Hallo zusammen,
ich verfolge die Diskussionen hier und die Videos vom Akkudoktor schon länger. Wir sehen momentan, dass die Politik (Stichwort: Katharina Reiche) massiv auf fossile Brücken wie Gaskraftwerke setzt, weil der Netzausbau hinkt und der Süden bei den Erneuerbaren nicht schnell genug aus dem Quark kommt.
Ich wohne selbst im Süden und mache mir Sorgen um die Zukunft meines Sohnes und den Industriestandort hier. Deshalb möchte ich ein Konzept zur Diskussion stellen, das weg von Subventionen und hin zu marktwirtschaftlichen Anreizen geht:
Der 3-Säulen-Plan für echte Dynamik:
Strompreiszonen mit 3 Jahren Vorlauf: Wir kündigen heute fix an, dass Deutschland in exakt 3 Jahren getrennte Preiszonen bekommt. Das beendet die "Vollkasko-Mentalität" im Süden. Es erzeugt einen gewaltigen Druck auf Kommunen und Industrie, in dieser Frist Windkraft und Speicher vor Ort massiv auszubauen, um am Tag X nicht die höchsten Preise zu haben.
Kompensation durch 50% Stromsteuer-Senkung: Damit das Ganze nicht zum Wirtschaftsschock wird, senken wir gleichzeitig die Stromsteuer massiv. Das Geld, das wir bei den explodierenden Redispatch-Kosten sparen, refinanziert einen Teil davon. Es ist ein "Transformations-Stoßdämpfer": Wer investiert, profitiert massiv von billigem Strom.
Smart-Meter-Pflicht-Turbo: Damit Haushalte und Gewerbe auf die neuen Preissignale reagieren können (Stichwort: Arbitrage/Speichernutzung), muss der Rollout endlich radikal priorisiert werden.
Warum das Ganze?
Wir subventionieren aktuell über die Netzentgelte den Stillstand. Wenn wir den Marktmechanismus (Preiszonen) nutzen, aber den Leuten Zeit (3 Jahre) und Kapital (Steuersenkung) geben, wird der Ausbau zum Selbstläufer, weil es sich plötzlich knallhart rechnet.
Mich würde eure Meinung dazu interessieren:
Reichen 3 Jahre als Investitionszeitraum aus?
Glaubt ihr, die Stromsteuer-Senkung reicht als politisches Schmiermittel aus, um den Widerstand im Süden zu brechen?
Wäre das ein Weg, den Andreas mal in einem Video technisch/ökonomisch zerlegen sollte?
Beste Grüße aus dem Süden!