Strategie-Vorschlag: 3-Jahre-Frist für Preiszonen + 50% Stromsteuer-Cut zur Rettung der Energiewende

Hallo zusammen,

​**@Werner:** Dein Modell mit der auslaufenden Umlage (80% Differenzausgleich, Abbau über 8 Jahre) ist ein hervorragender Kompromiss. Es nimmt die Angst vor dem "Preisschock" am Tag X, setzt aber ab der ersten Sekunde den Anreiz, Speicher zu bauen. Wer im Süden früh investiert, profitiert sofort von den Preissignalen, während die breite Masse durch die Umlage noch geschützt wird. Das ist politisch viel leichter vermittelbar als ein harter Cut.

​**@linuxdep:** Dein Punkt zur Preiseffektivität ist essenziell und wird in der öffentlichen Debatte oft übersehen. Wenn wir die "virtuellen Stromflüsse" stoppen und der Süden nicht mehr so tut, als gäbe es Nordsee-Wind im Überfluss, sinkt dort in Engpasszeiten der Verbrauch (oder er wird durch Speicher gedeckt). Das nimmt den Druck aus dem Markt und verhindert, dass die Preise durch teure Gaskraftwerke völlig eskalieren. Es ist eine Selbstregulierung des Marktes.

Kombiniert man eure Punkte mit meinem Vorschlag, entsteht ein rundes Bild:

  1. Regionale Preise geben das ehrliche Signal.

  2. Werners Umlage-Modell dämpft den Übergang und gibt Planungssicherheit für Investitionen.

  3. linuxdeps Marktlogik zeigt, dass das System insgesamt effizienter und stabiler wird.

​Das ist genau die Art von "Energiewende mit Hirn", die wir brauchen, um die Kosten für alle (Stichwort Redispatch) zu senken.

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So, leider findest keinen in der aktuellen Regierung, der das Umsetzt, die Ampel hatte dank der FDP da schon wenig bewirken können.
Ab 2033 ist dann eh alles egal... da zählt dann purer Egoismus nur noch. Also versorgt euch so gut es geht mit Strom, stellt auf Strom um und freut euch nur noch 30% eurer benötigten Energie kaufen zu müssen.

Hallo linuxdep,

​ich kann deinen Frust absolut nachempfinden. Wenn man sieht, wie politische Blockaden und Lobbyinteressen über Jahre hinweg vernünftige technische Lösungen verhindern, möchte man am liebsten den Stecker ziehen und sich nur noch um den eigenen Speicher im Keller kümmern.

​Aber genau das ist der Grund, warum ich diesen Vorschlag gemacht habe:

  1. Eigenversorgung ist super, reicht aber nicht: Selbst wenn ich mich zu 70% autark mache, hänge ich für den Rest und für die Wirtschaft um mich herum immer noch an einem maroden System.

  2. Den Druck erhöhen: Wenn wir als Bürger nicht lautstark Modelle fordern, die den Markt nutzen statt ihn zu blockieren, dann wird die Politik so weitermachen wie bisher.

  3. Zukunft für die nächste Generation: Ich möchte mich nicht damit abfinden, dass ab 2033 "eh alles egal" ist. Ich möchte, dass mein Sohn in einem Land aufwächst, das seine Energieprobleme durch Intelligenz und Technik gelöst hat, statt durch Resignation.

​Ich sehe meine 30% Zukauf lieber als Teil eines funktionierenden, marktwirtschaftlichen Netzes mit ehrlichen Preisen, statt als Almosen eines Staates, der das Netz nicht in den Griff bekommt.

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kann ich dir folgen, da aber hier >60% der Wähler so strunzen blöd sind nicht mal einfachste Zusammenhänge zu begreifen, versuche ich meine Kinder so zu befähigen, das sie sich auch problemlos ein anderes Land suchen können, die noch nicht von der Fossillobby verseucht wurden. Aber auch das wird schwer werden, wenn man sich mal so umschaut.
Ganz aufgegeben habe ich noch nicht, wenn ich aber sehe wie viele in Berlin gegen die hohen Energiekosten da waren, traurig. Es reden sich zu viele Leute diese Neoliberale Politik schön. Keine Ahnung warum. Zu 50% denke ich mir, Energie und Strom müssen 100% teurer werden und selbst dann lassen sich ein Großteil immer noch verarschen. Ich brauche nur noch 30% und komme dann denke ich über die Runden, Invest rentiert sich dann auch schneller...
Wenn die junge Generation jetzt nicht alle aufstehen und der politik Druck machen sehe ich schwarz für Deutschland. Was ein mal kaputt ist, bleibt kaputt.