Spannungskurve schaltet nicht von Absorption auf Float, Victron und Seplos-BMS

Das ist schon ganz richtig. Aber wenn die Zellen mit der hohen Spannung um 13:20 gar keinen zu hohen SOC haben? Und dem Balancer nur vorgaukeln dass der SOC hoch ist weil die Spannung eine Summe aus Zellenspannung plus der Spannungsabfälle der Widerstände ist? Dann laden diese Zellen nicht so viel wie die mit niedrigem Widerstand. Und wenn die Spannungsabfälle wegen geringerem Strom weg sind, ist die Zellenspannung niedriger. Das passiert leicht bei hohem Ladestrom. Erst wird "verbalanciert" und später wird balanciert. Deshalb auch der Schrei nach Balancern mit 4A oder mehr. Völlig unnötig...

Das ist im Grunde völlig richtig erklärt. Wenn Zellen speziell am Ladeende ein solches Verhalten zeigen, handelt es sich aber typischerweise nicht um erhöhte Widerstände der Zellverbinder ( das würde man nämlich vorher im Ladevorgang bei deutlich höheren Ladeströmen ganz eindeutig erkennen können ), sondern Teile des Aktivmaterials innerhalb der Zelle sind nicht mehr so leicht zugänglich wie der Rest, haben also einen erhöhten "Kontaktierungswiderstand"

Ich danke euch erst mal für die Erklärung(en).

Für heute war der "Float-Timer" mal auf 6h eingestellt. D.h. auch bei Smart-Shunt SOC 100% wurde die Ladeschlussspannung noch deutlich länger gehalten als bisher. Von unterwegs aus hab ich jedoch gesehen dass sich an der Zelldifferenz nichts mehr änderte bzw. nur noch leichte Schwankungen erkennbar waren (auf Grafana hab ich unterwegs keinen Zugriff, ich schaute hin und wieder ins Victron-Portal).

Jedenfalls, scheint so als hätte sich das Pack 4 wieder gefangen:

Pack 5 und 6 die auch zu den älteren B-Grade gehören fingen an zu "schwingen":

Und die neueren A-Grade Packs sahen alle so aus:

Balancer soll ab 3,450V und Zelldifferenz > 25mV starten.

Die Sonne war heute leider nicht so sehr konstant, daher der Ausreißer mit 40A Ladestrom.

Dann ist das Verhalten also eher auf die Zelleigenschaften zurück zu führen wie du es seinerzeit in dem "Relaxations-Thread" beschrieben hast?

Das kommt vermutlich durch die Hysterese des Balancers!?

Ja, ziemlich sicher. Nach meiner Beobachtung gibts es so etwas in sehr geringem Umfang auch bei neuen Zellen, als dann quasi ein Fertigungsfehler oder zumindest eine Fertigungsnichtidealität aber in viel stärkerem Umfang bei manchen älteren Zellen, also dann Degradation. Ich würde vermuten, dass wenn Du Deine Zellen relativ zügig ( ~ 0.1 C) komplett am Stück entladen würdest, diese Zellen dann auch bei Entladeende wieder auffällig werden, weil dann das selbe Aktivmaterial mit einem erhöhten Überpotential, also dann Spannungsabfall, auffällt.

Das charakteristische Verhalten ist dabei die Hysterese. Wenn man solche Zellen einmal wieder komplett voll geladen hat, also echte Ruhespannung > ~3.4 V und dann 10% entläd und sofort wieder vollläd sollte sich die Zelle ziemlich normal verhalten. Erst nach nahezu vollständiger Entladung oder längerer Zeit taucht das erhöhte Überpotential bei Ladeende wieder auf.

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