Steckersolargerät: 4x 200W Sunshare Ray + Solakon

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ca. 3 Wochen mit dem für mich neuen Thema "Balkonkraftwerk", super spannend muss ich sagen. Nun setze ich mal auf Schwarmintelligenz hier im Forum :slight_smile:

Geplante Anlage:
3 x SUNSHARE RAY 200W Full Black Solarmodul an Süd-West-Seite
1 x SUNSHARE RAY 200W Full Black Solarmodul an Süd-Ost-Seite

Geschätze Jahresproduktion: 752 kWh
Quelle: Der Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin

Die Sunshare-Module sind die einzigen, die vernünftig auf meinem Balkon passen, außerdem gibt es fertige Halterungen von Sunshare dafür. Hat hier jm. Erfahrung mit den Modulen und den Halterungen?

Speicher: Solakon ONE

Anschluss: 3 Module (gleiche Ausrichtung) hintereinander parallel geschaltet an einem MPPT des Solakon; 1 Modul an einem weiteren MPPT

jeweils verwendetes Adapterkabel (insgesamt 2 Stück): amazon-Artikel B0FGJMYH67
Verlängerungskabel, eins 2.9 m und ein 1 m: amazon-Artikel B0FGJR4N9Q

Frage 1: Wäre die Verkabelung der Anlage so korrekt?

Im Haushalt zusätzlich vorhanden: Durchlauferhitzer Stiebel Eltron DB ST mit 18kW-24-kW (ich glaube Starkstrom). Dieser macht ca. 20-35% des jährlichen Stromverbrauchs von 1400 kWh aus

Frage 2a: Wird der Stiebel Eltron mit max. 800W aus dem BKW 'unterstützt' (wenn auch minimal)?
Frage 2b: Stört der Eltron den Betrieb des BKW in irgendeiner Weise? Gleicher Kreislauf/ getrennter Kreislauf?

Geplante Optimierung:
Shelly Pro 3EM im Sicherungskasten der Wohnung (wenn er reinpasst), Einbau Elektriker

Frage 3a: Kann ich den Shelly cloud-los betreiben, d.h. arbeitet er auch ohne Internet-Anbindung direkt über WLAN mit dem Solakon?
Frage 3b: Wo erstelle ich 'smarte' Regeln - in der Shellyoberfläche oder über die Solakon-App oder in beiden? Beispiel: Speicher auf 50%, Null Ertrag von den Panels => Einspeisung nicht höher als 200 Watt

Vorab schon mal Danke für's bis hierhin lesen

realmatrix

Hier gehts weiter…: photovoltaikforum-com/thread/259941-steckersolargerät-4x-200w-sunshare-ray-solakon’

Der Link geht nicht. Und ansonsten wäre wohl eine Optimierung, aber das ist natürlich nur meine Meinung, du würdest statt des Durchlauferhitzers einen Boiler nutzen. Dann könnte der vielleicht sogar mit dem BKW gänzlich aufgeladen werden.

Ok, Danke für die Antwort :grinning_face: Der Durchlauferhitzer ist quasi fester Bestand der jeweiligen (Eigentums)Wohnungen im Haus (Baujahr 1993), er erwärmt sehr schnell Wasser in Küche und Bad. Mit einem Boiler könnte ich dann auch nicht duschen… Der Durchlauferhitzer macht max. 35% meines Stromverbrauchs (1400 kWh / Jahr) sagt google… mir geht es quasi um die restlichen 65%.

Ok, wenn der fix verbaut ist dann wird das sowieso nichts.

Nehmen wir an vom BKW kommen 800W an, dann gehen die 800W auch in den Durchlauferhitzer. Das ist dann halt nur sehr wenig. Du duschst dann mit (fiktiv) 5kWh und hast in der Zeit vielleicht 0,2kWh durch das BKW erzeugt. Ein kleiner Stromspeicher (sofern günstig genug) könnte deinen Eigenverbrauch dann aber besser decken. Da du sehr wenig verbrauchst vielleicht ein 2-5kWh Akku.

Ja genau, ist fest verbaut. Der Solakon-Speicher hat in der Basis-Version hat 2.11 kWh, laut dem Stecker-Solar-Simulator würden sich die Anschaffungskosten schnell rentieren…

Weitere Kosten würde der Shelly und dessen Einbau verursachen… nach allem was ich gelesen habe rentiert sich aber auch das, weil ich den Speicher dann super “steuern” kann.

Ich hab mir auch schon andere Lösungen angeschaut, wie IR-Leseköpfe am Stromzähler, habe aber im Gemeinschaftskeller Mehrfamilienhaus keinen Stromanschluss... und die batteriebetriebenen Leseköpfe aktualisieren in zu langen Abständen (+2 Min), d.h bevor der Wechselrichter im Solakon reagiert ist der z. B. Wasserkocher schon wieder aus...daher der Shelly, wenn er denn in meinen Sicherungskasten passt…

Als Alternative zum Solakon gibts auch den ähnlich gebauten Avocado 22 Pro (FoxESS, chin.), auch der kann mit nem Shelly bzw. sogar noch mehr Smartmetern kommunizieren.

Die Gesamtleistung 800 Watt sind Obergrenze, mehr bekomm ich nicht auf meinen Balkon…

Das reicht bei deinem niedrigen Verbrauch auch. 2kWh ist auch in Ordnung, da würde ich nicht unbedingt was Neues basteln. Klingt alles vernünftig. Zu den Shelly-Fragen kann ich leider nichts zu sagen, damit kenne ich mich nicht aus.

@win du hattest doch Shellys oder?

Leider darf ich als Forum-Neu-Mitglied hier keine funktionierenden Links posten…

https:/alkly.de/solakon-one-im-test-mit-home-assistant-lokal/

=> aber hier ist nochmal erklärt, wie gut Shelly und Solakon beim Ziel “Nulleinspeisung” harmonieren, beim Einsatz der Software Home Assistant sogar völlig cloud-los

Elektrotechnisch bin ich ein Laie, daher die Frage oben, ob die Verkabelung in Parallelschaltung so sinnvoll ist und funktioniert…

Deine Module haben keine genormten Steckverbinder, insofern ist schwer zu sagen, ob diese Adapterkabel passen. Weißt du, was die genau machen?

3 Module parallel schalten, um damit auf den Solakon One zu gehen: Sind 600 W, check da mal, ob der Strom des Solakon Eingangs nicht überschritten wird. Die Spannung sollte passen.

Regelung über Shelly: Wenn du eine bestimmte Grundlast hast, ist eine Regelung des Speichers völlig unnötig. Beispiel: Wenn du 120W Grundlast hast, also was mindestens immer gezogen wird, dann speist du nach Sonnenuntergang einfach immer 120 W ein, in den Abendstunden, wo man noch Fernsehen guckt und ein paar Lampen an sind, vielleicht 150 W. So brauchst du den Speicher über Nacht komplett auf, ohne was zu verschenken.

Regelung über Shelly: Der Shelly stellt nur die Leistungswerte zur Verfügung, wie intelligent da dann die Regelung ist, dass hängt von der Solakon App ab, was die so kann. In der Regel wird Nulleinspeisung gemacht, also immer nur so viel Leistung, wie du auch im Haus abnimmst. Statt der App kannst du natürlich auch alles selbst programmieren mit Homassistent, dann bist du auch die Cloud los. Ob das mit Solakon geht, weiß ich nicht.

DLE: Ist eigentlich völlig wurscht, die paar Minuten und die hohe Leistung, da kann den BKW kaum unterstützen. Aber klar kannst du in solchen Phasen bis 800 W einspeisen, um einen Teil davon zu unterstützen.

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@win: Super, vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ja, das Sunshare-Ökosystem hat eigene Stecker… Sie bieten aber ein Adapterkabel auf MC4 an. Der Solakon hat 4 x 650W max. PV-Eingangsleistung und ich glaube max. 20 A pro MPPT

Hatte erst überlegt, jedes Modul an einen MPPT zu hängen, aber das sprengt die Kosten für Kabel…außerdem zuviel Kabelsalat auf dem Balkon :slight_smile:

Grundlast ist bei mir Nachts nur Router und Kühlschrank… Morgens und Abends gibt es neben den DLE Leistungsspitzen wie Induktionskochfeld, Toaster und Mikrowelle. Eine ‘erhöhte Grundlast’ fordert am späten Nachmittag/Abend der PC und Hifi-Verstärker.

Ich hatte das so verstanden, dass der Shelly sekundengenau regelt… Wenn das keine Belastung für den Wechselrichter im Solakon darstellt, komme ich so doch Richtung Nulleinspeisung, oder?

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Diese Kurzverbraucher kannst du alle vergessen: Induktionskochfeld ist oft gepulst, Toaster sind 3 min, Mikrowelle ok, da hast du ein paar MInuten mehr. DLE läuft auch nur kurz beim Duschen und du kannst nur 800W unterstützen.

Kühlschrank wiederum ist keine Grundlast, weil der nur sporadisch läuft. Und ein Router braucht nur vielleicht 10W.

Insofern wirst du eine Regelung über Shelly brauchen.

Ich vermute, dass du mit den Adapterkabel die Module parallel schalten kannst. Dann sollte das passen. Und bei 20 A Eingangsstrom maximal klappt das auch mit 3 Modulen parallel, weil 3 x 4,36 A < 20 A. Selbst 4 Stück sollte dann noch gehen. Aber wenn du eh noch MPPTs frei hast, würde ich eher jeweils 2 parallel schalten. Hohe Ströme sind immer ungünstig, was Verluste angeht. Ist aber auch nicht kritisch, wenn andere Gründe für 3/1 sprechen, dann mach es so.

Für die 3/1-Regelung spricht: 3 Module gleiche Himmelsrichtung, 1 Modul abweichende

Genau, die Adapterkabel bzw. die Verlängerung sind soweit ich weiß Parallelschaltung, Reihenschaltung würde mir den Speicher killen… so hab ich das gelesen

Das ist völlig egal, oft ist es sogar gut, wenn man 2 unterschiedliche Richtungen parallel schaltet, weil dann der Strom über den ganzen Tag niedriger bleibt.

Ich hatte mir neulich mal zwei von den Sunshare 200W Module geholt weil die für die Größe noch handlich und nicht super teuer waren ( je ca. 57€ inkl Versand)

Die Stecker sind irgendwas proprietäres aber kann man einfach abscheiden und MC4 draufcrimpen.

Bei 4 Modulen bei je zwei das machen die Anderen können mit den existierende Steckern parallel geschalten werden.

Achso, ok, das wusste ich nicht. Ja, dann mach ich je 2 Module an einen MPPT

Danke! Ja, die passen optimal auf meinen kleinen Balkon mit der praktischen Halterung von Sunshare, hatte ich ausgemessen, das Geländer ist 2.46 m breit…

Wenn man 2 Module zusammensteckt und dann Adapter dran, brauch ich nichts crimpen, oder ist das ein Denkfehler?

Den Satz verstehe ich grammatikalisch irgendwie nicht.

Wenn am Modul nur ein Stecker ist, wie kann man dann parallel schalten? Dafür müssten doch 2 Stecker am Modul sein.

Richtig aber man braucht halt den Adapter. Der auch nicht gerade so billig ist und ggfs noch ne Verlängerung bis zum WR.

Ja richtig:

Das ist ein Doppel-Stecker auf jeder Seite der plus und minus direkt nebeneinander hat.

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Ah ja, dann könnte man parallel schalten über diese Spezialstecker, insofern die Module passend nebeneinander hängen und so die Kabel lang genug sind. Und dann einfach am ersten Modul den einen Spezialstecker abschneiden und MC4 Stecker anbringen.