die ‘radialen Kräfte’ sind in der Technischen Mechanik bei so einer Konstruktion die Scherkräfte. Und hier ist ein Kraftschluss (angezogene Schraube) erheblich belastbarer als ein Formschluss (durchgesteckter Bolzen). Dieser Belastungsfall dürfte bei dieser Konstruktion der vorwiegende sein.
Im zweiten Absatz sprach ich von Zugbelastung, wieder ein Wort aus der Technischen Mechanik, und die wirkt in Längsrichtung der Schraube. Und in Längsrichtung gleitet die Kostruktion auf einem Bolzen frei und wird lediglich durch den Splint blockiert, auf den dann wiederum Scherkräfte wirken.
Auf deinem Boot wirst du ganz andere Anwendungsfälle haben, andere Materialien und Materialstärken relativ zur Belastung/srichtung.
Wie @win und auch @redhot schon sagten, wird Alu in der geringen Materialstärke bei so einer Verbindung mit einem Steckbolzen aus wie auch immer geartetem Stahl auf Dauer unter Belastung “ausnudeln” (kein Begriff aus der Technischen Mechanik, dürfte aber klar sein).
Ob es ein Gutachter wirklich so sehen würde, dass es da drauf ankommt, vermag ich nicht zu sagen, schliesslich wird die Konstruktion ja auch noch oben gehalten
Natürlich sind zwei Verbindungen besser als eine, aber ob das dann ursächlich für ein Herabfallen oder nicht wäre?? …
Ich kenne das aus der Veranstaltungstechnik, wenn es bsw. um Scheinwerfer geht, die über den Köpfen des Publikums hängen. Die müssen dann mit einer zusätzlichen Sicherung gegen Herabfallen gesichert werden, und das macht man gewöhnlich mit einem kleinen Stahlseil (ein einfacher Fehler darf nicht zum Desaster führen)
Sowas ist hier ja tatsächlich auch schon bedacht/gemacht
aber es könnte an der Ausführung mangeln: Der Haken von dem Spanngummi da wird unter Belastung aufbiegen. Das doppelte Seil dürfte von der Tragkraft wahrsheinlich sogar reichen, aber es besteht die Gefahr, dass es bei einem ‘Ruck’ von den meist scharfen Kannten des Längslochs in dem Alurahmen zerschnitten wird.
Ganz davon ab weiss ich nicht, ob der Rahmen, wenn so punktuell dran ‘gerissen’ wird, nicht einfach verbiegt oder aufgeht, und das (dann wohlmöglich zerbrechende) Glas frei gibt.
Für ‘sicher’ würde ich in dem Fall eine ‘Paketschnur-massige Einfassung’ des Moduls mit einem Stahlseil halten, das dann seinerseits am Geländer oder einem anderen ausreichend belastbaren Ankerpunkt befestigt ist.
Damit sollte man dann auf jeden Fall auf der sicheren Seite sein und könnte mit der Verstellung machen was man will. .
Andererseits hab ich sowas zugegebenermassen noch nie gesehen, und bin mir nicht sicher, ob es nicht übertrieben wäre. Gutachter bin ich auch nicht.
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