Ich sehe in diesen “Einschränkungen” eigentlich keine:
zu 1. “Anlagen auf privaten Wohnhäusern mit einer Leistung von weniger als 25 Kilowatt sollen demnach keine Förderung mehr erhalten. Derzeit bekommen sie zwischen 6,73 und 12,34 Cent die Kilowattstunde, abhängig davon, wie groß sie sind und ob sie nur einen Teil ihres Stroms einspeisen oder allen.” - Will ich eine Förderung, die im Prinzip nix bringt, außer dass viele mitreden wollen, was du wie zu machen hast?
zu 2. “Betreiber kleiner Anlagen mit einer Kapazität von weniger als 25 Kilowatt müssen sich künftig selbst erst einen Abnehmer für ihren Strom suchen, ehe sie diesen ins Netz speisen dürfen. Bisher mussten die Netzbetreiber ihnen den Strom stets abnehmen.” - Warum sollte man unbedingt einspeisen wollen?
zu 3. “Für kleinste Anlagen unter sieben Kilowatt soll bald eine Einbaupflicht für intelligente Stromzähler, sogenannte Smart Meter, gelten – was die Investitionskosten in die Höhe treiben würde. Die Betreiber der Anlagen müssen einen entsprechenden Antrag für eine vorzeitige Ausstattung mit einem Smart Meter bis spätestens Ende 2028 stellen. Balkonkraftwerke sind davon ausgenommen.” - Das könnte ein Problem werden, wenn es um Anlagen geht, die nicht einspeisen sollen.
zu 4. “Dazu sollen Solardachanlagen nur noch mit der Hälfte ihrer Leistung Strom in die Netze einspeisen dürfen. Alles darüber dürfen sie nur selbst verbrauchen oder im eigenen Speicher zwischenlagern. Im Gesetzentwurf ist noch offen, ob diese Regelung nur für Anlagen unter 25 Kilowatt gilt oder auch für Anlagen bis 100 Kilowatt. Bislang war die Einspeiseleistung auf 60 Prozent gedrosselt, nach Einbau eines Smart Meters fiel die Einschränkung komplett weg. Balkonkraftwerke sind hier ebenfalls ausgenommen.” - siehe meine Antwort zu 2.
(Alle Zitate stammen aus dem im Eingangsbeitrag verlinkten Artikel)
Ok, dann dreh es rum. Wieso bekommen Anlagen unter 25KW (oder steht da kwp?) keine Förderung mehr? Wenn es wirklich nichts bringt mit Förderungen, dann KOMPLETT ABSCHAFFEN. Aber nicht Großanlagen, die das Netz belasten können, davon ausnehmen. ALLE.
Weil dieser Strom im Nahbereich genutzt wird, und daher das Netz ENTLASTET. Wohlgemerkt aber nur dann, wenn die hiesigen Trafoleistungen ausreichen, Leitungen ausreichen, und der Bedarf besteht. Und warum man will: Ich selbst bekomme momentan auch nur 5ct (bin in Österreich, mit Förderungen 10ct) die kWh und ca. 5000kWh Abnahme. Warum habe ich so groß gebaut? Weil ich damit im Übergang den Eigenbedarf abdecke. Nun habe ich folgende Wahl: Entweder ich schmeiße so wie jetzt 5000kWh weg, und ohne Einspeisung 10 000kWh, oder ich verkaufe sie und jemand anders kann meinen Strom nutzen. Selbst wennich ihn verschenken würde, es gibt immer noch Bedarf an Strom der dann nicht fossil hergestellt werden müsste. Und selbst wenn mein Strom dazu genutzt würde, 50% davon wird direkt genutzt, und 50% wird dazu genutzt, Biogas zu komprimieren und ins Erdgasnetz zu schicken um dort gespeichert zu werden, dann wird Biogas für andere Monate eingelagert und es spart. Dieser Strom ist also nie “über”.
Wie in Österreich, aber anderer Grund. Das ist, damit man die abschalten kann. Während weiterhin Großanlagen gebaut werden. Man will gleich behandeln, behandelt aber ungleich. Zudem hast du ja bemerkt. WIE denn? Der Netzbetreiber wird sagen, er hat keine Kontingente frei und keine Zeit weil zuviele Anträge. Also darf man dann die Anlage nicht in Betrieb nehmen. Das ist eine Verzögerungsklausel, damit der Netzbetreiber direkt sagen kann: Nö, jetzt nicht. Darfst du nicht!
Also wieder nicht bedarfsgerecht. Sondern einfach plump irgend eine fiktive Zahl. Durchlauferhitzer sind ok, weil Strom bezogen wird. E-Auto laden mit 22KW, kein Problem. Einspeisen mit voller Leistung? Ne, nur 50%…. pauschal. Siehe meine Antwort zu 2. Wäre doch klüger den Strom seinen Nachbarn oder im “schlimmsten Fall” eine Stufe weiter vom Trafo in die nächste Ortschaft transferieren. Spätestens da landet der Strom dann in den Supermärkten, oder in Ladestationen, in was-auch-immer. Der wird aber kaum durchs ganze Land transferiert, dafür ist das einfach viel zu wenig. Was jedoch “über” wäre, ist dann der Strom von Großanlagen.
Klingt für mich persönlich also alles nach “verhindern, dass eingespeist wird, indem wir so viele Steine in den Weg legen wie es geht”. Es fehlt nur noch, dass man das in irgend einer Form noch für ganz Deutschland ins Baurecht überträgt, dass man ein Statikgutachten von einem konzessionierten vorlegen muss wenn man eine PV-Anlage aufbauen will, egal welche PV-Anlage (auch Insel und Nulleinspeiser), dass ALLE PV-Anlagen vom Netzbetreiber abschaltbar werden, sogar welche die nicht an seinem Netz hängen, dass der WR inkl. Akku abschaltbar werden (siehe Österreich) und man dann Strom beziehen MUSS aus dem Netz, weil die EE-Großanlagen sonst das Netz überlasten würden. Dann kann man nicht seinen Strom nutzen UND muss ihn kaufen….
Und aus all diesen Gründen schreibe ich schon seit Jahren: Man WILL es nicht! Nicht man findet keine Möglichkeiten für den Strom. Oder: Das ist nur punktuell. Oder: Aber das Netz.
Das sind alles vorgeschobene Gründe. Man will weder Balkonkraftwerke, noch will man PV-Anlagen, generell will man nichts, was autarker macht. Noch vor Jahren: Wir müssen autarker werden, man sieht es an den Gaspreisen. Und jetzt? 180° gedreht, autark: ja, Bürger autark: nein. Völlig egal ob das durch Lobby ist oder einfach nur “Darum”.
Ich habe den Original Artikel gelesen und habe damit kein Problem.
Da wir vom Frühling bis Herbst bereits sehr viel Solarenergie haben gibt es keinen Grund mehr irgendjemandem das als kleines Investitionsobjekt schmackhaft zu machen.
Im Kernwinter sind Privatanlagen nicht mal ansatzweise in der Lage der Gesellschaft Strom zu liefern. Und das ist Deutschlands Hauptproblem bei Dunkelflauten.
Aber jede Privatperson kann, ohne Subventionen, weiterhin Solaranlagen installieren. Eigenverbrauch, Inselanlagen, alles gut machbar.
Also hört auf zu jammern. Die Welt könnt ihr auch ohne Subventionen retten.
Aber jede Privatperson kann, ohne Subventionen, weiterhin Solaranlagen installieren. Eigenverbrauch, Inselanlagen, alles gut machbar.
Also hört auf zu jammern. Die Welt könnt ihr auch ohne Subventionen retten.
Kann sie nicht. Wenn sie am Stromnetz hängt, selbst als Nulleinspeisung, brauchst du dann ein Smartmeter. Und wenn der Netzbetreiber keine Zeit hat, bekommst du kein Smartmeter, und wenn du kein Smartmeter hast, darfst du die Anlage nicht in Betrieb nehmen.
Es geht nicht ums Welt retten seufz sondern ums wegwerfen obwohl es zur Verfügung stünde. Es wäre noch einfacher: Einfach alle Nulleinspeisungen und Inseln werden künftig einfach ohne irgendwelche Genehmigungen oder Eintragungen gebaut, Balkonkraftwerke dürfen mit einer kleinen Box nur 800W einspeisen und dann so groß sein im Haus wie sie wollen. Mit der Box ist sichergestellt, dass nur 800W ins Netz gehen.
Es braucht keine Subventionen, aber dann GAR KEINE. Für KEINEN Stromerzeuger. Weder fossiles Kraftwerk noch EE-Erzeuger. Und wenn jemand eine solche Anlage aufbaut, und das Netz reicht nicht, dann muss DERJENIGE das Netz ausbauen. Und nicht die Gesellschaft.
Dann aber auch die fossilen Kraftwerke in vollem Umfang für die durch die CO2 Emissionen entstehenden Schäden und Strafzahlungen wegen Nichterfüllung internationaler Verpflichtungen zur Rechenschaft ziehen.
Wenn man als PV Besitzer die Möglichkeit hat seinen Strom selbst zu vermarkten, ist es für mich ok.
Aber dann muss der Netzbetreiber auch umgehend ein ImSys einbauen, damit es auch funktioniert - deswegen sollte der Netzbetreiber dazu verpflichtet werden den Strom zu bezahlen, solange kein ImSys verbaut ist.
Ich würde auf jeden Fall ohne Vergütung nichts einspeisen. Wenn ich könnte würde ich meinen Strom auch für den Winter speichern, aber da gibt es ja leider noch kein bezahlbares System.
Wenn in Deutschland das Ziel sein soll, dass möglichst viele Privatleute ihr Kapital zur Energieerzeugung einsetzen und ihre ansonsten ungenutzten Dachflächen vollmachen, dann wäre die neue Regelung eine komplette 180° Wende.
Es sorgt für folgende zwei Effekte:
Solaranlagen werden nur noch so groß gebaut, dass der Eigenbedarf gedeckt wird.
Die Baukosten pro Anlage gehen allgemein in die Höhe (für die gleiche kWp Zubau muss man mehr Gerüste stellen, mehr Anträge, mehr Fixkosten allgemein)
Macht das volkswirtschaftlich gesehen Sinn? Nein - absolut nicht. Wir wollen dass soviel Energie wie möglich lokal produziert wird.
Der Anreiz muss also da hin gehen, dass man eine schlanke unbürokratische Lösung schafft wie der Privatbürger die Einspeisung seiner Anlage netzdienlich gestalten kann und nicht nur noch große Solarpark entlang von Autobahnen etc. gebaut werden.
Dass die EEG Vergütung angepasst werden muss, stellt denke ich hier niemand in Frage.
Die Lösung hier ist aber, wie bei Zahnschmerzen den ganzen Zahn zu ziehen, anstatt gezielt das Problem anzugehen.
Was würde denn dagegen sprechen über die nächsten 5 Jahre die feste EEG-Einspeisevergütung um absolute 20% pro Jahr zu senken, so dass diese in 5 Jahren auf 0 angekommen ist.
Gleichzeitig das Einspeisen vom Strom so einfach zu machen wie bisher.
Also dann wenn ein Smart Meter eingebaut ist (nächstes Problem das angegangen werden sollte bevor man den Zahn zieht), der Netzbetreiber wie beim EEG den Strom abnehmen muss.
Die Vergütung würde sich berechnen aus z.b. 50% aktueller Börsenstrompreis + 50% lokale Netzdienlichkeitsprämie.
Die Prozentwerte und Definition der Netzdienlichkeit sollte von Köpfen die klüger als ich sind definiert werden.
Das würde endlich mal den Anreiz lokal und zeitlich das Netz auch durch die Klein Einspeiser zu optimieren.
ich habe da mal eine externe Interpretation des geleakten Entwurfs.
Der gute Prof Sterner hat wohl inzwischen ein besonderes Verhältnis zu unserer WiMi, aber sei´s drum.
Er bringt da alle zuletzt diskutierten "Novellen" in den Kontext und sein (und mein ) Fazit lautet:
Volle Breitseite gegen dezentralisierte Energieerzeugung in den Händen vieler.
Und keine Nachverfolgbarkeit/Nachprüfbarkeit der Ziele zur Energiewende.
Bei dem vielen Verwässerungen, die jetzt überall in die neuen Gesetze und Richtlinien fließen, weiß nachher keiner mehr, wo man sich befindet geschweige denn, wo man eigentlich hin wollte.
Leider sind “WIR” aber nur ganz, ganz, ganz Wenige. “Die” da draussen wollen in der Masse verbrennen und von den grossen Vier 24/7 halbwegs bezahlbar versorgt werden. Alles was diesen Ablauf stört ist weder vom Bürger, noch von den Versorgern erwünscht.
Man muss nur mal mit offenen Augen unter der Woche durch Stadt und Land mit eigener Kraft fahren. Das ganze System lebt von Verkehr und Konsum.
Wenn die Energiewende gelingen soll, dann muss sie wenigen viel Profit bringen und der breiten Masse ein “Gefühl” von gesteigertem Komfort und Wohlstand.
Ich meine die Regierung hat verstanden.
Gutes Beispiel wie der Bürger sich jeden Unfug andrehen lässt. Was bringt der Masse so ein ImSys? Mehrkosten. Am besten noch die Steuerbox dazu, damit es richtig teuer wird. Der Nerd spart am Ende vielleicht sogar den ein oder anderen belanglosen Euro. In der Masse bringt es nur die Kassen der “?” zum klingeln. Wohin verschwinden die 100.-€ eigentlich.
Das geht, wenn man beispielsweise mit was Anderem heizt. Dann würde ich auch nichts mehr einspeisen und mich vollständig vom Netz entkoppeln. Leider benötigen wir dann was Anderes, und günstiger ist es auch nicht direkt. Also am Netz bleiben und bezahlen. Und wenn man sowieso bezahlt, kann man auch direkt Überschüsse einspeisen. Und seien es auch nur 3ct…
“Die” da draussen wollen in der Masse verbrennen und von den grossen Vier 24/7 halbwegs bezahlbar versorgt werden.
Das ist usus. Auch vorher schon gab es das Problem, dass träge Kraftwerke eben… träge sind. Bisher mussten die dann halt gucken wohin mit dem Strom. Und ich würde wetten, ich habe aber diese Daten nicht zur Hand, dass die Menge die damals schon vor dem Ausbau von EE, ungefähr jener Menge entspricht, die heute “über” ist. Also der Quark hat doch vorher auch funktioniert, und wer hat das damals bezahlt? Ebenfalls der Endkunde. Es gab also Jahre, Jahrzehnte, in denen man den Strom weggeworfen hat. Jetzt geht das nicht mehr. Weil zuviele kleine popelige PV-Anlagen stören? Im Leben nicht. “Will man nicht.” ist die einzige schlüssige Erklärung. Und schachert um Peanuts. Die Grundlastkraftwerke müssen weiterhin laufen. Dann wird eben noch mehr einfach weggeregelt. Dumm nur: Das macht man dann mit dem EE-Strom. Der je eigentlich gewollt ist. Dann ist er nicht mehr gewollt. Denn die Grundlastkraftwerke kann man nicht einfach so wegschalten.
Und genau dafür benötigen wir Speicher. Speicher für den PV-Strom vom Tag in die Nacht. Speicher für die Grundlastkraftwerke damit die noch im erträglichen Bereich weiter fahren können und zum Zwischenspeichern. Speicher für größere EE für Tagesbedarfsausgleich. Und dann, irgendwann, auch saisonale Speicher.
So ein Smartmeter ist grundsätzlich nicht so dumm. Im Prinzip simple Technik, für den Versorger kann die Abrechnung einfacher werden und es eröffnet durchaus auch sinnvolle Abrechnungsmodelle. In den heissen US Staaten wird so zum Beispiel zu Spitzenzeiten eine Netzüberlastung durch Klimas vermieden. Funktioniert gut seit vielen Jahren.
Im Prinzip haben das fast alle andere Länder simpel und zügig hinbekommen. Alle ausser uns. Sogar im Iran haben sie Smartmeter. Erinnert auch an die Maut.
Vielleicht, weil das die einzige Möglichkeit ist den Strom zu verkaufen?
Und wie kann das schlecht sein wenn ganz viele Länder bei einer Quote von über 90% liegen und
dort auch funktioniert?
Ganz davon abgesehen wenn man das mit §14a kombiniert ist es ein Nullsummenspiel.
Wenn es simpel ist und funktioniert, warum nicht. Glückwunsch an die anderen Länder. In D ist das Gerät nur da um eine neue Einnahmequelle zu erschließen, leider meine unabänderliche Meinung.
Wie gesagt, der einzelne Nerd wird es für sich zu nutzen wissen. Die Masse aber zahlt nur drauf.
Hinzu kommt, sie hat entweder gar nichts zu “Vermarkten”, oder so wenig, dass sich kein Käufer finden lassen wird.