Nachdem nun die Funksteckdosen tadellos in Home Assistant funktionieren und in einem abgeschotteten WLAN mit Wechselrichter und Notebook kommunizieren können, benötige ich nun Temperatur/Luftfeuchtesensoren am besten für Tasmota.
10 Stück möchte ich innen verwenden, am liebsten mit was, was ich aufladen kann. 9V Block, 2x1,5V Akkus. Aber ich verbaue auch was mit 5V und leg nen Kabel zu nem USB-Adapter.
Außen will ich 5 Stück verbauen. Einfach damit ich einmal ums Haus jede Seite die Außentemperatur messen kann und bei der Südseite einmal im Schatten und einmal mit Sonneneinstrahlung an der Fassade.
Mir fällt da nur das hier ein (ohne es selber im Einsatz zu haben):
Kann zumindest optional mit USB-C als Stromquelle betrieben werden. Sonst wirst Du damit aber wohl nicht glücklich, mit vier (!) 1.5V Batterien, die nur ein Jahr halten oder vielleicht auch nicht ...
Ne ESPHome Bastellösung mit Akku für outdoor war mir bisher auch zu viel Gefrickel. Inhouse hab ich da diverse Sensoren verbaut.
Auf keinen Fall diese Shellys kaufen! Die Teile sind Elektronikschrott.
Ich hatte 3 dieser Teile, zum Glück aus einer Tibberpromo. Nach nicht mal einem Jahr sind zwei kaputt nach Batteriewechsel, kleines Bauteil neben Schalter verschmort.
Aber auch so sind sie unbrauchbar um etwas regeln/steuern zu wollen. Wlanreichweite ist unterirdisch, Aktualisierung der Werte sehr verzögert, grosse Temperaturabweichung zwischen den 3 Geräten, gesendeter Wert und Displayanzeige unterschiedlich, groß und schwer, Batterien halten trotzdem mit Mühe nur 6 Monate, Einrichtung an entfernten Orten, Updates und Einstellungen ändern sehr schwierig, da Knopf im Innern gedrückt werden muss und die Teile danach nur 30sec Online bleiben.
Mein Tip, gehe auf irgendetwas mit BT. Die Teile brauchen nur CR2023 oder 2 AAA und laufen damit 2-3 Jahre.
Guter Einwand, aber nicht zwingend ein Ausschlußkriterium. Wie ich gelesen habe kann BT5 BLE mit LongRange bis zu 100m. Ich besitze aber leider nicht solch Geräte um Erfahrungen zu teilen.
Ich bin bei der Lösung Shelly Plug/PM gelandet. Ab Gen2 haben viele Wlan Shelly einen BT-Gateway integriert und da bei mir diese Shellys im ganzen Haus verteilt sind, sind auch die Daten der BT-Home Sensoren im ganzen Heimnetz verfügbar.
Ich habe keine Ahnung wie ich das in Home Assistant integrieren kann. Bzw. auch nicht, wie ich das am Notebook testen könnte welche Bluetooth und wie ich das einbinde etc. pp. Da wird mir dann wohl nichts als die Bastellösung oben übrig bleiben. Nur sind dann ebenfalls um die 25€ für 2 nackte Platinen + Temp/Feuchtesensor weg. Das ist schon happig.
Ich bin auch gegen WiFi, Tasmota halte ich dann doch ein wenig für overkill, nicht nur wegen des Stromverbrauchs. So toll sind Sendeleistung und Antennen der ESP oft nicht und ich habe an einigen Stellen im Haus durchaus Probleme. WiFi möchte eigentlich auch durchgängig verbunden sein, der häufig Verbindungs(wieder)aufbau kostet strom.
Als Alternativen sehe ich als lokale Lösung das gute alte RF (meistens 433MHz) oder ZigBee. Für beides sollte es entsprechende Brides oder Gateways geben, die man in Home Assistant einbinden kann. Wenn nicht direkt, geht es ev. über MQTT. Also nach RF-bridge oder ZigBee-MQTT gateway suchen. Ob jetzt über USB am homeautomation-Server oder als separates Gerät ist dann Kosten- und Geschmacksfrage.
Ich selbst habe FHEM und empfange und sende mit einem sduino (Arduino + Funkempfänger 433MHz = RF to USB bridge). Meine ca. 10 Funksensoren sind eine Mischung aus Funkwetterstationen von Aldi, Lidl und Hofer. Im Angebot schafft man es dann auf 5-8EUR/Sensor (inkl. nicht benötigter Basisstation); 2xAAA alle 1-2 Jahre im fertigen Außengehäuse. Die schwarzen zeigen bei Tageslicht aber oft zu hohe Temperaturen an. Für die Auswertung ist es eine Herausforderung, weil man nur 3 Kanäle einstellen kann. Den Rest muss man über weitere IDs ermitteln, die sich bei Batteriewechsel ändern. Langfristig halte ich es dennoch für robust, da ist nichts verschlüsselt, Protokolle für neue Produkte kriegt man implementiert. Man glaubt gar nicht wie viele Geräte so in der Nachbarschaft senden. Das könnte auch ein Nachteil sein, ich könnte wahrscheinlich herausfinden, wann die Nachbarn z.B. ihre Zimmer heizen. Ich halte Temperaturdaten jedoch für weniger schützenswert als anderes. Die Reichweite ist also auch in der Praxis ganz gut (433MHz gehen besser durch viele Materialien als die 2,4GHz von Wifi, BT und Zigbee).
Bei Zigbee muss man Pairing betreiben, aber dann bleibt die Zuordnung wohl eindeutig (außer die Geräte verlernen das). Hängt auch ein wenig von deinem restlichen zuhause ab: Hinter vielen heutigen Funklösungen im SmartHome verbirgt sich Zigbee und mit entsprechender Firmware kann man dann auch anderes steuern (Licht, Thermostate,…).
Die Sonoff RF Bridge kann man wohl mit Tasmota flashen, die Beiträge dazu sind aber relativ alt. Tasmota hat überhaupt das Problem, dass die Chinesen auf Tuya setzen, die Plattform darunter ist aber meist kein ESP mehr. Für Unabhängigkeit ist da inzwischen OpenBeken das Stichwort.
Noch ein Wort zu den Sensoren: Gerade im Außenbereich sollten die Feuchtigkeitssensoren mit kondensierender Feuchtigkeit zurechtkommen oder zumindest durch Membrane davor geschützt werden. Der AM2301 ist das neben seiner Ungenauigkeit nicht, beim BMx280 bin ich mir nicht sicher. DIe Chinesen verwenden inzwischen HTU21, HDC1080 und ähnliche (alles I2C). Was in den fertigen Außengehäusen steckt, weiß ich allerdings nicht. Es gibt meist auch robustere Varianten.
Hallo,
ich bin mit WLAN und Tasmota glücklich. Eine preiswertere Variante mit ESP und einem DTH 11 Sensor für Temp. und Feuchte kostet dort knapp 8€.
Vielleicht geht es noch günstiger. Eine andere Art, den Aufwand zu senken, sehe ich in der Anzahl der Sensoren. denn im Außenbereich finde ich 5 Feuchtemessungen etwas übertrieben. Und bei den Temp. Messungen werden die Sensoren, auf die Sonnenlicht fällt, völlig überhöhte Werte übermitteln.
Die Anregung von @exiloesi finde ich gut, hab aber keine Ahnung, wie man das Einbinden kann. Hab eine TFA Dosmann Zentrale, die mit den Außensensoren auf 866 Mhz kommuniziert. Die 2 AA Zellen halten ein Jahr und mehr, allerdings liegt ein Außengerät bei ca. 20 €.
L.G.
P.S. heute geht hier ein starker sehr kalter Wind, der die Heizlast spürbar erhöht. Da wäre ein Windmessgerät nicht verkehrt, wenn die VL automatisch nachgeführt werden soll. Hab ich natürlich nicht und so mache ich es manuell.
Das sieht schon besser aus. Ja, die Innengeräte, da reicht sicher der DHT11 aus. Komme weder unter 0° noch über 40°. Feuchte ist nur ein Richtwert. Wenn wirklich was im argen läge wird dann genauer gemessen und Abhilfe geschaffen. 8€ ist ok, und mit nem 5V Netzteil wirds nen 10er. Gehäuse lässt sich sicher was basteln.
Außen eines mit Luftfeuchte wäre sinnvoll. Die 5 sind deswegen weil eben die Südseite separat gemessen werden soll direkt an der Hauswand, die anderen 4 ums Haus wegen besserer Außentemperaturerkennung. Da bin ich einmal bei der Wand mit 2 Klimasplits, einmal bei der Wand mit den 3 Klimasplits, einmal von der Straße aus. Ist also schon sinnvoll.
Eben, ich habe auch keine Ahnung wie ich das anbinden kann. Bei Tasmota geht es aber.
Der DHT11 ist ungenauer als AM2301 (DHT21), nur zur Info. Man könnte bei Ali stöbern, ob es die anderen Sensoren auch als Aufsteckplatine gibt. Alternativ geht es auch mit Standardmodulen und Jumper-Kabeln (wenn man nicht löten möchte).
Günstig ist relativ, denn das verlinkte Modul braucht dann zumindest draußen in jedem Fall noch zusätzlich eine Stromversorgung und ein Gehäuse, das ist oft aufwändiger als das bisschen Elektronik. Bei Ali kosten die Dinger aber auch nur die Hälfte.
Normalerweise kommunizieren nur die Außensensoren, indem sie ihre Messwerte regelmäßig und bei Änderungen senden. Auch für das 86xMHz Band gibt es Funkmodule. Die Frage ist eigentlich nur, wie variabel die Sensoren sein sollen und wie und bastelaffin man ist.
Vorsicht! Der ESP (-01) verträgt nur 3,3V. Die ESP32 Boards mit USB Anschluss haben eine Spannungsregler drauf und im verlinkten Produkt vermutlich das DHT-11 Board.
Netzteil in der Nähe ist besser, der ESP hat bei längeren (>1-2m) Kabeln mit kleinem Querschnitt schnell Probleme mit dem Spannungsabfall bei Stromspitzen (WiFi senden).
In den IG findest Du vielleicht sogar schon nutzbare 5V.
Ich bedanke mich für die unbeabsichtigte Anregung. Bei meiner Split-Klima Montage wird also noch ein extra Signalkabel (Telefonleitung) eingezogen. Das hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.
Aufgrund der Temperaturdifferenzen kann man damit nebenbei rückwärts auf Wind schließen (volle Sonne und trotzdem kaum Differenz = viel Wind) ;-).
Im Home-Assistant Forum hast Du schon gesucht? Ich kann leider nur für FHEM sprechen, die Protokolle (wie z.B. MQTT) sollte aber jede ha-Software beherrschen und meist gibt es einige Beiträge zu den unterschiedlichen (genannten) Möglichkeiten.
wenn es was Genaues werden soll, würde ich zu den SHT Sensoren greifen. Die reagieren schneller (bei Feuchte wichtig) und messen genauer. Aber sie kosten auch deutlich mehr.
Also ich habe die Wahl. Tasmota wäre für mich am einfachsten, bekomme da aber entweder das Bastelset oder 30€ pro Sensor. Sind nur für erst einmal innen 300€.
Alternativ auf Zigbee. Dann benötige ich einen Hub um die Geräte einzubinden wenn ich das richtig verstehe, bekomme dann die Temperatursensoren für 7-10€ das Stück. Also insgesamt 150€.
Nun habe ich mich schon mit Tasmota und HA schwer getan. Tasmota läuft über den vorhandenen Router zu einem Notebook mit Home Assistant in einer virtuellen Umgebung. Nun müsste also der ZigBee Hub auch in dieses Wlan (hat kein Internet!) und die einzelnen Geräte wiederum an den Hub.
Wenn Du doch bastelst, würde ich einfach direkt mit ESPHome was machen. Den nötigen Code (Configuration was man hat, keine wirklicher Programmcode) liefert Dir jede Suchmaschine, brauchst Du noch nicht mal ein LLM. Daraus ausführen Code zu machen und auf die ESPs zu laden macht alles Home Assistant. Bei simon42 gibts sicherlich auch schöne Videos dazu.
Ne ich will nicht basteln. Die Zigbee Sensoren bekommt man in ner Box fertig für nen 10er. Kalibrieren kann ich sie in HA. Ne, kein Code! Bitte kein Code!
Mir wäre es mit dem Extra Hub und noch ein Protokoll zu blöd und die Beschäftigung mit ESPHome schafft mir Flexibilität, aber bei der Zahl Deiner unabhängigen, räumlich verteilten Sensoren ist was mit Batterie und fertig statt fliegenden Kabeln und am Ende noch günstiger sicherlich die bessere Wahl.