Split-Klima Kostenvoranschläge Sammelthread

Ich denke, das ist das Hauptproblem. Alleine die absurd hohe Anzahl von aktuellen und schon nicht mehr erhältlichen “Rohrsystemen”. Offenbar nicht genormt, jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen. Und genau hier - wo es ganz offensichtlich nötig wäre und sowohl für die Konsumenten, als auch für die Handwerker ein Segen - macht die EU was :thinking: Nichts. Toll. Schon klar, schwieriger Bereich mit ggfs. gigantischen Forderungen bei Wasserschäden etc. Aber wenn das Zeug untereinander passen MUSS, dann geht es ja nur darum, dass die Einzelteile eben i.O. sein müssen und korrekt verarbeitet.

Noch schlimmer finde ich aber die “Kette” für die Produktbeschaffung. Die Handwerker können da ja meistens preislich unmöglich mithalten - ob die wollen, oder nicht. Das ist doch verrückt, wenn ein Handwerker - der beruflich ständig das Zeug verbaut und eigentlich “Kontakte” hat - in der Praxis identische oder oft wohl sogar schlechtere Einkaufspreise hat, wie irgendjemand der sich damit noch nie in seinem Leben beschäftigt hat und das online bestellt (wo ja ebenfalls schon mindestens 3 (Hersteller,Händler,Paketdienst) verdienen - wenn nicht mehr…

Für mich ist das irgendwie: Dem Handwerk mit System schaden.

Und bekanntlich wird das dann anderswo auch wieder aufgeschlagen - muss ja auch um zu existieren. Das Ergebnis sind dann die völlig absurden Preise, die wir jetzt eben haben…

Ich bezweifle, dass es da ums “nur zum existieren” geht. Wir haben eine Kamera vor der Haustür. Magst du mal die Autos sehen, die die Handwerker fahren, die dann zwischen 50k€ und 60k€ für eine 0815 LWWP verlangen?

Ja bitte :wink:

Gerade als DIY ler habe ich viel Respekt vor den Handwerkern. Das ist heute einerseits alles sehr anspruchsvoll geworden und gleichzeitig immer noch viel harte körperliche Arbeit.. bis zur Rente mit 6X und ohne Home Office.

Wenn man die Arbeiten mal selbst macht, weiß man auch wie groß die Verantwortung und Risiken sind, und dass ein gewisses Maß an Fehlern einfach nicht vermeidbar ist. Das alles muss einkalkuliert werden, mit Versicherungen etc. Dafür habe ich viel Verständnis.

Allerdings ist es dann auch ernüchternd, wenn man im Falle eines Mangels im Regen stehen gelassen wird. Schon klar, dass das für den Betrieb dann doof ist, da schmilzt die Marge und die Motivation dann dahin.

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Sehe ich auch so :+1:

Alleine wenn man sich die Produktvielfalt und oft nicht gegebene Kompatibilität ansieht…:see_no_evil_monkey: Das ist in dem Bereich für mich gefühlt am schlimmsten von allen Handwerken… (Installateure)

Dennoch haben mir persönlich bisher “Profi´s” schon mehrere - darunter kapitale - Wasserschäden “beschert”, während ich selber bisher nur einen mit sehr geringem Umfang geschafft habe :laughing: (War zum Glück nicht der Rede wert).

Sind alles nur Menschen, es kann immer was sein. Mir tun die auch tw. wirklich leid, weil das “Umfeld” einfach so derart kompliziert geworden ist…

Wenn man die Arbeit von so einem Installateur heute vergleicht mit vor 30-40 Jahren, dann sind das einfach Welten… Es fing schon an mit den ganzen Rohrsystemen mit schmelzen, pressen und was weiß ich. Dann kamen noch die Wärmepumpen dazu… Es wird einfach immer komplizierter. Die haben ja auch kaum noch die Möglichkeit, sich auf etwas “einzuarbeiten” - weil sich ständig alles ändert (überspitzt formuliert).

Das ist alles nicht so toll, für mich gefühlt noch viel komplizierter als bei zb. Elektrikern. Da passen wenigstens i.d.R. Verteilereinbauten aller Hersteller auf die Hutschiene etc. und Draht / Kabel passt auch immer - während es im Wasserbereich mit den unterschiedlichen Leitungen / Fittingen ganz anders aussieht…

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Das ist aber ein generelles Problem. Die 30 000€ sind doch durch nichts zu rechtfertigen.

Und dazu noch einen “Netzdienlichkeitsadapter”. Das ist nun keine Empfehlung und keine direkte Kritik, aber 5 Singlesplits mit vielleicht max. 10KW el. Leistung müssen abgeregelt werden können. Aber nen 22KW Durchlauferhitzer geht….

Willst die Förderung haben, ist das Vorschrift. Ist also völlig korrekt, was da angeboten wurde, insofern eine Förderung angdacht war.

Ich würde auf eine Förderung pfeiffen und mir jemanden suchen, der von mir ausgewählte Klimasplits für knappe 3000€ dann für 2000€ fixpreis montiert und anschließt. Dann kostet der Spaß 5000€ ohne Förderung.

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So haben wir's gemacht. 5 x Perfera Single Split aus Italien plus Montage €12k.

Ich nahm bisher an, dass Netzdienlichkeit bzw. Abregelbarkeit nach §14a EnWG immer berücksichtigt werden muss.

So hat’s uns zumindest der Elektriker erzählt, der uns 2x2in1-Multisplit mit 4,5kW el. Anschlussleistung installieren und dazu einen neuen Zählerschrank einbauen wollte.

Scheint wohl rechtlich seit einiger Zeit so zu sein, wenn man über die 4,2kW Anschlussleistung kommt. Scheint aber nach meiner Beobachtung in der Praxis vielfach noch nicht angekommen zu sein. Soweit ich es kenne, wird die Frage nach Netzdienlichkeitsadapter oft nur gestellt, wenn es um Förderung geht.

Bei Split-Klima ist es m.W. auch fast nie nötig, dies dem VNB zu melden. Bei einer normalen LWWP hingegen ist es eher der Standard, auch schon deshalb, weil hier ein Heizstab sehr viel Leistung ziehen kann.

Da ist ja grundsätzlich nichts Verwerfliches dran. Ohne Rendite kann der Laden natürlich schnell wieder dicht machen, auch wenn der Habeck da ja anderer Meinung war, der Fachmann. Aber die Größenordnung der Rendite ist doch mit entscheidend. Unter 10 - 15% Rendite wollen “die Jungen” ja gar nicht mehr los. Die Industrie geht ja medial auch immer gleich Pleite wenn der Gewinn leider nicht um 6% sondern nur 2% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte.

Ja, da sind die “Mitgliedsbeiträge” IHK und sonstige Fachverbände sowie der Zugang zu aktuellen Normen, Buchhalterkosten, Versicherungen usw. noch gar nicht mit drin.

Naja, bei korrekt dimensionierter LWWP läuft der Heizstab vielleicht 50 - 70h im Jahr und, das ist meine persönlich Meinung, wer einen 9kW Heizstab auch wirklich mit 9kW laufen lassen (muss) hat bei der Dimensionierung der WP irgendwie geschlafen. Ist aber nicht zu vergleichen mit dem DLE der oben genannt wurde. Unser 21kW DLE hat auch keinen Drosselkontakt wo der Netzbetreiber uns das Füllen der Wanne vermiesen könnte.

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Der braucht m.W. aber sogar eine Zustimmung durch den VNB. Alles über 12 kW ist zustimmungspflichtig.

Bei der Leistung des Heizstabes ging es mir auch darum, dass der grundsätzlich z.B. 9kW ziehen kann, also eine viel höhere Anschlussleistung im Gegensatz zur LLWP.

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Wenn du ihn anschließt/schließen lässt.

Das war alles bevor wir das Objekt gekauft und bezogen haben :grinning: Wo findet man heute noch für ein EFH einen 3x63A Anschluss im HAK :smiling_face_with_sunglasses:

Du meinst wenn man den Ausbaut oder ihn nicht anschließen lässt könnte man sich sozusagen von der Meldepflicht befreien lassen? Bzw. man wäre dann wegen der geringen Anschlussleistung befreit?

Ja, wenn du unter 4,2kW bleibst, brauchst du nichts anzumelden, soweit mir bekannt. Hier im Forum haben auch schon mehrfach Leute nach LWWP gesucht, die diese 4,2kW unterschreiten, um nicht anmelden zu müssen und nicht netzdienlich sein zu müssen.

Tja und bei dem Zählerschrank streiten sich die Geister…

Bei meinem Vater (Zählerschrank von 1982 mit NH-Sicherungen) wurde eine PV-Anlage eingebaut und später eine LWWP mit Heizstab. Die PV-Firma hat da keinen neuen Zählerschrank gesetzt oder SLS verbaut.
Der Wärmepumpen-Elektriker hat auch einfach angeklemmt, der hatte aber nicht einmal Ahnung davon, dass er die Anlage nach §14a anmelden MUSS.

Genauso würde ich es auch empfehlen. Habe mir im Herbst drei Daikin Preferas und eine Comfora aus Italien liefern lassen und über einen freien Monteur mittels Kleinanzeigen verbauen lassen. Gesamtpreis der Anlagen inkl. Einbau lag bei rund 5.600€.

Wenn man hier so raus liest, wird es bei einem lokalen Betrieb inkl. Förderung ja scheinbar dreimal so teuer.

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Nachdem wir jetzt seit einem Jahr eine PV-Anlage auf dem Dach haben, wollen wir nun endlich eine Singlesplit-Klimaanlage in unser Schlafzimmer unterm Dach einbauen lassen.

Als das Angebot eines regionalen Anbieters (Nürnberg) kam, musste ich erst einmal schlucken:

2,5kW Innengerät Daikin Stylish (Perfera nur 70€ günstiger)

Passendes Außengerät

Kernbohrung auf ca. 7,5m Höhe, Außengerät soll auf 2m Höhe an der Außenwand befestigt werden (Körperschall?)

Komplette Elektronik und Montage inkl. kleiner Hebebühne

4.300 €

Mir kommt der Preis sehr hoch vor. Wie ist eure Einschätzung?

Vielen Dank schon einmal

Stefan

Kommt mir auch hoch vor. Ich hab mir Anfang letzten Jahres (allerdings hier in Bremen) von einem damals noch Kleinunternehmer (d.h. keine MwSt auf Arbeitsleistung) zwei Daikin Perfera 2.5 kW installieren lassen, zusammen rund 4600 Euro. Eine am Balkon, eine auf einem von mir vorbereiteten Aluträger über dem Kellerabgang. Keine Verblendung außen nötig, da die Rohre in der Glaswolle der vorgehängten Dämmfassade verschwinden (Öffnen und Zumachen mein Job).