Man ersetzt ein Auto, welches fossile Energie braucht, durch ein anderes , welches Strom braucht, der im Gesamtzusammenhang mehr fossile Energie verbraucht.
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Warum muss man denn private Pkw auf elektrisch umstellen? ....Eine ganze Industrie wird umgestaltet warum?
Es gibt genug Abnehmer für erneuerbare Energie, und wenn man die alle versorgt hat, braucht man Speicher. Für Nacht und Winter. Das sollte man jetzt entwickeln, nicht hübsche Prophetenautos für Reiche. Subventioniert natürlich....
Bei den Subventionen geht es teilweise um Technologieentwicklung und auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein haben mag, dass Reiche subventioniert werden, ist das Gegenteil der Fall.
Ist der Anwalt mit 30000 Euro PV Anlage 2015 subventioniert worden?
Beim zweiten Blick, eindeutig nein. Die meisten Hausbesitzer mit Geld über haben dankend verzichtet, weil es gewinnbringendere Investitionen gab. Die Subvention war meistens nur so hoch, dass sie gerade gereicht hat, dass der Reiche eine für ihn schlechtere, aber für die Welt bessere Investition gewählt hat.
Und die Investitionen in PV sind die beste Entwicklungshilfe gewesen, die es je gegeben hat. Das Runterkaufen der Lernkurve hat PV zur billigsten Stromquelle gemacht. Im Sonnengürtel der Welt leben die meisten der Allerärmsten. Da gibt es keinen Winter. Da reicht der Speicher für die Nacht. Das ist die Batterie und wie ist die über die letzten zehn Jahre massivst billiger geworden?
Über die Subventionen für Elektroautos.
Bei dem Markthochlauf geht es aber auch um eine Lösung, die tatsächlich über die nächsten 20 bis 25 Jahre zur Treibhausgasneutralität führen kann.
Ich habe hier Deutschland illustrativ auf das Einfamilienhaus runtergebrochen, dass 3000 kWh für Hausstrom braucht, 3000 kWh für die Wärmepumpe, 3000 kWh fürs Elektroauto.
Wenn man da noch 6000 kWh für die Industrie dazu tut, spiegelt das Gesamtdeutschland ganz gut wieder (für relative Verbräuche, also etwa 1/5 Wärme, 1/5 Mobilität, 2/5 Industrie, 1/5 anderes)
Mit PV, Wind, Wärmepumpe und Elektroauto ist das gut und schnell machbar. Da reichen etwa 6 kWp PV und 4,5 kW an Wind (mit 1000 und 2000 Volllaststunden respektive = 6000 kWh PV Strom und 9000 kWh Windstrom) pro illlustrativem Einfamilienhaus und wir brauchen im Schnitt kaum Langzeitspeicher für den Winter. Größtenteils wird der Winterbedarf durch Wind gedeckt.
Wasserstoff und Efuels sind da als Alternative enorm problematisch.
Ohne Wärmepumpe bauchen wir 15000 kWh synthetisches Erdgas und 15000 kWh synthetischen Verbrennertreibstoff. Beides lässt sich aus Strom herstellen, allerdings mit 50% Verlust => 60000 kWh an erneuerbarem Strom würden benötigt. Die 6000 kWh der Industrie haben nicht einen ganz so schlimmen Faktor, aber grob dürften hier bei minimaler Elektrifizierung zumindest 30000 kWh an erneuerbarem Strom fällig werden.
=> Statt 6 kWp (die aufs eigene Dach passen) und 4,5 kW anteilig an Windkraft, würden 90 kWp nötig sein.
Das geht kaum, weswegen dann gerne von Importen geträumt wird. Z.B. aus Saudi Arabien, wo bis vor kurzem weniger PV stand, als in Deutschland in einem Monat zugebaut wird.
Und bei Efuels sehe ich wirklich das Übergangsproblem, dass mehr fossile direkt ersetzt werden können. Beim Elektroauto wandert der 2/3 Verlust vom Verbrennungsmotor zum Kohlekraftwerk im worst case. Bei Efuel kommt ein 2/3 Wandlungsverlust von Strom zu Efuels noch on top auf den 2/3 Verlust des Verbrennungsmotors oben drauf, obwohl man stattdessen einen 2/3 Verlust im Kraftwerk vermeiden könnte. Wir reden hier über fast einen Faktor 10 mehr Kilometer in Deutschland mit einer kWh PV Strom, die in Saudi Arabien Erdöl in Kraftwerken verdrängt und für Deutschland freimacht im Vergleich zur selben kWh PV Strom für Efuels für Verbrenner in Deutschland.