Vielleicht einen Blick wert: So werden denkmalgeschützte Häuser in Hann. Münden klimafreundlich | ndr.de
Wenn du in einem geschlossenen Raum Luft aufheizt oder abkühlst wird die immer wärmer / kälter.
Deswegen ist der Dachboden im Sommer eine Saune. Keine Luftbewegung. Stell da eine Klima rein die zusätzlich heizt. Wärmepumpen funktionieren nur in einem bestimmten Tempbereichen.
Im Winter ist das genauso. Nur wird es da zu kalt.
Sind es nicht. Und wenn - dann ist besser in eine Dämmung da investiert.
Die Anlage heizt auch. Ich habe keine Aussenwände im Dach. Ist ein Reihenmittelhaus. Und ja - das ist mega aufwändig!
Ja und der Dachboden bekommt Luft über Lüfterziegel von aussen
Nein. Feuchtigkeit fällt in der Luft nur aus wenn die Temperatur der Luft unter die Taupunkttemperatur kommt. Die Flächen im DG haben aber alle die Temperatur der Umgebungsluft. Da kühlt die Luft nicht ab, ergo behält sie ihr Wasser für sich.
Das ist auch der Grund warum der Kasten aus Styrodur ist. Aus Holz gebaut wäre dieser Kasten im Winter aussen kalt und dann würde da Wasser ausfallen.
Wasser fällt beim abkühlen der Luft am Wärmetauscher im AG an. Das muss dann da weg und wird bei mir entsprechend in den Keller abgeleitet.
Wäre besseres Dämmen der Geschossdecke/ Dachfläche nicht sinnvoller?
Vermutlich so Effizient wie die Brauchwasserwärmepumpe im Kellerraum. ![]()
Guten Morgen und liebe Grüße aus Köln ich realisiere gerade etwas ähnliches in einem reihenendhaus und wenn du Lust hast kannst du mich gerne mal kontaktieren wir tauschen Nummern und vielleicht kann der eine von dem anderen noch irgendwas lernen Stück für Stück treiben wir unsere energiewende voran bis bald
- Update Bei unserem 1969 gebauten Haus laufen zwei Lüftungs- und Rohrleitungsschächte bis ins Dachgeschoss…. wie mir aufgefallen ist entlüften die hier teilweise Luft von unisolierten Heizungsrohren einfach am Dach heraus….. deshalb habe ich im Rahmen von sowieso völligen Renovierungsarbeiten diese Angebort sodass die Luft jetzt in ein Bad zieht das nicht benutzt wird und im Dachgeschoss liegt und dort eine Brauchwasser-Wärmepumpe etwas zweckentfremdet in meinen Keizungskreislauf eingegebastelt ….was auch schon ganz gut funktioniert um dieser Luft ihre Wärme zu entziehen und dann die entfeuchteten gekühlte Luft einfach wieder nach draußen zu leiten
Ich denke, dass eines der Hauptprobleme bei der Beurteilung einer solchen Dachsituation ist, dass man nicht in aktuellen Temperaturen denken darf, sondern in Wärmeströmen denken muss.
So wie ein volles 200 l Regenfass einem als viel Wasser erscheint, bis man weiss, dass der Wasserverbrauch pro Person im Schnitt 130 Liter pro Tag ist, wovon das meiste durch die Toilette geht.
Die Dachtemperatur ensteht durch Zustrom von Wärme durch die Deckenisolation (ein paar % der Gesamtmenge im Haus) und der Abfuhr nach draussen durch Zug und Abstrom durch die Isolation.
Dieses Gleichgewicht bringt man mit dem Entzug von vielleicht 80 % der Gesamtmenge Warmeenergie des Hauses mit Sicherheit so durcheinander, dass man ganz neu betrachten muss
Die Tage irgendwo auf Facebook ne 20 kW WP Installation gesehen, wo man in einem größeren denkmalgeschützen Haus im Dachboden mit zwei großflächigen Lüftungsgitter Flächen in Form und Farbe der Ziegel für den nötigen Durchsatz gesorgt hat.
Dann war das Ziel aber Verstecken der AE und nicht Wärmerückgewinnung.
Exakt. Ich denke, genau darin liegt das Problem.
So lange man das „in Ruhe lässt = so wie es ist“ - wirkt es so, als könnte man diese vorhandene „Abwärme“ produktiv nutzen.
Aber ich denke auch, der Schein trügt.
Sobald man diese „Restwärme“ versucht abzuzwacken, wird sich die Situation ändern mit weitgehend ungewissen Folgen.
Zwar denke ich immer noch, auch abseits von ev. möglicher Ersparnis wären auch weitere Vorteile vorhanden wie:
- Einfachere Aufstellung im „Innenraum“
- Nur sehr geringe bzw. ggfs. keine Gefahr / Probleme mit einfrieren
- Bester Schutz gegenüber Witterung
- Keinerlei optische Beeinträchtigung der Fassade
- Ungenützter Platz kann sinnvoll genutzt werden
- Meistens deutlich kürzere Leitungswege
- Jederzeit einfach und gut zugänglich (Wartung, Reinigung, Reparatur)
Aber dennoch schreckt mich alleine die Tatsache, dass man enorme Mengen feuchter Aussenluft ins Dach saugt ab. Alleine deshalb habe ich es außen montiert.
Trotzdem hatte ich dann direkt ein Funkthermometer im Dachboden aufgehängt.
Die Temperatur ist immer deutlich höher als außen, es variiert so zwischen 5-10 Grad oberhalb Außentemperatur. Minusgrade konnte ich im Dach (noch) nicht messen. Trotz max. -10 außen bisher.
Diese gefahr ist imho nicht vermieden, sondern vergrößert.
Ja, sicherlich. Wenn das Dach Sonne abbekommt wird man da wohl auch von profitieren im Winter, aber primär gings drum, halt überhaupt ne WP nutzen zu können. Die Alternative, genossenschaftlich im öffentlichen Raum (Gehweg) zu bohren und ein Anergienetz zu betreiben, wird gerade bei uns in Bremen pilotiert, nachdem der bürokratische Kleinkrieg mit dem Amt für Straßen und Verkehr endlich soweit erledigt ist …
Echt ![]()
Wieso das?
Ich habe jetzt sowieso außen montiert, musste aber auch schon eine Wannenheizung nachrüsten weil es einfriert…
Du sagst selber, dass von aussen kältere und feuchte Luft angesaugt wird.
Das einfrieren ist das Ergebnis des Abkühlens von (nahezu) 100 % feuchter Luft.
Und deine Luft stammt von draussen.
Ja klar…
Aber wenn das AG draußen steht, saugt es zu 100% nur diese Luft an…
Und wenn von der feuchten Aussenluft Feuchtigkeit vom Dachraum „absorbiert“ wird bzw. dessen Materialien (denn nur dann wäre es ja auch ein Problem mit der feuchten Luft dort) - dann kann die Luft dadurch ja nur „trockener“ werden?
Also wenn es irgendwo anders im Dachraum kondensiert, dann kann die Luft die das AG ansaugt ja wenn überhaupt nur trockener sein als direkt draußen.
Ggfs. aufsteigende warme Luft von innen sowieso.
Aber wie das AG innen mehr vereisen sollte, kann ich mir gerade nicht vorstellen.
Man kann sich auf den Standpunkt stellen, das die angesaugte Luft unterm Dach eine Winzigkeit angewärmt wird. Dann hättest du Recht.
Man kann sich auf den Standpunkt stellen, das die 4 stellige Zahl von angesaugten Kubikmetern kalter Aussenluft nicht zu 100 % durch das AG strömt, sondern ein kleiner Teil der allgemeinen Strömung folgend am AG vorbei. Schon ein paar % genügen, um das Dach mit feuchter Außenluft so zu kühlen, das keine Anwärmung der durchs AG strömenden Luft mehr stattfindet.
Und wenn man auch noch annimmt, das durch Verwirbelung nur ein kleiner Teil der vom AG abgegebenen kälterer Luft nochmals angesaugt wird: dann saugst du (minimal) kältere Luft an.
Da bin ich.
Ja, das denke ich mittlerweile ja auch - dass es keinen nennenswerten Temperaturvorteil geben würde.
Aber woher sollte die HÖHERE Feuchtigkeit kommen weil du schreibst:
Steht genau über deinen Beitrag.
Aus der Praxis:
Ich mach gelegentlich Service für WP. Ich kenne 3 Anlagen, die saugen im Kaltdach unterm Dachfirst an und blasen nach aussen ab. Das funktioniert sehr gut. entweder hast das bissel Abwärme aus der Geschossdecke, die sonst nutzlos weg wäre. Oder hast sogar noch durch Dachziegel und Sonne zusätzlich vorgewärmte Luft im Gegensatz zu Aussenaufstellung. Bei den grossen WP bist froh über jedes Grad Wärme mehr in der Ansaugluft. Nur zum kühlen im Sommer taugts nit.
Verluste: Wenn der Wind geht, pfeifts da eh ordentlich durch. Ein Kaltdach ist in der Betrachtug der Isolation nicht vorhanden.
Ok danke, dann bin ich wohl zu doof um es zu verstehen
Aber vielleicht kann es noch jemand so erklären, dass auch ich es verstehe. (Oder alternativ, dass es Unsinn ist).
JA - exakt so sehe ich das auch.
Aber die Einwände, dass man sich damit Feuchtigkeit ins Dach holt bzw. in den Dachraum - finde ich völlig angemessen und folgerichtig.
Ob dass am Ende einen Unterschied macht, weiß ich aber nicht. Aber da gehe ich lieber auf Nummer sicher, kein unnötiges Risiko wegen möglicherweise minimal mehr Effizienz…
Ja, das denke ich grundsätzlich auch. Dennoch gibt es nichts geschenkt, ich kann mir schon vorstellen, dass es sich auswirkt auf das Haus, wenn da aktiv “gekühlt” wird im Dachraum. Wieviel, ist eine andere Frage…
Lässt sich das nicht offen diskutieren, wie in einem Forum üblich? Dann haben noch mehr Leute was von und es wird nicht nur die persönliche Energiewende.
Schreib doch was, welche Erfahrungen du bisher gemacht hast bzw. was du planst.