Systemfrage LLWP/LWWP

Meine Aussage von meiner Situation war doch keine Empfehlung, das genauso zu machen. Das diente nur als Beispiel, wie man bei extremer bedarfsweiser Heizweise herunter kommen kann mit den Heizkosten. Das soll aufzeigen, dass bedarfsweises Heizen Ersparnisse erbringen kann. So Extrembeispiele wie bei mir zeigen einfach, was da für Potenzial drin steckt. Dass da jeder nur einen kleinen Teil dieses Potenzials ausnutzt, ist mir dabei völlig klar. Jeder hat ja auch ganz andere Prioritäten.

Was ich damit auch sagen will: Mit einer LWWP hat man im Grunde fast jeden Winter nahezu gleiche Kosten. Mit einer LLWP Lösung könnte man hingegen auch stark weit runter fahren, wenn mal das Geld knapp ist oder Strom wegen Weltlage extrem teuer wird. Man ist damit wesentlich flexibler.

Und in der Übergangszeit kann man mit LLWP in Kombination mit LWWP auch nochmal ordentlich sparen, wenn dadurch die LWWP ein paar Wochen später erst gestartet werden muss und ein paar Wochen früher abgeschaltet werden kann.

Jap.

Ich finde solche Ratschläge mit “Heizlüfter im Bad” bei einer Mietwohnung auch problematisch. Mieter haben einen Anspruch darauf, dass das Bad 21-22 Grad gewärmt werden kann. Würde ich als Mieter sehen, dass ich dafür einen Heizlüfter verwenden muss, dann würde ich ganz klar von dieser Wohnung Abstand nehmen.

Aber das kommt sicherlich auch auf die Ausstattung der Wohnung und den Wohnungsmarkt an in dem Bereich.

@roterfuchs

Danke für die Bestätigung. Liter kann ich leider nicht genau ablesen. Anhand des Füllstandes ist es bei einem kellergeschweißten 4000L Tank auch nicht besonders genau. Die Werte sind die letzten zwei Jahre aber vergleichbar gewesen. Insgesamt kommen da aktuell auf den Monat umgelegt keine 100€ an Heizkosten zusammen.

Anhand der kWh<10°C habe ich im WP-Rechner mal neu gerechnet und das Tool gibt bei einer Heizgrenze von 10° und der ungefähren Gesamt-kWh der Ölheizung auch ca. 5kW Heizlast aus. Damit kann man dann auch wieder bis 15° Heizgrenze rechnen und so lange kWh Verbrauch ergänzen, bis wieder gut 5kW Heizlast anstehen. Da komme ich dann auf einen Gesamtwert von 12000kWh. Die Klima scheint also derzeit gut 3000-4000kWh Endenergie zuliefern. Ok, ein paar kWh gehen im Sommer fürs Kühlen mit drauf. Das ist aber nicht viel, vielleicht um die 100kWh oder so.

Mit den Daten lässt sich eine 5er Panasonic schon ganz hervorragend rechnen und für den Notfall wäre ja immer noch die Split-Klima da.

Wo wir bei dem Thema Kosten der Ölheizung sind:

Stromverbrauch Ölheizung inkl. Pumpen: 618kWh in 2 Jahren (309kWh pro Saison)

Die bei Öl unvermeidliche Wartung: 350€/Jahr

Schornsteinfege

Da sind schon 500€ weg, bevor auch nur 1 Tropfen Öl gebrannt hat. Bei großen Anlagen wahrscheinlich halb so wild. Wenn eh nur 800L im Jahr durchgehen schon empfindlich viel im Verhältnis zu den restlichen Kosten.

Das funktioniert in einem Großteil der Häuser aber nicht. Die müssen so hoch geheizt werden um auch die Wände trocken zu halten. Wenn du da mit einer LLWP immer nur für jene Zeit, in der du dich dort drin aufhälst aufheizt, werden die Wände irgendwohin das Kondensat abgeben müssen. Es ist dann so: Die von der LLWP aufgewärmte Luft mit 21°C ist im Zimmer. Der Raum wird verlassen und die Wand kühlt sich dann immer weiter ab, es gibt ja keine Wärmezufuhr. In Folge wird dann im Winter irgendwann der Taupunkt unterschritten und schon gehts los mit Feuchtigkeitsproblemen. Das ist kein Muss, aber in wenig gedämmten Häusern mit Mauerwerk wird das dann so passieren. Vom Wohlfühlen abgesehen, wenn die Wand 10°C hat und im Raum sind 21°C, da denkt man, man sitzt an der Wand an Zugluft.

Wohl würde ich aber recht geben bei dauerhafter Beheizung mit Splitklima. JAZ5 sind fast immer besser als JAZ4 oder bei hohen Vorlauftemperaturen JAZ3. Der Verbrauch wäre mit Splitklima also sowieso niedriger als mit einer LWWP.

Und in der Übergangszeit kann man mit LLWP in Kombination mit LWWP auch nochmal ordentlich sparen, wenn dadurch die LWWP ein paar Wochen später erst gestartet werden muss und ein paar Wochen früher abgeschaltet werden kann.

Das klappt beides. Selbst im kalten Winter wäre es vorteilhafter die LWWP für die Grundtemperierung mit Strahlungswärmeanteil zu nutzen, damit eben die Wand oder Böden nicht auskühlen und einem warm vorkommen, die Splitklima reguliert dann den Raum auf die gewünschte Temperatur. So kann man bei der LWWP die Vorlauftemperatur senken, denn um die Raumtemperatur zu erhalten ist die Splitklima da. So kommt man ggf. mit max. 40-45°C VL bei NAT aus. Für einen Altbau ein guter Wert. Nachts schaltet man die Splitklima aus, die Räume und Wände kühlen aber wegen der LWWP nicht aus.

@Marl84
Jein. Guck dir an wieviele Stunden du am Tag im Bad bist. Gefühlt eine Stunde, also ggf. 2x30Min oder 3x20 Min. Dafür heizt du den Raum aber 24h lang auf entweder die 21-22°C oder meist wird der Raum sogar höher veranschlagt. Das ist eine immense Energieverschwendung. Da wäre eine Temperierung auf beispielsweise 18°C idealer, das schafft dann auch der Heizkörper, der normalerweise im Bad zu klein ist. Und den Rest, den macht man mit dem Heizlüfter. Vorteil: Wenn sowieso schon 18°C da sind muss der Heizlüfter weniger arbeiten. Und nach 1-2 Minuten ist der Raum warm. Gleiches andersherum. Ich gehe aus dem Raum raus, Heizlüfter aus, dann kühlt er langsam wieder ab weil die Wände bis dahin die Energie aufgenommen haben, die Luft beinhaltet sowieso nicht soviel Energie.

Mein reden. Und jetzt ist die Frage: Willst du dann auch noch vom DLE weg? Wenn du sowieso schon eine Wärmepumpe einbaust. Im Sommer macht die… nix. Also steht nur rum. Sie könnte im Sommer mindestens noch Warmwasser bereiten. Spart 2/3. Nun nehmen wir die Jeisha mit 5KW an. Die kostet je nach Shop 3200€. Die 9er kostet 3950€. Das sind 750€ mehr. Vorteil: Die hat dann bis -15°C außen 7,5KW. Aber nehmen wir an, du machst es so wie oben beschrieben, also weiter Splitklima und Heizkörper zusätzlich. Dann brauchst du auch nur 5KW. Super! Denn dann hast du auch im Winter pro Tag ca. 2,5KW “über”. Und wohin damit? In Warmwasser. Also kannst du auch im Winter mit ungefähr COP1,5 - COP2 für Warmwasser rechnen. Sparst 25-50% gegenüber dem DLE ein. Idealerweise läuft Warmwasser um die Mittagszeit. Da ist es draußen “wärmer” und wenn Warmwasser eine höhere Temperatur braucht ist der Hub niedriger. Dann sind COP2 drin. Und wieder idealer ist dann eine Frischwasserstation. In dem Falle hast du kein stehendes Wasser, du kannst den Tank wenn du willst auch auf 45°C stellen ohne Angst vor Legionellen. Die 45°C sorgen wieder für einen guten COP.

Eine Frischwasserstation + die größere Jeisha + Tank für Warmwasser (sofern du nicht für Öl schon einen Wassertank hast) sind ungefähr 2000€ mehr. Das würde eine separate Brauchwasserwärmepumpe auch kosten. Der COP der BWWP ist aber schlechter. Viel schlechter gegenüber einer so großen WP wie der Jeisha. Die hat mehr Wärmetauscherfläche. Und sie steht bei dir dann sowieso schon. Würde ich mir überlegen.

Mir ist das bewusst, aber viele Mieter würde da trotzdem dann dankend ablehnen.

Wo kommt denn jetzt das Thema Heizlüfter im Bad in einer Mietwohnung hier her? Hat doch gar keiner hier empfohlen. Oder hab ich was überlesen?

Was funktioniert nicht? Bedarfsweises heizen? Das funktioniert überall und wird auch schon seit jeher fast überall so gemacht. Fast alle, die in Mietwohnungen wohnen, drehen die Heizkörper runter, wenn sie das Haus verlassen.

Oder Beispiel heute: Ohne Heizung haben wir es im Raum 18 Grad. Wo siehst du da ein Problem? Ich sprach doch von den ganzen Übergangszeiten, wo oft kaum geheizt werden muss.

Kurzum: In wirklich jedem Haus gibt es einen Temperaturbereich, in dem bedarfsweises Heizen problemlos umgesetzt werden kann. Der ist durchaus bei dem einen größer, als beim anderen, aber die Möglichkeit besteht immer. Und es spielt auch immer der Komfortanspruch bzw. Wärmebedarf der Bewohner eine Rolle.

Ein Raum, den man z.B. auf 18 Grad auskühlen lässt, ist super schnell mit Split-Klima wieder auf wohlige 21-22 Grad. Das ist nahezu überall machbar und kompatibel mit den meisten Wärmebedürfnissen.

Andersherum. Ich sage, es ist nicht möglich in vielen Häusern je nach Außentemperatur, weil die eben auskühlen. Wenn die Wand schon kalt ist, wirds innen auch kalt. Und wenn du dann nur Wärme mit Splitklima einbringst wird in den paar Stunden nicht genug Wärme eingebracht. Dann mit der Phasenverschiebung der Wände. Du schaltest ab, es ist in 2-3 Stunden eiskalt im Raum.

Dass das im Übergang so wie jetzt problemlos funktioniert, und der Themenersteller schon durchführt mit seiner Splitklima sieht man ja.