Steckbolzen statt Sternkopfschrauben – eine gute Idee oder Unsinn? (Update: passt nicht, müsste M9 sein)

noch mal grundsätzlich zu Schraube vs. Steckbolzen: Natürlich ist eine Schraubverbindung (mit ordngsgemäss angezogener Schraube!) erheblich belastbarer. Stichwort ist hier Kraftschluss vs. Formschluss.

Selbst bei reiner Zugbelastung - die Profile sind aus Alu, und bei einer Schraubverbindung ist die Kräfteverteilung immer günstiger. Bei so einem Bolzen mit Splint ist dann nicht der Bolzen entscheidend, sondern der Splint, und der dürfte (vergleichsweise) ruckzuck abscheren…

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Die radialen Kräfte wirken nur auf den Bolzen. An meinem Boot sind mehrere Verbindung so ausgeführt. Da sind teils kleine Ringsplinte im Einsatz, teils Bolzen mit Klappsplit. Da ist noch nie ein Splint abgeschert. Wichtig ist, dass der Bolzen möglichst genau in das Loch der Schiene passt. Da am Boot alles aus Edelstahl ist, kann ich keine Erfahrungswerte beitragen, ob das Loch in der Alu Schiene nicht mit der Zeit ausleiern könnte.

L.G.

Verstehe ich es richtig, dass du 2 vielleicht 3mm dicke Materialien mit einem Steckbolzen verbinden willst? Wie soll das gehen, wenn der da locker im Loch sitzt? Das wird so nicht funktionieren. Du brauchst für einen Bolzen viel mehr Länge, wo der geführt wird.

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Wenn deine Konstruktion nicht so ist, dass du das Panel mit einer Hand bequem führen kannst und mit der anderen bequem an der Fixierung arbeiten, würde ich das gefährlich nennen.
Unverantwortlich. Fahrlässig.

Mach die Konstruktion so, dass das Panel von selbst in einer Endlage verbleibt, eine Dtehpunkt so hat, dass du nur geringe Kraft brauchst es in die andere Endlage zu bringen, und dass es innerhalb beider Endlagen begrenzt ist, auch wenn du loslässt.

Wenn dir das Panel runterrauscht und jemanden verletzt, stehst du vor Gericht und ein Gutachter wird sich anschauen, was du da gebastelt hast.

Oben ist schon eine zusätzliche Absturzsicherung erwähnt. Das ist imho das Minimum.

Ich fragte schon mehrmals, ob dir klar ist wieviel (wie wenig) Ertrag die Verstellung bringt. (Und implizit ob dir der Unterschied das Risiko wert ist).

PS: und dann habe ich eben noch gegoogelt, wie die rechtliche Lage ist, ein BKW über einen öffentlichen Gehweg zu bauen.

Solltest du auch mal machen.

Danke für eure Sorgen und Bedenken. Das weiß ich zu schätzen. Das Schlimmste, was bei diesem Verstellen tatsächlich passieren kann, ist, dass ich ein Befestigungselement fallen lasse oder ein Paneel aufgrund fehlender Befestigung leicht nach hinten Richtung Balkon “kippt”. Da kann nichts abstürzen, weil es oben und vorne immer noch befestigt ist und ich auch nie beide Seiten hinten gleichzeitig löse. Das wäre in der Tat fahrlässig und unverantwortlich.

Ich denke aber, dass man diese Paneele nie wirklich so aufbauen kann, dass sie von selbst in dieser Lage verbleiben oder mit Leichtigkeit verstellt werden können. Eins wiegt immerhin über 20 kg und die Halterung selbst wiegt auch einige Kilogramm.

Das habe ich doch schon geschrieben:

Das sind satte 25 % mehr. Den genauen Winkel von beiden Einstellungen kenne ich nicht, er dürfte jetzt annähernd 45 ° betragen. Im Winter würde ich ihn wieder steiler einstellen, da war er vorher vermutlich so um die 65 °. Natürlich könnte ich es auch ganzjährig auf z. B. 55 ° belassen, aber dann habe ich im sonnenarmen Winter und im Sommer Verluste, die man binnen 10 Minuten minimieren kann.

die ‘radialen Kräfte’ sind in der Technischen Mechanik bei so einer Konstruktion die Scherkräfte. Und hier ist ein Kraftschluss (angezogene Schraube) erheblich belastbarer als ein Formschluss (durchgesteckter Bolzen). Dieser Belastungsfall dürfte bei dieser Konstruktion der vorwiegende sein.

Im zweiten Absatz sprach ich von Zugbelastung, wieder ein Wort aus der Technischen Mechanik, und die wirkt in Längsrichtung der Schraube. Und in Längsrichtung gleitet die Kostruktion auf einem Bolzen frei und wird lediglich durch den Splint blockiert, auf den dann wiederum Scherkräfte wirken.

Auf deinem Boot wirst du ganz andere Anwendungsfälle haben, andere Materialien und Materialstärken relativ zur Belastung/srichtung.

Wie @win und auch @redhot schon sagten, wird Alu in der geringen Materialstärke bei so einer Verbindung mit einem Steckbolzen aus wie auch immer geartetem Stahl auf Dauer unter Belastung “ausnudeln” (kein Begriff aus der Technischen Mechanik, dürfte aber klar sein).

Ob es ein Gutachter wirklich so sehen würde, dass es da drauf ankommt, vermag ich nicht zu sagen, schliesslich wird die Konstruktion ja auch noch oben gehalten

Natürlich sind zwei Verbindungen besser als eine, aber ob das dann ursächlich für ein Herabfallen oder nicht wäre?? …

Ich kenne das aus der Veranstaltungstechnik, wenn es bsw. um Scheinwerfer geht, die über den Köpfen des Publikums hängen. Die müssen dann mit einer zusätzlichen Sicherung gegen Herabfallen gesichert werden, und das macht man gewöhnlich mit einem kleinen Stahlseil (ein einfacher Fehler darf nicht zum Desaster führen)

Sowas ist hier ja tatsächlich auch schon bedacht/gemacht

aber es könnte an der Ausführung mangeln: Der Haken von dem Spanngummi da wird unter Belastung aufbiegen. Das doppelte Seil dürfte von der Tragkraft wahrsheinlich sogar reichen, aber es besteht die Gefahr, dass es bei einem ‘Ruck’ von den meist scharfen Kannten des Längslochs in dem Alurahmen zerschnitten wird.

Ganz davon ab weiss ich nicht, ob der Rahmen, wenn so punktuell dran ‘gerissen’ wird, nicht einfach verbiegt oder aufgeht, und das (dann wohlmöglich zerbrechende) Glas frei gibt.

Für ‘sicher’ würde ich in dem Fall eine ‘Paketschnur-massige Einfassung’ des Moduls mit einem Stahlseil halten, das dann seinerseits am Geländer oder einem anderen ausreichend belastbaren Ankerpunkt befestigt ist.

Damit sollte man dann auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein und könnte mit der Verstellung machen was man will. .

Andererseits hab ich sowas zugegebenermassen noch nie gesehen, und bin mir nicht sicher, ob es nicht übertrieben wäre. Gutachter bin ich auch nicht.

.

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Spanngummi zerfallen durch UV recht schnell. Würde ich durch Stahl oder Edelstahl Seile ersetzen.

Deine Winter / Sommer Verhältnis Zahlen wären ein Traum für mich. Allerdings dürfte hier im Sommer ein Schatten Problem sein. Der Sommer interessiert mich allerdings gar nicht und ich schaue mir den mögl.Ertrag gar nicht an. Da läuft es fast immer auf Anschlag und ich brauche fast nix. < 1 kWh/Tag vom Netz.

Bei mir ist im Winter abgeflacht der bessere Ertrag. Durch viele Nebeltage im November und Dezember ergibt der flächig hellste Punkt am Himmel das Optimum da die Module ja auch schrägen Licht Einfall aufnehmen nutzt hier nahe vertikal , gedachte Sonne, nix da damit der Lichteinfall von unten wegfällt.

Das Optimum kann man einfach mit Amperemeter und einer Zelle vom einer Solar LED prüfen.

Damit sieht man auch die Veränderung bezüglich Winkel zur Sonne ausreichend genau.

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Hallo @sven4711
da wir eine wunderbare Pupille im Auge haben, die sich automatisch der Helligkeit anpasst, können wir die Helligkeit der Sonne nicht wirklich einschätzen. Da mag es an einem Tag mehr am anderen Tag etwas weniger Feuchte in der Luft gegeben haben, und schon ändert die der Etrag um 20% und mehr.

Das schreibe ich nicht, weil ich an deinen Aussagen zweifel, sondern weil ich es selbst an meiner PV und meinen Augen festgestellt habe. Manchmal kommt weniger Strom als ich von der Optik verwartet hätte.

L.G.

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Es sind Daten. Ich war an den besagten Tagen zum Teil nicht einmal anwesend oder habe nicht wirklich aus dem Fenster geschaut, da ich wegen der Hitze sowieso die Rollläden geschlossen hatte.

(Die anderen Farben außer Gelb bitte ignorieren.)

Ich glaube dir und deinen Messungen. Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich bezweifel, dass es identische Tage waren. Wenn ich so etwas austeste, dann messe ich kurz vor und kurz nach der Verstellung.

Wenn das Verstellen innerhalb von wenigen Minuten erfolgt, dann dürfte bei klarem Himmel die Strahlungsstärke nahezu identisch sein. Was am nächsten Tag ist, weiß man nicht und ohne Lux Meter können wir das nicht mit unseren Körpersensoren ermitteln.

Hier im Forum sind noch andere Teilnehmer, die mit Sommer- und Winter Neigungen arbeiten. Das Prinzip ist gewiss okay und wird gewiss einiges an Mehrleistung ermöglichen.

Wenn ich @carolus richtig verstehe, meint er, dass du die Module weiter nach oben bringst, so dass sie etwa bei der Hälfte ihrer Höhe am Drehpunkt der Befestigung sind. Dann brauchst du weniger Kraft, um die Module zu neigen.

Wegen der Absturzsicherung würde ich stets zu Stahlseilen, ggfls. mit Kunststoffmantel, raten. Die kann man mit Klemmen befestigen, sie sind nahezu unkaputtbar und die gibt´s in jeden Baumarkt als Meterware.

L.G.

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Rechne mal durch, was du in den dunklen Monaten überhaupt erntest. Da gehts vielleicht um 100 kWh. Wenn du dann 20% mehr erntest, sind das 20 kWh oder 6 Euro. Wenn die 20% überhaupt stimmen, ich bezweifle das, habs aber mit pvgis nicht nachgerechnet.

Aber gut, vieles im Leben widerspricht rationalen Gründen. :grin:

Absturzsicherung: Mach das ordentlich, auch aus versicherungstechnischen Gründen. Gummi- oder Nylonbänder taugen für sowas nicht. Die sind nach wenigen Jahren im Freien sowas von morsch, die halten dann nicht mehr. Nimm Edelstahlseil in 4-5 mm, das hält ewig und ist eine saubere Lösung.

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Wie kommst du an diese Winkel, hast du die geschätzt?

Gut, gut. Ich gebe mich geschlagen. Ihr habt ja recht und ich will es ja auch richtig bzw. vorbildlich(er) machen. :slight_smile:

3 mm Edelstahl-Stahlseil (ummantelt) ergänzen die (angeblich bis zu 250 kg belastbare) schwarze Schnur. Die 15 € sollen es mir definitiv Wert sein.
Wobei ich immer noch denke, dass ich sicherheitstechnisch schon weitaus mehr gemacht habe und mache als die allermeisten Balkonkraftwerksbesitzer.

Wenn die Steckbolzen angekommen sind, halte ich euch natürlich weiter auf dem Laufenden.

Das mag sein. Aber wenn du unten wirklich Bürgersteig hast, würde ich mir an deiner Stelle nochmals genau ansehen, was da rechtlich überhaupt zulässig ist.
Du wärest da in versicherungstechnischen und in Haftungsfragen drin.

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..…und wie gut das Geländer befestigt ist

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Wie versprochen, hier nun das Update: Weder M8 noch M10 passen durch die gängigen Balkonkraftwerks-Befestigungen. M8 ist viel zu locker und M10 ist zu breit – und M9 gibt es nicht.

Dementsprechend: Spart euch den Versuch und lernt aus meinem Fehler.

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Bin verwundert, hast du es nicht vorher mit Schieblehre gemessen?

Und wieso M8/M10 - die Dinger haben doch kein Gewinde. Die haben einfach einen definierten Durchmesser. "M" steht ja für metrisches Gewinde.

Ich habe keine Schieblehre und mein Zollstock war wohl zu ungenau.

Statt die Halterung halbjährlich zu verstellen, werde ich (plus Unterstützung) es wohl ganzjährig auf 65 ° einstellen und so belassen. Der jetzt eingestellte Winkel dürfte ca. 48 ° betragen und vorher lag er bei 75 °. 65 ° sind da vielleicht der “Sweet Spot”.

Danke euch allen für eure Anregungen, Ideen und Tipps. Eine zusätzliche Absturzabsicherung mit einem Stahlseil werde ich in den nächsten Tagen installieren.

Edit: Falsches Loch, deswegen Grafik und Text korrigiert.

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3 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Ausrichtung der Panels für optimierten Ertrag

Ich habe ein neues Thema Ausrichtung der Panels abgetrennt.