Wie versprochen abschließend eine Einschätzung der Anlage nach längerer Laufzeit. Im Jahr 2023 lag unserer Gesamtverbrauch bei ca. 20.000 kWh. Davon etwa 7.500 für das Haus, knapp 5.000 für Wärmepumpe/Heißwasser und gut 8.000 für das EAuto. Das wären bei aktuell 36 Ct/kWh 7.400,- €. Unsere Solaranlage (knapp 10 kW peak Ost/West auf dem Dach und 3,6 kW peak Süd auf dem Carport (mit Teilverschattung)) brachte etwa 12.000 kWh. Wir hatten einen Eigenverbrauch von ziemlich genau 80%. Mehr ging nicht, trotz Speicher, da im Sommer die Dachanlage so viel produziert, dass wir Einspeisen müssen/können. Damit liegt der reale Verbrauch vom Netzanbieter bei etwa 11.000 kWh oder abzgl. des Einspeiseentgeldes bei ca. 3.700,- €. Das EAuto fuhr etwa 30.000 km. Rechnet man für einen Benziner 6l/100 km bei gut 1,60/l kommt man auf etwa 3.000,- €. D.h. für das Haus und die Wärmeleistung würden wir etwa 700,- € pro Jahr ausgeben. Ein schöner Wert. Allerdings eine "Milchmädchenrechnung", da die Investitionskosten nicht berücksichtigt sind. Ohne Verzinsung ist eine Amortisierung in 10 Jahren möglich, allerdings müssen dann die Akkus getauscht werden und die Solarpanels lassen in der Leistung nach. Größere Schäden würden das natürlich verschlechtern.
Technisch lief alles bisher völlig problemlos durch. Unsere Autarkie (Anteil des selbsterzeugten Stromes am Gesamtverbrauch), stelle ich Euch unten dar. Die negativen Zahlen beruhen auf einen Systemfehler, der später korrigiert wurde. Ihr seht, dass das System von Mai bis Oktober ganz gut läuft. Für die Wintermonate entsprechend schlecht. Der Wärmeverbrauch ist hier hoch, die Solarproduktion aber niedrig. Eine Investition in mehr Solarpanels, was auf dem Dach problemlos machbar wäre, ist aber nicht wirtschaftlich.
So. Wieder ist ein Jahr vorbei und erneut eine Einschätzung.
Im Jahr 2024 lag unserer Gesamtverbrauch wieder bei ca. 20.000 kWh. Davon etwa 7.700 für das Haus, 4.300 für Wärmepumpe/Heißwasser und 8.000 für das EAuto. Das wären bei 36 Ct/kWh 7.200,- €. Unsere Solaranlage (knapp 10 kW peak Ost/West auf dem Dach und 3,6 kW peak Süd auf dem Carport (mit Teilverschattung)) brachte etwa 11.600 kWh. Wir hatten einen Eigenverbrauch von genau 81%. Mehr ging nicht, trotz Speicher, da im Sommer die Dachanlage so viel produziert, dass wir Einspeisen müssen/können. Damit liegt der reale Verbrauch vom Netzanbieter bei etwa 10.600 kWh oder abzgl. des Einspeiseentgeldes bei ca. 3.600,- €. Das EAuto fuhr gut 30.000 km. Wir haben etwa 3.400,- € durch unsere Anlage eingespart. Die gesamte Anlage rechnet sich damit in 10-11 Jahren.
Technisch hatten wir einen Defekt. Der Victron-kompatible Zähler verlor plötzlich die Kommunikation zur Anlage. Ist über USB verbunden, Kabel getauscht, brachte nichts. Anzeigen auf dem Zähler selbst alle normal. Hatte leider vergessen ihn einmal stromlos zu machen und habe ihn direkt getauscht (gut 100,- ). Danach lief wieder Alles.
Eine Investition in mehr Solarpanels, was auf dem Dach problemlos machbar wäre, ist nach wie vor nicht wirtschaftlich.
Die Zeit vergeht, ein weiteres Jahr läuft die Anlage nun durch.
Im Jahr 2025 lag unserer Gesamtverbrauch bei knapp 21.000 kWh. Davon etwa 7.100 für das Haus, 4.500 für Wärmepumpe/Heißwasser und 9.100 für das EAuto. Das wären bei aktuellen 26 Ct/kWh 5.460,- €. Unsere Solaranlage (knapp 10 kW peak Ost/West auf dem Dach und 3,6 kW peak Süd auf dem Carport (mit Teilverschattung)) brachte etwa 12.000 kWh. Wir hatten einen Eigenverbrauch von genau 82%. Mehr ging nicht, trotz Speicher, da im Sommer die Dachanlage so viel produziert, dass wir Einspeisen müssen/können. Damit liegt der reale Verbrauch vom Netzanbieter bei etwa 10.800 kWh oder abzgl. des Einspeiseentgeldes bei ca. 2.800,- €. Das EAuto fuhr 35.000 km. Wir haben etwa 2.500,- € durch unsere Anlage eingespart. Die gesamte Anlage rechnet sich damit in 14 Jahren. Braucht etwas länger als 2024 kalkuliert, da der Strompreis durch Anbieterwechsel sank.
Technisch hatten wir keine Probleme.
In 2026 plane ich einen Wechsel der Carportmodule von 300 auf 450 Watt Leistung. Dies würde uns im Jahr etwa 1.600 kWh zusätzlich bringen. Da die Carportmodule als Insellösung laufen und nur in den Speicher einspeisen, könnten wir theoretisch anteilig mehr von unseren Hausdachmodulen für 0,11 Cent/kWh einspeisen. Das würde bei 1.600 kWh also etwa 176,- € mehr Gewinn machen. Kosten bei unseren 12 Modulen aktuell etwa 1.000,- € (Selbsttausch einfach machbar). Lohnt sich zwar erst nach 7 Jahren, aber da die Befestigung der Betonsteine auf den Modulträgern (Drähte) langsam korrodiert und gewechselt werden muss bietet sich das an. Sollten wir weniger Strom damit beziehen, was ja auch wahrscheinlich ist, amortisiert sich das noch schneller.