Gibt es positive oder wenigstens glimpfliche Erfahrungen mit PV bei dem Berliener Stromausfall?
Ich suche Erfahrungsberichte von Menschen, denen die PV in Berlin bei dem Stromausfall geholfen hat. Solche Geschichten sind es wert erzählt zu werden.
Steilstehende PV Module von Balkonkraftwerk könnten Handys auch bei wenig Licht aufladen haben.
Eine Powerstation kann eine Gastherme einige Zeit versorgen. Wenn sie täglich außerhalb des Blackout Gebietes geladen wird könnte die Powerstation eine Gastherme längere Zeit versorgen.
Eine größere Fassaden PV Anlage ist unempfindlich gegenüber Schnee. Dadurch könnte solche eine PV Anlage den stundenweisen Betrieb von einer Zentralheizung sicher gestellt haben.
Wer Stammt aus Berlin und kennt Erfahrungsberichte in der Richtung?
All das wird’s wohl nur mit PV, Akku, und Not- bzw. Ersatzstrominstallation gegeben haben. Das dürfte man, wenn überhaupt, nur in EFHs finden.
Das jemand seine Etagenheizung auf die Steckdose einer Powerstation/Alll-In-One-BKW-Powerstation umgeklemmt hat, ist zwar nicht unmöglich, aber vermutlich selten. Aber vielleicht hats ja tatsächlich einer getan, und meldet sich hier.
Ich war zwar nicht in Berlin betroffen, aber ich habe als Stromer damit gerechnet, dass wir im Rahmen der Wende mit längeren und kürzeren Blackouts rechnen müssen.
Wenn eine Wasserheizung einfriert und die Rohre sprengt, dann läuft das Wasser beim Auftauen überall aus und das führt gern zu einem Totalschaden der Immobilie.
Für unsere Ölheizung habe ich einen “Moppel” angeschafft. Zunächst zum Testen so ein Billigding für unter 100€, Zweitakter mit 650W. Die Heizung brauch mit allen Pumpen ca. 350W und
das funktioniert.
Das reicht auch noch für Fritzbox, Kabelmodem 2LEDs und USB Ladegerät. Wegen der schrecklichen Abgase steht Moppel erst mal draußen unter einem Vordach mit Verlängerungsschnur zum Keller.
Grosser Nachteil von diesen billigen Zweitaktern ist, dass sie nicht anspringen, wenn sie einige Zeit gestanden haben. Der Treibstoff mit Öl verklebt den Vergaser und man kann das dann zerlegen und auswaschen.
Auch hat mir ein befreundeter Entwickler von solchen Geräten für DIY Kunden verraten, dass diese für eine Betriebslebensdauer von 32 Stunden konstruiert werden.
Für eine zuverlässige Lösung braucht es also etwas Professionelleres: wenigstens Viertakter oder besser Diesel (den würde ich im Notfall ohne schlechtes Gewissen mit dem vorhandenen Heizöl betreiben, ist ja für die Heizung)
Für die Solarlösung habe ich einen 24V Wechselrichter mit 2 12V 100Ah Batterien die von den 1,8kWp des BKW geladen werden. Wenn es kein Netz gibt machen ja Ongrid WR nichts. Da muss man umstecken.
Das geht leider nur ein paar Stunden, wenn wir so bedeckten Wetter haben, dass weniger als 1% ankommt. Oder man braucht sehr grosse Speicher.
Bei -5° C werden Metallrohre meistens noch halten. Bei -15° halten Kupferrohre definitiv nicht. Als Feuerwehrmann AD kann ich da von Erfahrungen bei leerstehenden Gebäuden berichten.
Das mit dem Ablassen wird schwierig, wenn es schon bei schon -5° gefroren ist ….
Natürlich nehme ich einen Wechselrichter mit ordentlichem Sinus (gibt es auch aus China, man muss nur nicht die allerbilligsten nehmen und/oder nachmessen. Im Sommer fährt der im Wohnmobil mit (er kann auch 12V). Deshalb kann und darf man ihn auch nirgendwo anmelden, er hat keine feste Adresse.
Auch Batterien, die keinen WR haben, oder keinen über 1kW kann man nicht anmelden (ich habe es versucht, MStDR nimmt es nicht).
Danke für das Teilen deiner Erfahrung.
Das ist interessant zu hören.
(Nachtrag: ich hatte gelesen, dass es darauf ankam wie oft es ausgedehnt wird. Also ob das mehrmals passiert. Hab aber die Quellen nicht mehr.. )
Ob es "Sicherheitsventile" gibt, die die Entleerung automatisch vorher ausführen können?
Zum Thema:
Ich denke ein Wechselrichter (mit Ersatzstromfunktion) in Kombination mit Wärmepumpe und etweder akku für mehrere Tage "Frostschutz" bei -15 / -20 Grad oder notstromaggregat (muß geprüft und gewartet werden, abgase sind zu beachten) könnte einen längeren Stromausfall überbrücken.
Oder die Option mit Frostschutz im Heizkreislauf und geleerten Trinkwasserleitungen beim in den Urlaub fahren?
Das Gas noch zur Verfügung stand, war wohl eher ein Zufall. So wie ich es verstanden habe, sind die kleineren Verteilerstation auch vom Stromnetz abhängig.
wird schwer bei der fbh
es sei denn man hat den kollektor eine etage tiefer an der decke montiert dann hat man aber andere probleme zb dass man die luft schwer rausbekommt.
die wenigsten haben eine notstromfähige pv anlage
früher wurde immer propagiert, das stromnetz ist sicher und länger als ein paar stunden kann der strom eh nie ausfallen...
2020 wurde ich noch ausgelacht oder als rechter prepper bezeichnet, es ist fast das n... wort gefallen, als ich sagte ich werde mein haus mit einer pv insel anlage versorgen.
Ich denke Ohne notstromer kommt man bei sowas und im Winter eigentlich nicht durch,…. ich habe mir zu meiner victron Anlage ein Ledegerät / Netzteil besorgt das mit ca 2 KW die Akkus am Moppel wieder aufladen kann….der Moppel ist ein Dieselein 20 Liter kanister Diesel steht auch da und zur not ist nohc heizöl da…. ich denke nur so oder so ähnlich kann das klappen…. alleine mit der sonne gehts im Winter wohl schlecht
Hat eine Schulfreundin auf FB gepostet, nachdem ich sie gebeten habe, als Augenzeuge mal ihre Erlebnisse zu schildern…
LGs Felix
Wir haben Dank der Techniker, Bundeswehr, Polizei, THW, Krankenhäuser und allen anderen Fleißigen, um niemanden zu vergessen, seit Dienstagnacht wieder Strom!!! Yes yes yes - ich empfinde tiefe echte Freude und kann Euch garnicht sagen wie dankbar ich bin. Ich habe eine große Welle der Solidarität, des Respektes und gegenseitige Hilfe erleben dürfen. Sei es, das wir in den Cafés nach Ladestand uns die Steckdose geteilt haben oder obwohl man einen kleinen Kaffee bestellt hat stillschweigend einen Großen bekommen hat. Ganz zu schweigen, dass wir uns in der Nachbarschaft gegenseitig mit Stirnlampen und ähnlichem Vorort ausgeholfen haben. Es sind eben auch die kleinen Dinge, die mich über diese Zeit getragen haben.
Nun da die Heizung wieder funktioniert ist das Gefühl zuhause zu Duschen wie Gold und der Kaffee schmeckt wie im Paradies….
Wir lassen uns nicht unterkriegen .
Mein herzlicher Dank geht an Alle, die tatkräftig rundum die Uhr Alles gegeben haben! Eine großartige Leistung
Wenn das Netz tatsächlich ein Netz ist, dann mag das stimmen, dass der Strom bei Leitungsproblemen nicht länger ausfällt. Ein Netz hat Maschen und jeder Knoten wird von 4 Seiten versorgt. Fällt eine Leitung aus, dann sind noch 3 da.
In Berlin ist es aber offensichtlich eine Baumstruktur, bei der an einer Stelle alles über EIN Leitungsbündel geht. Ist das ausgefallen, dann ist Ende.
Ich werde mal beim Versorgungsnetzbetreiber nachfragen ob er hier tatsächlich ein NETZ betreibt.
Anders ist es bei einer Überlastungssituation. Wenn da eine Sicherung auslöst und dadurch in Nachbarknoten eine Überlasung entsteht, dann kann es zu einer Kettenreaktion kommen wie in Spanien. Das kann man aber meistens in wenigen Stunden reparieren.
Wenn man am Frankfurter Flughafen auf der A3 ein paar km neben mehreren parallel laufenden Hochspannungsleitungen herfährt, dann sieht man auch einen neuralgischen Punkt im europäischen Stromnetz. Wenn da etwas ausfällt (was vor 50 Jahren tatsächlich geschehen ist), dann geht die Kettenreaktion in beide Richtungen.
Beim Telefon/Inter”NET” “Netz” liegt der neuralgische Punkt Mitteleurpa in der Hanauer Landstraße.
Wenn man will, kann man relativ einfach vertiefende Infos zu dem Thema finden.
Betroffen waren in Berlin zwei Ringkreise. Dummerweise laufen da, wo der Anschlag stattfand, nämlich direkt am Anfang der Ringe, alle vier Leitungen parallel zusammen über den Kanal, und gehen dann erst nach rechts und links weg. Erwischt hat es drei Leitungen, so daß ein Ring komplett tot war. Zur provisorischen Reparatur wurde dann auch nicht an der Anschlagstelle repariert, sondern am hinteren Ende der Ringe eine neue Querverbindung geschaffen.
Gewerbebetrieb mit zu hohem Strombedarf, selbst im Standby Betrieb.
PV Module nicht möglich, da die Fläche zu klein und zu abgeschattet.
Powerstation, zu klein. und konnte nicht aufgeladen werden außerhalb des Bereichs.
Wir haben für die Tage dann einen größeren Notstromdiesel gemietet.
EIne Akkulösung bei variablem Tarif habe ich bislang nicht gerechnet. Vermutlich aber sehr teuer.
Insgesamt stellt sich die Frage nach der Risikeinschätzung.