Ich habe hier ein Gerät das bei ca 10 Grad Außentemperatur mit 350 W in niedrigster Stufe laufen kann. Wird es kälter steigt die Leistung, z.B bei 7 Grad auf 550 W.
Selbst wenn ich innen die Zieltemperatur niedriger stelle, fängt es an zu Takten statt auf 350W runter zu gehen. Wenn ich den Sensor mit den Fingern erwärme, sinkt sie wieder auf 350 Watt.
Deswegen wollte ich den Außensensor manipulieren (Und die Leistung nur mit der Erhöhung der Zieltemperatur innen steuern)
Da ich nicht genau weiß, ob der Außensensor auch die Abtauung steuert und ich sie damit verhindere, wollte ich ihn nicht "fest auf 10 Grad" manipulieren.
(Das Gerät ist eine günstige OEM Splitklima, also Massenware anderer Firma unter bekannten Firmennamen in D)
Außengerät, Temperatursensor an Gehäuse legen?
Eine erste simple Lösungsidee war es, den Sensor aus dem Luftstrom zu nehmen und ihn nach links an das Gehäuse zu biegen/fixieren, was im Betrieb sich leicht erwärmt und somit den Sensor eine höhere Außentemperatur messen läßt.
Wenn es kälter wird, sollte so auch der Sensor kälter werden, obwohl er vom Gehäuse beheizt wird. Damit könnte er auch das abtauen noch mitbestimmen.
Im Moment bin ich am Testen ob das so sein kann.
Offene Fragen dazu
Dient der Sensor nur der Leistungssteuerung und
der Abtauung? Stört es die Abtauung wenn er vom Gehäuse erwärmt wird?
Fazit:
Außengerät, Temperatursensor an warmes Gehäuse legen zum weniger takten?
Scheint möglich zu sein, enteisen scheint auch noch zu funktionieren.
Ist schwer zu sagen, wofür der Außensensor genau verwendet wird, weil von Gerät zu Gerät ganz anders implemntiert. Das würde ich einfach mal ausprobieren.
Wenn du gut an die Platine rankommst, könntest du auch einfach mal einen Festwiderstand anklemmen.
Gehäusetemperatur links (nahe Kältemittelleitung)
16-19 Grad
Gehäusetemperatur oben Mitte
ca 12 Grad
Am umgebogenen Sensor
ca 16 Grad
Sollte was ausmachen.
Ich lasse mal AußenTemperatur und Leistung mitloggen.
Widerstand statt Sensor, testen:
Wenn das nicht so klappt wie vorgestellt, wird der Sensor analysiert und ein Widerstand Versuchsweise stattdessen angebracht.
Ich kann den Sensor außen am Draht wieder anlöten und mit Schrumpfschlauch wieder in den Ursprungszustand bringen, falls es nötig ist.
Ich muss dazu das Gehäuse nicht öffnen (auch wenn der Sensor da innen wahrscheinlich einfach nur angesteckt ist)
Wenn es überhaupt etwas mit diesem Sensor zu tun hat. Es gibt ja auch mindestens einen Senor am Wärmetauscher und der wird auch gerne für solche Sachen verwendet.
Ein Beispiel für Umgebungstemperatur nähe Splitklima und Umschaltung in Leistung aufgrund Umgebungstemperatur. Hier bei ca 8 Grad beim positioniertem Sensor.
Ich werde es weiter testen wenn die Temperaturen so weit runter sind, dass ich das Einfrieren und dadurch das Beobachten des Abtauens erzwingen kann.
(Wenn ich innen auf maximale Temperatur stelle und der Kompressor dadurch auf höherer Leistung läuft, friert der Verdampfer draußen schneller ein, da er mehr Wärme entzieht)
Ja, sieht alles typisch aus. 5 Grad sind schon recht hoch, wenn da schon der Wärmetauscher vereist. Aber vermutlich recht kleiner Wärmetauscher (billige Anlage) und > 350W Leistung.
Wenn unsere mit 180W läuft, muss die Temperatur so bei 1,5 Grad sein, ab da fängt sie an zu vereisen. Also Wärmetauscher etwa 1,5 Grad kälter als Umgebung.
Meist so, dass das Gerät überwacht, wie stark die Temperatur des Wärmetauschers gegenüber der Umgebung abfällt.
Ich glaube allerdings, dass da einiges an Magie programmiert wurde. Denn auf den Außentemperatursensor kann man sich nur schlecht verlassen. Bei zahlreichen Anlagen scheint die Sonne drauf und dann stimmt nichts mehr. Ich glaube, da wird auch die Temperatur mit einbezogen, die der Wärmetauschersensor direkt nach einem Abtauzyklus misst. Man geht dann einfach davon aus, dass die Außentemperatur sich nur langsam ändern, insofern könnte man sich immer auf den Start-Temperaturwert des Wärmetauschers beziehen. Vermutlich wird da aber beides miteinander irgendwie geschickt verwoben. Und im Zweifelsfall wird einfach mal abgetaut, um wieder einen neuen Referenzwert zu haben.
Es hatten wohl schon einige Versuche unternommen, nur den Außentempratursensor zu manipulieren, was wohl nicht funktionierte oder nicht so, wie erwartet.
Dann könnte man durch Messungen dieser Temperaturen und der Leistung, Rückschlüsse für (nur) eine Geräte Version ziehen.
Haben nicht einige Zugriff auf die Daten ihrer Klimasplit, was die dort mißt?
Nachtrag2:
Am bequemsten wäre ja (zum demonstrieren ob es geht) den äußeren Temperatursensor der Außenanlage einfach zu erwärmen und dann zu schauen ob man die Enteisung damit erzwingen kann.
@Win
Weißt du ob das schon jemand probiert hat.
Hier im Forum?
Ja, gab schon jemanden, der mit einer 12V Glühlampe erwärmt hatte, funktionierte aber irgendwie nicht, wie gewünscht. Ich denke aber, das hat noch Potenzial, das genauer zu erforschen.
Das klingt exakt nach meiner TCL. Heute waren es trockene 5 Grad und meine Anlagen haben kein einziges Mal enteist.
Vor ein paar Tagen war die Temperatur quasi gleich, aber sehr feucht (Nebel), da haben sie fleissig enteist. Ich vermute die Klima merkt den Leistungseinbruch durch die Vereisung.
Das Takten sieht bei mir genau gleich aus. Liegt wohl einfach am zu kleinen Raum + Montage an einer massiven Aussenwand. Bei meiner Midea habe ich jetzt immer automatisch einen Turmventilator mitlaufen, der hat das Takten sehr stark reduziert. Es muss möglichst verhindert werden, dass gerade erwärmte Luft wieder angesaugt wird. Ich nehme an, dass man damit auch bei der TCL das Takten reduziert bekommt.
Allerdings ist das Takten für mich in dem Raum mit der TCL nicht so schlimm. Das Ding heizt gut und braucht nicht viel Strom. Könnte vielleicht etwas leiser sein.