ich habe mal eine Frage. Wir haben nun einen Smart Meter mit Gateway bekommen, womit die Verbrauchsdaten täglich an unseren Anbieter übermittelt werden. Soweit so gut.
Mich würde jetzt mal interessieren, was bekommt der Anbieter letztendlich für Daten übermittelt?
also bekommt der Anbieter mir den Gesamtverbrauch übermittelt um 0:00 Uhr (also z. B. gestern Nacht stand bei mir 2.005,45 kWh, heute Nacht würde er dann 2.011,12 kWh übermittelt bekommen) oder erhält der Anbieter sogar einen Verlauf meines täglichen Bedarfs (also quasi minütlich den aktuellen Verbrauch, um 08:00 Uhr verbraucht man 340W, um 08:01 Uhr 299W, und um 12:00 Uhr könnte theoretisch -100W wegen meines Balkonkraftwerks da stehen).
Weil den letzten Fall fände ich etwas frech, weil ich mir dann vorstellen könnte, dass Strompreise mal für meine Zeiten wo ich viel verbrauche (Mittags beim Kochen) teurer werden oder so. Solche Tarife gibt es ja schon teilweise, wo man abends waschen kann weil es da günstiger ist und so.
Weiß da jemand etwas drüber?
ich finde da leider nicht wirklich was. Ich habe einen EMF Zähler (Einrichtungszähler)
Das kannst du ganz einfach erfahren, Laut Datenschztzverordnung mus jedes Unternehmen dir auf Wunsch eine Zusammenstellung Personenbezogener Daten auflisten.
Wenn die Verbrauchsdaten mit Zählernummer gespeichert sind, bzw verbinder sind sollten sie mit gelistet werden.
Ansonsten auch mal den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens befragen.
Genau, da wäre es ja auch interessant, ob die sogar sehen könnten, ob jemand ein Balkonkraftwerk betreibt. Denn zwangsweise könnte man ja unter 0W Verbrauch fallen. Da wäre klar, derjenige hätte eine Anlage aktiv (und z. B. nicht angemeldet).
Wie oft die Daten übertragen werden ist fast irrelevant. Es ist wichtiger WAS übertragen wird. Wenn der Zähler alle 15 (?) Min Daten (welche, was) erhebt und diese gebündelt nach zwei Jahren preisgibt, bist Du bezüglich Deines Verbrauchsprofils auch "nackig".
Spannend finde ich die Frage, wer und wann das Anwenderprofil programmiert. Aus meiner Sicht hat der Kasten ausschließlich das zu speichern, was auch heute der Zählscheibenzäher kann: Den aktuellen Wert anzeigen, wenn ich gerade draufgucke. Gespeichert werden soll aus meiner Sicht gar nichts.
Jedenfalls nichts, was datenhungrige Datenweiterverwerter gerne von mir hätten. Dafür dürfen wir für diese neuen Zäher sogar mehr Geld zahlen und uns über alle 6 Jahre neue Zähler freuen.
ich verstehe diese Diskussion nicht. Es ist und bleibt ein Zählerstand/Verbrauch (oder der Plural davon) der gemeldet und "vielleicht" verwertet wird! Alle schreien immer "Datenschutz", böser Netzbetreiber bla bla bla. Wenn sich der Nachbar im Mehrfamilienhaus vor deinen Zähler setzt, weiß er auch dein Verbrauch und wird damit auch nicht die Welt erobern!
Ich kann mich noch an die Corona-Zeiten erinnern. Da haben die Leute ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und den Impfstatus ungefragt vorgezeigt, nur um beim Italiener Pasta fressen zu können.
Das sind nun mal richtig persönliche Daten... Aber beim Zählerstand/Verbrauch kacken sich alle ein! Tzzz...
"mehr Geld zahlen"... diese Aussage würde ich so nicht unterschreiben. Hier must du leider ein paar Fallklassen berücksichtigen. Außerdem sollte man da noch einmal im neuen MsbG nach schauen.
Auch nur bedingt richtig ist, dass die Zähler alle 6 Jahre gewechselt werden. Es gibt die Möglichkeit (die üblicher Weise auch genutzt wird), über ein Verfahren, die Eichfrist bei der zuständigen Eichbehörde zu verlängern.
Ich war bei Discovergy und die hatten quasi "einmal alles" Also welche Phase was einspeist und welche nicht usw... Die haben es nie richtig fertig programmiert, aber es gab auch eine Geräteerkennung. Also die haben anhand der Lastkurve gesehen, was wann ein und ausgeschaltet wird (Kühlschrank, Fernseh, Wallbox usw...)
Ich glaube davon haben die nicht viel dem VNB mitgeteilt, aber das wird noch kommen... Soviel sollte klar sein.
Bei mir war es halt auch ein freier MsB, hatte also absolut nichts mit dem VNB zu tun.. Wenn der VNB SEINEN eigenen Zähler einbaut, hat natürlich auch DER Zugriff auf die Daten.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass Discovergy Smart Meter verwendet hat, die nicht nach den Sicherheitsstandards des BSI gefertigt waren Link entfernt Die Zähler, die von den VNBs bzw. gMSBs eingebaut werden, können "nur" die vorgegeben Tarifanwendugnsfälle ( Link entfernt ) erfüllen. Diese "TAFs" gibt es auch nur auf Bestellung. Es muss also jemand sagen, ich möchte TAF X oder TAF Y haben. In den meisten Fällen, bekommt ein Lieferant standardmäßig einen TAF 1 zur Verfügung gestellt, also einen Wert pro Monat, damit er seiner Arbeit als Lieferant nachkommen kann. Hat der Kunde mit seinem Lieferanten einen anderen Vertrag, der eine detailliertere Aufstellung des Verbrauchs nötig macht (bspw. Tibber mit dynamischen Stromtarif), dann bestellt der Lieferant beim MSB den TAF7 oder TAF2. Und so weiter.
Je nach TAF entscheidet sich auch, wie oft das Gerät Daten versenden muss. In den meisten Fällen überträgt das Gerät 1x täglich 96 15-Minuten-Werte für jede OBIS-Kennziffer (Zählwerk).
Grundsätzlich gilt also für alle Daten, die versendet oder erfasst werden: Ein TAF muss bestellt werden. Das geht nur von einem Unternehmen / Dienstleister, der an der energiewirtschaftlichen Marktkommunikation teilnimmt (MAKO), da darüber die Bestellung der TAFs erfolgt. Für eine Bestellung muss ein Vertrag mit dem Endkunden vorliegen.
Zu den Discovergy-Geräten: Von dem was die konnten, sind die BSI Geräte und die Daten, die verwendet werden dürfen, (meilenweit) weit entfernt.