Sole-Wasser WP vs. Luft-Wasser WP

Schönen Nachmittag liebe Leute,

gerne würde ich mich bzgl. der oben genannten Optionen bei euch erkundigen und wie eure Erfahrungen mit den diversen Systemen sind.

Ich hatte bis jetzt div. Installateure bei mir im Haus die alle zu einer LW WP raten, von Panasonic über IDM zu Daikin und Lambda, allesamt waren sich einige die Heizkörper dürfen bleiben, ich teste noch die VL Temp. 40°C(so zumindest die Anzeige am alten Heizkessel und mittels Infrarotkamera kommt der HK auf 38°/39°C) soweit möglich und bin bei 21,5° IT bei teils -2°C AT.

Der Verbrauch liegt hier um die 12-14m³ Gas, dagegen stehen ~45 kWh Strom mit Spliklima wobei dann nicht alle Räume so mitgeheizt werden wie über Gas.

In 2 Räumen werde ich vermutlich zu Typ 33 greifen oder wenn es gleich sinnvoll wäre alle auf Typ 33 von Aluminium HK wurde aufgrund der Kosten/Wärmespeicherung abgeraten und ich habe die Kermi X2 gefunden.
Wir finden FBH nicht so angnehm auch mit niedrigem VL, da tragen wir lieber Schlapfen.

Die Angebote würde ich nach Erhalt Zusammenfassen und zur Diskussion stellen.

Aufgrund von möglichen Förderungen habe ich die Obergrenze für LW WP 26.000€ und SW WP 37.000€ gefunden.

Spielt eine SW WP ihren Vorteil ggü. einer LW WP über die Laufzeit aus und wie sieht es aus wenn das Teil kaputt geht, ist SW WP eine zukunftsträchtige Technologie oder wird man eher die Zukunft aif R290 und LW WP legen.

Vielen Dank und beste Grüße
Manuel

P.s.: Lt. Energieausweis liegen wir nach Sanierung statt 280kWh/m²/a bei 48kWh/m²/a
Heizfläche sind momentan 80m²(Heizkörper) + geplanter Anbau 30m²(Deckenheizung)

So generell gibt es eine Tendenz stark hin zu LWWP. SWWP ist eine Nische, in der sich auch nicht viel entwickelt und es könnte mit der Weiterentwicklung der LWWP noch mehr in diese Richtung gehen.

Es kommt auch darauf an, wie das Klima Vorort ist. Wenn es im Winter über längere Zeit sehr kalt ist, kann eine SWWP ihre Vorteile ausspielen, aber in Deutschland ist das vielerorts eher nicht der Fall.

50*110m² = 5500kWh Wärme.

Ergo: Nix machen. Sanieren und dann gucken wie weit man mit den Klimasplits kommt. Bei 5500kWh Wärme sind das bei schlechten Klimasplits ca. 1500kWh Strom.

Da gibt es gar nichts mehr zu optimieren. Jeglicher Einbau wäre Perlen vor die Säue. Weder Heizkörper noch LWWP noch Sole-WP.

Die Split heizen 1/3 der Energie von Gas. Das wird nicht reichen, vor allem wenn noch ein Anbau dazukommt.
@freireiter29
Welche Art SWWP stellst du dir vor? L/S-WT? Tiefbohrung, Erdwärme flach, eisspeicher? Welche Bodentemperatur, Grundwassertemperatur hast du?

@roterfuchs ja das wäre sicherlich nicht schlecht, allerdings läuft ab Förderantrag die Zeit, in 12 Monaten muss das Vorhaben realisiert werden sonst fällt man drum um:)

Das Gas fällt dann beim Umbau leider der Terrasse zum Opfer weshalb auch das WW wegfällt, daher auch der Grund gleich alles mitzumachen. WW+Heizung

@tageloehner ich bin ehrlich, da bin ich ganz unbedarft, bei LW WP habe ich schon ganz klein einen Durchblick zumindest was es da so am Markt gibt und kann da etwas für mich vergleichen, bei SW WP fehlt mir komplett der Überblick.
Recht wäre mir eine Tiefbohrung, lt. einem User hier liegt meine Umgebung auf dem Aderklaaer Konglomerat ein Thermalwasservorkommen im Wienerbecken, ob es hierbei zu einem Vorteil kommt kann ich nicht sagen, Bodenbeschaffenheit ist zumindest bis Fundament sehr lehmig :slight_smile:

Hi, habe seit über 15 Jahren eine Sole WP in der Mitte von D. würde ich aber heute nicht mehr machen, da der Mensch nix (zumindest nicht genug) tut gegen die Erderwärmung, wird die LWWP immer besser vom Wirkungsgrad, da es immer weniger Tage mit <-5°C gibt im Jahr.
Sole spielt erst ihren Vorteil aus, wenn die Luft kälter als 0°C hat. Klar kosten die Abtauvorgänge Energie, aber durch Lufttemperaturen von >8°C ist der Vorteil von LWWP halt da. Sole bleibt immer bei 10-0°C je nach Bodengegebenheiten.
Gute Klimasplit Geräte sollte aber doch auch problemlos zum heizen reichen, kenne auch einen, der heißt mit einer Daikin 5:1 Anlage alles.

Ach, jetzt.
Ja schau dir die Geologie mal an. Bodenwärme kannst entweder mit Sonde holen, da fließt Sole durch oder demineralisiertes Wasser (billiger, besserer Wärmetransport), wenn die WP über +2 am Rücklauf bleiben kann. Oder du darfst dir direkt Grundwasser durch die WP pumpen, wenn die Wasserqualität (Mineralienzusammensetzung) gut genug ist, sparst dir vielleicht sogar den Solekreis. Frag am Gemeindeamt nach, welche Voraussetzungen für dich gelten und welche Genehmigungen am leichtesten zu bekommen sind. Das ist in jeden Dorf anders..

Über Sole oder Wassernutzung würde ich nicht mehr Nachdenken heutzutage. Einfach die Kosten zu hoch und absehbar kein Mehrwert dafür. Dann eher diese PV Kombikollektoren. Aber auch da es wird einfach komplizierter und teurer damit.

Könntest du bitte nochmal erwähnen. Du hast JETZT einen Heizbedarf von 280kWh/m²/a und willst runter auf 50kWh/m²/a.

tageloehner schreibt:

Aber wenn doch nur noch 1/5 an Wärme benötigt wird, sollten 1/3 mit Klimasplit reichen...

Dass im Anbau dann was benötigt wird sehe ich ein. Da kommt es darauf an wie verzweigt/verwinkelt es wird und wieviele Räume. Vielleicht dann einfach noch eine Split, vielleicht ist ein Raum ein Bad da reicht ein Heizlüfter bei Bedarf. Der Bedarf SINKT doch wenn ich es richtig lese.

Und da ergibt für 5500kWh Wärmebedarf später ein Wassersystem keinen Sinn.Mit Sole-WP erst recht nicht. Für WW dann eher ein Boiler oder Brauchwasserwärmepumpe.

@linuxdep das stimmt natürlich, ich dachte bzgl. der Effizienz. Ich heize momentan auch mit Spliklima 1x3 und 1x1, funktioniert habe im 24/7 Betrieb Winter/Sommer an die 4500 kWh Verbrauch, Wasser allerdings über Gas mit 10.000 kWh~900m³ nur für Warmwasser o.O .

@tageloehner das ist sicherlich eine gute Anlaufstelle, Grundwasser dürfte hier sehr schwanken und würde ungern die Pumpe in 10, 20,... Jahren nicht mehr nutzen können, zumindest hab ich so eine Problematik einmal aufgeschnappt ^^

@roterfuchs so sagt es zumindest der Planer mittels Energieausweis vorraus. Der Anbau wird Rechteckig mit einem großen Durchbruch 2,5x2m also quasi ein großer Raum. Mein Problem besteht darin, dass die BWWP nicht gefördert wird und 7k kostet bei der LWWP sind max 26k förderfähig und bei der SWWP 36k, hiervon bis zu 75%.
Ich hätte dann halt 2 Heizsysteme und Warmwasser benötige ich halt auch, ich habe jetzt 3 Jahre lang ausschließlich mit Splitklima geheizt und es hat echt toll funktioniert, aber ein warmer Heizkörper ist auch nett :slight_smile:

Du, es ist doch deine Sache. Wenn du das so willst, dann ist das so. Es ergibt nur schlichtweg keinen Sinn. Wenn eine BWWP 7000€ kostet dann einen Boiler nehmen. Der kostet keine 500€ und kann mit PV auch aufgeladen werden , er frisst auch kaum Platz wenn er horizontal ins Bad irgendwo oben angebracht wird.

Die Förderung bringt doch überhaupt nichts wenn du dir ein überteuertes System einbauen lässt. Oder das ist halt das Ziel. Bitte definier also: "Ich möchte soviel wie möglich vom Staat abgreifen, Kosten sind mir egal, das ist eine Höherwertung meines Eigentums." DAS verstehe ich dann auf Anhieb. Weil bei nem Wärmebedarf von 5500kWh Wärme Solewärmepumpe o.ä. ist wirtschaftlicher Quatsch.

SWWP sind nicht wirklich wirtschaftlich zu betreiben. Klar, die COPs sind besser, aber wenn man den Energiesparvorteil (das Delta der COPs) gegen die Investion rechnet, sieht das meist nicht gut aus.

Kleine provokante Frage: Was ist eigentlich nachhaltig daran, das bestimmte technische Lösungen (so auch SWWP) nur mit Förderungen sinnvoll darstellbar sind?

Wenn das Delta in der max. Fördersumme 11 kilo beträgt, davon max. 50% gefördert werden, dann frage ich mich nach dem wirtschaftlichen Sinn, wenn ein Bohrloch schon 7 kilo kostet.

10.000 kWh für Warmwasser ist extrem, da würde ich mal auf Spurensuche gehen, wo dir die ganze Energie verloren geht. Da stimmt was nicht.

Dann mal ein Vergleich: Selbst wenn eine Sole WP ein JAZ von 5 schafft und eine LLWP nur 4, geht es um 20%. Dann sparst du vielleicht 500-1000 kWh pro Jahr, also maximal 300 Euro. In 20 Jahren sind das 6000 Euro. Und dann rechne mal den Mehraufwand einer Sole-WP dagegen. Nach 20 Jahren wird auch die nächste Anlage fällig.

Das kann er doch gar nicht sparen. Bei 5500kWh Wärmebedarf später und JAZ4 sind das 1375kWh. Und mit JAZ5 1100kWh.

Er spart dann 275kWh. Es sei denn, dass die Daten aus dem Energieausweis nicht stimmen und er gar nicht saniert.

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Halb richtig, bei der Sole WP wird nur die WP selber fällig, alles andere bleibt ja bis zum nächsten Erdbeeben Stärke 8 wie es ist. Aber ja, wirtschaftlich sicher nicht so gut. Hat man aber lange tiefe Temperaturen, genau da braucht man ja die meiste Wärem, dann hat eine Sole WP schon einen Vorteil. Aber in D, wenn man nicht im Gebirge wohnt, wird sich die LWWP meist besser stellen. Zudem gibt es ja auch günstige Geräte am Markt.
Warum Sole WP so teuer sind erschließt sich mir nicht, da ist ein Verdichter drin und zwei WT, das sind gut gerechnet 3000€... so viel hat meine vor >15 Jahren auch etwa gekostet.

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Kleiner Markt, wenige Hersteller, kleine Stückzahl und vielleicht auch, weil die Hersteller sich das leisten können, hohe Preise zu machen. In manchen Bereichen gibts sogar Kartelle und Preisabsprachen, ob das im Wärmepumpenmarkt so ist, weiß ich nicht.

Um mein Bestreben nochmals zu verdeutlichen, damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich habe bereits einige Jahre mit Splitklimanlage geheizt und fand/finde es auch durchaus komfortabel, es funktioniert tadellos und mein Interesse ging auch in die Richtung ausschließlich damit zu heizen.
Nun war der Heizungsbauer hier und meinte ich solle die nun anstehenden kalten Nächte mit Gas heizen um mal eine VL Temp. zubekommen, da die zugeführte Energie so verschwindet wie zugeführt wird(bildlich gesprochen), lässt sich bei den anstehenden Minustemperaturen ein maximal Gasverbrauch errechnen(lt. Heizungsbauer).

Ich finde es ebenfalls äußerst komfortabel die Stille ohne Klimaanlage zu genießen, ist mir erst jetzt wieder aufgefallen :wink:

Bzgl. Nachhaltigkeit muss man allerdings auch sagen, dass E-Autos auch ihren großen Sprung erst durch unzählige Erleichterungen und Förderungen erhalten haben, dass bei der ganzen "Förderei" die Installateure profitieren ist mittlerweile bekannt, allerdings weis keiner von diesen dass ich Förderung beziehen kann, weshalb hier auch eine Spreizung zu sehen sein wird bei den KVs.

Da hier doch einiges für die LW WP spricht scheint dies vermutlich die vernünftigste Variante zu sein. Vorallem bei den melden Wintern kann ich zur Not auch die Klima anwerfen.

@roterfuchs

Ich habe in meinem Leben weder irgendwelche staatlichen Hilfen, noch Förderungen o.ä. bezogen, gehe seit ich 17 bin arbeiten und Geld abgreifen tu ich schon gar nicht, allerdings würde ich gerne wissen was dagegen spricht die Förderung anzunehmen wenn diese angeboten wird, es gibt sicherlich einige mehr die Steuererleichterung annehmen, die E-Autos und PV aufgrund von Förderung bzw. Steuererleichterung wissentlich oder unwissentlich erworben haben.

Angenommen ich bekomme einen KV von 25k und davon 75% steige ich noch immer besser aus als nur eine BWWP um 7k zu erwerben.

Vielleicht ist folgende Fragestellung eindeutiger: Welches Heizungssystem betreibt meine vorhandenen Heizkörper im Bestand und die Deckenheizung im Zubau wirtschaftlich und nachhaltig, bereitet mein Warmwasser auf und lässt sich mit PV erweitern und zaubert mir bei der Jahresabrechnung ein Lächeln ins Gesicht :slight_smile:

Nach dem Umbau und den Dämmmaßnahmen beträgt dein Wärmebedarf für ein Jahr 5500kWh Wärme. Mit LLWP willst du nicht, da dir zu laut. Ok, sehe ich ein, es ist auch mit Heizkörpern und FBH eine Strahlungswärme statt Konvektionswärme.
Nun stellst du die Frage, ob du ein System kaufen willst für MAXIMAL 37 000€ mit einer SW WP. Diese würde JAZ5 ungefähr sein. Das sind dann im Jahr 1100kWh Strom. Da bekommst du dann 75% gefördert, also 9250€ Kosten.
Die Alternative ist eine LWWP mit JAZ4, also 1375kWh Strom im Jahr. Das soll kosten 26 000€ davon 75% also 6500€ Eigenkosten.

Der Heizbedarf, und zwar wenn du nun alles über eine LWWP laufen ließest, ist so gering, dass du Probleme mit der niedrigen Modulationsgrenze bekommen wirst... So WENIG wirst du nur hinbekommen mit wenig Takten indem du einen Pufferspeicher dahinsetzt um die Wärmemenge bei Außentemperaturen von +10°C bis ca. 5°C überhaupt erst weg zu bekommen.... Das sind dann 2500-3000W und du brauchst diese Leistung gerade einmal bei NAT..... Deine höchste Leistung später ist also die niedrigste Leistung, die die LWWP liefern kann.

Jegliche Heizungsanlage ist vollkommen overpowered, sofern du eben auf diese 50kWh/m²/a kommen solltest. Und nun nehmen wir mal eine ganz günstige Luftwasserwärmepumpe für knapp 3000€, da bist du mit Einbau etc. bei 5000-6000€ und das ohne eine Förderung einzurechnen. Und du kommst bei deiner Berechnung auf 26 000€ und da stellt sich mir die Frage, was das soll außer Geld verballern?

Abgreifen jaaaain. Ich fahre selbst ein E-Auto nur, weil das finanziell gefördert wurde weil es sich bei uns anders einfach nicht rentiert hätte. Die Gründe DAFÜR sind dann mannigfaltig. Nur nochmal: Dein KV von 25k ist vollkommen absurd! Eine LWWP kostet vielleicht 3000€ mit 5KW und mehr wirst du bei späteren 50kWh/m²/a nicht benötigen. Wenn du allerdings weiterhin mit 250kWh/m²/a rechnest, also deinem jetzigen Bedarf, und gar nicht dämmen willst, DANN sieht das Alles anders aus. Aber wenn du die Dämmung nachträglich machst wird jede jetzt gekaufte Anlage später gnadenlos überdimensioniert sein.

Das kommt darauf an, wie hoch dein Bedarf ist. Bei Heizung und Warmwasser. Das versuche ich dir die ganze Zeit klar zu machen. Ob du nun 1100 oder 1375kwh zum heizen benötigst hängt dann eher davon ab, ob deine PV groß genug ist und ob du genug Akkuspeicher hast und wie das Wetter ist als davon, ob du ein wenig mehr oder weniger verbrauchst. Die Mehrkosten von Sole zu LW ist einfach zu marginal.

@roterfuchs alles klar, ok jetzt kommen wir langsam zusammen^^
Ich verstehe dich, die KVs sind und bleiben für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar, um hier "reale" Summen zu erhalten teile ich den Unternehmen auch nicht mit, dass ich Förderung beziehen kann.

Momentan kommen wir zu 4t mit 200l Ww aus, wobei liegt vl. auch an den Zwillingen die erst 3 Jahre alt sind, Badewanne haben wir keine.

Ein Heizungsbauer nannte die Möglichkeit vom Puffer mit FriWa, für mich eine interessante Möglichkeit auch aufgrund vom Platz. Wohlgemerkt dass der KV noch aussteht und es sich auf eine LAMBDA bezieht.
Ein Unternehmen hat mir den Einbau einer Hitachi Yutaki um 2500 EUR angeboten, der Anschluss müsste über den Installateur erfolgen in Summe 14k, ein anderes Unternehmen mit Daikin und Puffer 26k=> interessant...die max. förderfähige Summe 26k -.- da frage ich schon eher nach, es werden quasi immer Pauschalen genannt, sehr eigenartig und das beschert uns den Tod der Förderungen, weil hier einfach Profitgier im Spiel ist.

In Schweden wird als Grenze zwischen Sole-Wasser und Luft-Wasser Wärmepumpe der Ort Gävle gezogen. Südlichen von Gävle LWWP, nördlich davon SWWP.

Spezifisches, wie großes Gebäude mit hohem Wärmebedarf, oder persönliche Präferenzen nicht berücksichtigt.