Schwer zu sagen. Das Originalbild bei der Zeitung hat eine deutlich bessere Auflösung, daher hier mal ein vergrößerter Ausschnitt:
Kann man das überschlägig mal quantifizieren? Wieviel Wasserstoff entsteht ca aus einer LiFePO4 Zelle und welches Gemisch (Bereich) braucht es um zündfähig zu sein?
Daraus sollte sich eine grobe Abschätzung erstellen lassen, bei wieviel Zellen in welcher Raumgröße es welchen Lauftaustausch/Belüftung von x geben muß, um einen Worst-Case Gefährundszeitraum abzuschätzen. Fände ich interessant.
Ich halte für wichtig, aus solchen Schadensfällen konstruktive Verbesserungen abzuleiten.
Die Zellen scheinen auf einem Blech zu stehen. Ich hätte etwas überstehende halbwegs feuerfeste Isolation erwartet vlt FR4-Platten. Vielleicht sind die aber auch “nur” bündig, sodass man die nicht erkennen kann. Es ist eine Platte mit 6 rechteckigen Ausschnitten zu sehen. Man kann keine Vepressung erkennen.
Man kann ja suchen
. Um eine gefährliche Mischung zu haben geht man von 1% Gemisch aus. Ich hab einen Kelleraum von ca 22m³ mit offenem Fenster und da wären es 220 Liter Wasserstoff die produziert werden müssten und dann wirkt noch die Durchlüftung von ca 5m³/h Stunde. Erscheint mir aktuell nicht als das schwerwiegendste Problem.
Zugegeben hab ich aber kein Gefühl welche Rolle da DIY Boxen spielen, so wie hier auf den Fotos scheint man diverse Gehäuse zu erkennen. Bis da etwas durchlüftet ist die Konzentration schneller erreicht.
Wire ich ja weiter oben schon schrieb, ist vieles zu dem Thema hier schon diskutiert worden.
Oliver
Wenn ich den Suchergebnissen glauben darf ohne die Paper jetzt selber zu lesen, kommt da schon einiges an Wasserstoff zusammen. Für eine 300 Ah Zelle 300 bis 900 Liter Gas, bei einem Anteil im oberen Bereich von 25% also bis zu 225 Liter. Mit 16 Zellen und 4% Explosionsgrenze würde das für 90 Kubikmeter Raumvolumen reichen ... Ein Mol Wasserstoff mit 2g sind bei RT etwa 24 Liter. Also so 19 Gramm pro Zelle, die da pro Zelle frei würden.
Was Gemini auf die Schnelle ausspuckt:
Beim thermischen Durchgehen einer LFP-Zelle (Lithium-Eisenphosphat) setzt sich das entweichende Gasgemisch vorwiegend aus Kohlenmonoxid ((CO)), Kohlendioxid ((CO_{2})), Kohlenwasserstoffen und Wasserstoff ((H_{2})) zusammen. Wasserstoff macht typischerweise etwa (15 \text{ bis } 30%) des freigesetzten Gases aus. [1, 2, 3]
Die absolute Menge an Wasserstoff ist direkt von der Zellkapazität, dem Ladezustand (SOC) und der Zusammensetzung des Elektrolyten abhängig: [1]
- Gasvolumen generell: Pro Amperestunde (Ah) Zellkapazität werden beim Ausgasen ca. (1 \text{ bis } 3) Liter Gas freigesetzt. [1]
- Rechnerisches Beispiel: Eine typische LFP-Zelle mit (100 \text{ Ah}) produziert beim thermischen Durchgehen etwa (100 \text{ bis } 300) Liter Gesamtgas. Befindet sich der Wasserstoffanteil im oberen Bereich bei (25%), entstehen somit ca. (25 \text{ bis } 75) Liter reiner Wasserstoff.
- Explosionsgrenze: Die untere Explosionsgrenze (UEG) von Wasserstoff in Luft liegt bei nur (4 \text{ Vol}%). Da beim thermischen Durchgehen schlagartig große Gasmengen entweichen, kann sich in schlecht belüfteten Batteriegehäusen oder Betriebsräumen sehr schnell ein zündfähiges Wasserstoff-Luft-Gemisch bilden. [1, 2, 3]
Danke. Bist Du sicher das bei der Gasmenge die genannt ist es sich um reinen Wasserstoff handelt nicht um das Gasmgemisch (CO etc)?
Die 25% sind der angenommene Anteil an Wasserstoff, der nach der Suche bei 15-30% liegen kann. Ansonsten vorwiegend Kohlenmonoxid, -dioxid, Kohlenwasserstoffe. HF (Flußsäure wurde jetzt nicht erwähnt, aber ist auch schon in geringen Mengen ziemlich ungesund bis tödlich ...).
Danke. Hierunter also noch zu beachten wie schnell die Wasserstoffmenge entstehen kann und dementgegen wirkt dann vielleicht noch die Belüftung. Klingt doch nicht ganz so unkritisch…
Wobei da auch noch zu betrachten wäre, wie wahrscheinlich es ist, daß da alle Zellen gleichzeitig überladen werden. Schließlich begrenzt der Laderegler normalerweise auch die Ladespannung für den kompletten Pack, und wenn da einzelne Zellen überladen werden, ist der Rest noch unter der kritischen Spannung.
Das Problem hat nichts mit einer aktuellen Überladung zu tun. Eine geschädigte Zelle kann jederzeit durchgehen. Ob und wann und wodurch die geschädigt wurde, ist nebensächlich.
Und wenn da eine durchgeht, nimmt die halt schonmal Nachbarzellen mit.
Oliver
Ich bin schon über Tests gestolpert wo die hohe Ausströmgeschwingigkeit zur Selbstzündung reichte. Erwähnt waren in dem Zusammenhang auch verpresste Zellen wo der Druckanstieg schneller erfolgt.
Unklar ist hier ob beide Blöcke hochgegangen sind oder wurde der andere Deckel nur mitgerissen.
Eine sensible Delta t Temperatur Überwachung und ev. auch Druck Überwachung der Verspannung sollte doch eine Frühwarnsystem auslösen können und abschalten. Schützt allerdings nicht vor vermutlich seltenen internen Alters? Kurzschlüssen. Dendriten führen doch eher zu sanften Kurzschlüssen, erhöhte Selbstentfaltung?
HF kommt erst wenn es gebrannt hat, also entweder H2 (CO brennt übrigens auch gut) und Sauerstoff oder HF aber dazu müssen die Zelllen gebrannt haben.
schon, aber: Bei öffnen des Deckels hast erstmal recht wenig Gas das ausströmt im Vergeich zu einer rund aufgeblähten Zelle.
Restrisiko bleibt.
Wasserstoff sollte mit ~4-77% zündfähig sein, kann sich jeder selber ausrechnen was das für den eigenen Speicher bedeutet.
Aber entscheidend ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zur Havarie kommt. Im MaStR sind aktuell bei der Suche (Erweiterte Einheitenübersicht) bei Speichern mit <30kW Leistung insgesamt gut 2,6 Millionen Speicher mit mehr als 26 GWh gemeldet. Sind dann ~10kWh durchschnittliche Speicherkapazität.
Wir reden aktuell erst von einer handvoll Fälle in denen die Havarie eingetreten ist und bei LFP war da bisher vmtl. auch DIY mit im Spiel. Der erste LFP der hochgegangen ist war ein Selbstimport. Zudem wurden die meisten Speicher bereits nach optischer Auffälligkeit stillgelegt und entsorgt bevor die Havarie eintratt. Wenn ich mich richtig erinnere hat es bisher reihenweise Senec und LG Resu mit NMC (?) und Pylontechs mit LFP (?) erwischt. Zumindestens bei den Resu sind mir einige Nutzerberichte (z.b.) in den Foren in Erinnerung die verformte Akkus gefunden haben.
Die Dinger sollten daher bei richtig eingestellten Parametern in WR und BMS nicht direkt ohne Vorwarnung durchgehen. Genaueres werden wir aber erst wissen, wenn die Speicher mal einige Jahre alt sind.
Dann hoffen wir mal, dass das schon direkt im Batterieschrank mit möglichst wenig Wasserstoff zündet oder einfach nur die Zelle langsam abfackelt.
Potential ist mir durchaus bewusst. Der Fall in Lauterbach und der Fall in Schöneberg sind bekannt.
Ich zaehle da ueberigens 8 Zellen. Geht man davon aus dass oben das BMS war dann ist unten noch ne Reihe Zellen … und schon kommen wir auf 16x 3,2V …
Was ist mit der Gasflasche im Gartenhaus ![]()

