Split-Klima - Einfache Berechnung COP & Wärmeleistung (SimpleCOP)

Das ist ein Wert, mit dem du nun die schön berechnen kannst, welche Leistung du bei welcher Außentemperatur brauchst.

Du hast ein Delta-T von 21,5 - (-1,5) = 23 Grad. Wenn man jetzt die 1378 W / 23 Grad teilt, kommt man auf rund 60 W/K.

Damit kannst du jetzt die Heizleistung für jede Außentemperatur berechnen.

Beispiel: -10 Grad außen und 20 Grad innen macht 30 Grad Differenz. 30K * 60W/K = 1800 Watt.

Oder 10 Grad außen, dann wären es bei 20 Grad innen: 10K * 60 W/K = 600 Watt.

Somit kannst du jetzt auch den COP der Anlage recht gut ermitteln, weil du weißt, welche Heizleistung bzw. Wärmemenge der Raum benötigt.

Andere Wärmequellen musst du aber auch noch berücksichtigen. Jede Person im Raum strahlt z.B. mit etwa 100W ab.

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Super, bin Tüfteln zu der einfachsten Methode.
Für mein weiteres Vorgehen bräuchte ich die Bestätigung oder Verwerfung folgender Annahme:

Meine Klima läuft Stundenlang GENAU auf 21°Zimmertemperatur und braucht xxx wh dafür. Auch bleiben in dieser Zeit alle Parameter zu100% gleich (Aussentemperatur, Raum usw./). Ist es dann nicht unerheblich auf welcher Lüftungsstufe gelaufen ist? Die endgültigen xxx Wh können sich nicht Ändern weil ja die gesamte Zeit 21° geherrscht haben. Wie diese von der Klima erreicht wurden (takten oder nicht) müsste doch völlig egal sein.
Hoffentlich Verständlich :sweat_smile:

Je höher die Lüfterstufe, um so höher die Effizienz in aller Regel. Weiterhin ist die Wärmeverteilung anders je nach Lüfterstufe. Ein Raum mit 21 Grad gibt es sozusagen nicht, überall im Raum ist die Temperatur anders und das verändert sich auch je nach Lüfterstufe.

Und wenn die Anlage taktet, wird sie auch ineffizienter, wobei es da sehr darauf ankommt, wie oft die taktet.

Hm, akzeptiere aber verstehe es nicht ganz. Wenn der Lüfter auf halber Kraft läuft und dadurch doppelt so lang braucht um die 21° zu Halten ändert sich im Ergebnis doch auch nichts. Es braucht genauso viel Wh wie wenn er mit voller Kraft gelaufen wäre. Das hätte ich auch bei der Klima erwartet. Seis drum, dann halt Lüfter mit voller Kraft.

Das ist natürlich richtig, aber alle unsere Messungen beziehen sich immer auf ein oder mehrere Thermometer im testraum. In meiner Annahme haben sich diese Thermometer durchgehend höchstens um 0,1° bewegt. Deshalb auch meine Annahme das es egal ist wie die dafür aufgebrachte Wärme erzeugt wird. Am Ende sind die Wh und dadurch die Effektivität für eine Messung gleich.
Hoffe du sieht das nicht als Haarspalterei. Es ging/ geht mir um die minimierung von Test versuche.

Den Satz verstehe ich nicht. Wie kann etwas doppelt so lange brauchen, um die Temperatur auf 21 Grad zu halten? Entweder hält man die 21 Grad oder nicht, aber man kann doch keine Zeitspanne brauchen, um ein eine Temperatur zu halten. Das klingt für mich irgendwie unverständlich bzw. unlogisch.

Bei einer Split-Klima musst du die Effizienz beachten: Je niedriger die Temperatur am Wärmetauscher am IG ist, um so höher der Wirkungsgrad. Wenn der Lüfter langsam läuft, brauchst du z.B. 40 Grad am Wärmetauscher für 1000 Watt Heizleistung. Bei hoher Lüfterdrehzahl reichen dann z.B. 30 Grad für 1000 Watt Heizleistung. Damit läuft die Split-Klima effizienter mit höherem COP.

Der Lüfter Läuft in Intervallen. Mit 2000w ist der Intervall ganz kurz mit 1000 W länger um die 21° zu halten. Vorausgesetzt das 1000 W dafür auch reichen.

Aber was ich konkret versuche:

Ich möchte den COP meiner Anlagen in der Praxis ermitteln. Dafür benutze ich die Anlage und den Lüfter. Stelle für Beide exakt die gleiche Testumgebung und Zustand her. Beide erhalten die selbe Aufgabe genau 21° in einem definierten Zeitraum zu halten. Am Ende Teile ich Verbrauch von Lüfter durch Anlage und erhalte somit den Praxis COP.
Ist das soweit Korrekt?

Ok, das verstehe ich. Wenn dein Raum z.B. 500 W braucht, ist es bei einem Heizlüfter egal, ob du den durchweg mit 500W laufen lässt, mit 50% Taktverhältnis mit 1000W oder mit 25% auf 2000W. Das ist korrekt.

Genau genommen: Du willst den COP unter bestimmten Betriebsbedingungen herausfinden. Du wirst recht sicher sehen, dass die Split-Klima bei niedriger Lüfterstufe einen geringeren COP hat, als bei hoher Lüfterstufe.

Die Berechnung ist korrekt: Der Heizlüfter zeigt dir, was der Raum an Wärme braucht für 21 Grad. Wenn die Klima auch die 21 Grad hält, muss sie die gleiche Wärmeleistung bzw. Wärmemenge in den Raum werfen müssen. Und Wärmemenge / Stromverbrauch = COP. Oder sagen wir genau, durchschnittlicher COP über die Zeitspanne, denn COP ist eigentlich eine Momentaufnahme aus Heizleistung / Aufnahmeleistung.

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OK und erfreulich. Dann behaupte ich als vorlauter Spanier (der sich auch gerne Belehren/Verbessern lässt) dass ich den momentanen COP nach einer zweistündige Siesta auf dem Silbertablett serviert bekomme :innocent:
Werde dann Berichten.
Gruß und Dank

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@win hat das ja schon erklärt.
Es gibt 2 Arten der cop faktor berechnung. Einmal der vergleich mit einem ohmschen heizlüfter. Dabei ist die lüfterdrehtzahl der klimaanlage egal, am ende vergleicht man die leistung von heizlüfter und klimaanlage,, kann den cop faktor leicht berechnen weil die klimaanlage ja den gleichen heizwert wie der ohmsche lüfter bereit stellen muss.

Wenn man den cop faktor ohne einen ohmschen heizlüfter vergleich haben will, kommt der lüfter ins spiel. Weiter oben gibt es formeln, mit denen man die abgegebene wärmemenge über temperaturdifferenz (einlass und auslass )und eben über die lüfterdrehzal errechnet. Das ersetzt den leistungswert des ohmschen heizlüfters. Diese berechnung halte ich für ungenauer als die über einen heizlüfter.

Anders gesagt. Je niedriger der temperaturwert am innengerät ist, desto niedriger ist die aufgenommene leistung. Je mehr wärme der kühlflüssigkeit am innengerät abgenommen wird (höhere lüfterstufe), umso besser kann dann wieder aussen wärme von der kühlflüssigkeit aufgenommen werden.

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Hallo, da mathe nicht zu meinen lieblingsfächer zählt bevorzuge ich diese Methode. Hier hab ich auch alles selbst im Griff. Für Aussentemperatur ist natürlich Petrus zuständig. Nach ersten Messungen kann ich aber schon sagen, das der theoretische Ansatz ganz schön in Erklärungsnot gerät, ausser meine Anlage wäre Mega Super gut :rofl:. Ich muss nur auf über 4° abwarten damit ich es ohne Enteisungen darlegen kann.
Gruss und danke für die Info

Ich mach demnächst auch den heizlüfter test. Auch wenns geld kostet. Der 2.000 W heizlüfter treibt immer wieder mal meinen verbrauch hoch. Egal, wenn man schon son schönes spielzeug hat, dann spiel ich jetzt auch damit rum.

Hallo, im test lassen sich die Kosten minimieren. Richtig vorbereitet ist es egal ob er 1 Std oder einen Tag läuft um zum Ergebnis zu kommen. Im Gegenteil je länger der Test Läuft desto ungenauer die Parameter. Z.B. die Aussentemperatur.
Im echten Leben kann das schon anders sein.
Mein Lüfter im Klo :see_no_evil: braucht an richtig kalten Tagen halb soviel wie meine Klima im Bad. Die beheizte Fläche so ungefähr 1 zu 10-20.

Das kommt sehr darauf an, wie träge das Haus reagiert. Bei einem gut gedämmten Haus aus Stein, hat man ganz ohne Heizlüfter nach einer Stunde fast noch die selbe Temperatur im Raum. Da würde so eine Messung völlig ungenau werden.

Man sollte es also auch mal gegenprüfen, wie viel die Temperatur absackt, wenn man eine Stunde gar nicht heizt.

So aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Die Zeit so lang wählen, dass die Temperatur ohne Heizung 2-3 Grad absackt.

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Gute Idee, werd ich noch machen. Da hast du recht alles was ich teste ist auf meine 4 Wände beschränkt. Gut das Du mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholst :innocent:

Übrigens habe ich versucht den COP meines Heizlüfters zu ermitteln. Leider geben die Hersteller keine Daten zum m3 Volumen an (zumindest meine). Ich hab es dann umgekehrt versucht. Wenn der Volumenstrom exakt 100 wäre kommt ein COP von genau 1 raus. Scheint mir nicht unrealistisch.

Man kann das vielleicht auch abschätzen. Wenn die klimaanlage mit 300 W durch läuft, ich von einem cop faktor von 3,5 ausgehe, dann kann ich mit 1000 W des heizlüfters rechnen.
.
Die klimaanlage läuft ja mit den 300 W durch. Also nehme ich an, dass dauerhauft 1000 W an Wärme verloren gehen an den aussenwänden und decke des raumes. Dann muss ich den heizlüfter auf die 2.000 W stellen und die temperatur des heizlüfters so einstellen, dass er gerade abschaltet. Iwann schaltet der heizlüfter dann zu, weil die raumtemperatur gesunken ist. Heizt den raum wieder hoch und schaltet wieder ab. Was muss denn dann als heizlüfter leistung angenommen werden ? Eigentlich doch die gesamte zeit, also die zeit, bis der heizlüfter einschaltet und dann die laufzeit.
Beispiel: es dauert 15 minuten bis der heizlüfter einschaltet, der heizlüfter läuft dann 30 minuten (leistung wird über smarte steckdose erfasst) . Kann man das als takten nehmen ? Dann kann die aufgezeichnete leistung durch die 45 Minuten gerechnet werden.
Was sagt ihr zu meiner überlegung ?

Ich arbeite mit einem anderen Ansatz weil mir der Thermostat des Lüfters zu ungenau war.
In meinem Test wird versucht (und auch erreicht) das beide Parteien die Themperatur auf 0,1° genau einhalten, natürlich mit den selben Parameter über die gesamte Zeit. Dann sehe ich nach wieviel wh hat jede Partei dafür gebraucht.
Was besser oder genauer ist kann ich nach dem berechtigten Einwand von Win nicht auf die schnelle übersehen.
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema aber ohne Hilfe von Win und co. kaum zu bewältigen.

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Der COP eines Heizlüfters ist immer genau 1. 100% der Leistungsaufnahme werden in Wärme gewandelt.

Sorry, ich muss nochmal nachfassen.
Ich will doch nur den COP feststellen und nicht um wieviel weniger ich Heizen müsste wenn besser gedämmt wäre.
Mein letzter Test hat z.B. ergeben Klima 300 wh Heizlüfter 800 wh. Angenommen mein Haus wäre besser gedämmt würde vielleicht 150 zu 400 rauskommen. Am Verhältnis würde sich meiner Meinung nach nichts ändern. Klar wenn so gut gedämmt wäre das sich eine Stunde lang nichts tut käme 0 raus. Aber sobald wärme gebraucht wird bleibt der COP immer gleich
Liege ich da falsch?

Es ging darum, ob 1 Stunde Heizlüfterbetrieb ausreicht. Stell dir ein extrem gut gedämmtes Haus vor mit einem extrem trägen Haus. Da ist es dann egal, ob du mit 100W oder 1000W eine Stunde reinheizt, die Temperatur verändert sich so gut wie nicht. Also entsteht ein großer Fehler bei deinen Messwerten. Der eine sagt: Bei mir reichen 100W. Der andere sagt: Ich muss 1000W reinzheizen. Und einfach nur, weil sie unter diesen Bedingungen gar nicht richtig messen können.

Du musst Testbedingungen schaffen, wo du möglichst geringe Fehler hast. Deshalb brauchst du eine bestimmte Zeitspanne. Je besser gedämmt, um so länger muss die sein, damit du die fehlerrelevanten Bedingungen reduzierst.

Und vor allem selbe Bedingungen. Draußen dieselbe Temperatur am besten für 24h und am besten alle anderen Räume weiterheizen auf dem normalen Niveau. Denn andernfalls entzieht man den anderen Räumen Wärme, diese benötigen mehr Leistung, dafür zieht sich der Raum weniger.

Und deswegen ist das Messen auch so kompliziert.