Ich habe die Kompressorfrequenz bisher nie beachtet sondern nur die Leistungswerte angesehen.
Daher habe ich mich auf die Leistungswerte bezogen.
Beim Heizen.
Beide Innengeräte brauchen einen hohen Heizbedarf (heißt IST bleibt längere Zeit unter SOLL) und nach 25-30min tapert sich die Anlage in die Regionen hoch.
Ich glaube auch nicht, dass du beim Kühlen diesen Leistungsbereich erreichen wirst.
Ich schätze wenn die Anlage wirklich mit 1,8KW kühlen würde, dann würde selbst bei 36°C das Innengerät vereisen bevor du die Werte erreichst wegen dem enormen Temperaturhub den man produziert.
Ich habe es auch nur zum Test mal probiert wie hoch die Anlage kann.
Die beiden Räume wo meine 2MXM hängt haben so wenig Heizlast, dass die Anlage normalerweise selten über 300 Watt läuft.
Ist im Eingangsbeitrag beschrieben.
RXM20A + FTXM20A, also das neuere Modell.
Um aber zur Regelungslogik vielleicht nochmal klarstellend was zu sagen:
IST ist immer das IST was das Innengerät liefert.
SOLL ist immer das SOLL was beim Innengerät gesetzt ist.
Die Anlage kann nur nach den Parametern arbeiten und daher spreche ich auch darüber.
Die beschriebenen Abweichungen von SOLL und IST lösen das beschriebene Regelungsverhalten aus.
Während dein externer Temperatursensor vermutlich das IST vom Innengerät ersetzt ist es bei Faikin ja anders wenn man dort einen externen Sensor nutzt. Faikin ist eine Referenz. Und anhand der Referenz wird das korrekte Delta berechnet und das SOLL (nicht das IST!) wird entsprechend fließend so angepasst, dass es auf das exakt gleiche Ergebnis rauskommt. Denn das IST des Innengerätes wird weitergenutzt. Rein für die Regelungslogik ist das an dieser Stelle aber irrelevant denn das Ergebnis bleibt halt gleich. Nur als kurze Erklärung wo der Unterschied wäre.
Was aber generell bei der internen Regelung sehr wichtig ist.
Dass das halt trotzdem zu korrigieren ist.
Denn auch wenn das WLAN-Interface die Gradzahlen rundet und keine 0,5K-Schritte anzeigt, so arbeitet die Anlage intern trotzdem mit diesen 0,5K-Schritten. Egal ob Faikin oder nicht.
Das sind Anlagen-Interne Regelungsparameter.
Das Problem daran ist jedoch: Du bemerkst und siehst es nicht!
Diese unsichtbaren 0,5K-Sprünge die passieren können haben in der Praxis jedoch Regelungsfolgen. Bei 1,5K Abweichung wird die Heizlast reduziert. Bei 2,5K-Abweichung wird die Heizlast gesteigert.
Du siehst in dem Interface keine Abweichung während die Anlage die Leistung leicht regelt.
In Wirklichkeit regelt die Anlage die Leistung bei konstanter Abweichung nicht.
Das Problem ist, dass du die Abweichung die die Regelung auslöst halt nicht sehen kannst.
Und wenn es um wirkliche Feinheiten der Regelung geht ist dieser Hinweis denke ich an der Stelle durchaus einmal angebracht. Mir ist bewusst, dass das Interface das nicht anzeigt.
Aber es hat halt Folgen.
Und die Folgen lieferst du mit dem Ausschnitt sogar selbst.
Dazu stimmt die Aussage auch nicht.
Deine Parameter sind NICHT unverändert sondern die Abweichung ändert sich am Laufenden Band.
Konstant wäre es, wenn dein KLIMA-ISt und KLIMA-Soll durchgehend auf 0,5°C genau eine konstante Abweichung hält. Dann würde die Leistung auch nicht schwanken.
Aber genau das tut es bei dir nicht.
Initial wird die erste Leistungsschwankung um 9.25 Uhr ausgelöst weil das Delta von Soll und Ist sich vergrößert. Und darauf reagiert die Anlage auch recht zügig.
Die Anlage bleibt aber nicht zwingend bei jedem Leistungsdip sofort auf der unteren Leistung sondern die Zahl der Innengeräte, Lüfterstufe und Ausblastemperatur fällt auch mit rein.
Meist kann es ein paar Zacken geben bevor die Leistung sich stabilisiert..
Demzufolge schwankt es. Dein Leistungsabfall und Schwankung um 9.40 und nachfolgend passiert daher z.b auch, weil dein Delta da weiterhin bei mutmaßlich 2,5°C liegt was eine Reduktion der Heizleistung vorsichtig anfragt.
Das ist keine konstante Heizanforderung.
Und das zusätzliche eigentliche Problem ist halt.
Die 0,5K-Schwankungen der IST-Temperatur am Innengerät die es die ganze Zeit geben MUSS!
(Dein IG durchschreitet ja mindestens eine Spanne von 2°C, demzufolge muss es dazwischen 0,5K-Schritte geben die du nicht siehst) Die sind vorhanden.
Aber die siehst du in deiner Übersicht halt nicht!
Diese nicht sichtbaren Änderungen lösen aber zwangsläufig Regelungsschwankungen aus genau der Art wie sie in deinem Graphen vorkommen. Und anhand deines Verlaufes kann man sogar die exakten Stellen bestimmen an genau welchen Stellen diese nicht angezeigten 0,5K-Schwankungen passieren.
Genau darum habe ich das mit den 0,5K-Schritten auch eingebracht.
Deine Übersicht belegt eigentlich nochmal sehr schön das, was ich im Beitrag davor gesagt habe.
Mir ist klar, dass dir das nicht angezeigt wird. Aber es ist regelungsintern vorhanden und löst Dinge aus. Und ich finde daher ist der Hinweis halt wichtig.
10.31 und 10.36 kann man nicht beurteilen weil die Soll-Temperatur im Screenshot fehlt.
Du kannst stattdessen ja auch vereinfachend einfach die Compressorfrequenz nehmen.
Ob man jetzt aber die Watt-Range nimmt in der die Kompressorfrequenz gleich ist oder die Kompressorfrequenz selbst macht aber wenn man das als Basis der Regelung nimmt im Ergebnis keinen Unterschied. Die Frequenz direkt zu nutzen ist halt der einfachere Weg, da stimme ich dir zu. Daran habe ich bisher nicht gedacht und da hast du auf jeden Fall recht!
Das Ergebnis wird dadurch zwar nicht wirklich anders ausfallen.Aber es ist sauberer.
Ich muss die Frequenz mal mit reinnehmen. Ich habe in meinen Daten immer nur die Kompressor-Drehzahl in rpm.
Etwas träge ja, aber nicht träge genug um die Anlage konstant bei einer gleichbleidenden Kompressorfrequenz zu halten die oberhalb des Spektrums der Bedarfssteuerung liegt.
Ich kann das gerne mal testen.
Aber da mein BLE-Sensor mit zwei Nachkommastellen arbeitet und ich teilweise die Bedarfssteuerung gekoppelt an die Temperatur nutze weiß ich aus Erfahrung, dass dieses Oszilieren von Bedarfswerten in kurzen Zeitabständen häufig kontraproduktive Regelungsfolgen auslöst. Insbesondere führt es zu Leistungsschwankungen die unter das obere Limit eines gesetzten Bedarfswertes einbrechen. Auch in der 100%-95%-Schwankung.
Insbesondere bei der Nepura ist mir (und auch schon anderen) das aufgefallen.
Daher arbeite ich bei allen Anlagen im Übergang der Bedarfswerte mittlerweile mit einer 0,1°-Hysterese um ein zu häufiges Umschalten zu verhindern.
Vielleicht funktioniert das getimt auf die Kompressorfrequenz besser.
Das müsste man ausprobieren. Aber man wird nur ein minimales Zeitfenster haben den exakt richtigen Zeitpunkt zu treffen. Und es gibt auch Anlagen, da führt ein runterstellen von 100% auf 95% immer dazu, dass der Bedarfswert erreicht wird. Auch wenn der Wert nur für 1 Sekunde gesetzt war.
Mit einem aktiven Soll-IST-Tracking geht das in meinen Augen bedeutend besser.
Aber man muss auf jede 0,5K-Abweichung reagieren (sowohl 0,5K-Abweichung der Soll aber vor allem eben auch IST-Temperatur) da die Anlagen im hohen Leistungsbereich auf kleine Änderungen doch sehr sensibel reagieren und dadurch kommen eben die vielen Befehle Zustande.
Aber da die Anlage in der Realität selbst mit genau dieser Abweichung ja auch die Leistung regelt wäre es für mich naheliegend diesen Ansatz zu wählen wenn man die Anlage in ein gezieltes Fenster bringen möchte. Ich meine gehen wird das, das ist ja nicht die Frage.
Aber ich denke um das Thema wirklich perfekt zu lösen (z.b PID-Parameter komplett reverse engineeren um Schwankungen nicht nur zu eliminieren sondern die vorherzusagen und vorzubeugen) wird man garantiert 50+ Arbeitsstunden benötigen.
Ob es einem das Wert ist weiß ich nicht.
Ich glaube spannender wäre es sich die Arbeit für die Geräte zu machen, die von Haus aus gar keine Bedarfssteuerung haben. Denn da wäre der Mehrwert sehr viel Größer.
