es gibt leute die möchten das nicht warum wird das aufgezwungen?
wir wissen nicht was tatsächlich übertragen oder noch übertragen werden wird
ich bin der meinung wenn man das nicht braucht sollte man die möglichkeit haben nen dummen stromzähler zu beantragen, zwang hat immer ein geschmäckle.
aber was rede ich da, man will ja nur unser bestes...
zum glück ist mein dummer gaszähler noch nicht smart nach außen. nach innen habe ich den schon über reedkontakt für meine software, welche ich offline unter kontrolle habe, digitalisiert.
man muss mit all diesen zentralen datensammelorgien aufhören, irgendwann gibt es ein leck und das ist nur eine frage der zeit. dann geistert das halbe leben von einem für immer im internet herum.
außerdem wissen wir nicht was ki dann mit diesen daten noch anrichten kann, das ist kein spaß mehr.
Ob ein Zwang gerechtfertigt ist, oder nicht, entscheidet doch letztlich der Nutzen für die Gesellschaft. Sie werden ja schließlich auch gezwungen im Auto einen Sicherheitsgurt anzulegen oder der Witterung entsprechend mit Winterreifen zu fahren. Smart Meter sind notwendig, wenn Sie zukünftig statt 500 Großkraftwerke 7,5 Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen zum großen Teil in der Niederspannung haben. Mal abgesehen von dem Nutzen der Geräte bei Spitzenglättung möchte auch keiner (und sicher auch sie nicht) einen Netzausbau bis zur "letzten kWh". Ansonsten bauen wir bald drei statt einem Strommast. Also brauchen wir mehr Transparenz im Netz über den tatsächlichen Verbrauch und die Erzeugung. Und da darf auch keiner irgendwelche Verbrauchsdaten erheben, speichern oder verarbeiten, die er nicht zwingend für seine Aufgabe am Energiemarkt benötigt - es sei denn der Kunde möchte das explizit.
Sie sagen "wir wissen nicht was tatsächlich übertragen oder noch übertragen werden wird" - ein User hat weiter oben im Thread schon geschrieben, dass man jederzeit eine Abfrage nach DSGVO machen kann, um zu erfahren, welche Daten erhoben und gespeichert werden. Das muss das Unternehmen beantworten.
@benni Oja, die Einspeisung hatte ich in der Aufzählung vergessen.
Was ist jetzt das konkrete Problem? Jedenfalls so lange wie die Übertagung der Daten / das SM nicht gehackt werden kann? Mein Kühlschrank geht von alleine bei Bedarf an, die Spülmaschine / Waschmaschine / der Trockner per Programmierung oder WLAN. Daraus was ableiten und dann damit was tun?
Ich behaupte mal, dass die allermeisten viel mehr von sich freiwillig preisgeben, wenn Selfies aus dem Urlaub oder vom Abendessen im Lokal bei Fratzenbuch oder dessen unehelichen Geschwistern gepostet werden. Oder wenn ein Dienstleister von Banken plötzlich mit heruntergelassener Hose und kopierten Kundendaten in der Presse steht. Einfach mal entspannt durch die Hose atmen, also kurz die Risikoabwägung machen und wieder runterkommen. Wer partout nicht per SM ausspioniert werden will, der sollte bestimmt auch kein Internet benutzen und sich wie Yoda vom Versorger abnabeln.
Diese falsche Behauptung hört man immer wieder. Smart Meter ändern daran erst mal überhaupt nichts, denn jeder Regelkreis benötigt mindestens einen Aktor. Zudem gibt es bei dem Grossteil dieser dezentralen Erzeugungsanlagen keine Lieferverpflichtung. Wenn die Messung im Regelkreis über die Summierung der Smart Meter laufen soll (15min Summe?) - viel Spass. Macht auch keinen Sinn, denn Frequenz und Spannungslage sind viel direkter und benötigen nur wenige Messpunkte an den Übergabepunkten.
Noch mal zum Aktor: Smart Meter können keinen Stromverbrauch steuern. Es soll welche geben, die komplett trennen können (zwei Punkt Regelung), ist aber meines Wissens die Ausnahme. Für die nächsten Jahrzehnte werden die meisten Häuser, wenn überhaupt, intelligente Messsysteme erhalten, der Aktor ist also höchstens der Nutzer, der Geräte ein- oder ausschaltet. Als Regelgröße für den Verbrauch könnte (und soll wohl) der Strompreis dienen. Diesen bestimmen aber nicht die dezentralen Anlagen sondern die Großkraftwerke (könnte auch eine EEG Anlage mit entsprechendem Speicher sein) bzw. Unternehmen und der Gesetzgeber mit der Einspeisevergütung. Bis sich dynamische Tarife durchsetzen, wird es aber noch eine Weile dauert, denn wie auch der TO schreibt, wollen das viele gar nicht. Dann könnte der WP-Betrieb im Winter nämlich ziemlich teuer werden (wenig Angebot, viel Verbrauch).
Ich werde mal eine Anfrage aufgrund der DAGVO bei mir stellen.
ich möchte nur wissen, ob die sich einmal täglich den aktuellen Zählerstand übermitteln (das wäre völlig ok) oder ob die auch sehen können, wann ich wie viel verbraucht habt (das fänd ich nicht so charmant). Mehr will ich ja eigentlich gar nicht
Meinen Stromverbrauch kann jeder haben... da seh ich auch kein Problem drin. Mich wurmt nur mehr welches Ziel die damit verfolgen. Warum müssen Wallboxen von aussen steuerbar sein? Warum werden nur WP gefördert, die steuerbar sind usw... Es wird einfach darauf rauslaufen, das uns von aussen vorgegeben wird, wann wir zu heizen und wann wir zu laden haben (usw)
Anstatt das wir unsere 50 Jahre alten Netze mal auf Vordermann bringen, beschäftigen wir uns jahrelang mit "so" einem Mist, um ja nicht was an der maroden Infrastruktur machen zu müssen.
Es geht darum Lasten kurzeitig abwerfen zu können wenn das Netz nachgibt, gerade mit Wallboxen kann man viel erreichen.
Außerdem wird auf das bidirektionale Laden hingearbeitet, sprich dein Auto kann auch kurz Strom für ein paar Sekunden oder Minuten ins Netz abgeben wenn es an der Wallbox hängt.
Ich weiß nicht mehr wo das es gelesen habe aber jemand hat mal ausgerechnet dass man mit 1 Mio eingesteckter Elektroautos alle Stromschwankungen im Netz ausgleichen könnten.
Mit einem Gateway allein kann noch immer nichts gesteuert werden. Der Unterschied zwischen intelligentem Messsystem und SmartMeter ist u.a. dieses Gateway. Ja, es gibt wohl Schaltaktoren (Schütz) für die Stromzähler, aber auch der kann im Sinne einer generellen Verwendung grundsätzlich nur Aus/Ein für das ganze Haus, also Last- und Erzeugungsabwurf ganzer Häuser (inkl. Einspeisung). Es mag noch Sondersteuerungen für WP und E-Auto geben, aber dafür braucht man ebenfalls kein SmartMeter. Anhand eines 15min Intervalls wird dieses nur anhand der Energie nicht unterscheiden können, ob man Pizza bäckt oder die WP läuft. Die Begründung für SmartMeter (STEUERN des Stromverbrauchs) ist auf absehbare Zeit Spinnerei und genau deshalb bin ich auch dagegen, denn der letzte Satz bereitet mir ebenfalls Sorgen.
Wenn Daten erst mal da sind, wird irgendjemand was damit anfangen.
Früher war Spitzenlastglättung und Blindleistungskompensation nur für die Industrie interessant, das könnte sich mit den Zählern ändern. In der Regel messen elektronische Zähler auch Blindleistung, da könnte man schon auf die Idee kommen, dass auch Privatkunden dafür zahlen müssen. Mit Ferrariszählern war das prinzipiell nicht möglich.
Ich weiß... ich soll also mit der Haltbarkeit meines Akkus (Auto) die Welt (äh Deutschland) retten?! Am Arsch hängt der Hammer... Darum würde ich auch niemals nie einen PV Akku "anmelden".... Die können mich mal!
Diese Stromschwankungen hätte man vielleicht erst gar nicht, wenn die Elektroautos erst gar nicht eingesteckt werden {green}
Im Ernst, alles schöne Überlegungen aber muss das Elektroauto dann auch beim MaStR gemeldet werden? Geht man von theoretischer Leistung von vollgeladenen Akkus aus (also z.B. morgens, nur was ist abends, wenn die Autos zum Laden angesteckt werden?). Wer bezahlt die Abnutzung der Akkus? Wäre Speichern so billig, würde es längst mehr davon geben. Allein die ganzen Latenzzeiten und Kommunikation stelle ich mir spannend vor.
Bürokratie und Lobbyismus werden dieses Szenario erfolgreich verhindern. Um zu Thema zurückzukommen - das ist meine Hoffnung bei den SmartMetern: Dass mit den ganzen Daten am Ende keiner mehr was anfangen kann, weil es zu viele und diese nicht vertrauenswürdig sind.
Habe ich schon öfter beruflich erlebt (F: "Gib mir alle Daten, die du hast", A: "Das werden aber ganz schön viele", F: "Egal, gib", A: "ok", <kurze Zeit mit voller Datenübertragung> , F: "bitte gib mir keine Daten mehr oder viel weniger, ich kann sie nicht verarbeiten/speichern/auswerten").
Ja und nein. Die Verarbeitung an sich ist mit Rechenleistung und Algorithmen heute schon möglich. Letztere muss aber jemand programmieren und vorher und nachher jemand was mit den Daten anfangen. Das ist Chance und Risiko zugleich.
Ich arbeite in einem großen Unternehmen, wir haben diesbezüglich die nächste Stufe erreicht - die eigentlichen Zahlen werden nach und nach unwichtiger, die neuen Reports sind im Wesentlichen farbig. Hauptsache grün - die Kriterien dafür sind oft unklar. Details und Gründe für Abweichungen interessieren seit wenigen Jahren immer weniger.
Wenn man seine Lastkurve mit einem eigenen Speicher also z.B. an das erwartete Standardverhalten anpassen kann, könnte das sogar Kontrollen verhindern. Wer soll noch persönlich raus fahren und etwas nebenbei sehen, wenn es kein Indiz gibt, dass man kontrollieren sollte? Als die Netzbetreiber noch selbst Zähler abgelesen haben, hätte man sich eher Sorgen machen müssen. Mein Versorger ist ungleich dem Netz- und Messstellenbetreiber, den Zähler lesen entweder ein externer Mitarbeiter oder ich selbst ab. Den Ableser interessiert der elektrische Zustand nicht, der VNB/MSB scheint sich nicht für den Verbrauch zu interessieren (Verbrauch lt. Zähler in den letzten Jahren um 50% reduziert - keinerlei Rückfragen, der Versorger ist auf den MSB angewiesen. Der Gasnetzbetreiber (zugleich MSB) wollte seit Jahren keinen Ableser vorbeischicken, den Zählerstand soll ich inzwischen einem Chatbot mitteilen. Letztes Jahr war der MSB gleichzeitig Versorger und erst in dieser Rolle hat er nicht einfach geschätzt sondern erneut nach Ablesung gefragt, nachdem ich die erste Frist verpasst habe.
Über "keiner richtig zuständig" und "alle schauen nur noch auf den Bildschirm" kann man sich beschweren oder diese System nutzen (zumindest versuchen, klappt nicht immer ), d.h. legal (!) befriedigen um weniger Stress zu haben. Unter dem Radar zu bleiben wird (wieder) eine hilfreiche Fähigkeit werden. Der gut reflektierende Aluhut ist dabei aber vermutlich kontraproduktiv :-).