Speichernachrüstung 20 kWh+x für Altanlage

#autoschrauberix: Danke, an die Schieflast habe ich nicht gedacht. Nach einigen Suchen sieht das wohl so aus, dass der Netzanschluss vom Grid direkt an die AC In der drei Multiplus geht und der AC Out dann phasenweise ins Haus. D.h. der Multiplus trennt bei Netzausfall dann automatisch die Verbindung ins Netz, das Haus läuft über den Speicher weiter. Damit ist das auch rechtlich o.k. Für den Service, Updates etc. Ist es wohl praktisch eine Schaltvorrichtung zum Durchschleifen des Netzes zu schaffen, sonst ist das Haus stromlos, wenn die drei Multiplus nicht arbeiten. Sehe ich das korrekt? Müsste dann meine Hausinstallation einmal durchschauen, da aktuell meine PV und der Multiplus ja einfach parallel zum Netz einspeisen/anliegen. Danke schon einmal für Eure Antwort.

Der Familienrat hat getagt. Aus Kostengründen, wird ein weiterer Ausbau der Panele erst einmal verschoben. Die Speichererweiterung auf ein 16/3 System, d.h. der Zukauf 16 weiterer 280 Ah Zellen ist aber beschlossen. Zusätzlich 2 weitere Multiplus 2 5000/48 um dreiphasig Notstrom fahren zu können. Einen hätte ich sowieso gebraucht um die Mehrleistung zu liefern und den vorhandenen nicht immer am oberen Leistungslimit zu haben. Der Schritt von 2 auf 3 ist dann nicht mehr so groß, vor allem muß ich ja die Anlage sowieso komplett umbauen, da die bisherige Wand schon einen zweiten Multiplus nicht zuläßt. der Umbau findet im tiefsten Winter statt, dann sind die Zellen vermutlich auch da. Geplant ist AC In auf das Netz direkt nach dem Zähler zu legen AC Out 1 dann in das Haus und den Solaredge hinein, mit angeschlossener Wärmepumpe und AC Out 2 an die Garage/Wallbox. Die kann im Notstromfall unversorgt bleiben. Manuelle Zuschaltung ist sowieso vorgesehen.

Da im Dezember sowieso nicht viel zu holen ist, habe ich die Anlage vom Netz genommen. Die Akkus sind aus China gekommen und ich habe den DC-Teil nun an einer anderen Wand neu aufgebaut. 48 280Ah Stunden Akkus auf drei Reihen. Je drei parallel, alle 16 Packs dann seriell. Zwischen den Regalreihen jeweils 70 mm² Verbindungskabel, verbunden wurde jeweils parallel in einen 3er Block. Die Bus-Bars sind Standard, nur die seriellen Verbindungen zwischen den 3er Blöcken sind mit 300A zugelassenen dicken Bus-Bars ausgeführt. GND und Plus sind direkt mit einer Stromschiene verbunden, die ich entsprechend gebogen habe. Diese verlaufen auch oben quer zum Anschluß der Victrons in je einen Kabelkanal. Ausführung 30 x 5 mm Kupfer blank. An den Zuführungen habe ich das isoliert. Der Trenner ist ein Efen Lasttrenner, gebraucht gekauft mit einer neuen 300 A Gleichstromsicherung. GND-seitig keine Trennung/Sicherung. Erwarteter Strom so 200-250 A. Das REC-BMS wurde einfach umprogrammiert, der Shunt ist neu, nun 300A/50mV. Das Relais war sowieso bis 500 A zugelassen. Nächster Schritt: Montage der Inverter und des MPPT.

Das letzte Jahr habe ich nun abgerechnet und mit 2021, in dem ich noch keinen Speicher hatte, verglichen. Ab Ostern 2022 ging der Speicher mit 28 kWh und die DC-PV mit 3,6 kW Peak auf dem Carport (nur für den Speicher) in Betrieb. Die 9,9 kW Peak Anlage auf dem Dach lief in beiden Jahren durch. Meine Eigennutzung der PV stieg von 40% auf 60%, in 2022 konnten wir 42% (2021: 18%) unseres Verbrauches (incl. EAuto mit 30.000 Km/Jahr) damit decken.

Die neue Anlage ist nun fast fertig, der Elektriker wird sie Ende Januar ans Netz anschließen. Aktuell läuft sie als Insel mit der PV und einen Anschluß in den Carport zur Wallbox. Habe dafür AC Out 2 per Relais dauerhaft auch bei fehlenden AC In aktiviert. Heute ist es in Südbayern sonnig, trotzdem konnte ich nur 25% des Speichers zuladen, aber es geht "nichts verloren". Die Zellen (ein Drittel wurde ja zugekauft) sind für das langsame "Einfahren" dankbar, sie benötigen einige Zyklen um ladungs- und spannungsgleich zu werden, auch wenn sie nun schon Wochen miteinander verbunden sind. Bei nahezu vollen Speicher merkt man das den passiven REC-BMS an, es wird warm und schaltet trotz zugebauter Lüfterkühlung irgendwann ab. Das war beim "alten" Speicher identisch, gab sich nach einigen Zyklen.

Anbei ein paar Bilder, die Zähler auf der Seite zäheln AC Out 1, AC Out 2 (Carport) und die PV-Produktion des "alten" Inverters. Ablesung optisch mit dem Raspi zusammen mit den beiden "offiziellen" Zählerschrankzählern.

Gestern war ein wirklich kompetenter und freundlicher Elektriker zum Anschluß da. Erst einmal ist mein 180,- € teurer FI vor dem AC in abgeraucht, da N links verdrahtet werden mußte, was ich nicht sah (sehr kleingedruckt!) und ihn wie alle anderen auch umgekehrt anschloß. Dann hatten wir etwas Probleme mit einen immer wieder auslösenden FI im Unterverteiler vor dem Speicher. Ursache war eine etwas "wilde" Trennung von N und PE im Hauptverteiler beim Bau des Hauses. Konnten wir korrigieren, war aber mühsam. Jetzt muß noch die Wärmepumpe über einen automatischen Notstromschalter angeschlossen werden, dann ist alles perfekt. Berichte im Frühjahr noch einmal.

Heute konnte ich die Wärmepumpe an die Notstromversorgung anschließen (über einen automatsichen Schalter) und alle Kabelkanäle verschließen. Fertig ist das Projekt!

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Kurzer Statusbericht: Der Netzbetreiber wollte nicht nur die vom Elektriker unterschriebene Spezifikation dar Anlage, sondern auch die digitale Anmeldung mit der Stammnummer der Firma. Kann ich aufgrund der Größe der Anlage nachvollziehen, ist ja kein Balkonkraftwerk. Der Elektriker war entsprechend noch einmal da und hat insbesondere auch das Auslösen der FI überprüft. Ich würde empfehlen bei einen Neubau den Elektirker meines vertrauens immer ganz am Anfang ins Boot zu holen. So kann er das Ganze "begleiten". Die Anlage läuft tadellos, am Anfang benötigte das System etwas Zeit mit Spannungsalarmen bei nahezu Volladung und Balancing, bis alle Zellen auf den gleichem Stand waren. Der April und die erste Maihälfte waren sehr bewölkt, aber jetzt läuft das Haus autark. Wir stellen etwa 97% unseres Stromes selbst her, die Differenz zu 100% ergibt sich aus der Unschärfe des Zuschaltens des Speichers. Um sicher zu vermeiden, dass er Energie ins Netz abgibt, schaltet er erst ab etwa 50-100 Watt Netzbezug zu. Das paßt aber serh gut. Beigefügt noch unsere Statistik.

Eigentlich eine Schöne Anlage, aber dein Speicher ist gefährlich.

Du hast Starre Zellverbinder und weich Mossgummi Zwischenpaltte verspannt mit Gurt.

Auf deinen Fotos kann man sehen, dass die Zellen oben weiter zusammmen sind wie unten.

Die Zellen dehnen sich aus und werden oben durch die Starren Zellverbinder zusammen gehalten.

Irgendwann ist die Zugkraft so groß, dass es die Pole durch die Kunstoffisolatoren quetscht und dann kommt es zum Kurzschluss.

Und dein Haus brennt ab.

Schau dir dein Speicher nochmal genau an.

@stromsparer99: Danke! Habe mir das gerade eben noch einmal angesehen. Eventl. verzerrt das Objektiv das Ganze. Habe soeben noch einmal nachgesehen. Sowohl die mit Moosgummi verspannten Zellen, als auch jene mit den mitgelieferten Plastiktrennblättern verspannten stehen noch ordentlich ohne Verzug. Werde aber ein Auge darauf haben!

Schau dir mal in deinem letzten Post an wie groß die Bäuche an deinen Zellen sind. Normalerweise liegen die Zellen Flach aufeinander ohne Bauch.

Ja deine Aufnahme ist verzerrt, das Regal wird oben breiter, deine Zellen aber oben schmaler. Normal müssten deine Zellen so aussehen wie das Regal, aber sie gehen genau in die andere Richtung.

@stromsparer99: Habe mir das noch einmal angesehen. Die ersten Bilder im Forum zeigen den Aufbau vom letzten Jahr, mit der Besetzung der unteren beiden Regalreihen. Nun habe ich im Mätz/April neu gemischt und drei Reihen besetzt. Mein Eindruck ist, dass die Zellen, wie vorher auch aussehen. Allerdings tatsächlich nicht 100% plan sondern in der Mitte leicht bauchig. Aber eben ohne Änderung. Werde das kontrollieren. Danke!

Woher kommt der Höhenunterschied der Pole von 9C und 9B, oder 3B und 3C. Da liegen die Verbinder ja auch nicht richtig auf.

Diese Höhenunterschiede hast du ja auf jeder Etage 3-4 mal {green}:shocked:

In der Gesamtverschraubung von je 3 Zellen paralell und dann seriell zum nächsten Block. Die seriellen Verbinder sind zudem kräftiger, da höher belastet. Damit lassen sich alle Verbindungen nicht auf ein Niveau legen. Aber es stört nicht, der Kontaktschluß ist immer vollflächig gegeben. Mit der Wärmebildkamera fanden sich auch keine HotSpots.

2 Verbindungsleitungen zwischen den 3 Blöcken ? Kriegst du bei hohem Strom Ärger mit Abweichungen in 2 Zellen.

Man kann doch sehen dass es die Verbinder verbiegt damit sie plan aufliegen, diese Kraft wirkt somit auf die Kunstoff Isolatoren der Pole. Ich glaube wirklich, dass du dir nicht vorstellen kannst was passiert wenn ein Pol das Gehäuse berührt weil der Kunstoffisolator nachgiebt. Da fliesen dann über 300A und du hast ein heftiges Feuerwerk. Das gibt ne Kettenreaktion und der ganze Speicher fakelt ab. Tu dir selbst einen Gefallen und mach das richtig.

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Von @stromsparer perfekt zusammengefasst.

Hatten wir hier gerade auf dem Board, abgebrannte Zelle, und die Fachleute haben sich auf die Ursachenkombination Gurt, weiche Zwischenlagen und starre Verbinder geeinigt.

Ihr könnt einen richtig Angst machen! Haben jetzt beim Chinesen meines Vertrauens die 300 A flexiblen Busbars in der 4er und 2er Ausführung bestellt. Umbau ist schnell erledigt, 200,- € Investition, aber man möchte ja ruhig schlafen ....

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Hat mich einen Vormittag gekostet, aber jetzt sind alle Anschlüsse mit flexiblen BusBars verbunden.

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du solltest an allen Ecken unter deine Gurtbänder solche Kantenschoner/Kantengleiter anbringen, damit deine Gurte gut über die Ecken laufen, ansonsten kannste das auch weglassen ...

Kraft mit der Ratsche hast du genau bis zur ersten Umlenkung aufgebracht, danach verlassen dich die Nm.

@helge : Ist in Arbeit. Bringe ich zusammen mit den neuen Temperatursensoren an.