Undichtigkeiten hat und man nur noch schwer abschätzen kann, woran der Druckanstieg liegt. Aber auch dafür haben wir ja schon Vorgehensweisen genau definiert, was man tun muss, um die ganzen Undichtigkeiten des Equipments auszuschließen.

Das kann doch nur grober Unfug sein: Man evakuiert doch nicht mit viel Mühe auf < 1mbar und lässt dann einen Zisch Luft wieder rein, wo man dann auf 100mbar ist und eine Menge Luft im System ist. Wozu sollte man so einen Unsinn auch machen, bringt doch überhaupt keinen Vorteil und macht es auch nicht einfacher.

Welcher Hersteller empfiehlt denn so einen Unsinn? Hast du einen Link?

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Für diesen Unsinn sehe ich auch keinen Grund. Wenn man sein Equipment mal kennt, dann geht alles viel einfacher. Ich höre schon am Geräusch der Vakuumpumpe, ob die noch etwas fördert oder nicht. Mehr brauche ich da gar nicht. Wasser muß irgend wann weg sein, Luft wir bei einer Undichtigkeit immer nach strömen. Wenn irgend etwas undicht ist, dann sind es fast immer Bördelverschraubungen, auch wenn die sauber aussehen. Dort würde ich bei einem Leckverdacht immer zuerst suchen.

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Wie lange hast du dafür gebraucht? Und wie ich schon sagte, schließe ich den Port so sehe ich auch am Testo nicht viel Anstieg, wenn ich diesen zuerst wieder auf ein gutes Niveau evakuiert habe nach dem Warten. Der steigt sonst aber auch bei starrem Anschluss sofort an, die Anlage kann es aber nicht sein wenn ich diese Vergleichsmessung mit Vor-Vakuumieren des Testo nach der Wartezeit mache.

Sprich, entweder ich verschwende unendlich viel Zeit, einen perfekt dichten Messaufbau zu haben oder ich akzeptiere einen gewissen Anstieg und vertraue darauf, dass die Undichtigkeit NICHT in der Anlage entsteht. Was ich hinterher mit dem Schnüffler gegenprüfen kann - deutlich genauer als mit Vakuumprobe.

Die Profis können sich NICHT erlauben, Kältemittel fahrlässig freizusetzen. Da hängt gewerbsrechtlich viel mehr dran als im DIY Bereich. Machen sie auch nicht. Im übrigen habe ich Schläuche made in Germany und mit Value eine Profi Pumpe.

Gleichwohl kenne ich keinen Hersteller, der in der Anleitung von Micron spricht. Grundlegend steht dort immer nur bis -1 Bar oder ähnliches ziehen und beobachten für einige Minuten. Sprich, es geht um eine Monteuerhilfe in der Auflösung. Wenn, wie z.B. in diversen Videos von Kältetechnikern, die Monteurhilfe dann um 0,01 bar steigt, wird das akzeptiert. Das wären 7500 Micron, die nach diesem Forum hier ja eine Katastrophe wären.

Bitte nicht falsch Verstehen, die Tipps, Hilfestellungen und Mühen hier sind super hilfreich! Ich schätze eure Arbeit und Zeit, aber ich glaube, es wird hier ein wenig übertrieben. Ein Testo 552 habe ich noch in keinem Profi Video gesehen.

Meine Anlage ist wie oben erwähnt von Hisense, also durchaus ein namhafter Hersteller. In anderen Anleitungen habe ich allerdings auch nie etwas vom zwingenden Einsatz eines Ventildrückers oder Core Removal Tools gelesen. Ronnie z.B. sagt in seinem Video explizit, dass dieser minimale Moment keinen großen Einfluss auf das System haben wird. Der hat denke ich genug Erfahrung. Dieser kurze Moment lässt auch sicher nur einige hundert Micron rein, definitiv keine 100 mbar

Und außerdem, ob die Anlage 15 oder 18 Jahre hält ist dann auch egal.

In diesem Sinne, ich werde mal vom Kältetechniker ein wenig Kältemittel einströmen lassen und dann schnüffeln. Wenn das dicht ist, ist dicht, können wir uns darauf einigen?

Die Foren sind voll mit Beispielen, wie schlampig da gearbeitet wird. Theorie und Praxis gehen da weit auseinander.

Das ist dann einfach Blindflug, man weiß nicht wirklich, ob man die Bedingungen erreicht hat, die der Hersteller vorgibt und die liegen typisch bei < 2mbar.

Wie schon geschrieben wurde, erkennt ein Kältetechniker am Klang der Pumpe, ob das tiefe Vakuum erreicht wurde oder man sieht teilweise auch die Feuchtigkeit aus der Pumpe dampfen. Da gibts also für Erfahrene Techniker noch so ein paar Hinweise, so dass es nicht voller Blindflug ist. Und er wird auch schon einigen Murks gemacht haben, aus dem er gelernt hat.

Das Testo 552 ist ein sehr einfacher Weg, um eine ordnungsgemäße Installation hinzubekommen. Dabei geht es auch weniger um Dichtheit des Systems, sondern darum, dass Feuchtigkeit raus ist und auch die Luft.

Und es gab sie auch schon, Leute die DIY schlampig gemacht haben und sich dann wundern, warum die Kisten im Winter ausfallen. Feuchtigkeit, wo dann das EEV vereist. Oder auch undichte Anlagen, die nach 14 Tagen nicht mehr kühlen.

Ehrlich, das geht absolut nicht, das ist ganz grober Unfug. Was dir da an Luft wieder reinzischt, da war alles evakuieren umsonst. Aber mach doch einfach mal mit einem Testo 552 einen Versuch, kannst du ja direkt messen, was da wieder reinzischt und wo du dann mit dem Vakuum bist.

Wenn das das Thema wäre, wäre ich bei dir. Es geht aber um viel problematischere Dinge.

Wie oben geschrieben, es geht nicht nur um Dichtheit, es geht darum, dass weder Luft noch Feuchtigkeit im Kältekreislauf sein dürfen.

Und ja, auch Pfusch funktioniert mitunter. Aber ich bin da eher auf der Linie, es vernünftig zu machen, als sich zu fragen: Wieviel Pfusch wird wohl noch gerade so funktionieren? Man will doch auch, dass die Anlage mit großer Sicherheit funktioniert und nicht nur evtl. wenn man Glück hat.

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Ja, konnte am nächsten Tag dann 35 Pa messen - was dann mit 0,35 mbar oder 262 Mikron immer noch ein extrem geringer Wert ist denke ich. Da habe ich dann wieder ein wenig laufen lassen und bei einem Messwert von 6 Pa dann das Evakuieren beendet.

Der Schnüffler sollte eigentlich nur die “Gegenprobe” sein - um die betriebsbereite bzw. im Betrieb befindliche Anlage zu prüfen. Das ist jedenfalls eigentlich NICHT dafür vorgesehen, die Dichtheit der Anlage vor Inbetriebnahme zu prüfen. Geht ja auch nicht… DIY hat man dann ja auch das Problem, dass man (zusätzlich zum verbotenem freisetzen des KM) auch nur eine Füllung hat, wenn da also was fehlt - dann ist es schnell zu wenig oder eben ganz weg.

Ja, genau. Theorie vs. Praxis.

Du hast hier in deinem 1. Beitrag selber von Mikron angefangen - ist aber auch völlig egal, in welcher Einheit man nun Werte dokumentiert bzw. misst.

Es zwingt dich ja nat. auch keiner dazu, es korrekt zu machen.

Im Grunde ist es nicht kompliziert:

Man sollte insbesondere deshalb die Anlage möglichst tief evakuieren, um so gut es geht alles Feuchtigkeit und Luft da raus zu bekommen. Die Dichtheit prüft man “on top” mit. Wenn jetzt schon die Dichtheit bei der Evakuierung problematisch ist, dann ist sie das i.d.R. bei einer Druckprüfung auf oder erst Recht. Das Test misst halt aber extrem genau, da werden schon geringste Undichtigkeiten sehr schnell in digital an den Messwerten ersichtlich. Wenn man nun im Vergleich mit zb. einer analogen Monteurhilfe bei Überdruck misst, dann löst die einfach schon mal deutlich weniger genau auf.

Und welche Aussagekraft sollte das nun haben?

Nun, dann solltest du es einfach zu machen - wie du denkst.

Es sagt eben eigentlich bereits der Hausverstand, dass es völlig sinnfrei ist, vorher möglichst tief evakuieren zu wollen und dann anschließend direkt wieder Luft einströmen zu lassen…

Ich verstehe auch das “Problem” nicht :thinking:

Das einzig “teuere” bei der “Aktion” ist das Testo. Der Ventildrücker und ein Stück Rohr sind ja spottbillig.

Dann dieser Aufbau: Serviceport - Ventildrücker - kurze Kupferleitung - Testo - Schlauch - Pumpe.

Dann so lange evakuieren, bis man den tiefsten Wert am Testo erreicht bzw. er sich kaum noch ändert. Dann BEI LAUFENDER PUMPE den Ventildrücker betätigen also das Ventil schließen vom Serviceport. Nun kann man das stehen lassen - zb. über Nacht oder auch 24h. Dann BEI GESCHLOSSENEM SERVICEVENTIL den Aufbau wieder evakuieren. Dabei muss man dann wieder min. den Wert den man hatte (schnell) erreichen. Sonst ist was undicht. Erst wenn min. dieser Wert STABIL erreicht ist, BEI LAUFENDER PUMPE den Ventildrückerhahn betätigen und das Ventil somit öffnen. Nun kann der Wert ganz kurz etwas “springen” - sollte dann aber direkt anzeigen, welches Vakuum in der Anlage zu dem Zeitpunkt anliegt. Der Messaufbau muss eben vorher evakuiert sein und sollte so kurz wie möglich sein, auch um den Wert den man misst nicht zu verfälschen.

Der Ventildrücker ist dabei eine (notwendige) Fehlerquelle, weil seine Achsführung oft etwas undicht ist. Es hilft, ihn zu öffnen und mit Nylog gut zu fetten - das dichtet die kleine Undichtigkeit gut ab.

Und IMMER die Pumpe laufen lassen und erst abschalten, wenn sie von der Anlage getrennt ist.

Ich habe das schon so gemacht! Und auch geschrieben, dass der Wert dann stabil bleibt. Es geht mir nur darum, dass auch diese Messung nicht unbedingt genau ist. Wenn die Pumpe besonders stark ist, kann ich das uU überhaupt nicht genau abschätzen, wieviel Sprung nun wirklich vorhanden war.

Also meine Anlage ist schon dicht, denke ich. Es nervt aber dennoch, dass es (mir zumindest) nicht möglich war, mit billigen Teilen auch OHNE absperren des Schraders und dieses „Umwegs“ ein aussagekräftiges Messergebnis zu bekommen, weil der gesamte Messaufbau nicht zuverlässig ist. Vor allem spielt genau das ja auch darein, dass ein Erreichen des Enddrucks nicht möglich ist, obwohl die Anlage nicht schuld ist