Schau auch mal ins Datenblatt.
Es gibt so gut wie keine technische Funktion, ohne sich auch kritische Punkte damit "einzukaufen".
Beispiele, wo das z.B. relevant sein kann:
- Du schaltest, wie bereits erwähnt, im vollen Lauf unbeabsichtigt die Anlage abrupt aus, wo ein geregelter Vorgang gesünder wäre.
- Oder du schaltest ab, um Standby-Energie zu sparen, und dann wird dir das Ding bei Frost zu kalt (Kurbelwannenheizung) – ein abrupter Start ist auch anders besser lösbar.
Desweiteren, wie x-fach erwähnt: Ein Schaltkontakt ist ein Kontakt. Damit er geschlossen bleibt, liegt im Inneren eine Relaisspule unter Dauerstrom – das erzeugt zusätzliche Wärme, im Shelly wie überall sonst auch. Genauso muss man aber den Kontakt an sich betrachten: Der wird durch Belastung und Nutzung nicht besser. Zwar für sicherlich mehrere Hundert bis Tausend Schaltzyklen ausgelegt, aber unter Last mit entsprechenden Abrissfunken wird er nicht besser, und Übergangswiderstände erzeugen wieder Verlustleistung. Verschlissene Kontakte können im Extremfall bis zum Brand führen.
Aber bei dem ganzen Huibuh auch mal etwas Realismus: Eine 3,5-kW-Perfera zieht maximal um die 1,2 kW – das sind ~5,2 A. Kontakt und Shelly sind für 16 A definiert. Klar, das funktioniert nicht für jeden Lasttyp, und bei voller Belastung das Relais zu schalten ist auch nicht förderlich. Aber ein Betrieb mit Maximallast im eingeschwungenen Zustand bei ~32% der Nenndaten – da ist durchaus Luft für Auslegungsspielräume.
Keine Frage: Wo kein Schaltkontakt ist, kann auch kein Schaltkontakt negativ wirken, und darum bin ich durchaus auch ein Freund davon, sich auf die wesentliche Funktion zu beschränken, die man eigentlich wollte → PM Mini. Hab davon selbst einen im Einsatz an einer 3,5-kW-Daikin.
An meiner anderen 3,5-kW-Daikin ist ein Shelly 1PM Gen1 in Betrieb – gerade weil ich ihn zu Hause liegen hatte. Zugegeben schalte ich den Relaiskontakt nie, aber nach 2,5 Jahren Betrieb gab es keine einzige Temperaturmeldung, und dass die Anlage mit vollen 3,5 kW Heiz-/Kühlleistung läuft, ist ohnehin eher die Ausnahme.