Spannungskurve schaltet nicht von Absorption auf Float, Victron und Seplos-BMS

Allerdings mit ein bisschen faden Beigeschmack. Das Verhalten der "älteren" B-Grade Packs zum Ende des Balancen bekomme ich nicht weg, hier eingekreist:

Die "neueren" A-Grade Packs zeigen dieses Verhalten nicht.

Danke für die "Denke". ja damit kann man spielen. Gute Idee auf 70% zu entladen. Bei uns wäre dann allerdings gleich am nächsten Tag wieder voll. Aber dann könnte manauch mal weiter runter gehen.

Grüße ins Netz!

Ja daran hab ich auch gedacht, allerdings gönnt sich das BEV beim nächtlichen Laden ca. 30-35% des Akkus. Wenn ich jetzt also hard codiert z.B. 60% als Schwelle nehme und wir im Herbst am Abend bei 61% am Akku gelandet sind, dann könnte das zusammen mit den Splitklimas zum Heizen, dem Haushaltsstrom und dem BEV am nächsten Morgen eng aussehen.

Also müsste die Schwelle nach Jahreszeit und Wetter dynamisch verändert werden - da bin ich aus Zeitmangel wegen der aktuellen Fassadensanierung aber nicht im Stande zu was zu programmieren.

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Du lädst nicht bis 3,37 V.

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Manchmal sind deine Antworten irgendwie wenig hilfreich oder ich stehe zu sehr auf dem Schlauch. Ich weiß dass ich nicht bis 3,37V lade sondern bis 3,45V. Was möchtest du damit also zum Ausdruck bringen?

Du hast recht, ich habe mich ungenau ausgedrückt. Sorry.

Richtig muss ich sagen: du lädst nicht bis 3,37 V für Strom null. Und das ist per Definition "voll".

Deiner kurve kann man entnehmen, dass die Spannung bei Strom null 3,35 V entspricht. Die Balancerphase mit den sich kreuzenden Linien davor ist noch nicht abgeschlossen, wenn der Strom null erreicht.
Anschliessend entlädst du etwas, was die noch nicht ausbalancierten Spannungsdifferenzen verkleinert.
Im Grunde genommen ist nichts falsch, ausreichend balanciert ist das auch. Nur ist der Akku formal nicht voll.

Ich danke dir für die ausführlichere Beschreibung :+1:

Hm, das kann ich nicht so richtig nachvollziehen. Möglicherweise geht das aus dem gepostetem Diagramm auch nicht klarer hervor.

Heute, wie eigentlich seit einiger Zeit, zeigte sich beim "voll" Laden das gleiche Scenario.

Du sagst, es würden nur 3,35V erreicht, da wo die Zellspannungen aber wieder auseinander gehen sind die niedrigsten Zellen jedoch bei 3,42V und die "Gruppe" der höchsten Zellen bei 3,48V. Der Strom geht quasi im CV Modus von selbst gegen 0A und nachdem der Smart-Shunt die 100% meldet wird die Ladeschlusssspannung noch für 30min gehalten - zum Balancieren- und dann auf float Spannung 3,35V/Zelle abgesenkt was dann diesem kurzen Entladevorgang entspricht.

Die Zellspannungen drehen quasi also schon mitten während des Balancing um. Hier bin ich mir aktuell unsicher ob Handlungsbedarf besteht.

Die A-Grade Akkupacks, die auch etwas jünger sind als die B-Grade Packs zeigen dieses Verhalten nicht:

Weil du 3,45 V bei strom null hast:

Hier hast du aber nach 30 min bei durchschnittlich 3,45 V noch nicht Strom null:


Die 30 min ( das hab ich jetzt erst gelesen) scheinen zu kurz dafür zu sein, dass der Strom null wird.
Dieses komische abfallen der Spannung bei ladestrom nennt @nimbus4 relaxation, er wird das sicher gerne für dieses bild kommentieren.

Ich nehme aber zurück, was ich oben gesagt habe mit den 3,37 V : hatte ich nicht richtig hingeschaut

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Was ich dir vorab sagen kann: hältst du die Spannung mehrere Stunden , gleicht es sich langsam aus.

Genau. Das kenne ich in sehr verschieden starker Ausprägung auch von einigen meiner Zellen ( ganz dominant bei "Aliexpress-Zellen", also mit unklarer Herkunft/Vorleben )

Ich zeige dazu immer gerne Bilder von meinem Pack "A". Hier ein ganz Frisches:

( Ganz wichtig: Das ist völlig "natürliches" Verhalten der Zellen. Das Balancing ist ganz bewußt deaktiviert )

Bei den beiden betroffenen Zellen hier sind ~ 20 Ah von diesem Verhalten betroffen und der Prozess zieht sich über ~ 8 h hin.

Meine chemisch/physikalische Interpretation ist nach wie vor, dass ein Teil der Eisen-Phosphat Partikel durch Degradation die Lithium-Ionen beim Laden nicht mehr hergeben will und diese deshalb am Ende des Ladevorgangs mit besonders viel Kraft/Spannung aus Ihnen herausgezogen werden müssen. Dieses deutlich höhere Überpotential, als normal beim Laden notwendig ist, fällt dann erst sehr langsam wieder ab ( die Zelle fällt /relaxiert in ihren normalen energetischen Zustand zurück )

Interessanterweise habe ich nach inzwischen ~ 5 Jahren Nutzung bei mir nicht das Gefühl, dass sich dieses Verhalten gegenüber dem Lieferzustand dramatisch verschlechtert hat.

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Also: zum Test mal viel länger die Spannung halten.

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Das hab ich gestern Abend schon umgesetzt. Den Timer für das Senken der Spannung auf float mal verlängert.

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So sieht das heutige Ergebnis aus. Bei zwei von den drei "älteren" Packs hat dein Tipp funktioniert:

Hat sich gut gefangen:

Hat sich auch gut gefangen:

Bleibt leider seit Stunden so "hängen":

Der Ladestrom am Pack 4 pendelt dabei immer so zwischen 400 - 900mA. Wobei ich zugeben muss, dass die Kurve der "Spitzengruppe" so langsam nach unten neigt, sich aber bei der Gruppe der niedrigsten Zellspannungen nichts tut.

Da dauert es noch länger. Sieht man doch schon.....

Siehe Ladekurve!

Nette Aussage, aber, die Ladekurve ist mir durchaus bekannt.

Ich möchte nur verstehen (und ggfs. wissen ob und wenn ja welche Maßnahmen erforderlich sind), warum jene Gruppe zunächst gegen ca. 13:15Uhr eine Überhöhung in der Kurve hat, dann aber recht zügig auf ca. 3,38V absackt.

Die Zellen haben offensichtlich einen höheren Innenwiderstand oder die Zellverbinder haben einen höheren Widerstand. Im betreffenden Bereich ist der Ladestrom noch recht hoch. Dann sind natürlich auch die Spannungen recht hoch. Wenn dabei der Balancer aktiv wird, wird der Ladestrom dieser Zellen gemindert. Es wird also der SOC weniger steigen als bei den anderen. Und das wirkt sich dann aus, wenn der Ladestrom nachlässt. Stell mal den Ladestrom niedriger ein, wenn eine Zelle hochläuft.

Dem kann ich nich ganz folgen. Der Balancer entnimmt der Zelle mit der höchsten Spannung Ladung und schiebt sie in die Zelle mit der niedrigsten Spannung. Damit addiert, also erhöht, sich doch der reguläre Ladestrom + Balancerstrom zumindest für den Zeitraum wo der Balancer seine Caps entlädt. Oder wo hab ich da einen Denkfehler?

Nur sind es hier eben leider nicht einzelne Zellen sondern quasi Gruppierungen - was es dem Balncer vermutlich nicht leichter macht bzw. den Prozess offensichtlich massiv in die Länge zieht.

Lass einfach länger laufen.

Ich weiss ja nicht, ob ich deine Frage beantworte.... Aber ich biete folgende Antwort an:

Weil sich bei den höchsten Zellspannungen nichts tut.

Die Situation ist folgende: die maximal anliegende Spannung ist durch die Zellspannungen erreicht. Die balancer arbeiten, die Differenz ist ja wohl hoch genug. Sobald die Spannung der Oberen zellen fällt, kann Ladestrom fließen.... Der in den oberen zellen vom balancer abgefangen wird, in den unteren nicht. Die nehmen also den Ladestrom auf .
Also ist das, was du an Strom siehst.... Balancerstrom.
8 Stunden mal 0,5 H sind 4 Ah.
@nimbus4 hat von 20 Ah gesprochen.... Also lass mal laufen.
Oder nimm dir die niedrigen Zellen vor, mach mit Labornetzteil Einzelzellen laden bis 3,48 V ( mit dicken Draht), da fließt wahrscheinlich mehr. Bis der Strom unter 0,5 A fällt.