Es handelt sich um die Anlage eines Freundes, ich habe also nicht immer alle Infos direkt zur Hand.
PV:
10 kWp auf dem Haupthaus, im Keller steht die Sonnenbatterie (10kWh?)
7kWp auf dem Nebengebäude mit eigenem WR
Verbraucher:
2x BEVs, einmal Model Y und ein Smart
Klimaanlage im Nebengebäude,
Poolwärmepumpe
Sauna im Nebengebäude (11kW)
Heißwasserboiler im Nebengebäude, zum Duschen
Durchlauferhitzer im Nebengebäude für das Blubberbad
Die erste Idee war mit dem neuen E Auto (ix3) V2h zu betreiben, dafür muss aber auch eine neue Wallbox her. Weiterer Nachteil ist das es sich um ein Leasingfahrzeug handelt und nach 3 Jahren getauscht wird, ob es dann wieder ein BWM oder was anderes wird, weiß jetzt niemand. Mein Vorschlag an ihm, im ersten Moment etwas provokant. Dass er doch lieber seine Sonnenbatterie rausschmeißen und sich eine andere Größe anschaffen soll.
Irgendwie fand er die Idee gut, also habe ich mich auf den weg ins Internet gemacht, rausgekommen sind folgende Gedanken.
Als Speicher NKON ESS Pro – 51.2V 32.15kWh, für diesen ist Platz im Schuppen der direkt am Nebengebäude grenzt.
Als WR einen Deye SUN-15K-SG05LP3-EU-SM2 3-phasiger Hybrid-Wechselrichter 15 kW. Alternativ mit Victron Multiplus 2.
Die Wunsch AC Leistung liegt zwischen 11-15kW.
Der Deye is ein All in one, und man könnte entweder die 7kwP vom Nebengebäude auf den Deye umlegen, oder der Schuppen hat auch noch ein bisschen Platz und könnte mit 4-6 kWp belegt werden. Deye scheint mir auf den ersten Blick etwas günstiger zu sein als gleiche Leistung mit Victron zu erzielen.
Gesucht wird eine Lösung, die in Zukunft auch noch flexibel ist und auf neue Umstände angepasst werden kann, Stichwort hier ist HomeAssistant und evcc.
Aber auch das Laden mit dynamischen Tarifen könnte eine Option sein.
Die Frage nun, was spricht jeweils für eine Deye und eine Victron Lösung, habe ich was wichtiges übersehen?
Eine Entscheidungshilfe besteht darin, dass die Multiplus 2 bei kleinen Belastungen effizient sind und die WR wie der Deye bei geringer Bedeutung ineffizient.
Für lange hohe Lasten - Auto laden und noch irgendwas dazu - würde ich eher den Deye 18k einen Dreier Verbund Victron Multi RS gegenüber stellen, bei dem der Deye zweifellos viel günstiger ist.
ich kann zu Deye nichts sagen. Was ich sagen kann ist das Victron mit dem Cerbo GX extrem flexibel ist, teilweise bauen sich die Leute mit dem Large Venus OS mit Rednode irgendwelche weiteren Automatisierungen.
Was ich auch sehr gut finde ist, dass Victron anscheinend auf Wünsche aus der Community reagiert und sich z.B. Shelly PMs nativ einbinden lassen sollen.
Weil Victron ja so flexibel ist, habe ich es ja auch als Option in Betracht gezogen. Mein Freund wird da aber nicht so viel dran rumprogrammieren wollen, das macht er schon beruflich genug. Daher ja auch die Überlegung mit evcc, da habe ich mich aber selbst noch nicht genug mit befasst um da genaue Aussagen zu treffen.
Die Frage also, was kann der Deye nicht was aber mit Victron geht und als Basisfunktion aber vorhanden sein sollte?
M.E. kann der Deye alles was der Victron auch kann, vielleicht ist Cerbo GX in einigen Aspekten flexibler (keine Ahnung). Bei Victron brauchst Du für 3 Phasen 3 Geräte und entsprechend Platz, und kostet etwa 3-fach.
Warum die Sonnenbatterie rausschmeissen? Wenn sie noch nicht alt ist, würde ich die parallel nutzen (sofern halbwegs kompatibel - oder ist es eine HV-Batterie?)
Die Sonnenbatterie ist von der Kapazität her zu klein, und auch nur 1-Phasig mit max 4,x6 KW angeschlossen. Ob HV oder LV weiß ich nicht genau.
Das ganze Sonnenkonzept ist ja, soweit ich weiß, ein ziemlich geschlossenes System, mit dem entsprechendem Tarif hat man ja auch noch einen Virtuellen Speicher, den man im Winter nutzen kann, sind bei meinem Freund aktuell 2700khW pro Jahr.
Das Konzept mag an sich vielleicht ok sein, passt aber nicht mehr zu den Wünschen meines Freundes.
Die Hauptidee war ja, den neuen BMW ix3 mit V2G zu benutzen, das geht aber auch nur mit teurer BWM Wallbox und ich vermute BMW wird es wie VW auch deckeln.