Die Ergebnisse bei meinem BMS sind mit mehr oder weniger 0815 ( 50ppm/degC) SMD Shunt Widerständen, die zusammen pro BMS weniger als 0.5 USD kosten, entstanden. An den Shunt Widerständen dürfte ein vernünftiges Colulomb-Counting in den seltensten Fällen scheitern.
Das größte Problem bei den meisten BMS dürften Offset-Spannung der Strommessung und Unvermögen der Entwickler sein. Wer z.B. Ströme unterhalb einer gewissen Größe erst garnicht fürs Coulomb-Counting berücksichtigt ( in der Hoffnung damit Offset und/oder Rauschen zu unterdrücken ), kann für eine typische ESS-Anwendung schon kein vernünftiges Ergebnis mehr erzielen
Wer mit einem Hallsensor ein Coulomb-Counting umsetzt, darf sich dann nicht darüber wundern, wenn die Ergenisse bescheiden sind.
Dazu hier noch mal mein Text aus dem anderen Thread:
“Für das Coulomb-Counting interessieren eigentlich nur quasi-DC bzw. Frequenzen im sub-Hz Bereich. Es ist im Kern ja schlicht eine Integration des Stroms. Das heißt man kann bereits analog kräftig tiefpassfiltern. Ein sonderlich schneller Wandler wird hier nicht benötigt.
Dass das Abtastheorem ( Nyquist ) berücksichtig wird, unterstelle ich schlicht.
Die Herausforderungen sind Offset-Spannungen/Drift und Nicht-Linearitäten”
Beim Parallelbetrieb benötigt man halt eine Aggregations-Instanz, die eine virtuelle große Batterie erzeugt. Davon abgesehen funktioniert die Kommunikation zwischen BMS/Aggregator und WR genau wie bei nur einem Pack.
Mittelwertfreies Rauschen interessiert beim Coulomb-Counting praktisch garnicht
Da die Coulomb-Effizienz von LFP zellen bei 99.99x% liegt hat das in erster Ordnung keine Relevanz. Bei gesunden Zellen ist auch die Selbstentladung zunächst vernachlässigbar.
Da sowohl der Victron Shunt als auch mein BMS auf ICs von TI setzt, ist das im Zweifelsfall sogar das gleiche ADC/Coulomb-Counter Grunddesign/Macro. Die Bauteilkosten dafür liegen bei < 3 USD. Daran dürfte es also eigentlich praktisch nie scheitern.
Das ist meines Erachtens eine massive Fehleinschätzung. Ich nehme im Moment eine größere Anzahl von Packs in Betrieb. Das BMS wird dabei einfach mit FW bespielt, ich vergebe noch manuell einen eindeutigen Namen, dann wird es im Pack montiert. Danach läuft alles ( Widerstandschätzungen, SoC-Kalibrierung … ) automatisch. Wenn man das nicht explizit will, sind da keinerlei manuellen Eingriffe notwendig.