Stand-Alone Speicher mit Optimierung für jedermann - Was haltet ihr von der folgenden Lösung?

Hallo ihr lieben,

ich bin Konrad Schade, Geschäftsführer bei Rabot Energy. Wir rollen gerade ein spannendes Produkt aus und ich würde mich freuen, wenn ihr das Produkt einmal kritisch analysiert und euer Feedback hier teilt. Das ist mega wichtig für uns, da wir hier die ersten sind mit einer spannenden Lösung für alle Haushalte im Markt sind.

Wir haben eine stand-alone Speicher Lösung entwickelt, die für jeden Haushalt Strom günstig einkauft und diesen für Eigenverbrauch bereitstellt oder zu Peakzeiten für euch verkauft. Rabot Flow heißt die Lösung und besteht aus einem Plug-in-Speicher (Marstek Venus A (bald E mini), 2,1 kWh, 800 W), einem dynamischen Tarif auf EPEX-Day-Ahead-Basis, dem Smart Meter und unserer App, über die die Steuerung läuft und in der man sieht, was das Gerät gerade macht. Der Speicher lädt in den günstigen Stunden und entlädt in den teuren. Keine PV benötigt, keine Installation, Schuko-Dose, z.B. für die Mietwohnung. Eine Art PV Anlage aus der Steckdose für alle Haushalte, die keine installieren können.

So sieht der Lade und Entladevorgang bei mir für einen Tag in der App aus.

Und noch ein Bild aus der App: oben mein Zählerprofil vor Rabot Flow, unten danach. Weiße Linie der Preis, blaue Balken der Verbrauch. Zwei einzelne Tage, ein Jahr auseinander.

Aktuell holen unsere ersten Kunden ca. 130 EUR im Jahr als Ersparnis raus. Tendenz steigend, da die Volatilitäten eher zunehmen werden Jahr für Jahr. Und wir arbeiten gerade auch an einem hochfrequenten Trading am IntraDay.

Wer eine PV Anlage auf dem Dach hat und 10 kWh im Keller hat, braucht das nicht. Wir bauen für die rund 45 Millionen Menschen, die zur Miete wohnen und bisher gar keine Möglichkeit haben von dynamischen Preisen zu profitieren.

Findet ihr so ein Produkt spannend? Würdet ihr euch so eine Lösung zulegen oder was hält euch davon ab?

Bin über jedes Feedback dankbar.

Lieben Gruß, Konrad

Persönlich habe ich Hochachtung vor der technischen Machbarkeit als solches, ohne Frage.

aber ich sehe es sehr kritisch, daß mit Strom an der Börse gehandelt wird, es scheint Mode zu sein, daß einer Technik ohne groß zu philosophieren, direkt marktwirtschaftlichen Regeln einprogrammiert werden. Energieüberschuß könnte auch effizienter geregelt werden, denke ich.

Im Prinzip hab ich was vergleichbares, aber mit paar Panels dran. Interessant ist Regelenergie, aber generell sind Marktzutritt und Daten zu Netzzustand an meinem Zählpunkt der Flaschenhals. Ich denke das wird noch interessant

Danke @MdM und @tageloehner euch für die schnelle Reaktionen.

Was meinst du mit Vergleichbares? Unsere Lösung ist ja gerade für Haushalte ohne Dach für eine private PV Anlage. Also ca. 30 Millionen Haushalte.

Bei Regelenergie hast du ja das Thema, dass der Netzbetreiber regeln möchte. Dafür braucht es dann eine Verbindung vom Smart Meter zum Speicher. Und das funktioniert ja bei Mehrfamilienhaushalten nicht.

Das eigentlich spannende und für uns schwierige ist, dass wir für den verkauften Strom die Netzentgelte und Umlagen zurückkriegen. Wenn du die 14 - 17 ct/kWh nicht zurückkriegst, ist der Case eh schwierig.

Unsere Idee ist ja gerade, dass du den Speicher einfach bei dir an die Steckdose klemmst. Ohne HEMS oder anderes Gedöns. Sonst macht das ja keiner. Schon schwierig genug, dass wir jedem einen Smart Meter verbauen müssen (zwar kostenlos, aber trotzdem eine Hürde für viele).

Teilt gerne weiter eure Kommentare.

Lieben Gruß

Konrad

vergleichbar meint: ordentlich Batterie für 2 Tage, openDTU onbattery, spotelly + eigene scripte im shelly "zähler". Ich könnte nach spotpreis einspeisen und Reglenergir +500W / -1000W beretstellen, aber das wird mir nicht bezahlt. Daher nur lokale Netzanalyse: Spannung, Frequenz lösen kurzzeitige Einspeisung bzw Verbräuche aus. Es ist schon fast Sekundenreserve. Bislang gibt es noch keinen Schwarmspeicher-Aggregator, der Anlagen <10kWh nimmt

Ich hab mir grob abgeschätzt, volle Einbindung ergäbe ca 30€ im Monat vom Stromdealer, im Moment nimt der so viel von mir

Für mich ist das persönlich eine Frage, die die Etage ganz oben zu beantworten hätte, momentan ist es aber so wie es ist und ich finde es gut, daß sich viele auch mit flexiblen Strompreisen beschäftigen.

Meine Bedenken sind eher, da es an der Börse gehandelt wird...

wie ist zukünftig sichergestellt, daß der zuvor aufgerufene Referenzertrag bei ca 130 Euro oder höher im Jahr bleiben wird?

Für mich erscheint das Börsen Konstrukt nachwievor eher als ein "großer Regelkreis".

Es gibt noch nicht genug Batteriespeicher, diese Differenz könnten aber auch die Stromerzeuger selbst aufffangen. Jetzt ist es aber so, daß es gewollt zu sein scheint, daß einen Teil die Verbraucher mit ihren eigenen Batteriespeichern beitragen dürfen. Dieser Ausgleichseffekt wird meiner Meinung nach irgendwann wieder beglichen sein, Es gibt vielleicht irgendwann ausreichend Batteriespeicher...

aber dann eventuell keine größeren Erträge bei der Börse mehr?

Gibt es dazu eine Langzeitprognose?

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@tageloehner , finde ich mega, dass du dir das einfach alles selbst gebaut hast. Du könntest ja sogar schon am IntraDay handeln und den popeligen DayAhead hinter dir lassen. Das könne wir nur für Smart charging bisher bei EVs. Bis wir das bei den Speicher at scale haben vergeht mindestens noch ein halbes Jahr wegen dem vielen Datenaustausch über die Cloud. Also erst einmal Chapeau von meiner Seite.

Habe deinen letzten Satz nicht verstanden. Hast du schon jemanden, der dir den Strom direkt vermarktet?

Ich hatte vorhin auch schon einmal mit unserem Produktteam gesprochen. Fremdspeicher einzubinden ist leider nicht trivial und aktuell nicht auf unserer Produktroadmap für die nächsten 2 Quartale.

Aber wenn du willst, Interviewn wir dich einmal. Du hast anscheinend sehr viel hierüber nachgedacht. Schreib mir gerne eine Message auf LinkedIn und ich connecte mit unserem Team.

Lieben Gruß,

Konrad

Sehr gute Frage und hier gibt es natürlich eine Reihe von Abschätzungen. Habe aber gerade auch keine Studie parat, die das mal zusammenfasst. Vielleicht habt ihr ein paar.
Fakt ist, dass die nächsten Jahre die Volatilität zwischen Mittags - Abends - Nachts - Morgens zunehmen wird, da EV und Wärmepumpen Push (mehr Nachfrage abends) und Ausbau Solar (mehr Produktion Mittags) hier entgegen wirkt.

Die große Anmeldung an Gewerbespeichern mit ihren 100+ GW sind zwar großartig, aber bis das genehmigt und gebaut ist, vergehen noch Jahre... Da passiert nix.

Und das ist ja bisher reine DayAhead Vermarktung. weitere 50% Potnential stecken ja im IntraDay Markt.

Lieben Gruß,

Konrad

ok, bin irritiert wegen der fehlenden Studie, ich drehe das mal etwas um.

gibt es denn ein Programm, daß ihr Batteriespeicher nur für den Eigenverbrauch bereit stellt, denke das könnte sich auch lohnen, wenn es negative Einkaufspreise geben sollte.

dann würde ich ja persönlich gerne viel Energie abnehmen, wenn es interessante Einkaufspreise gibt, wie kann ich mehr als 800Wh einkaufen, 2 oder 3 Heimspeicher?

wie sieht denn eine Verrechnung von einer 1kwh bei euch aus, bei Eigenverbrauch, bei Verkauf?

gibt es Bereitstellungskosten des Speichers im Monat?

generell... wie hoch wären die monatlichen Kosten (Grundgebühr) die entstehen würden?

Theoretisch hätte ich meinen Versorger, der bietet Fernsteuerung über sein System an. Praktisch scheitert das aus 2 Gründen: 1. proprietäre Schnittstelle, die via die diversen coudienste von Audi bis ZTE (gebührenpflichtig) fernsteuert, aber keine offene Abfrage ermöglicht. Dazu sind denen Anlagen <10kW einfach egal. Wahrscheinlich kommen noch Anbieter dazu, wenn das ElWG2027 wirksam wird. Bis jetzt konzentrieren sich die Ankündigungen aber auch nur auf grosse PV.

Das gewöhnliche arbeiten nach Spotpreis könnte ich mit Kärnten-Stromanbieter machen. Der nimmt alle. Nachteil ist die höhere Netzgebühr via Netzebene 1 quer durchs Land, des beibt an mir picken.

Schnelle Regelenergie mit Schwarmspeicher startet bei uns auch erst ab 2027. also ich könnte des schon, aber die gesetzliche Grundlage ist noch nicht aktiv. Und wirklich spannend würde des erst, wenn ich die sekundengenaue Steuerinformation für meinen Netzpunkt hätte, da fehlts aber noch am gesetzlichen Druck. Es ist ja möglich, dass z.B. "mein" Trafo ausgelastet ist, aber irgendwo auf Ebene 1 oder 2 ein Erzeuger Überschuss hat.

suchaschine: "power smoocher", "spotelly"


Fremdspeicher einbinden: Dürfte nicht einfach sei. Erfordert push dienst oder sekündliche Abfrage. push dienst braucht offenen Kanal durch outer kann nicht jeder einrichten. pollen geht braucht aber eine schnelle antwort für viele Nutzer.

Dazu: Zählpunkt muss ja eingerechnet werden, damt nicht irgedein Trafo zu viel abkriegt. In AT wird das grossteils überwacht, in de "Neuland" :slight_smile:

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Hi,

wenn ich das Konstrukt richtig verstehe, dann kaufe ich bei euch einen nicht erweiterbaren 2,1kWh Energiespeicher für 400€, schließe gleichzeitig mit euch einen Stromliefervertrag (ihr seid mein EVU), ich benötige ein iMSys von euch und die App steuert via Cloud den "Stromhandel"?

Ich bin ein Mensch der neuen Technologien und Ideen offen gegenübersteht, aber dabei auch die Parameter kritisch betrachtet. Dabei finde ich es immer kritisch wenn man Zahlen in die Höhe treibt damit es hübsch aussieht. Grundsätzlich ist euer Use Case auf 21 Millionen Haushalte begrenzte und dabei sind Mieterstromteilnehmer und Häuser bei den ein iMSys nicht möglich ist noch nicht abgezogen.

Euer Produkt ist leider nicht der Speicher der das Stand Alone könnte, sondern eure Dienstleistung, welche ich nur bekomme solange ich auch Kunde zur Stromlieferung bin. D.h. um die Anschaffungskosten wieder "einzuspielen" muss ich ca. 4 Jahre nach eurer Schätzung (120,-€/a) auch euren Tarif mitgehen. Ansonsten ist es nur ein dummer Speicher ohne Nutzen.

Auf Welcher Grundlage basieren die 120,-€ pro Jahr, wenn ihr das Produkt erst seit ca. 3 Monaten anbietet? Eure Prognose für 2027 basiert ja auch nur auf Annahmen ohne die Marktentwicklung durch die EEG Novelle zu kennen.

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@MdM , sehr gute Fragen.

Die Speicher können immer Eigenverbrauch und Einspeisung. Und du wirst das auch nie trennen können. Du musst dir das so vorstellen, wenn du ein Haushaltsgerät benutzt, dann kann kein Speicher erkennen, was jetzt genau für eine Last wo anfällt. Du kannst den Speicher entladen lassen oder nicht und ihm eine Entladeleistung mitgeben. Du triffst nie die genaue Last in deinem Haushalt. Etwas geht immer zurück ins Netz. Und das will man natürlich vergütet haben.

Den Haushaltsverbrauch exakt zu treffen funktioniert nur, wenn du z.B. parallel ein Shelly im Sicherungskasten anbringst und die Daten in Echtzeit mit Batteriespeicher koppelst. Musst du aber lokal bei dir programmieren und ist damit keine realistische Lösung für alle. Haben wir alles ausprobiert...

2 Speicher und mehr ist prinzipiell möglich. Darf nicht an der gleichen Steckdose sein. Wir haben zum Start auf 1 limitiert, da das erst einmal der Standard für alle sein kann und erweitern dann Stück für Stück die Fähigkeiten des Produkts.

Speicher und unsere Lösung kostet pro Monat gar nichts. Du zahlst nur den Speicher einmalig und hast einen Stromtarif bei uns. Dann fängst du an zu sparen (ca. 10 EUR im Monat).

Zur Verrechnung:

  1. Eigenverbrauch: Wenn du eine kWh für 0 ct/kWh Mittags am spotmarkt kaufst, dann zahlst du ja die Nebenkosten drauf (ca. 14 - 17 ct/kWh). Wenn du die abends verbrauchst, hast du also brutto eher 14 - 17 ct/kWh als deinen normalen Arbeitspreis gezahlt. Das ist ja schon mega.
  2. Verkauf: Wenn du die kWh nicht selber brauchst, verkaufen wir sie wieder. Spread am Spotmarkt die letzten Tage teilweise 15 - 20 ct/kWh zwischen Mittag und Abends (also mittags für 0 ct/kWh eingekauft und abends für 15-20 ct/kWh verkauft; reiner Energiepreis). Wir kriegen wie oben beschrieben die Nebenkosten vollständig zurück (ist aber für uns echt aufwändig...) und schreiben dir die 15-20 ct/kWh gut. Am Ende des Monats schauen wir, was du verkauft hast und überweisen es dir auf dein Konto.

Lieben Gruß,

Konrad

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@purpleturtle , danke dir für die kritische Frage.

Das Setup ist komplett richtig beschrieben.

Also "auf 21 Millionen Haushalte begrenzt" klingt bei dir so negativ. EON, Vattenfall haben alle um die 5 - 7 Millionen Kunden ausschließlich in Fixpreistarifen, der alten hohen Neukundenbonuslogik folgen und der Hoffnung, dass der Kunden dann seinen Stromtarif vergisst. Also ich würde ja 2 Millionen schon nehmen und damit würden wir schon einen Unterschied machen und du kannst Gaskraftwerke vom Netz nehmen abends. :slight_smile:

Wir sind auch Mieterstromanbieter und ich glaube noch nicht daran, dass das skalieren wird. Zu viele verschiedene Player (Anlagenbetreiber, Mieterstromprojektierer, Reststromanbieter). Das muss noch einfacher werden, damit sich das durchsetzt.

iMSys wird für alle kommen. Wir müssen das nur selbst in die Hand nehmen und Druck auf die Netzbetreiber und BNetzA weiter ausüben. Top2 Gründe aktuell sind: Mobilfunkempfang im Keller und Zählerkasten nicht vorbereitet. Vor ein paar Jahren hat die BNetzA noch das 450 MHz Band freigeschaltet, was für Smart Meter ausreicht und in jeden Keller geht.

Dein Punkt zum Stand-Alone, verstehe ich nicht. Wie soll es denn sonst gehen? Das geht ja nur über deinen Stromlieferanten. Irgendeiner muss ja das Trading an der Börse machen bzw. deinen Eigenverbrauch abrechnen. Und bis auf uns macht das noch keiner; die fokussieren sich alle nur auf die ca. 8 - 10 Millionen Eigenheimbesitzer; aber normale Haushalte in Mietwohnungen sind ja allen egal.

Anbei nochmal die Analyse für Juni diesen Jahres mit und ohne den Speicher bei einem dynamischen Tarif. So schlecht ist der Tarif nun nicht. Wir schlagen 1,5 ct/kWh drauf als Marge für Rabot Energy. Das ist alles. Keine weiteren Risikoaufschläge oder ähnliches.

Gute Frage zu den 120 EUR. Das ist eine konservative Annahme. Basiert auf Spotmarktberechnungen am DayAhead von Jul 2025 - Jun 2026. Die täglichen Volatilitäten haben die letzten Jahre aber eher zugenommen als abgenommen. Und es gibt noch weitere Möglichkeiten am IntraDay Markt. Wir sehen das Potential bei über 200 EUR. Aber ja, die müssen wir erst einmal heben. Die 120 EUR ergeben sich aber zwangsläufig aus den typischen Schwankungen zwischen Mittags und Abends. Und alles was gerade passiert verstärkt den Effekt. Ausbau PV drückt die Preise Mittags und Anstieg EV und Wärmepumpen lässt die Preise abends steigen.

Die EEG Novelle, MiSpeL und Co. sind einen separaten Post wert. Kann ich gerne auch meine Sicht zu geben. Das Thema PV Direktvermarktung (wieder primär Eigenheime) ist auf jeden Fall spannend.

Hoffe, ich konnte ein paar deiner Fragen beantworten.

Ansonsten gerne weiter antworten. Freue mich auf den Austausch.

Lieben Gruß,

Konrad

Hi, herzlich wilkommen im Forum!

Das machen Marstek und Co. doch aber serienmässig, oder? Konkret geht es dann wahrscheinlich darum, dass man keinen eigenen Smartmeter a la Shelly, Ecotracker etc. braucht, weil ihr die (aktuell noch nicht vorhandenen) ImSys einbindet?

Nach meinem aktuellen Stand amortisiert sich das angesichts Anschaffungskosten, Lebensdauer, Ladeverluste (Venus E ca. 25%) etc. einfach nie? Hast du mal eine Beispielhafte Amortisationsrechnung für uns? Würde mich ehrlich interessieren.

@frankdrebin , danke dir für die freundliche Aufnahme im Forum.

Ich war gestern auf der IFA hier in Berlin. Wir haben mit Marstek eine Cloud2Cloud API entwickelt. Als wir vor einem Jahr mit den Herstellern (Anker, Ecoflow, Zendure, Jackery, ...) gesprochen haben, hatte keiner eine funktionierend Cloud2Cloud API für ihre Heimspeicher-Serien. Da geht es schon los.

Das Schwierige ist nicht das Triggern des Speichers zum Laden und Entladen. Wenn du die Spotpreise kennst du und deinen Verbrauch, kann man ja auch lokal verschiedene Profile einstellen.

Wir machen das zwar 15 Min scharf, darum sieht das bei uns der App zum Beispiel so aus, aber das kannst du noch halbwegs gut manuell einstellen.

Das Schwierige ist, dass du keinen findest, der für dich den ganzen Kram an der Börse verkauft, die die Netzentgelte und Umlagen zurückholt und dir das dann auszahlt. Du kannst jederzeit "wild" ins Netzeinspeisen, wenn du den Speicher auf entladen schaltest. Verlierst dann einfach die kWhs.

Das kann nur ein Stromlieferant und selbst wir müssen aktuell noch bei fast jedem Netzbetreiber ins Einzelgespräch, da sie die Prozesse nicht im Griff haben, um diese geltende Gesetze umzusetzen.

Zu der Rechnung: Unser Speicherpartner Marstek hat 10 Jahre Garantie.

Hier einmal die durchschnittlichen Spreads zwischen Mittags und abends (13,10 ct/kWh) und Nachts und morgens (4,80 ct/kWh), da wir den Speicher ja mit 2 Zyklen ab Tag laufen aus den letzten 1,5 Jahren (man sieht sehr schön, dass es in 2026 nochmal deutlich besser wurde).

Die Rechnung ist dann wie folgt:

Zwei Zyklen wie oben beschrieben. Und dann haben wir aktuell ca. 90% Wirkungsgrad für den Roundtrip. Also von den 2,2 kWh, verlieren wir in jedem Zyklus 0,2 kWh. Zum Glück kaufen wir die zu mittags fast kostenlos ein und nachts auch günstig, sodass du für die im Schnitt über das Jahr 3,5 ct/kWh zahlst.

Ich hoffe, das hilft euch.

Danke, dass ihr uns hier so challenged. Ich bin ja sehr von dem Produkt für alle Haushalte überzeugt und natürlich haben wir auch noch einige konkrete Challenges, aber ich bin insgesamt bisher sehr zufrieden mit dem Anlauf.

Lieben Gruß,

Konrad

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mit konkret welchem Speicher und welcher Ladeleistung ist das gerechnet?

Hallo zusammen ,

für Mietwohnungen ist ein Stromspeicher mit der Möglichkeit zu günstigen Zeitpunkten zu kaufen eine gute Idee . Im ideal Fall nur ein Stecker in der Steckdose stecken . Soweit so gut .

Die Frage der Größe des Speicher steht hier im Raum .

Ein Beispiel : Ich wohne im Süddeutschland und habe im Sommer ein Splittgerät laufen . Dann ist ein größerer Speicher ggf Sinnvoll .
Ein weiteres Beispiel : in den Übergangszeiten heizen mit einem Splittgerät .
Gegenbeispiel : Ein 1 Personenhaushalt der ein relativ kleinen Stromverbrauch hat , benötigt weniger Strom .

Wäre nicht für den Kunden und für den Anbieter ein Speicher der Ausbaubar ist , in der Zukunft , Sinnvoll ? . Eine ggf stapelbare Lösung . Mehrere Einzelspeicher werden eher Abschreckend wirken , nach meiner Meinung .

Bitte nicht als Kritik verstehen , sondern als Anmerkung da der Stromverbrauch unterschiedlich ist . Ich denke das in der nahen Zukunft auch bei Mietern sich Splittgeräte oder Kühlgeräte durchsetzen werden .

Gruß Eckard

Ich sags mal so, selbst mit einer etwas grösseren PV und 2,5kW Ladeleistung (damit verbundene Anschluss- und Anmeldekosten ignorieren wir hier mal) amortisiert sich so ein Marstek Venus E kaum, wenn man mit echten Zahlen und echten Ladeverlusten, Standby/Eigenverbrauch etc rechnet. Nicht schöngerechnete Theorie mit Glaskugel. Dazu gerne einmal den riesigen Thread im PV Forum lesen, da gibt es echte Nutzererfahrungen zu den Speichern.

Ich finde die Idee gut, wie gesagt mein Kram hier ist sogar schon etwas weiter. Wie ist es mit Skalierung? 2kWh sind nicht viel, rechnet man pro Tag 5h laden und 5h entladen nach Fixschema, müsste der sweet spot bei 800W aber bei ca. 4kWh Batterie sein?


In AT gibts kaum noch günstigen Nachtstrom, man hat ein Mittagsfenster 5-6h zum laden

Aktuell nutzen wir den Marstek Venus A mit 2,1 kWh, 800 W Ausspeiseleistung und 1,2 kW Ladeleistung. Haben uns jetzt auf der IFA den neuen Venus E Mini angeschaut und erweitern gerade unsere Konnektivität und Optimierung auch auf den Speicher. Der ist nochmal spürbar schöner und eleganter.