Tasmota WLAN Temperatursensoren mit Luftfeuchte

Jemand, der es schafft HA in einer virtuellen Umgebung auf einem Notebook zu betreiben möchte keinen Code? Die meisten wissen noch nicht mal was eine VM ist. Du steckst voller Überraschungen :wink:, wird aber schon seine Gründe habe und ist auch egal.

Der Hub ist meistens ein USB Device (das am Notebook angestöpselt wird), braucht also überhaupt kein WiFi. Es hängt also von Deiner Virtualisierungslösung, wie einfach man das Device einbinden kann. Bei VMWare oder VirtualBox kann man die USB Adapter einfach an den Gast hängen. Bei Docker (keine vollständige Virtualisierung) oder proxmox gibt es sicher genügend Tutorials. Für mich wäre Ethernet oder WiFi nur die Fallback Strategie z.B. weil der Hub für besseren ZB Empfang woanders sein muss. WiFi verwendet ungefähr die gleiche Frequenz wie ZB, das kann sich selbst stören.
In Home Assistant lautet das Stichwort ZHA ( Zigbee Home Automation - Home Assistant ), auch dazu gibt es nach kurzer Suche einige Tutorials.

Versteh ich nicht, um das eigentliche Protokoll kümmert sich der Hub und in HA muss man sich so oder so mit den Geräten auseinandersetzen (sozusagen eine neue Sprache lernen). Der Consumer-Bereich hat sich derzeit auf ZigBee und Tuya verlagert (was auch immer drauf steht), ESP ist eher was für Bastler, die individuelle Endgeräte haben möchten und für mich bei einfachen, dafür zahlreichen verteilten Sensoren einfach too much. Man bekommt den Stromverbrauch auch mit DeepSleep nicht so richtig batterietauglich (2xAAA hält 2 Jahre) und alle brauchen eine IP-Adresse.
Mich nervt das Batteriewechseln ungemein, deshalb verwende ich hauptsächlich ATTinys mit verschiedenste Sensoren über OneWire (ein zentrales 5V Netzteil im EFH). Leider muss man sich die uC Software selber schreiben und OTA Updates gibt es auch nicht.

Am Ende kommt der Hunger mit dem Essen und es ist keine entweder oder Entscheidung für immer, ESPHome könnte bei Bedarf (komplexeren Geräten) höchstwahrscheinlich noch ergänzt werden(?).

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Stimmt sicherlich. Ich hab da auch mit angefangen, als ich für die KWL SHT31 Sensoren haben wollte, um so 0.2 Grad Genauigkeit zu bekommen. An Batterielösungen hab ich mich noch nicht versucht. Die 5V Versorgung zumindest im Keller und Spitzboden mal zu zentralisieren wäre auch bei mir ne gute Idee ... Muß ich mich mal schlau machen, was da für Kabel nötig sind, wegen Spannungsabfall ...

Lass es so :slight_smile: Redundanz ist gut und man braucht fette Kabel. Ich hatte 0,8er Telefonleitung gezogen, trotzdem musste ich die lokalen OLEDs entfernen, weil das zu instabil wurde, die Ströme summieren sich mehr als einem lieb ist. Relais zur Lüftersteuerung darüber war nicht möglich. Eine Alternative wären 12V oder 24V mit lokalen DC/DC Konvertern (Home-HGÜ :smiley:). Mich haben die Standby-Verbräuche der ganzen Netzteile gestört.

@roterfuchs das scheint erst mal fast OT zu sein, aber falls Du weitere Ideen hast, denk an die Stromversorgung und den Aufwand bei Batterien - nur so als Tipp.

Ich hab jetzt schon die Fresse voll mit 5xSplitklima, 1xBWWP, 1xE-Auto und später muss noch die Wärmepumpe gemessen werden, das Hauswasserwerk…. Aber was muss, das muss.

Hier dasselbe. Ich hätte gerne, damit ich später thermischen Abgleich machen kann, “ein paar” Thermometer. Weil manche Räume feucht werden könnten (Bad später, WCs haben kein Fenster aber nen Lüfter) will ich das messen. Pi mal Daumen. Außen wie geschrieben um die Außentemperatur eher abbilden zu können bei Wind und Wetter. Aber Südseite ist bei uns ne ganze Hausbreite mit 18m (das Erdgeschoss der Schwiegermutter). Also dort 2 Sensoren. Und so summiert es sich.

@exiloesi

Ich gebe es zu, es hat auch nicht was mit dem Alter zu tun, sondern mit der Konzentrationsfähigkeit. Es sind so viele Dinge die mir durch die Birne gehen, dass es schwer ist das zu coden. Vielfach nutze ich erst einmal Blätter Papier um mir selber ein Schema zu machen was ich überhaupt will und wie. Aber schon das Visualisieren mit HA ist für mich extrem schwer. Dann fehlt mir die Geduld das in Ruhe anzupacken, ich habe sogar seinerzeit meine Frau angesetzt im Netz danach zu suchen wie ich per USB-Anbindung auf den Deye komme. Ich hatte irgendwann einfach keinen Nerv mehr dafür. Wenn was am Haus zu tun ist bin ich es, mit den Kindern bin ich es, Heizung bin ich, Urlaub und Freizeit bin ich. Irgendwann wirds einem schwindelig. Da lob ich mir zum einen so Lösungen wie jetzt beispielsweise die Tasmota-Steckdosenadapter zum messen, das ging nachher problemlos. Wenn jetzt mal ein Tag unterbrochen ist mit der Kommunikation, auch nicht die Welt. Nur so kann ich durchgehend nachvollziehen wenn was nicht rund läuft. Und in späterer Konsequenz das auch dokumentiert zurücklassen.

Ich muss auch noch den Sicherungskasten neu machen, das wird wahrscheinlich vorgezogen, weil da noch eine Regeleinrichtung in den Kasten muss für den Netzbetreiber. und und und.

Das Forum ist für mich Hobby, Bastelei und Einsparung in einem. Vieles davon führe ich dann auch genau so aus. Und Einsparungen sind mir wichtig, je weniger wir verbrauchen umso besser.

Mit JensDecker hatten wir damals schon festgestellt dass es quasi keine bezahlbare Heizungssteuerungen gibt, die lernend per Einstellung den thermischen Abgleich fährt. Denn WENN es sowas gäbe, wäre das eine riesige Tabelle die alle Zustände mit Außentemperaturen, Innentemperaturen erfasst, und dann mit el. Heizkörperthermostaten die optimale Durchflussrate einstellt. Sodass die Wärmepumpe immer im optimalen Bereich läuft. Das setzt aber Sensoren und Daten ohne Ende voraus. Hätte ich die Sensoren, kommen wir diesem System einen Schritt weiter entgegen. Und somit einem bedarfsweisen heizen mithilfe einer Fußbodenheizung näher. Was den Verbrauch massiv drücken kann. Am Tag alle Räume heizen aber nur einen Teil davon auf warme Temperaturen. Nachts exakt anders herum. Bei Überschuss der PV alle Räume wärmer. Etc. pp.

Aber einen Schritt nach dem Anderen.

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Lieber @roterfuchs

nimm es nicht persönlich: wer viel misst, mist Mist. Wozu sollen alle Daten gut sein? Muss alles zentral erfasst und geregelt werden? Wie geht es einfacher? Der Schimmel Gefahr in Räumen, wie Bad, etc. kann sehr einfach mit einem Raumtrockner begegnet werden. Solche Geräte gibt es für rund 100 €. Einstecken, die max. "Soll Feuchte" einstellen und fertig. Der Stromverbrauch liegt bei 150 W. Die Steuerung im Gerät reicht allein aus. Wird die eingestellte Feuchte überschritten, spring das Gerät an und trocknet bis das Soll unterschritten ist und dann schaltet das Gerät die Trocknung ab. Das mag man mit einem zusätzlichen Sensor überwachen, muss man aber nicht, denn das funktioniert (bei mir seit Jahren) problemlos.

Wenn mir Regelungen zu komplex erscheinen, versuche ich sie in kleine Regelstrecken aufzulösen. Zentrale Regelungen strebe ich nicht an, denn dann müsste ich ein rendundantes System parallel aufbauen, um beim Ausfall der primären Regelung nicht "im Dunklen" zu stehen.

Sicherlich kann man mit zentralen Regelungen andere Prämissen und Vorrang Szenarien programmieren. Doch macht es nicht immer Sinn. Wer Schimmel vermeiden will, macht das nicht von anderen Parametern abhängig (und hat dann plötzlich doch Schimmel).

Der Sicherungskasten hat gewiss jetzt erstmal Vorrang und danach überlege mal, welche Daten für welche Regelungszwecke genutzt werden sollen. Vielleicht geht es an einigen Stellen dezentral viel einfacher.

L.G.

nimm es nicht persönlich: wer viel misst, mist Mist. Wozu sollen alle Daten gut sein? Muss alles zentral erfasst und geregelt werden? Wie geht es einfacher?

Weil ich das so will. Siehe oben. Es gibt keine einfachere Möglichkeit an alle Daten zu kommen und dann später nen Abgleich zu machen. So ist es eine Investition. Ich kann so auch den Abgleich in der unteren Wohnung besser machen.

okay @roterfuchs

dann wünsche ich dir viel Erfolg und bin gespannt, ob es weitere Berichte geben wird.

L.G.

Du bist keine Erklärung darüber schuldig. Es klang für mich a bisserl danach, als hättest du Bammel vor Code, weil es Neuland ist, was mich ob deiner ganzen Forumsaktivität irritiert hat.
Ansonsten kann ich gut nachvollziehen, dass man manchmal schlichtweg keinen Nerv für die ganzen Kleinigkeiten hat. D.h. selbst wenn man es könnte, muss man nicht alles machen. Ich bin selbst so aufgewachen, dass man alles selbst macht, auf einem Bauernhof werden auch Dinge selbst erledigt, die man gar nicht dürfte. Dementsprechend schwer fällt es mir jetzt, sowas abzugeben, selbst wenn ich in der Zeit mit eigener Arbeit mehr Geld verdienen würde. Meine Erfahrungen mit Handwerkern sind aber auch durchwachsen.
Du kannst Dich sogar noch glücklich schätzen, wenn ich meiner Frau (jünger als ich) die Aufgabe mit Deye über USB geben würde, könnte ich mir große Augen anschauen :slight_smile: .

SmartHome muss Spaß machen.Und deshalb muss manches einfach mal out of the box ohne großes Rumgefummel funktionieren. Die Kunst ist, die richtigen Prioritäten zu setzen. Sicherungskasten - Prio 1.
SplitKlima - dass sie läuft um überhaupt zu temperieren und was einzusparen mag noch halbwegs wichtig sein. Aber dann läuft sie ja erst mal, Überwachung und Optimierung fällt dann unter Spaßfaktor. Die Leute vergessen oft die Geräte- und Stromkosten dafür, finanziell lohnt sich das manchmal überhaupt nicht.

Anhand das genannten Papiers lässt sich das auch besser planen und man muß nicht alles immer im Hinterkopf haben.

Und deshalb stimme ich dem auch nicht zu:

Man sollte sich schon vorher überlegen, was man alles machen möchte. Dann kann man die Infrastruktur und Komponentenauswahl danach auslegen, es muss ja nicht alles tatsächlich umgesetzt werden. Messen und Regeln sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Eigentlich hat man nie genug Messungen, irgendein Wert fehlt im Zweifel bei der Analyse immer. Je früher man mit den Messungen beginnt, desto besser. Die Anforderungen ändern sich übers Jahr (die Wandtemperatur bzgl. Taupunkt interessiert hauptsächlich im Winter) und man lernt, wo man noch Messungen bräuchte. Das Regeln kommt erst später, an einigen Stellen merkt man, dass man gar keinen automatischen Regelkreis braucht, weil. z.B. eine Telegram Nachricht an den manuellen Aktor “Frau, mach das Fenster auf” :smiley: , reicht. Ich habe allein >60 Temperaturmessungen in meinem EFH, die seit Jahren archiviert werden. Nur ein Bruchteil löst Aktionen aus (IR Messung Rauchrohr Kamin mit Telegram Nachricht “Holz nachlegen”), einige davon sind oder waren nur für Analysezwecke da. Über 1wire kostet das Stück aber auch max 5 EUR.

Die Spezifikation von @roterfuchs war hier auch sehr hilfreich und vorbildlich: >10 Sensoren (Kostenfaktor), räumlich verteilt (Kabel könnte aufwändig werden), Außen (wetterfest) waren schon wesentliche Kriterien.

@roterfuchs Gibt es derzeit noch eine Frage, wo man Dir konkret weiterhelfen kann? Bei Home Assistant bin ich leider raus.

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Generell tu ich mir schwer damit um Hilfe zu fragen. Sturheit ist ein Merkmal der Familie. Unangebracht, nicht jeder kann alles. Schwer zu überwinden.

Es klang für mich a bisserl danach, als hättest du Bammel vor Code, weil es Neuland ist, was mich ob deiner ganzen Forumsaktivität irritiert hat.

Mh Ärger. Weil soviel zu tun ist ärgert mich sowas. Man würde dafür einen längeren Zeitraum zum Verstehen benötigen. Ich habe zwar (momentan) viel Zeit, aber immer nur sporadisch und unberechenbar. Diese Woche z.B. Semesterferien in Österreich. Wieder beide Kinder zu hause. Also weniger Zeit. Dann mal was unten bei der Heizung einstellen (nicht meine) schon sind 3 Stunden weg, aber dann lohnt auch nicht wirklich nen Boden fliesen…

Die Leute vergessen oft die Geräte- und Stromkosten dafür, finanziell lohnt sich das manchmal überhaupt nicht.

Hab ich im Blick, daher auch die Zielsetzung nicht 10 Geräte zu 25-30€. Das ist einfach übertrieben.

Gibt es derzeit noch eine Frage, wo man Dir konkret weiterhelfen kann? Bei Home Assistant bin ich leider raus.

Ausgezeichnet, also da wo es das dann wäre. :wink:
Nein, also ich sehe, es wird wohl auf ein wenig Gebastel nicht drum herum kommen. Das Tasmota-Set aus Beitrag 11 wird es dann wohl. Das liegt ganz einfach daran, dass ich nicht in HomeAssistant an MQTT schrauben muss, wieder neue Software etc. pp. sondern einfach nur das Gerät einstellen, und dann seh ich die Daten. Der DHT11 ist dann zwar nicht so ganz genau, müsste für die Zwecke jedoch ausreichen. Theoretisch könnte ich später mal auf DHT22 umsteigen. 2 Stück kosten von irgendwo her versendet 3,6€ oder direkt dann SHT30.

Versorgt werden kann das dann von Steckdosen mit USB. Oder ne Steckdosenleiste mit USB. Das Zeug frisst ja nix, wenn ich da nochn Kabel hinmache mit ner Box und nem Widerstand. Geschenkt.

Hallo,
bin neugierig geworden und hab den DHT11 bestellt. Der ist leider nicht gerade genau. Man kann etwas kalibrieren, mit tempoffset und humoffset Befehlen in der Console. Doch mehr als -+10 geht nicht und der Messbereich ist auch sehr begrenzt. Wer noch bestellen will, sollte gleich zum DHT22 greifen.

L.G.

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Hatten wir angekündigt ;).
Laut Datenblatt ±5%RH und ±2℃.
Hast Du auf die Montage geachtet? Der Sensor muss außerhalb sein, damit er sich möglichst wenig erwärmt. Manche Sensoren sind zudem empfindlich bezüglich Spannungsversorgung.
Die Temperatur bzw. deren Ungenauigkeit ist ein prinzipielles Problem, weil sie großen Einfluss auf die relative Luftfeuchte hat.

Ich bin übrigens auch neugierig geworden und habe mir beim Ali Zigbeesensoren bestellt (Kombi-Knaller für 2,39EUR). Mal sehen, wann ich das einrichte.

@exiloesi

der Bausatz besteht aus 2 Platinen, eine mit dem ESP und eine mit dem DHT. Beide Platinen werden zusammen gesteckt. Die Stromversorgung erfolgt über 2 Extra Pins auf der DHT Platine und darf 5 V betragen. Auf der DHT Platine ist ein Spannungsregler auf 3,3 V für den ESP.

Bei mir hängt das Teil an einem 18650 Pack aus LMC Zellen, ca 3,8V. Stabil ist die Spannung. Verglichen wird mit einem TFA Messgerät. Das hat den viel besseren SHT von Senserion drin. Nach rund 2 Stunden waren immer noch große Abweichungen, so dass ich nun den Offset verstellt habe.

Nun warte ich mal 24h ab und schaue, ob es dann wieder Abweichungen gibt.

L.G.

Habe ich gesehen und unter dem Link ist zu sehen, dass der Sensor nach außen gebogen werden muss.

Nicht unbedingt "darf". Das Datenblatt sagt 3-5V. Ich dachte eher an zu geringe Spannung aber das scheint ok zu sein. Ich habe eine CO2 Sensor, bei dem verdoppelt sich der Messwert schon mal, wenn die Spannung unter 4,5V sinkt. Im Datenblatt des DHT steht auch, dass ein 100nF Kondensator hilfreich sein könnte - k.A. ob sowas verbaut ist.
Für den ESP dürfte es allerdings ziemlich knapp werden, ein typischer Spannungsregler (AMS1117) hat eine typ. dropout voltage von 1,2V, d.h. die Eingangsspannung müsste für stabile 3,3V bei mind. 4,5V liegen. Es gibt aber auch LDO mit <0,5V dropout, was aber noch immer knapp sein kann.

Gemessen mit Oszilloskop am ESP? Problematisch sind die Peak-Ströme z.B. bei WLAN-Kommunikation. Bei dünne Leitungen kann die Spannung dann schon mal zusammenbrechen,

danke für den Tipp. Die Messwerte sehen gleich anders aus. Nun hab ich den Offset für beide Werte angepasst und warte mal, bis sich alles akklimatisiert hat. Das Packet kam heute morgen bei minus 8 Grad, gelagert war es wohl minus 14 Grad. Das war mit die kälteste Nacht seit vielen Jahren.

Ciao

erstes Fazit DTH11 ist nur ein grobes Schätzeisen. Hab ihn gegen den pin-kompatiblen DHT22 ausgetauscht (gelötet). Der ist schneller, genauer und die Konfiguration ist genau so einfach. Hab als Gerät AM2301 gewählt.

Nun soll noch der deutlich bessere SHT folgen. Habe eine sehr günstige Quelle gefunden:

Der WEMOS D1 mini ist die Basis. Tasmota muss ich wohl selbst drauf spielen, kostet aber nur 2,17 € und es gibt einen USB Anschluss. Das passende SHT30 Modul kostet 5,70 €, mit Versand sind es 9,77.

Was lerne ich daraus: besser erst gründlich recherchieren, dann kaufen. Und was habt ihr davon: eine preiswerte Quelle für einen guten Sensor. Mein Test wird folgen.

L.G.

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So ungefähr. Danke jedenfalls, dass du das mit uns teilst. Wenn du mit dem Testen fertig bist und alles klappt guck ich es mir an. Mein nächstes Projekt ist erst einmal der Sicherungskasten, 12 LSS muss ich verlegen um die Wirkleistungsbeschränkung einbauen zu können. Wenn dann wieder Zeit ist wird das angegangen.

Danke für Deine Recherchen! Auch den Link oben (3. Feb) fand ich sehr interessant.

@roterfuchs

Hallo in die Runde,
wie versprochen berichte ich über meine kleinen Versuche mit den o.g. Bausätzen mit DHT und SHT auf ESP8266 Basis mit Tasmota.

Fazit vorweg:
Für die vom TE gestellten Anforderungen: 20 Sensoren, teils im Außeneinsatz und Batteriebetrieb sind beide nicht geeignet ohne weitere zusätzliche Bauteile.

Im Detail:

  1. DHT 22
    Der DHT 11 ist vom Messbereich und der (Un-) Genauigkeit gleich ausgeschieden. Der Bausatz mit dem DHT 22 kostet kaum mehr. Er ist schnell zusammen gesteckt. Wer ein Kabel mit passendem Stecker hat, braucht den nur mit der Stromversorgung zu verbinden und schon geht es los: Tasmota Anmeldeprozedur ist schnell erledigt, dann folgt die Einrichtung, die auch schnell erledigt war.

Vorteil:
einfache Einrichtung!

Nachteile:

  • Der DeepSleep Modus des ESP8266 kann nicht genutzt werden, da der D0 (GPIO16) Kontakt nicht nach außen geführt ist. Das wäre aber nötig, damit die real-time-clock den ESP nach der voreingestellten Zeit aufwecken kann. Dazu kommt eine LED als Betriebsanzeige, die ständig leuchtet.

– Der Sensor ist nicht kalibriert, was mittels Tasmota mit den Befehlen „tempoffset“ und „humoffset“ erfolgen kann.

  1. SHT
    Es beginnt mit „Löten“. Die mitgelieferten 4 Stück 8 Pin Stift und Buchsenleisten hab ich angelötet (was nicht unbedingt klug war). Dann zusammen stecken der beiden Platinen. Die Stromversorgung erfolgt über die USB Mini Buchse.

Nun musste erst einmal Tasmota geflasht werden. Achtung: es passt nur die „Tasmota-sensors.bin“ in den kleinen ESP Speicher. Mit dem entsprechenden CH340 Treiber am PC kann das offline mit dem „Tasmotatizer“ erfolgen (USB sei dank) oder in der online Variante geht es OTA.

Vorteile

  • hohe Messgenauigkeit, schnelle Messungen sind möglich, Sensor reagiert sehr viel schneller als die DHT Varianten

  • Der D0 Pin ist herausgeführt und kann schnell mit RST verbunden werden, dann geht DeepSleep mit automatischem Starten und ständigen Wiederholungen.

Nachteile:

  • Viel mehr Zeitaufwand bis zur Nutzung!

  • Der USB Umsetzer Baustein läuft mit 15 mA weiter, d.h. der DeepSleep Modus senkt den Verbrauch leider nicht ausreichend!

  • Über die 16 Pins wird einiges an Wärme an die Aufsatzplatine mit dem SHT Sensor abgegeben. Da nützt die beste werksseitige Kalibrierung nix!

Besser wäre es gewesen, nicht 32 Lötpunkte zu verbinden, sonder nur die 4 benötigen Pins mittels Kabel zu verlöten. (Werde ich noch mal in Angriff nehmen). Die Abweichungen von meiner Referenz beträgt 1,8 Grad. Wenn ich den DeepSleep Modus wähle, sinkt die Differenz auf 0,6 Grad. Das verwundert nicht, denn die Abwärme des USB Umsetzers (CH340) bleibt ja erhalten.

Zum Batterie Betrieb:

Mit zusätzlicher Hardware könnte es gehen, z.B. mit „Adafruit TPL5110“. Der würde dann in die Stromversorgung gelegt und sie abschalten. Dazu braucht er ein „Abschaltsignal“, dass über einen Ausgang des kleinen DHT/ESP Platinchen erreichbar ist; ein Platine kostet um 5€ und verbraucht nur wenige uA, also fast nix. Die Dauer der „Sendepause“ wird entweder mit einen Poti eingestellt oder per Widerstand.

Der entsprechende Pin ist in beiden Bausätzen (SHT und DHT) herausgeführt und da dann die beiden Platinen komplett stromlos geschaltet werden, stört der unnötige Stromverbrauch in der Pausenzeit nicht.

Lohnt das?

Beide Module kosten ca. 8 € je Stück, dazu kommt 5 € für den TPL5110, macht schon 13 €. Dann braucht es einen Batteriehalter und ein Gehäuse. Das sollte einerseits den ESP vor Witterungseinflüssen schützen und anderseits dem Sensor genug „Umluft“ ermöglichen und schließlich ein gut erreichbares Batteriefach haben. Ich hab danach nicht gesucht und vermute, unter 5 € wird es nicht zu haben sein. Dann lägen die Kosten schon bei 18 € je Stück Messgerät. Für das Geld kann man schon kommerzielle Sensoren erwerben.

Erfahrung mit ChatGPT:

Bei der Einrichtung der Tasmota hat mir die KI recht gut geholfen. Bei den Fragen um den Batteriebetrieb kam der Tipp mit dem TPL5110. Hier und da kamen fehlerhafte Auskünfte, so wurde der Stromverbrauch des CH340 zunächst „übersehen“. KI kann die Suche sehr erleichtern, doch das eigene Denken kann sie nicht ersetzen!

Abschließende Meinung zu Projekt der 20 Sensoren

Die meisten kommerziellen Anbieter von funkgesteuerter Sensorik für Hausautomation verwenden aus Gründen des Stromverbrauches kein WLAN. ULE Techniken werden eingesetzt, um lange Batterielaufzeiten zu erreichen. Wie viele WLAN Geräte das hauseigene WLAN verträgt, ist auch eher ungewiss.

Und so habe ich die KI nach einer Empfehlung für das 20 Sensoren Projekt gebeten. Hier die Empfehlung:

Typisches Setup für dein Projekt (20 Sensoren)

Hardware:

  • Mini-PC oder Raspberry Pi
  • Zigbee USB-Dongle (~25 €)
  • 20 Zigbee Sensoren (~12–15 €)

Software:

  • Home Assistant oder ioBroker
  • ZHA oder Zigbee2MQTT

Kosten:

  • ca. 250–320 € gesamt“ / Zitat Ende/

Tatsächlich gibt es den SONOFF SNZB‑02P für 10,70 € pro Stück, also weniger Kosten als bei der Eigenbau Lösung entstehen dürften.

Und es kommt noch besser. Der verbaute Sensor ist der SHT40, der noch genauer misst, als der SHT30 aus dem Bausatz. Der Sonoff soll mit einer Batterie 4 Jahre laufen, auch wenn es eine teure CR2477 Zelle ist (ab 4€). Bei unserer Bastellösung wären wir schon über 6 Monate glücklich gewesen (3 AA Batterien).

Mich motivierte der reine Spaß am Basteln und recherchieren, da ich keine 20 Sensoren benötige. Meine TFA Basis mit 4 Außensensoren dient der reinen Überwachung kritischer Räume. Die Basis hat einen Alarm Ausgang und selbst den nutze ich nicht. Im Rahmen meiner Recherchen fand ich dann auch tatsächlich 868 Mhz Adapter, mit denen das TFA Funknetz belauscht werden kann. Doch scheint es speziell für mein Gerät keinen fertigen Software Adapter zu geben. Wenn ich nun den Bedarf des TE hätte, würde ich nach fertigen Lösungen suchen, so wie die o.g. Zigbee Variante.

Tasmota ist toll und sehr vielseitig, WLAN und Batterie Betrieb passt aber nicht gut zusammen. Wenn es ohne Batterie möglich und unbedingt Tasmota sein soll, würde ich den SHT wieder wählen und mir die 32 Lötpunkte sparen, um ESP und SHT Platinen weiter von einander zu plazieren. Ein Stück Flachband mit 4 Adern kostet fast nix und nur noch 8 Lötpunkte setzten. Wahrscheinlich würde ich mit den ESP32 zu legen, da der Speicher vom D1 Mini schon zu klein für die aktuelle Tasmota Version ist.

Ich hoffe, dein Sicherungskasten ist bald i.O. Dann magst du überlegen, was für dich und deine anspruchsvolle Steuer- und Regelungstechnik das Richtige ist.

Ciao

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Da der Mini-PC sowieso vorhanden ist wäre der schonmal nicht nötig. Home Assistant läuft auf dem in einer Box.

Das bedeutet da muss ein Zigbee Adapter her, der muss dann in HomeAssistant angemeldet werden. Die Sensoren lassen sich dann über MQTT wie bisher Tasmota dort einfügen. Da das Projekt nicht nur für mich interessant ist, sondern auch für den weiteren Hausmitbewohner und der bald eine Wärmepumpe bekommt werde ich darüber nachdenken ob wir nicht so machen, dass derjenige die Geräte beisteuert für den hydraulischen Abgleich. Evtl. lässt sich so der optimale VL-Punkt der Heizung herstellen, mir wäre schon lieber die liefe auf Witterungsgeführt als über einen Festwert. Entscheidend und wichtig ist, dass die Wärmepumpe mit 2°C VL Überschuss läuft wenn alle Heizkörper auf 3 gedreht sind. Damit man die Räume bei der Einstellung 5 um 2°C überheizen kann. Dafür muss die aber erst einmal längere Zeit laufen, damit die Außeneinflüsse sichtbar werden. Und jeden Tag 20 mal Thermometer ablesen ist auch zu lästig. Vor allem weil ich weiss wer wieder laufen müsste…

Dann habe ich den Spaß mit der Hard/Softwareumsetzung und dem hydr. Abgleich, die Kosten trägt der Empfänger. Nach der Kalibrierung geht die Hardware zu uns. Für dasselbe.

Danke für die ganze Mühe und Bastelei, und dass du das so ausführlich hier beschrieben hast. Das wäre aber nur für mich nicht nötig gewesen.

Moin @roterfuchs

gern geschehen - aber nicht nötig - ich hab es für meinen Forschergeist gemacht und du hast ihn mit deinem Beitrag geweckt.

L.G.

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