Also wenn man im Sommer mit dem PV-Überschuß einfach künstliches Methan erzeugt und im Gaskugeln bunkert, dann wird bei der Verbrennung im Winter doch nur genau das CO2 wieder frei, was man im Sommer zur Erzeugung hineingesteckt hat, also Null auf Null. Und fossil ist das künstliche Methan schon gar nicht. Aber a bissel Wärmedämmung wäre schon eine feine Sache, völlig klar.
Er meint doch nur die Ampelmänner und -frauen der aktuellen Regierung und die letzten 560 Tage im letzten Jahr hat sich unsere Ampel nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.
Das mit dem CO2 ist korrekt, bloß insgesamt nicht so richtig effizient was die Wirkungsgrade angeht. Aber besser künstlich Methan erzeugen und bei Bedarf wieder verheizen als EE abzuregeln.
Egal wen Paddy gemeint hat, der Ton macht die Musik und die spielt hier eher in Moll als in Dur. Diese Prädikate lassen mich nicht daran glauben, dass er eine "korrekte" Diskussion mit sachlichen Argumenten sucht.
Aber vielleicht verstehe ich ihn da auch falsch.
Im übrigen hat die Bertelsmannstiftung rausgefunden, dass die Ampel zum aktuellen Zeitpunkt viel mehr Punkte aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt oder auf den Weg gebracht hat als die Vorgänger zum vergleichbaren Zeitpunkt. Und die hatten weder Gasmangel zu fürchten noch Kriegslage. Kam gestern in den Nachrichten.
Der Umgang der Beteiligten aus der Koalition miteinander ist allerdings oft unterirdisch. Meine Meinung.
[quote data-userid="2378" data-postid="152185"]Im übrigen hat die Bertelsmannstiftung rausgefunden, dass die Ampel zum aktuellen Zeitpunkt viel mehr Pubkte aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt oder auf den Weg gebracht hat als die Vorgänger zum vergleichbaren Zeitpunkt.[/quote]Das ist schon richtig, aber viele Bürger können sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der Ampel der Koalitionsvertrag wichtig sei als das Wohlergehen des deutschen Volks. Das beste Beispiel ist ja das GEG, das zwar jetzt mit einer Salamitaktik entschärft wurde, aber immer noch als Damoklesschwert im Raum steht, nur halt eine Etage höher. Die andere Kontroverse sind die drei letzten Kernkraftwerke. Auch hier stößt der viel zu ambitionierte Zeitplan den allermeisten Bürgern sauer auf. Ein weiterer Punkt ist, daß nun Natur durch Windkraft und PV zerstört werden soll, anstatt daß man einfach die ohnehin schon vorhandenen Dächer speziell für PV besser nutzt.
Man hätt's einfach anders machen können und das kommt halt in der Öffentlichkeit nicht gut an. Richtig ist natürlich auch, so fair muß man sein, daß die Merkelregierung so einen Quark wie Oberleitungen auf den Autobahnen als Experiment (z.B. auf der A5 bei DA) unterstützt hat, anstatt lieber mal die Elektrifizierung der Schiene mit Nachdruck voran zu treiben. Dazu die verschleppte Einführung mit angezogener Handbremse von ETCS, fehlender Druck bei der Einführung der DAK (digitale, automatische Kupplung), die Liste kann beliebig fortgesetzt werden und die SBB machen's wesentlich besser. Tut mir leid, aber das ist meine Meinung.
Aber zurück zur PV und Speicher: Wenn die PV weiter voranschreitet, werden Speicher unausweichlich sein. Gleichzeitig können auf wirklich lange Sicht nicht alle Verbrennungsmotoren oder Heizungen für den Frostwinter sinnvoll ersetzt werden. Beide Faktoren kombiniert ist die absolut ideale Lösung auf dem Weg zur Vollelektrifizierung des ganzen Kontinents und umgeht elegant z.B. den Lithiumengpaß, der so oder so kommen wird. An einem Punkt kommt aber eine wirklich sinnvolle Politik in keinem Fall vorbei: Die ganzen Dächer so gut es geht für PV zu nutzen, ganz egal, ob der Strom nach der Produktion in Akkus oder in Form von Methan gespeichert wird. Und da fehlt unserer Ampel einfach der Weitblick. Tut mir leid.
[quote data-userid="2378" data-postid="152198"]Ich würde bei den Speichern auf V2H für die meisten PV-Besitzer setzen.[/quote]Geht doch nicht! Du kannst nicht die E-Karre im Sommer laden und im Winter ist noch Ladung drin. Du brauchst eine Lösung, um in den starken Monaten zu laden, damit Du in den schwachen noch Energie hast. Dafür brauchst Du eine Lösung.
Deswegen nach dem Stand heutiger Technik Methan (diffundiert nicht so schnell durch Wände hindurch wie H2) oder etwas anderem, was sich gut über Monate hinweg speichern läßt. Allerdings haben wir für den Blödsinn ja nicht mal genug PV. Meiner Ansicht nach gehört auf jedes Dach... (na, Du weißt schon).
@docemmettbrown Die gibts ja schon als Picea System. Das erzeugt im Sommer Wasserstoff aus dem "überschüssigen" Strom und im Winter heizt es damit und erzeugt daraus wieder Strom.
Nur leider ist das im Moment noch ziemlich teuer Damit ist man dann für Heizung und Strom unabhängig von einem Stromlieferanten (ob das so gewünscht ist?)
Damit bekommt man den Überschuss vom Sommer gut in den Winter
Und fürs kurzfristige Speichen ist in dem System noch ein Akku integriert zum Puffern des Stroms.
Das funktioniert natürlich nur wenn man selber genug Dachfläche etc. für PV hat, für Großstädter könnte es schwierig sein.
[quote data-userid="12276" data-postid="152215"]Das erzeugt im Sommer Wasserstoff aus dem "überschüssigen" Strom[/quote]Die H2-Moleküle sind halt sehr klein und diffundieren sehr leicht durch Wände hindurch, aber richtig gut erst recht, wenn sie unter hohem Druck sind. Da weiß ich nicht, ob Methan nicht vielleicht das bessere Trägermaterial wäre oder eine Mischung mit Methan (also wie beim fossilen Erdgas). Die Japaner sind ja dahinter her, H2 für Autos unter hohem Druck gut speichern zu können, aber für einen Durchbruch hat's da noch nicht gereicht.
Wenn ich mir die jetzige Stromerzeugung anschaue, kann ich nicht erkennen, dass wir einen nennenswerten Überschuss bei Solar haben. Das kommt nur zustande, wenn Wind in größeren Mengen zur Erzeugung beiträgt. Das ist aber in einem üblichen Sommer (nicht dieses Jahr) nicht der Fall.
Wenn hier von Gaserzeugung (als Speicherung) gesprochen wird, dann ist es doch zumindest in der Übergangszeit ratsam das (fertige) Biogas flexibler zu nutzen.
Es braucht nicht durch hohe Verluste aus Strom erzeugt zu werden.
Ich sehe es auch so, das wir eher eine Monatsspeicherung brauchen als einen der Energie von Sommer in den Winter bringt.
Dann noch zur Stromspeicherung im Auto. Klar, meine E-Auto hat "nur" 50kWh und ich komme damit im Sommer etwa 400km (nicht BAB) weit.
Ich habe (wie noch die meisten) keinen LFP Akku. Ich käme nur in absoluten Ausnahmen auf die Idee zurück zu speisen. Um meine Akku zu schonen betreibe ich ihn
um die 50% Ladestand. In der Regel (weil ich 1x je Woche etwa 130km fahre) lade ich zwischen 40 und 70%. Was ich einmal im Akku habe, möchte ich nicht mittels
Verluste Zurückspeisen. Ab etwa April bis Oktober fahre ich 100% mit der eigenem Solarstrom.
400km mit einer Füllung, angenommen der Akku macht klaglos 1000 Vollzyklen, dann fährt Dein Auto 400.000 km. Bei Deiner Fahrleistung >3000 Wochen oder etwa 60 Jahre. Ob die Kiste das erlebt? Ich wäre da schon gechillt bezüglich der Lebensdauer.
Die Verluste beim Rückspeisen sind natürlich vorhanden aber bei der Batterie im Keller kümmert das auch keine Socke.
Von April bis Oktober hört sich total gut an. Mal sehen was unser frisch geleaster Hyundai so kann. Kommt hoffentlich demnächst.
Moin Moin. Erstmal Kompliment für die interessante Diskussion. Genau das Thema solltet ihr mal im "PV Forum " führen ?
Aber egal. Ich wohne in SH und ärgere mich zunehmend über die zunehmenden Abregelungen von WKA, nicht wegen hohen Windaufkommens,sondern an sonnigen Tagen zwischen 12-16 Uhr. Nun wird immer behauptet durch den Netzausbau wird das alles anders. Es wird mit nichten anders. Das Problem wird nicht nur durch den Ausbau der Link Projekte und den Ausbau einiger 380 kV Leitungen gelöst, welche bis 2030!!!!!! Verwirklicht sein sollen. Nein wir brauchen auch einen massiven Ausbau der Verteilnetze. Der Vorsitzende unseres Verteilnetzbetreibers Hansewerk spricht in Interviews davon das wir auf kritische Situationen zu steuern.
Ich habe beruflich am Rande mit Baumassnahmen von Tennet zu tun und dort wird schon darüber gesprochen das die Link Projekte auf lange Sicht unterdimensioniert sind. Was natürlich auch logisch ist, bei Beginn der Planung vor 10-15 Jahren waren ganz andere Bedingungen.
Aus diesen Gründen haue ich hier mal ein paar deftige Thesen oder Forderungen raus.
An jede EE Erzeugungsanlage gehört eine Speichermöglichkeit. Über die Dimensionierung und Technik können wir gerne streiten.
Wir müssen beim Netzausbau noch viel mehr Dampf machen
Wir müssen noch viel mehr flexible Tarife a la awattar oder Tibber einführen. Wenn es nach mir geht Abschaffung aller anderen Tarife. Um endlich ein richtiges Lastmanagement auf der verbrauchenden Seite zu fördern und Speicherung rentabel zu gestalten.
Für alle EE Neuanlagen sollte es flexible Einspeisevergüttungen geben. Fair und Transparent wie Tibber auf der verbrauchenden Seite. Auch das würde zu einem rentableren Betrieb von Speichern führen. Und bitte kommt mir jetzt keiner mit der elendigen Direktvermarktung. Das läuft alles andere als rund. Natürlich gehört dann dazu das Abregelungen nicht mehr vergütet werde.
Liberalisierung des Strommarktes. Warum soll es weiter den VNB verboten sein Strom zu speichern. Oder anderen Investoren?
Mir ist völlig bewusst das es in einigen Bereichen sehr radikal ist und bestimmt nicht vollständig. Aber wir müssen in diesem Bereich dringend voran kommen.
Mir ist auch bewusst das da eine ganze Kompanie an Lobbyisten gegen Sturm läuft
Die frage wäre ob wir dann noch wirklich bei dir in Punkt 1 geförderte Pflicht eines Speichers brauchen ? würde das dann nicht automatisch der markt erledigen ?
Bei Punkt 4 muss man meiner Meinung nach ein wenig aufpassen.... ein Beispiel wenn sonntag nachmittags die Preise ins Negative gehen dann würde so macher auf die Idee kommen seine PV Ab zu regeln oder womöglich ganz vom Netz zu nehmen da habe ich irgendwie kein gutes gefühl dabei da wäre mir einen mindestvergütung von z.b. 1 cent irgendie lieber....
Auch könnte man drüber nachdenken ob an einem schon bestehenden Netzanschlusspunkt wenn ein reiner speicher angemeldet werden würde es wirklich nötig ist das da noch die vollen netzgebühren fällig werden?
Die netzgebühren machen hier leider die speicher teilweise unwirtschaftlich
Naja, das Problem ist doch nicht die Politik sondern die Bürger.
Die verhindern doch den Netzausbau, verhindern Windkraftanlagen, usw.
Selbst tun sie nichts für die Energiewende. Da muss ich doch nur bei mir durch den Ort fahren, da gibt es traumhafte Dächer für Photovoltaik aber nichts wird installiert.
Hier werden im Neubaugebiet Häuser Gebaut wo das Dach nach Norden zeigt weil man auf der Südseite eine offene Glasfront haben möchte. Also keine Chance für PV.
Und dann die Politik verantwortlich machen, dass Strom, Gas und Heizöl so teuer wird.
Und wenn die Politik mal Vorschriften für die Energiewende und Heizgesetze macht, dann gehen die Bürger auf die Barikaden.
Der Strom ist einfach noch viel zu billig, sonst würden viel mehr Hausbesitzer Photovoltaik und Speicher installieren.
Diskutieren Sprechen überzeugen und beweisen das es geht. Bis der letzte es verstanden hat. Nicht mehr seine Besitztümer schwinden sieht, sondern Chance versteht
Richtig, diese %&%*( Bürger sie tun ums verrecken nicht Gendern, lassen ihren Kinder nicht Kastrieren, Teilen ihren Wohnraum nicht mit "Goldstücken", teilweise sind es CO2-Ketzer die nicht an die heilige Greta glauben, die Al Gore und dem Club of Rome die Doomsday Prophezeiungen nicht abkaufen (Betonung liegt auf "kaufen")
Und dann die Politik verantwortlich machen, dass Strom, Gas und Heizöl so teuer wird.
Oh dann waren es die Marsianer die diesen Bereich in den Letzten Jahren immer vergrössert haben
Und wenn die Politik mal Vorschriften für die Energiewende und Heizgesetze macht, dann gehen die Bürger auf die Barikaden.
Als wenn der Bundesmichel auf die Barrikaden gehen würde... schau mal nach Westen zu euren französischem Nachbarn, die zeigen euch wie "auf die Barrikaden gehen funktioniert"
Der Strom ist einfach noch viel zu billig, sonst würden viel mehr Hausbesitzer Photovoltaik und Speicher installieren.
Du forderst also einen Strompreiszuschlag für alle die PV könnten aber sich die 2000€/kWp nicht leisten können?
oder einfach höhere Strompreise für alle, schliesslich wäre das erste ja ein Verwaltungstechnischer Aufwand und es fehlen ja die.... Fachkräfte.
Wäre es nicht einfacher jedem der ein PV-geeignete aber unbelegtes Dach hat der Staatlichen Energiewende Ministerium zu melden und dafür einen Provision zu bekommen?