Stand-Alone Speicher mit Optimierung für jedermann - Was haltet ihr von der folgenden Lösung?

Gute Diskussion @frankdrebin . Der 2,1 kWh Speicher ist nach unser Rechnung genau das Optimum. Ein größerer Speicher würde bei weiterhin 800 W Ausspeiseleistung nicht mehr alles zu den Peakzeiten leer kriegen. D.h. der Gewinn pro kWh wird eher kleiner als größer (außer man hat viel Eigenverbrauch, aber hier sehen wir eher, dass Kunden 60% einspeisen und nur 40% Eigenverbräuchen).

Aktuell beziehen wir den Venus A für 400 EUR. Ziel ist es mit steigenden Absatzzahlen hier auch den Preis weiter reduzieren zu können und denke auch generell, dass die Batteriepreise pro kWh weiter fallen werden.

Darum sollten wir die 3,5 Jahre für die Amortisierung auf jeden Fall schaffen.

Hinzukommt, das der Speicher mit <30 kg auch gut geliefert werden kann. Small Parcel und kein 2-man handling. Da spart man auch beim Versand kosten.

Anmeldekosten oder ähnliches gibt es nicht. Das versuchen wir gerade noch stärker zu automatisieren und covern wir gerade. Wäre schön, wenn man per API bei den 800 Netzbetreibern in Deutschland die Anmeldung machen könnte. Aber da sind wir wahrscheinlich noch ein Erdzeitalter entfernt.

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wenn ich das richtig verstehe, kalkuliert ihr 2 volle Ladungen pro Tag, 2x 2kWh?
Verlust rechnet ihr bei 4kWh dann 0,2kWh täglich, das wären ja nur 5%?
Die realen Ladeverluste liegen wohl bei 25%?
Die reale nutzbare Kapazität vom Venus A ist wohl ca. 1,75 kWh?

Kann man das, mit einem Marstek Venus A oder E? Soweit ich weiß, sind können die beide mehr als 800W einspeisen?

Hab mir grad die Marstek Webseite angeschaut. Das Gerät lässt sich ja gut erweitern, sowohl Batterie als auch PV. Passt des dann mit eurem System zusammen?

@KonradSchade

Hallo,
meine Bitte: alle AGB und Preisblätter sollten an prominenter Stelle zu finden sein und zwar als Pdf zum download. Mir ist die Seite der Firma zu Überladen mit Werbung und bis ich "meinen" Preis gefunden hatte, dauerte es recht lang. Speziell bei mir ist mein VNB günstiger als Rabot Angebote. Mit anderen Worten: wenn die Rabot Preise nur dann günstiger als die der Mitbewerber werden, wenn man einen integrierten Akku WR ersteht, dann ist das für die Menschen mit schmalem Thaler ein no go.

Mir gefällt das soziale Element, den Wandel des Energiemarktes auch für Haushalte nutzbar zu machen, denen der Zugang zur Eigenerzeugung verwehrt bleibt. Wenn der Preis dann auch noch stimmt, dann könnte der Markt das Produkt finden.

L.G.

Hallo Konrad,

ich persönlich würde es tatsächlich auch eher kritisch beäugen, insbesondere da der Markt leider von viel zu vielen leeren Versprechungen geflutet ist. Ist natürlich nun nicht euch anzulasten, aber dennoch drückt das gewaltig aufs Vertrauen.

Vom technischen Standpunkt halte ich die Idee für sehr gut. Die Wirtschaftlichkeit halte ich hingegen für eher schwierig. Meine Kernpunkte, welche ich näher beleuchten müsste, wären:

  • zusätzliche Kosten für den Smart Meter
  • Die round trip Lade- / Entladeverluste liegen bei der Venus-A wohl bei 78,5%
  • Die nutzbare Kapazität liegt bei 1,75kWh, was zunächst nicht viel ist. Aber die Argumentation, dass bei 800W Abgabe größere Kapazitäten kaum sinnvoll sind, kann ich gut nachvollziehen
  • Netzentgelte sind ein großes Thema, das alles zunichte machen kann

Die KI hat mir aus meiner Datenbank folgendes ausgespuckt:

339 vollständigen Preistage vom 30.09.2025 bis 07.09.2026:

Kennzahl 1.200 W Laden / 800 W Entladen
Vollzyklus-Äquivalente¹ 636,80
Durchschnittlicher Gewinn pro Zyklus 12,59 ct
Durchschnittlicher Gewinn pro Monat² 7,20 €
Gesamtgewinn 80,20 €

Wenn jetzt noch irgend welche Steuern, Netzendgelte oder ähnliches dazu kommen, wird letztlich nicht sehr viel übrig bleiben. Gerade auch im Hinblick, dass dynamische Tarifmodelle meist wohl teurer als Fixpreismodelle sind, könnte das schon sehr knapp werden.

Möglicherweise gibt es noch ein Marktrisiko:

Wenn alle Kunden ihre Verbräuche in die preisgünstigen Zeiten verlagern, steigt dort der Absatz und damit auch der Preis. Und die Hochpreisphase erlebt eine sinkende Nachfrage, so dass dort der Preis sinkt. Die Preise würden sich dann mittelfristig annähern und dann macht das "bunkern von 2 kWh" keinen Sinn mehr.

Was ist mit so Zeiten wie im Januar/Februar 2025, als der Preis für Stunden nicht unter 10ct die kWh ging? Bei nem Floater zahlt man dann für seinen Strom auch jene 10ct + Netzgebühren + Steuern. Bei nem Fixtarif käme man günstiger weg.

Je nach Verbrauchsprofil kann es teurer sein.

Was ich noch nicht ganz verstehe:
Der StromVERBRAUCH wird dann über euch laufen? Also wenn im Februar 2025 der Strompreis:
0:00 - 5:00 12ct; 7-9:00 22ct; 11-14: 13ct ; 17-20:00 30ct ist, und ich brauche dann Strom, dann kaufe ich also für 12ct + Netzgebühren + Steuer. Und wenn ich dann abends Strom brauche muss ich den dann für 30ct + Netzgebühren + Steuer kaufen.

Daher wäre ein flexibler Stromtarif nur dann sinnvoll, wenn man wirklich nen ganzen Tag damit überbrücken kann. Sonst frisst der Eigenbedarf den Vorteil weg. Zwar kann man Strom verkaufen. Aber wenn es mal ein paar solche Tage gibt, und man konstakt beispielsweise 10kWh am Tag verbrauch, zu bestimmten Zeiten mehr, dann kann es sein, dass sich das aufhebt. Ein Fixtarif kann man günstiger sein. Damit bricht der Vorteil aber weg.

Wenn es nach der Bundesregierung und ihrem Vorhaben mit der EEG Novelle 2027 geht, dann ist genau das die Zukunft. Jeder Heimspeicher in den Häusern mit PV Anlage reduziert den Verbrauch in der Nacht/Abend. Damit sinkt der Absatzpreis in den Zeiten und der Hebel für die Rabot Lösung sinkt noch weiter.

Auch andere Länder gehen gerade diesen Weg. Australien hatte dieses Jahr eine grosse und sehr erfolgreiche Förderung, die einen riesigen Zubau an privaten Speichern in kurzer Zeit gebracht hat.

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