Taktung Aquaera WH-MDC07J3E5

Danke für den Input.

Die Vorlauftemperatur regelt die WP über Außentemperatur. Ja, die Pumpendrehzahl liegt aktuell mehr oder weniger am Leistungsminimum. Wenn ich sie nicht auf Fixwert stelle, regelt die WP automatisch auf das Niveau runter. Das Delta T habe ich so als Empfehlung für Heizkörper übernommen (leider keine FBH, nur HK).

Einen Wärmemengenzähler an sich habe ich nicht mehr im Heizkreis, ich kann es aber von den Daten, die mir die WP durch Haishamon liefert ableiten. Könnte tatsächlich sein, dass das Haus einfach gerade nicht so viel braucht. Das Problem ist, dass das Erdgeschoss am schnellsten “auskühlt”, das OG und DG hingegen den Tag über ohne Heizung auskommen. Und das EG nimmt dann nur ca. 600W ab (aktuell hat es 15 Grad). Ich fürchte auch, dass ich, zumindest in der Übergangszeit, nur schwer an einem kleinen Puffer vorbei komme…

Ich habe bzw. hatte an jedem HK digital gesteuerte Thermostate mit aktiver Kindersicherung :wink:
Da stellt niemand dran rum. Ich habe die Thermostate absichtlich in den Schlafzimmern/Kinderzimmern gelassen, weil die sonst zu warm werden. Der VL muss hoch genug sein, dass das Erdgeschoss warm wird. Die Kinderzimmer haben kaum Heizbedarf und würden überheizen, wenn ich sie offen lasse. Deshalb lasse ich hier die Thermostate. Sollte es doch mal kälter werden, dann stellt meine Automation in HA diese weiter auf :slight_smile:

Danke. Der Ansatz klingt wirklich cool. War auch schon am überlegen, ob ich nicht irgendwie über die Steuereingänge Einfluss auf das Heizverhalten nehmen könnte. Für meine aktuelle Situation doch etwas umständlich umzusetzen, aber muss ich mir auf jeden Fall merken :smiley:

Macht es dann Sinn, den Volumenstrom zu fixieren? Besser hoher Volumenstrom oder niedriger?

Das bringt dir aber nichts wenn du nicht weisst, welche Heizleistung du benötigst. Du brauchst erst einmal einen hydraulischen Abgleich damit du bei der Nutzung der Wärmepumpe oben und unten in den Räumen die richtige Temperatur hinbekommst.

In der Regel versucht man, den Volumenstrom so hoch wie möglich zu wählen, ohne das die Strömungsgeräusche nervig werden. Hintergrund: Je höher der Volumenstrom, um so höher die Rücklauftemperatur und damit steigt das Temperaturniveau bei den Heizkörpern. Man kann dann mit niedrigerer Vorlauftemperatur mehr Wärme reinbringen. Und das nützt dem COP.

Das mal so ganz allgemein, bei konkreten Wärmepumpen kann es aus Mangel an sinnvollen Reglereinstellungen wieder andere Gründe geben, es anders zu machen.

Die richtige Temperatur habe ich ja, soweit es mit den Heizkörpern einstellbar war. Die Heizkörper in den Kinderzimmern lassen sich nicht weiter runter regeln. Deswegen bleiben hier die Thermostate. Abgleich wurde gemacht.

Das Haus wurde mit etwa 7 kW für die kältesten Tage hier berechnet (-12 C).

Deine Heizkörper sind abgestimmt. Aber im EG kühlt es schneller ab. Aber im EG benötigst du nur 600W. Wie geschrieben, die Wärme wird sicher nicht gebraucht. Die WP kann 2000-2500W liefern an Wärme, aber die Bude braucht nur 1500-1700W. Also geht sie 15 Min. aus. Der Puffer kann das reduzieren aber im ernst: Später taktet sie dann nicht mehr, dafür hast du Verluste durch den Puffer. Was du also an takten einsparst, gibst du dann an Mehrverbrauch aus. Ich pers. würd sie takten lassen. Oder erst dann einschalten, wenn sie nicht mehr takten muss. Ab 10°C außen o.ä.

Die Werte für ein saniertes Haus sind doch echt super!

Bei meiner Leisha dachte ich anfangs auch, ich müsste noch optimieren – aber am Ende war das gar nicht nötig.

Deine Heizkurve ist für den COP ein echter Traum.

Die meisten Anlagen kommen da gar nicht ran.

Mein Erfahrungswert: Lass die Pana einfach machen.

Wenn du noch etwas feilen willst, arbeite höchstens am ΔT (bei uns sind’s am Ende 2 K) – und gut ist.

Ist es denn von der Physik überhaupt denkbar, dass sie anders arbeiten könnte? Die Minimalmodulation ist ja klar definiert, vermutlich irgendwas mit 2-3kW Wärme. Daran kann man nichts ändern. Irgendwann muss sie auch abschalten, damit es nicht zu warm wird, das ist auch ein klarer physikalischer Zusammenhang. Und dann muss sie auch wieder einschalten, damit es nicht zu kalt wird. Und da wäre die Frage: Springt die zu früh an, hättest du also noch Spielraum, dass sie länger aus sein dürfte?

7kW bei NAT bedeutet am Tag 7kW*24h= 168 kWh.

Die Jeisha kann, wenn sie bei hohen AT sehr effizient läuft kaum unter 3 kW abgeben, das wären in 24 h 72 kWh. Und diese Wärmemenge benötigt das Haus vllt bei 5-7°C AT.

Ist die AT höher und das Haus benötigt weniger als 72 kWh am Tag , so muss die Jeisha zwangsläufig pausieren, d.h. takten. Und da ein Haus typisch träge ist schadet es nicht, wenn eine Pause 1-3 h andauert. Leider organisiert die Jeisha das nicht selbst! Lange Pausen dienen auch der Effizienz, denn wenn die 150 l Heizungswasser in der Pause auf 23° C abgekühlt sind und ihre Wärme an das Haus abgegeben haben, dann erfolgt das Aufheizen zu Beginn mit hohem COP, ähnlich dem Betrieb von FBH. Die Laufzeit bis zum nächten Abschalten ist damit länger.

Mit den 6 Zeitprogrammen am Tag kommt man leider nicht weit, daher macht es schon Sinn an entweder den SG Eingang oder den Standby Eingang zu nutzen, um die Jeisha zur Ruhe zu zwingen.

Häuser die mittelmässig gedämmt sind haben schon das Problem, das man temporär gern nur einen Teil des Hauses beheizen möchte (bei mir ist es die Nordseite) . Mit einer sehr guten thermischen Hülle ist das gar nicht notwendig. Deshalb machen strangVentile oder Thermostatventile durchaus Sinn und die WP muss damit klarkommen dass der Durchfluss temporär je nach Jahreszeit auf 60% des Maximaldurchflusses abgesenkt wird. Aber auch hier ist das Problem, dass die 3kW im beheizten Teil des Hauses untergebracht werden müssen. Und da die Jeisha leider so programmiert ist, die Soll VLt schnell zu erreichen ist es nicht trivial, die Heizzeiten zu verlängern. Mit dem Puls Pause Prinzip funktioniert es dann wenn man die Ziel VLT in der Übergangszeit anhebt.

Leider haben es die Programmierer der WP nicht verstanden, dass es eigentlich darum geht die Tagesheizlast zu decken und dazu nicht mehr als 6 Schaltzyklen zu verwenden. Das starren auf die VLT ist sehr wenig intelligent.

Faktisch muss man bei einer Heizlast, die kleiner als die Modulationsgrenze ist auf PWM = Takten wechseln und das macht die Jeisha leider nicht gut.

Meine Maschine hat incl der Abschaltungen beim Abtauen über die letzten 2 Jahre eine Laufzeit von 1,4 h je Einschaltvorgang. Besser habe ich es nicht hinbekommen.

Beste Grüße

MIKA

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Da die Wasserpumpe der Panasonic bis zu 150..160W el. Leistungsaufnahme haben kann, ist ein konstant zu hoher Pumpenstrom durch fixe Drehzahl eben nicht zu vernachlässigen.

und eine konstant eingestellter Volumenstrom bedingt dann ggf. ein zu hohes deltaT bei höheren Leistungen.

Ein fixer Volumenstrom verhindert auch das Schnüffeln mit 10l/min in den Heizpausen, die läuft dann einfach weiter mit zu hohem Volumenstrom und unnötig Stromverbrauch.

berechne erstmal, wieviel länger die Takte werden, wenn du da einen kleinen Puffer einbaust….

Da bist du im Mittel über die Heizperiode doch sehr wahrscheinlich locker drin, da sie bei ein paar Grad geringerer AT dann durchläuft. (wo auch immer diese Zahl herkommt).

Siehe oben, der Zähler der Panasonic taugt für Taktzählungen nicht.

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Ja. Tatsächlich habe ich bei den aktuellen Temperaturen relativ viel Spielraum. Die WP kann ja leider die Hysterese nicht einstellen und steigt bei 3-4 Grad Differrenz zur Zieltemperatur wieder ein. Die Räume sind in der Zeit aber kein Grad kälter geworden. Deswegen lass ich das momentan vom Home Assistant steuern. Der schaltet die,ein paar Minuten nachdem der Kompressor keinen Strom mehr zieht (leider gibt es keine Metrik, die den Status anzeigt), aus und schaltet sie erst wieder ein, wenn mir die Räume melden, dass es so langsam wieder gebraucht wird. Diese “Thresholds” hängen davon ab, wo der Raum im Haus liegt. Im EG muss ich früh genug wieder anfangen, damit der nicht zu weit abfällt. Im DG hab ich hingegen alle Zeit der Welt. Und da kommen wir dann wieder auf die Thermostate zurück. Ja, die WP mag es gerne offen. An einem sonnigen Tag brauch ich die Heizkörper im Dach aber nicht und dann gehen die zu. Von den 10 HK im Haus sind eigentlich nur die zwei im EG und der im Bad (OG) immer auf. Der Rest nur ab und zu. Zumindest war das so vor der WP. Jetzt muss ich halt schauen.

Danke. Es ist halt wirklich ein ein und aus gerade. Insbesondere wenn es wie gestern etwas sonniger ist. Dann braucht das DG und zu Teilen das OG nichts, sehr wohl aber das EG. Nur ist das halt weit unter dem, was die WP mindestens liefert.

Das Delta T scheint sich da nicht wirklich auszuwirken. Habe auf eine Empfehlung hin ein großes DT gewählt, um eine größere Hysterese zu provozieren, aber das interessiert die nicht. Bei kleinerem DT ist sie näher an dem, was sie normal fährt, aber dadurch werden die Zyklen sogar noch kürzer.

Sobald sie anfängt abzutauen, wird dich diese Methode, einen Haufen Strom (Geld) kosten.

Der Herbst jetzt ist viel zu bedeutungslos, am Jahresgesamtstrom, um da viel Klimbim zu betreiben.

Bei mir läuft sie z.Z. ganz einfach 4-6 Stunden am späten Nachmittag durch und dann wieder 16-18 Stunden aus. Selbstverständlich würde das nicht mit Thermostaten in irgendwelchen Räumen funktionieren. Aber die HK-Lüfter laufen auf vollen 12V damit die Wärme weg kommt ohne zu takten.

Aber Du sammelst ja Erfahrungen … das wird schon. :wink:

Wenn die 4h durch laufen würde, wäre das cool :upside_down_face:

Bezüglich Lüfter: ich habe Mal etwas deine Posts dazu im Forum quer gelesen. Was für ein Netzteil benutzt du zum ansteuern der Lüfter?

Was gerade noch rumlag. Tendenz geht aber zu dem hier:

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Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass wir selbst erstaunt darüber sind, wie wenig wir eigentlich heizen müssen. Dafür dass wir jetzt nicht allzu kompliziert gedämmt haben (von innen an Außenwände und Dach) und sonst nur die Fenster erneuert haben. Die Bodenplatte ist beispielsweise ungedämmt - deswegen ist das EG auch kälter. Ok, die Geschossdecken in der vorderen Hälfte vom Haus sind neu und ebenfalls gedämmt. Aber auch keine Abluftanlage mit Rückgewinnung oder so. Wir lüften ganz klassisch.

Letzten Winter kamen wir auf etwa 7600 kWh auf ca. 6 Monate Heizperiode. Und die Ölheizung lief extrem ineffizient, weil viel zu Heiß für den Bedarf im Haus. Also hat die auch extrem viel getaktet. Die lief meist nur 5 Minuten, dann war das Wasser warm genug. Möchte der Brenner so gar nicht.

Bin echt gespannt, wie das mit der WP läuft. So, wie der Heizbedarf in den letzten Wintern war, müsste die mit 35-38C Vorlauf das Haus gut warm bekommen.

Das deltaT ist die Differenz zwischen VL und RL und hat hier nichts mit der Hysterese zum ein/ausschalten zu tun.

Dessen bin ich mir bewusst :wink:

Die Pana hat keine Einstellungsmöglichkeit für die Hysterese. Ich wollte diese vergrößern, um die Taktfrequenz etwas zu verringern. Meine Hoffnung war, dass das DT sich im Verhalten der WP auch auf die Hysterese auswirkt. Tut es leider nicht.