Hallo zusammen,
Das Thema habe ich so auch schon in einem Nachbarforum eingestellt, aber auf eure Meinung möchte ich natürlich nicht verzichten.
vorab der Hauptfaden zu meinem Projekt:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/259388/Altbau-1933-teilsaniert
Wie ist der aktuelle Stand:
Die Ölheizung läuft aktuell bivalent zu meiner Multisplit und ist ab 10°C AT im Sommermodus.
Wenn die Ölheizung läuft:
Die Umwälzpumpe läuft auf Stufe 2 von 3 und versorgt damit 5 Heizkörper voll geöffnet im Wohnbereich und 2 Heizkörper stark gedrosselt im Keller. Die Spreizung bewegt sich dabei irgendwo um die 5°K.
Heizkurve im Buderus-Format: (+10/0/-10 °C) 37-46-55 bei -8°C NAT.
Tiefer komme ich wirklich nicht, da der Heizkörper im Wohnzimmer schon der größte 33er ist, den ich montieren kann. Der ist nämlich unter einem Panoramafenster.
Wenn ich mit den Informationen in den JAZ-Rechner gehe, dann kommen je nach Gerät Werte zwischen 3,7 und 4,3 heraus (Buderus WLW bis Panasonic J/K).
Volumenstrom habe ich nicht ermittelt. Dem JAZ-Rechner wird ja eine leicht positive Grundeinstellung nachgesagt, also kann man im Optimalfall wohl von einer JAZ zwischen 3,5-4 ausgehen.
Warmwasser macht ein DLE. Das passt auch ganz gut, da hier quasi nur geduscht wird.
Nun müsste ich wieder Heizöl kaufen. Preise unter 1€/L erwarte ich nicht mehr, eher bei 1,10€. Durch die Klimaanlagen habe ich im letzten Winter vermutlich 5.
Problem 1:
Das Bad wäre dann unbeheizt. Wir reden hier über 6qm mit einer Heizlast <600W@NAT. Kann man hier im Kernwinter vielleicht eine Heizpatrone im Badheizkörper laufen lassen? Die Klimadaten sagen hier durchschnittlich 600h<0°C an. Das ist ein überschaubarer Zeitraum, in dem das Ding laufen müsste.
Problem 2:
Die beheizten Kellerräume sind dann natürlich auch nicht mehr beheizt. In einem Raum möchte ich meine Sportgeräte benutzen. Da müsste dann sowieso regelmäßig der Luftentfeuchter laufen. Ob ein Heizlüfter hier für 2-3x Nutzung pro Woche im Winter hier den Kohl fett macht?
Ich könnte hier mal ein paar Ideen/Impulse gebrauchen.
Du willst den Ölbrenner durch eine LWWP ersetzen und hast Bedenken wg. niedriger VLT wg. Effizienz?
In die kritischen Räume, Bad... ein Heizlüfter oder ein IR-Spiegel /-Bild /-Panel. Anlaßbezogen dazu geschaltet und dann sollte das reichen. Ob es eine Heizpatrone für den vorhandenen HK gibt?
Sportraum: 10h Nutzung / Woche, Heizen von Oktober bis März also ca. 25 Wochen oder 250h zu 2kW Heizlüfter oder vergleichbares, 150€ Heizkosten.
Bei deinen nötigen Vorlauftemperaturen zweifle ich an solchen Werten. Da wirst du vermutlich eher so bei 3-3,5 rauskommen.
Interessant wäre auch dein Jahresverbrauch derzeit und wo du hinkommst, wenn erstmal deine Fenster getauscht sind. Das kannst du evtl. simulieren.
Oft kann man doch recht einfach weitere Heizkörper einbauen oder einen Heizkörper auch verlängern. Jedes Grad, was du runter kommst, erhöht die Effizienz.
Also die Fenster sind schon neu. 3-fach verglast nacht aktuellem Stand. Geplant ist jetzt noch die Kellerdecke zu allen ungenutzten Kellerräumen zu dämmen.
Den Jahresverbrauch kann man bei Öl leider eher schlecht ermitteln. Ich rechne nach Brennerlaufzeit, das kann aber auch daneben liegen. Dieses Jahr waren es demnach unter 1000L, aber der Winter war auch recht mild.
Im Wohnzimmer ist jetzt der größte 33er montiert, der da geometrisch passt. Jetzt könnte man da nur noch mit neuen Heizkörpern an anderer Stelle was machen. Da sehe ich aber im Augenblick keine richtige Option.
Einen Test wäre es noch wert wie weit man mit dem Vorlauf runter kommt, wenn man im Winter immer (verpflichtend) die Klima laufen lässt. Da wäre im VL wahrscheinlich noch was möglich.
Ja genau, über die Kombination LLWP und LWWP kannst du dich herantasten, was die sinnvollste Zusammenarbeit ist. Und so eine Kombination erscheint mir auch sehr sinnvoll. Deine 1000 Liter Öl sind nicht viel, das bist du ja nur bei rund 10.000 kWh , wovon nur vielleicht 8000 kWh Wärme in Haus landen. Bei 2000 Vollbenutzungsstunden kommst du nur auf 4-5 kW Heizlast.
Wenn du merkst, dass größere Heizkörperflächen doch sinnvoll wären, kannst du ja auch da noch nachbessern. Wenn das nicht geht, auch z.B. über Lüfter unter den Heizkörpern.
Mal ein kleines Update:
Ich habe heute von meinem Klimainstallateur ein Angebot 2x Mitsubishi-Electric AY Serie Singlesplit inkl. Montage Richtpreis <5k€
Wenn ich jetzt rechne, dass selbst nur 800L Öl im Jahr inkl. Strom für den Heizung und Sorni/Wartung zusammen locker 1150€ ausmachen und der Strom für die zu erwartende Wärmemenge via Klimaanlage gute 600€ p.a. kosten würde, dann stehen da jedes Jahr 500€ Ersparnis auf dem Tacho. Wenn die Anlage das länger als 10 Jahre mitmacht, dann ist die bezahlt. Abgesehen von zukünftigen Ölpreissteigerungen und der Tatsache, dass mein aktueller Stromversorger nicht der günstigste ist.
Neben der Badezimmertür hätte ich zur Not noch einen Platz für ein weiteres Innengerät. Im Badezimmer selbst halte ich es nicht für sinnvoll, da ist es zu eng und selbst die kleinsten 2kW Anlagen takten sich zu Tode.
EDIT: Foto von der Einbausituation des Heizkörpers im Wohnzimmer. Oben und unten sind jeweils nur 3-4cm Platz, da geht nix mehr. Selbst mit Lüfter keine Chance. für 30qm Wohnzimmer und WP-taugliche Temperaturen sehe ich da schwarz.
Inklusive Konvektionsverhinderer. ![]()
Früher konnte man so einen Unsinn bauen, wo man noch mit hohen Vorlauftemperaturen alles ausgleichen konnte. Bei 30-40 Grad Vorlauf ist so eine Konstruktion Mist.
Oft sind die Ersparnisse deutlich höher, so dass es sich schon deutlich früher rechnet. Die 5000 Euro inkl. Einbau sind ein sehr guter Preis. Würde ich machen.
Ich habe nochmal grob die Heizlast für das Badezimmer bei NAT überschlagen und komme auf <400W. Ich hatte das neue Dach mit U<0,2 noch nicht drin gehabt bei der Heizlast. Ich denke das Räumchen sollte sich irgendwie warm kriegen lassen. Zur Not vielleicht wirklich mit einer Heizpatrone im Badheizkörper für die ganz kalten Tage.
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Inklusive Konvektionsverhinderer.
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So ähnlich - nicht ganz so schlimm - sah es bei uns vor der Fenstersanierung auch aus.
Das Beste war, dass die Fensterbänke aus Stein von innen nach außen durchgängig waren.
Die Fensterbänke wurden also von der Heizung erwärmt und haben dann schön einen Teil der Wärme direkt nach draußen transportiert.
Natürlich flogen die Fensterbänke ersatzlos raus, was aber ein Riesengeschrei seitens meiner Frau gab "wo soll ich denn jetzt die Blumen hinstellen?"
Irgendwas ist halt immer ![]()
Grüße Jochen
Ja, hätte man die Fensterbank abgerissen, dann hätte ich da jetzt wahrscheinlich einen Heizkörper der 10cm höher ist. Jetzt ist aber alles fertig renoviert und so ein 33er mit 400-500 hoch x2200 lang kostet auch eine Stange Geld. Das darf man ja bei der ganzen Sache nicht vergessen.
Je länger ich nachdenke, desto eher geht die Tendenz pro Klimaanlage.
Hier mal wieder ein kleines Update:
Die Heizsaison läuft ja wieder und für die "Systemfrage" habe ich mir Zeit in Form von 2500L Heizöl gekauft. Damit komme ich ja gut ne Weile hin.
Aktuell zeigt der Ölbrenner eine Störung an und da ich beim örtlichen Heizer einen Notfall verneint habe steht die Reparatur in der kommenden Woche auf dem Plan.
Bisher laufen hier also ausschließlich die Klimageräte und mein einziger "Problemfall" ist aktuell das unbeheizte Kinderzimmer unter dem Dach. Wenn da zum schlafen die Tür zu ist, dann geht es über die Nacht schon durchaus auf 18,x°C runter. Das zunächst als problematisch eingestufte Bad hat bisher immer mindestens 20,x°C, wenn man darauf achtet die Tür offen zu lassen.
Im Sommer kam eher der Wunsch nach einer Klimaanlage für das Kinderzimmer auf, die würde sich aber mit dem Heizkörper den Platz streitig machen. Wenn bei den Vorlauftemperaturen also keine Wunder mehr passieren werde ich das Thema ad acta legen und Stück für Stück in LLWP investieren. Zuerst wäre dann das Kinderzimmer an der Reihe.
Parallel werde ich also mal schauen was
- gut heizt
- guten SCOP hat
- leise ist
Wobei der Winter noch nicht losgegangen ist. Interessant werden die Erfahrungen werden, wenn mal 2-3 Wochen wirklich winterliche Temperaturen sind.
Hallo zusammen!
Mal wieder ein Update anlässlich des neuen Wärmepumpenrechners:
Die Ölheizung läuft aktuell so, dass ich mit 49-50°C bei -10° arbeite. So kalt war es aber schon länger nicht mehr. NAT ist hier -8°C, VL@NAT ist rechnerisch also bei 48°C.
Heizlast des gesamten Gebäudes sollte aktuell so um 7kW@NAT liegen. Das haben zumindest rudimentäre Auslastungsmessungen mit der Ölheizung ergeben,
Rechne ich nun mal verschiedene Monoblöcke durch, so ergibt sich ein relativ unbefriedigendes Ergebnis:
Pana J 7kW: JAZ: 3,21, Taktung i.O., Bivalenz bei -4,1°C
Pana J 9kW: JAZ: 3,12 bei gleichzeitig erhöhter Taktgefahr, Bivalemnz bei -6,3°C
aroTHERM 55: JAZ: 3,43, Takt i.O., Bivalenz -3,6°C
WOLF CHA07: JAZ: 3,67, erhöhte Taktung (49%)
Und so zieht sich das durch… Klar, die Lambdas sind besser, aber eigentlich alle zu groß.
Wenn ich jetzt mal meine Punkte von Oben durchgehe:
Investitionskosten von 2-3 Perferas liegen wahrscheinlich gleichauf mit einer zentralen WP.
Die JAZ der Perferas liegt wahrscheinlich deutlich höher. Würde ich rechnen JAZ(WP) 3,5 gegen JAZ(KLIMA) 4,5, dann wären das Mehrkosten von ca. 275€ pro Jahr für den Strom.
Klar, 20€ Heizkosten pro Monat bringen niemanden um und ich würde den Komfort der “lautlosen” Heizung beibehalten. So richtig zufriedenstellend finde ich die verfügbaren Pumpen aber irgendwie alle nicht. Übersehe ich da etwas?
Was findest du nicht zufriedenstellend? Oder positiv gefragt: Was hättest du gerne?
Hat die Ölheizung einen Speicher? Hast genug PV, um eine WP tagsüber zum Speicher aufladen hochzudrehen? Dann kostet heizen nicht mehr viel.
Was hätte ich gerne? Eine Pumpe mit einer JAZ>3,5 ohne Taktprobleme. Vielleicht habe ich da einfach nur falsche Vorstellungen, was man erreichen kann und bin durch meine Recherchen hinsichtlich SCOP der LLWP verwöhnt.
@tageloehner Nein, die Ölheizung macht kein WW. Die geht ausschließlich auf den Heizkreislauf und hat dafür keinen Puffer o.Ä.
Da entsteht oft so ein falsches Bild, weil mit Wörtern gearbeitet wird, die etwas Falsches suggerieren. Dadurch entsteht in einigen Foren eine Taktphobie, so als wäre jeder Takt einer Wärmepumpe ein großes Problem.
Es ist eher so: Takten ist ein ganz normaler Betriebszustand, ohne den nahezu keine Wärmepumpe funktionieren kann. Früher, als es noch keine Invertergeräte gab, haben die grundsätzlich immer im Taktbetrieb gearbeitet, wie auch die meisten Kühlschränke heute noch.
Problematisch wird es, wenn eine Anlage zu häufig taktet, dann kann die Effizienz leiden. Das bekommt man aber in der Regel immer in den Griff. Im Zweifelsfall brauchts zusätzlich einen kleinen Pufferspeicher, wenn das Wasservolumen des Heizkreislaufes sonst zu gering wäre.
Du bist ja bei den Berechnungen schon nahe an deiner gewünschten 3,5 dran. Denke auch dran, dass das Tool eher im Bereich 20-30% daneben liegen kann. Genauer geht so ein Voraussage nicht.
Das Hauptthema, was du bei dir in Sachen Effizienz hast, ist nicht das Takten, sondern die recht hohe Vorlauftemperatur bei NAT. Da lässt sich oft durch den Austausch von Heizkörpern einiges machen, um da herunter zu kommen.
LLWP sind in der Regel deutlich effizienter, da wirst du nicht herankommen. Und nicht nur das: Weil die besonders schnell wieder hochheizen können, kann man damit noch viel mehr sparen. LWWP sind so träge, da geht kaum was mit bedarfsweisem Heizen, da sollte alles immer auf Wunschtemperatur gehalten werden bzw. max. 1-2 Grad Nachtabsenkung, die aber oft auch gar nicht möglich ist bzw. wieder Effizienz kostet.
Wir haben es ja mit bedarfsweisem Heizen mit Split Klima auf die Spitze getrieben. Damit kommen wir im Altbau auf etwa 700-800 kWh pro Jahr Stromverbrauch fürs Heizen. Würden wir hier eine LWWP einbauen, bräuchten wir eher so um 2300-2700 kWh. Hätten es dann aber auch deutlich komfortabler. Der viel höhere Verbrauch ist für uns aber ein wesentlicher Grund gewesen, nicht auf LWWP zu setzen. Mit LLWP könnten wir den Komfort auch noch deutlich steigern, wenn wir wollten, in dem wir länger heizen.
Ich antworte, so wie fast immer, andersherum. Du hast das Haus gekauft ohne zu wissen, was verbraucht wird. Jetzt hast du den Winter durch. Was hast du verheizt insgesamt? Nur darum gehts erstmal, wie soll man sonst berechnen, was du verbrauchen wirst?
Bisherige Erkenntnis:
Im bivalenten Betrieb (Split-Klimas oberhalb von 10°C, darunter die Ölheizung)
Split-Klima: 1807kWh in 2 Jahren (also rund 900kWh pro Saison)
Ölheizung: 1047h Brennerlaufzeit in 26 Monaten, also rund 483h pro Jahr. Geschätzt sind das (bei laut Handbuch 1,9kg/h und einer Dichte von 0,84) um die 770L pro Jahr.
Das macht eine nicht näher definierbare Anzahl kWh >10°C und gute 6500kWh (7700x0,85) bei Temperaturen <10°C.
Genauer habe ich es nicht.
Und jetzt überlegen wir mal, nur überschlägig.
1807kWh in 2 Jahren, sagen wir mal ein besseres Jahr, ein schlechteres Jahr. Sind 1000kWh Strom p.a. Die Liter kannst du nicht ablesen? Auch da, sagen wir mal überschlägig 800l p.a. bei 2 Jahren und einem guten Jahr, einem schlechten Jahr. Sind ca. 8000kWh * 0,85 = 6800kWh. Da reicht eine normale 5KW Anlage und wird ggf. takten. Ein Puffer da dran zum entkoppeln von WP und Heizkreis. Bei -10°C eine VL von 50°C ist auch nicht so schlecht. Ich würde tippen JAZ3. Das sind dann 2300kWh Strom.
Ergo in einem Jahr: 1000kWh Splitklima und 2300kWh LWWP. Sind 3300kWh Strom. Bei 30ct sind das 990€ p.a. Was 800l Öl kosten weiss ich nicht. Was ich weiss: Wartung, Rauchfangkehrer etc. kosten extra. Strom bezahlt man die Grundgebühr so oder so. Mit einer 5KW Wärmepumpe hast du dann auch noch Luft nach oben sollte es noch kälter werden.
Das mit dem Warmwasser würde ich mir überlegen. Wenn du im Sommer das Warmwasser mit nem kleinen Tank erwärmen würdest, kannst du 2/3 gegenüber dem DLE einsparen. Ich weiss nicht wieviel ihr duscht, manchmal ist das nicht wenig. Im Übergang ginge das auch noch, wenn noch nicht volle Heizleistung benötigt wird. So ab 0°C würde der DLE benutz werden. Dafür die Wärmepumpe größer dimensionieren ergibt nur Sinn, wenn du genug Geld hast und SOWIESO 5-stellig ausgeben willst. Dann macht das den Kohl beispielsweise von einer 5KW Jeisha zu einer 9KW Jeisha nicht fett. Für alle anderen Anwendungsszenarien reicht ne 5KW.
@win
Ich finde deine Ausführungen…. problematisch schreib ich mal diplomatisch. Du hast keine dauerhafte Heizung an, er möchte im Keller eine Grundtemperierung haben. Bis dahin kühlt ihm der Keller und in Folge auch darüber alles aus. Zudem hätte er das Bad unbeheizt. Heizlüfter? Möglich, aber dann wirds wieder mehr Strom, wieviel das nun aufgedreht wird weiss man nicht. Die Folge kann sein, dass durch das bedarfsweise heizen mit Heizlüfter o.ä. noch mehr verbraucht wird. Da würde ich lieber die Wärmepumpe nehmen.
