Splitanlage für kleines Holzhaus

Hi,

wir kaufen gerade ein kleines Ferienhäuschen (Doppelhaushälfte) aus Holz. Es hat im Erdgeschoss ein Wohn-Esszimmer (18,5m2) und im ersten Stock unter der Dachschräge zwei Zimmer (10m2 & 13m2). Es gibt keine Heizung, nur ein Ofen. Ich würde gerne eine Klimaanlage zum heizen einbauen, später eine PV-Anlage. Ich weiß aber nicht, wieviel Heizleistung die Innengeräte haben sollen. Sind 3,5kW für das Wohnzimmer, und jeweils 2,5kW für die beiden kleinen Zimmer ausreichend? Sowas zu Beispiel:
klima-express-shop.de/LG-Multisplit-Trio-MU3R19-2x-S09ET-25-kW-S12ET-35-kW-WiFi

Danke für Eure Meinung!
Philipp

Für jedes Zimmer sind 2kWh bereits überdimensioniert, selbst bei schlechter Dämmung. Nimm jeweils das kleinste Gerät und starte mit dem EG. Wahrscheinlich reichen 2,5kWh im EG für alles inkl OG.

Kommt darauf an, wann ihr euch in dem Ferienhaus aufhalten wollt und wo das Haus steht.

Wenn es ungedämmt ist können die Dachräume in der kältesten Zeit des Jahres schon mal ungemütlich werden.
Wärmebedarf: für 13m² OG-Raum mit Holzwand 2,5cm (U-Wert 2,76) kann bei zwei Außenwänden, einer ungedämmten Decke und -11°C Außentemperatur schon mal ein Wärmebedarf von 2,5kW für diesen Raum auftreten.
Für den unteren Raum 18,5m² bei schlechter Dämmung (U-Wert 2,76) und drei Außenwänden sind es ca. 3,5kW Wärmebedarf.
Wann wurde das Haus denn gebaut? Wenn nach 1990, dann sollte der U-Wert kleiner als 1 sein, dann kommt die Einschätzung von Okabe hin.
Bei U-Wert von 1 liegt der Wärmebedarf bei ca 1kw pro Raum bei -11°C Außentemperatur.
Bei -20°C Außentemperatur ist der Wärmebedarf ca. 30% höher.

Deshalb Dämmung anschauen und wenn sie gut ist, dann sollte alles passen.

Herzliche Grüße

Moin,

danke für Eure schnellen Antworten! Das geht ja echt fix hier im Forum :slight_smile:

Das Haus ist auf jeden Fall gedämmt. Den U-Wert kenne ich nicht, aber den müsste ich über den Haushersteller herausfinden. In der Baubeschreibung steht:

Außenwände 100 mm Mineraldämmstoff, Innenwände mit 50 mm Mineraldämmstoff.

Das Haus ist von 1989.

Dass 2,5kW für die kleinen Räume zu viel ist, dachte ich mir schon. Viel kleinere Innengeräte scheint es aber gar nicht zu geben.

Zu klein kommt jetzt darauf an ob du auch im Winter dort sein möchtest und wie die Wände bei deinem Holzhaus aufgebaut sind. Dach ist auch isoliert mit einem Kaltdach drauf, sonst ist dort die Wärme schnell mal weg.

Moin,

danke für Eure schnellen Antworten! Das geht ja echt fix hier im Forum :)

Das Haus ist auf jeden Fall gedämmt. Den U-Wert kenne ich nicht, aber den müsste ich über den Haushersteller herausfinden. In der Baubeschreibung steht:

Außenwände 100 mm Mineraldämmstoff, Innenwände mit 50 mm Mineraldämmstoff.

Das Haus ist von 1989.

Dass 2,5kW für die kleinen Räume zu viel ist, dachte ich mir schon. Viel kleinere Innengeräte scheint es aber gar nicht zu geben.
Daikin Multisplit versorgt 1,5kW Innenteile.
Ein 3er Außenteil 3MXM40N mit 3* CTXM15R
Da liegt die Gesamtleistung bei ca. 4kW vom Außenteil.
Gibt es auch in anderen Kombinationen, z.B. mit einem 2 oder 2,5kW Innenteil.
Costa fast garnichts um die 3300€ ohne Montage etc.
Das Haus ist auf jeden Fall gedämmt. Den U-Wert kenne ich nicht, aber den müsste ich über den Haushersteller herausfinden. In der Baubeschreibung steht:

Außenwände 100 mm Mineraldämmstoff, Innenwände mit 50 mm Mineraldämmstoff.

Das Haus ist von 1989.
Für den U-Wert schau mal hier.
http://www.bastelitis.de/u-wert-rechner/

Für 5cm Mineralwolle, 3cm Holz und 10cm Mineralwolle kommt da ein ganz ordentlicher U-Wert von 0,241 raus.
Wenn das Dach ähnlich gedämmt ist, sollten die 2,5kw wirklich locker reichen.

Herzliche Grüße

Nur auf den U-Wert kommt es nicht nur alleine darauf an,denn wenn das nicht Luftdicht ist und es überall rein zieht hilft dir die Isolierung auch nicht viel. Grundsätzlich ist ein Holzhaus auf jeden Fall schneller aufgeheizt und hält die Wärme länger.

Warum hält ein Holzhaus im aufgewärmten Zustand die Wärme länger und ist gleichzeitig schneller aufgeheizt?
Bei gleichem Isolierstand müsste doch das Produkt aus spez. Wärmekapazität und Masse für die Zeitspanne ausschlaggebend sein.
Das dürfte bei Mauerwerk doch größer sein, weil doch Beton / Ziegel... eine deutlich größere Dichte haben als Holz.
Also dauert der Aufheizprozeß beim Ziegelhaus länger, weil mehr Energie im Mauerwerk absorbiert wird, die dann später aber
über einen längeren Zeitraum wieder abgegeben wird.

Das Haus ist auf jeden Fall gedämmt. Den U-Wert kenne ich nicht, aber den müsste ich über den Haushersteller herausfinden. In der Baubeschreibung steht:

Außenwände 100 mm Mineraldämmstoff, Innenwände mit 50 mm Mineraldämmstoff.

Das Haus ist von 1989.
Für den U-Wert schau mal hier.
http://www.bastelitis.de/u-wert-rechner/

Für 5cm Mineralwolle, 3cm Holz und 10cm Mineralwolle kommt da ein ganz ordentlicher U-Wert von 0,241 raus.
Wenn das Dach ähnlich gedämmt ist, sollten die 2,5kw wirklich locker reichen.

Herzliche Grüße
Das ist ja cool, danke!
Für jedes Zimmer sind 2kWh bereits überdimensioniert, selbst bei schlechter Dämmung. Nimm jeweils das kleinste Gerät und starte mit dem EG. Wahrscheinlich reichen 2,5kWh im EG für alles inkl OG.
Wenn ich mich also von unten herantaste, heißt das ja, dass ich vorsichtshalber ein 3er Außengerät brauche und untern erstmal ein Innengerät installiere. Blöde Frage vielleicht, aber zieht ein 3er Außengerät beim Betrieb von einem Innengerät mehr Strom als ein 1er Außengerät?

Die konkrete Frage kann ich nicht beantworten. Bei den Daikins müsstest Du als Einzelinnenteil jedenfalls mindestens ein 20er installieren.
Die 15er gehen lt. Daikin nur in Multisplitanwendung, also gerade nicht als einzelnes Gerät.
Das Außenteil muss evtl. häufiger takten, also ein- ausschalten, nicht gut, wenn die abgenommene Leistung des Innenteil sehr klein wird.
Die haben eine obere und untere Grenze, also quasi eine Mindestleistung.
Kann man in den Datenblättern recherchieren.

Für jedes Zimmer sind 2kWh bereits überdimensioniert, selbst bei schlechter Dämmung. Nimm jeweils das kleinste Gerät und starte mit dem EG. Wahrscheinlich reichen 2,5kWh im EG für alles inkl OG.
Wenn ich mich also von unten herantaste, heißt das ja, dass ich vorsichtshalber ein 3er Außengerät brauche und untern erstmal ein Innengerät installiere. Blöde Frage vielleicht, aber zieht ein 3er Außengerät beim Betrieb von einem Innengerät mehr Strom als ein 1er Außengerät?
Wenn möglich, dann verzichte auf Multisplit-Geräte. Immer single-split, außer du kannst maximal ein Außengerät installieren. Oder aber wenn du _immer_ alle Innengerät gleichzeitig laufen hast.

Meine Meinung: starte mit einem single-split im EG. 2,5kW oder 3,5kW wenn du ganz ängstlich bist. Für die Tage wo es wirklich mal -15 Grad sind und die Klimaanlage dann nur noch die Temperatur auf 15 statt 22 Grad bekommt, nimmst du einfach einen IR Heizstrahler dazu und gut ist. Wird aber nicht nötig sein, es sei denn es zieht wie Hechtsuppe.
Gute 2,5kW Klimaanlagen haben eine maximale Heizleistung von 5-6kW. Leih dir einfach mal ein paar Föhns (z.B. 3x2000W oder 6x1000W) schalte die auf höchste Stufe und lass sie laufen. Dann kriegst du eine Vorstellung davon, wieviel Wärme produziert werden kann.

Wenn du 3,5kW statt 2,5kW nimmst, dann achte besonders auf die minimal Leistungsaufnahme/Abgabe. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Anlage bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt in's Takten kommen, weil die minimale Leistung unterschritten wird. Das ist nicht gut für die Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit. Je weiter die Anlage herunterregeln kann ohne zu takten, desto besser.

Geändert wg. Leseschwäche.
Kauf Dir für teuer Geld möglichst viele Einzelgeräte statt einer Multisplitanwendung, die gut 1/3 günstiger wäre.
Bezogen auf eine 3er MS gegenüber 3 ES-Anlagen.
Was werden hier für Ratschläge gegeben?

Der Tip mit dem Fön ist gut, da gibt es schnell ne Vorstellung der Heizleistung.
Taugt allerdings nicht für echten Dauerbetrieb.

Genau deshalb wird die Heizleistung bei einer 2,5kW auch extra angegeben.
Ein 2,5kW Gerät Perfera von Daikin kühlt mit 2,5kW und heizt mit 2,8kW max.
Achso? Mal schauen: https://www.klimaprofis.com/klimageraete/split-klimageraete/wandklimageraete/daikin-perfera-ftxm25r-r32-wifi-inverter-wand-klimageraete-set-3-2-kw?c=0

Heizleistung max. (kW): 4,7

Und wohlgemerkt - es gibt auch Geräte, die noch effizienter sind und dementsprechend auch 5-6 schaffen, z.B. 5,8kW: https://www.s-klima.de/produkte/klimasysteme/s-serie/detail/product/1200765/S%20S%20SRC-ZSX%20SRK-ZSX-W/

Aber okay, vielleicht hätte ich "extrem gute" schreiben sollen, denn die Mittelklassegeräte schaffen in der Tat keine 5kW.
Und kauf Dir für teuer Geld möglichst viele Einzelgeräte statt einer Multisplitanwendung, die gut 1/3 günstiger wäre.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit bleibt es aber bei einem Gerät. :) Und auch wenn Multisplit vielleicht in der Anschaffung etwas günstiger ist, so hat man dann auch höhere Betriebskosten und es kann alles aufeinmal ausfallen.

Jepp, hast Du Recht.
Hab statt max. nom. beglotzt :crazy:
Sorry für die Fehlinfo.

Das Haus steht in Schleswig-Holstein, da fällt die Temperatur extrem selten unter -10 Grad. Und falls doch, gibt es einen Holzofen.

Wenn Ihr zu einem Monosplitgerät ratet, denkt Ihr, das heizt die oberen Räume mit auf?

Nachbarhäuschen haben in den oberen Zimmern übrigens so Infrarotheizungen.


Wenn Ihr zu einem Monosplitgerät ratet, denkt Ihr, das heizt die oberen Räume mit auf?
ja das tut es definitiv, wo soll die Wärme/ Energie auch hin?
Eine Innenwand ist auch nichts anderes als eine schlecht gedämmte Aussenwand

Ob die Verteilung ausreichend ist, sie deinen Ansürüchen gerecht wird, kannst leider nicht errechnen, nur selber herausfinden

Wenn Ihr zu einem Monosplitgerät ratet, denkt Ihr, das heizt die oberen Räume mit auf?
ja das tut es definitiv, wo soll die Wärme/ Energie auch hin?
Eine Innenwand ist auch nichts anderes als eine schlecht gedämmte Aussenwand

Ob die Verteilung ausreichend ist, sie deinen Ansürüchen gerecht wird, kannst leider nicht errechnen, nur selber herausfinden
Sachma,

hast Du das schon mal ausprobiert? Wenn ich unseren Holzofen mit 6kW stoche, dass man das Glühen im Kamin von der ISS sieht und die Zimmertüre zu ist, dann ist es im ungeheizten Flur kalt wie unterm Eisbärenarsch. Selbst wenn die Türe offen steht, ist der Effekt für Flur oder andere auf gleicher Ebene liegende Räume überschaubar.

Nehmen wir mal an die Innenwand überträgt pro m² und Kelvin 5W in den anderen Raum.
10m² Wandfläche oder 2,50 hoch 4m lang, Temperaturunterschied warm 20° kalt 10° deltaT also 10K. Dann fließen über die Wand 10*10*5W -> 500W Heizleistung in den kalten Raum.
Da darf der aber nicht viel Fläche haben oder muss sehr gut isoliert sein, damit dass klappt. Ein KfW40 Haus benötigt 10-15W/m², ein 55er bereits 40W/m².
Wenn nun die Temperaturdifferenz der beiden Räume sinkt, sinkt auch die über die Wand übertragene Heizleistung. Der kalte Raum habe sich auf 15° erwärmt, der warme habe 20°, dann wandern durch die Wand nur noch 250W

@TE
Probier es mit nem Fön oder nem billigen Heizlüfter aus.
Alle anderen Heizungen aus, Thermometer, am besten alle die gleiche Sorte in die anderen mit zu beheizenden Räume, den Lüfter in einem Raum einschalten und mal zwei drei Stunden bei offener Türe pusten lassen.
Wenn sich das gewünschte Ergebnis einstellt, gut.
Sonst mehr als ein Innenteil beschaffen.

Habe in unserm Holzhaus einen Kaminofen im Wohnzimmer stehen und wenn ich im Winter nach längerer Zeit hin komme, ist das Haus ausgekühlt und hat oft nur 10°C im Haus. Wenn ich den Kaminofen dann anheize und im ganzem Haus sind die Türen offen habe ich in 2 Stunden im ganzen Haus eine Temperatur um die 20 - 22°C inklusive des oberen Stock mit zwei Zimmer.