Die abluft muss natürlich nach draußen
Ja sehe ich auch so. Wir können gerne bei Bedarf auch direkt kommunzieren, aber es macht schon Sinn erstmal hier direkt.
Ungeheizter Dachraum:
Also die 5,8° und 66% sind der Dachraum, also die oberen Werte.
Die unteren beiden Werte sind das (unbeheizte) Zimmer darunter. Also 15° und 48%.
Zum Vergleich das (indirekt beheizte - IG im Flur) Bad:
Also 21,7° Innentemperatur und 36%
Die oberen Werte die Aussentemperatur mit 2,8° und 87%.
Also im Moment ist es im Dachraum nur 3° wärmer, aber auch deutlich weniger Feuchtigkeit. Teilweise weichen die Werte aber deutlicher ab - im Schnitt würde ich sagen um die gut 5° herum.
Ja, irgendwoher muss die Energie ja kommen.
Mich würde der Vergleich von "auf dem Dach Südseite" zu "im Dach interessieren".
Nachtrag:
Ob das Dach als "Sonnenkollektor" im Herbst/Winter funktioniert?
Es gibt auch Stimmen, die meinen, dass Nordfassade oder Südfassade gleich/egal wären für ein Außengerät.
Ich sehe da sehr starke Temperaturunterschiede im Herbst/Winter bei Sonne.
Ja, es gibt halt nix geschenkt;)
In gewisser Weise könnte / müsste das wohl auf jeden Fall so sein. Aber ob es “ausreicht” den Einbau zu rechtfertigen?
Das “Hauptproblem” sehe ich in der zusätzlichen Feuchtigkeit, die man sich damit in den Dachraum zieht. (wenn nicht voll gekapselt ist für beide Luftführungen). Ich denke das will man nicht, ich jedenfalls nicht…
Auch das Kondenswasser könnte im Fehlerfall problematisch sein, denn wenn hier was “daneben geht” entsteht ein vermutlich sehr lange unbemerkter Wasserschaden…
Es könnte aber sein, dass das AG im Dachraum deutlich weniger zum einfrieren neigt. Das wäre dann ggfs. schon ein Vorteil.
Im Grunde müsste es auch so sein, dass selbst wenn man Ansaugluft + Abluft direkt nach aussen führt die Innentemperatur im Dachraum kaum verändert wird und das AG deshalb weniger vereist. Oder aber auch nicht, denn der Wärmetauscher bekommt davon wohl kaum was mit.
Der Auslass muss gekapselt sein. Sonst kühlt die Anlage den Dachraum ab, dann kann Feuchtigkeit ausfallen.
Ja. Das muss man gut überwachen. Bei mir sind da tatsächlich zwei Kameras installiert.
Das spielt alles keine Rolle bzw. macht keinen Unterschied. Das AG sieht die Außenluft, incl. Temperaturen und Feuchtigkeiten und macht diese dann kälter
Die Anlage läuft bei mir aber viel seltener als gedacht. Das hängt damit zusammen das Split Klima in der Theorie toll ist aber dann eben doch nur einzelne Räume versorgt. Wenn die Gasheizung eh läuft sehe ich da keine Ersparnis beim Gasverbrauch. Dann gibt's gerade bei meinen Strom- und Gaspreisen weniger finanziellen Vorteil als gedacht.
Ich überlege schon wenn die Kinder ausgezogen sind da nochmal umzubauen und ein IG ins Wohnzimmer zu hängen damit das mehr Sinn macht
Also wenn ihr das Gerät im Dachboden stehen habt, könnt ihr da keine Wärmerückgewinnung einbauen? Ihr wollt Enteisungen einsparen. Ferner wäre es klug, wenn die Ansaugluft wenig bis gar keine Feuchtigkeit beinhaltet.
Den Aufbau stelle ich mir dann wie folgt vor:
Die Außenluft wird angesaugt und über einen Kreuzstrom-Wärmetauscher geschickt. Beispielhaft rechnen wir mit einem Wert, den genauen kann ich natürlich nicht geben. Die Außenluft hat 0°C und 60% LF. Feuchtigkeit kondensiert daher am AG und die Ausstoßluft hat -5°C und 40% LF. Nun geht diese Luft durch den Kreuzstrom-Wärmetauscher und diese Luft zieht die Wärmepumpe wieder ein. Ergo hat die Ansaugluft eine Temperatur von -2°C aber nur 40%LF. Nach ein paar Umdrehungen sind wir dann bei annähernd 0% LF, weil schon jegliche Feuchte entzogen wurde. Es muss also nicht mehr abgetaut werden, dafür ist der COP was schlechter, weil eine tiefere Temperatur angesaugt wird.
Ob das ginge?
Nein. Die Außenluft kondensiert dann im Wärmetauscher und dann hast du da Feuchtigkeit und Eis.
Ich verlager also nur das Kondensat in den zweiten Wärmetauscher. Hm..
Hallo redhot, ich bin neu hier im Forum und habe die gleichen Gedanken zum Thema Split-Klima AG auf dem Dachboden (Blick von innen auf Ziegel mit Luftdurchlässen) und Abluft des AG nach außen führen.
Zum Thema Luftfeuchtigkeit, die bisher als starkes Gegenargument im Raum stehen geblieben ist, habe ich folgende Bemerkung. Es mag in die Irre führen, wenn man die relative Luftfeuchtigkeit von Innenluft und Außenluft vergleicht, da auch die Temperaturen unterschiedlich sind. Will sagen, wenn man feuchte kalte Luft in den Dachboden leitet und sich diese dort erwärmt, sinkt zwangsläufig die relative Feuchtigkeit dieser Luft, da sie nun in der Lage wäre noch mehr Feuchtigkeit aufzunehmen, bevor sie kondensiert.
Besser wäre ein Vergleich der Taupunkte der Außenluft im Vergleich zur Luft auf dem Dachboden.
Solange sich im Winter die Außenluft eher erwärmt, wenn sie in den Dachboden gesaugt wird, wird auch die relative Luftfeuchtigkeit dieser Luft auf dem Dachboden niedriger sein als außen und somit nicht direkt kondensieren.
Besonders interessant finde ich Frühjahr und Herbst, wenn sich die auf den Dachboden gesaugte Luft an den Dachziegeln erwärmt und damit zu einer höheren Effizienz der WP beitragen könnte.
Für mich wäre auch der optische Faktor ein sehr wesentlicher (kein Kasten an Fassade oder auf dem Dach). Ortgangs unter dem Giebel eine große Fläche mit Entlüftungslamellen, fände ich deutlich angenehmer.
Also im Winter zweifel ich an der Sinnhaftigkeit - im Sommer soll die Anlage tagsüber laufen - ist es wohl in den meisten Fällen sehr sinnvoll.
Ich “heize” ein 16m² Zimmer um ein 13m² Zimmer kühl zu bekommen. Tagsüber hat es bei mir auf der Loggia / Innenhof meist um die 40-50° im Schatten! Einfach 10-15° über der nächsten Wetter Messstation.
Da ich wegen Lärm das AG der Midea Portasplit unmöglich auf die Loggia stellen kann - und es tagsüber bei 40-50° dort eh kaum laufen könnte (max 45°) - heizt es eben das Nebenzimmer. Von dem grenzt etwa 14% der Wand und Boden/Decken Fläche an meine Wohnung, der Rest an andere Wohnungen denen die Hitze egal ist oder der Grund sind warum ich keine normale Klima haben kann, bzw außen.
Da ich nicht mehr wie 7-8° Kelvin köhlen muss - ist das AG im Zimmer tagsüber von 07:00 bis 22:30 effizienter. Das Fenster des Zimmers öffnet dann automatisch meist gegen 22-23:00 Uhr sobald es draußen kühler ist. Nachts sind es dann gut 3° mehr in dem Zimmer wie draußen - wobei ein Ventilator mit viel Leistung unter die Decke gedübelt dafür sorgt dass ordentlich warem Luft oben ausfließt und unten im Fenster frische Luft einzieht.
Maximal hatte ich so bisher in dem Zimmer 38-39° - während mein gekühltes Zimmer auf 20° kommt. Meist ist es aber noch deutlich kühler.
Das ganze funktioniert also wenn man automatisch die Fenster / Zuluft steuern kann - UND wenn es um kühlen geht im Sommer. Ich denke mal für 100m³ Luftvolumen das gekühlt werden soll, muss der Raum mindestens 30-40m³ Luftvolumen haben damit es effizienter wie draußen in der Sonne bleibt. Wird das Verhältnis schlechter - lohnt es sich nicht mehr.
Im Bezug auf den Dachstuhl - je besser der gedämmt ist - umso besser funktioniert es. Das mag komisch vorkommen - aber ist ganz eindeutig so weil es tagsüber draußen in der Sonne einfach noch viel heißer ist. Wichtig ist das Nachts die Temperatur wieder rauskommt. Dabei kann die Klima ruhig weiter laufen.
Auf heizen bezogen - wird es wohl gut in wärmeren Ländern funktionieren, bzw im Herbst/Frühling. Nicht jedoch in einem sehr kalten Winter. Es braucht den Unterschied der Temperatur Nachts/Tags - der zumindest etwa gleich groß ist - wie die Differenz die man heizen möchte.
Ist es imho auch.
Eben nicht wenn man ein große Differenz der Temperatur zwischen tagsüber und Nachts zum auslgeichen hat. Gut gedämmt bleibt der Dachstuhl ja viel kälter im Sommer tagsüber - und Nachts braucht es einfach eine aktive Belüftung ab dem Zeitpunkt wo dies möglich ist.
Dann bringt man die gespeicherte Wärme wieder raus. Im Sommer hat man ja gut 15° Differenz an sonnigen Tagen in DACH im Schitt, am Land noch mehr, in Innenstadt einer Großstadt etwas weniger.
Aber klar - Sinn macht das nur wenn es drum geht nur tagsüber zu kühlen, bzw eben wenn anderweitig nicht möglich bzw als unschön erachtet. Den Aufwand den man dafür betreibt wird man kostenmäßig sonst nicht reinspielen durh die Ersparnis.
In der Theorie vielleicht schon, in der Praxis wird das kaum der Fall sein. Immerhin heizt da nicht nur die Sonne von oben und den Seiten drauf, auch die Wärme vom Haus darunter steigt auf und sammelt sich da. Gleichzeitig fehlt dann aber der entsprechende Luftaustausch / Durchzug - der ja aber im Sinne von “Gute Dämmung macht den Unterschied” zwingend nötig wäre.
Wenn dann das AG noch zusätzlich aktiv heizt, dann wird es da sehr sicher deutlich wärmer werden als an einem schattigen Platz aussen. (Und Schatten kann man ja schaffen…)
Klar: direkt in der prallen Sonne ist das AG auch nicht ideal, aber selbst dann hätte es wenigstens genügend “Frischluft” zum arbeiten.
Im Dach fehlt meiner Meinung nach einfach (so gut wie immer) massive Bausubstanz die in so einem Fall dann kühlend einwirken würde.
Die Abluft des AG muss immer raus aus dem Dach
Die Anlage bei mir im Dachboden lief heute in so 46° warmer Luft. Temperaturunterschied den ich zwischen Ein-/Auslass messe sind so 2°
Ich nehme an das Dämmung egal ist solange man wie bei mir über Lufterziegel ansaugt. Dann holt man sich die warme Luft von den Dachziegeln in den Dachstuhl.

