Sinnvolle Weiternutzung einer Post-EEG-Anlage

Hallo an das Forum.

Ich bitte um eine Beratung.

Meine Anlage sieht wie folgt aus;

Post-EEG-Anlage mit 5,94 kw/p, Wechselrichter Sungrow SH5.0RT (nach Ablauf EEG gegen die alten SMA ausgewechselt) und BKW mit 2 Modulen a 460 wp.

Meine Grundlast liegt zwischen 95 und 240 w/h, je nach dem, ob wirklich nur die Grundlast oder auch der Kühlschrank und die Glotze läuft.

Ich habe eine 7 kw Wärmepumpe und ein e-Auto mit wallbox.

Für mich stellt sich die Frage, ob und wenn ja sich ein Speicher hier amortisiert.

Meine Gedanken dazu:

  • Gegen den Verbrauch der WP kann ich im Winter nicht anspeichern
  • Das eAuto wird von ca. März bis Mitte Oktober nur mit PV Strom geladen (Durch die Speichergröße des eAutos und einer Fahrleistung von 25 km am Tag kann ich lange auf sonnige Tage warten und nur dann laden)
  • Trotzdem habe ich midestens 2000 kw/h, die ich unnütz ins Netz einspeise
  • Daher denke ich über einen Speicher nach

Und nun die eigentliche Frage:

Einen BKW Speicher mit einer Kapazität von 3,8 kw/h, der auch Überschuss der Post-EEG-Anlage speichert bekomme ich für ca. 800 Euro. Keine weiteren Kosten.

Ein DC Speicher mit 5 kw/h für meinen Wechselrichter kostet mindestens 1800 Euro plus Installationskosten, also mindestens 2500 Euro, denke ich.

Ich glaube, dass sich ein DC Speicher für meine Anlage und meine Bedürfnisse nicht rechnet.

Was meint das Forum?

Schwer zu beantworten weil wir nicht wissen wie hoch dein Stromverbrauch so ist. Wenn du noch Strom im Sommer kaufen musst, dann kann ein Speicher sinnvoll sein. Wenn du jetzt schon nichts kaufen musst dann eher weniger. Oder du müsstest erzwungenermaßen mehr verbrauchen. Wer macht sowas schon?

Danke für die schnelle Antwort.

Mein Stromverbrauch liegt insgesamt (Haus , eAuto und Wärmepumpe) bei ca. 3500 kw/h im Jahr.

Meine Grundlast, die ein Speicher decken müsste, am Tag macht das ja die Anlage, ist im Schnitt, konservativ gerechnet, bei 1 kw/h pro Tag. Mit Speicher könnte ich diese an 200 Tagen oder mehr auf "Null" drücken, oder mache ich einen Gedankenfehler?

Also 200 Kw/h gespart. Plus x, für mich nicht berechenbar, die Einsparung durch die 800 w/h des Speichers in der Übergangszeit, oder an Tagen wie heute, wenn tagsüber eben mehr verbraucht wird, als im Moment produziert wird (Beispiel: Heute Spülmaschine, insgesamt 0,8 kw/h aber in der Spitze, Wasser aufheizen, trocknen 2,3 KW/h). PV Ertrag lag so bei 2 kw/h, also in der Spitze 300 w/h gekauft. Wenn die aus einem Speicher kämen, wäre doch gut, oder?

Fazit: Wenn ich nicht falsch rechne, spare ich 200 kw/h plus x im Jahr. Und für dieses X suche ich Erfahrungswerte, weil 200 kw/h zu aktuell 0,25 Euro sind 50 Euro im Jahr, also 16 Jahre Amortisationszeit bei der kleinen Speicherlösung. Die große rechnet sich dann gar nicht, oder mache ich einen weiteren Gedankenfehler?

Tut mir leid, du hast einfach den falschen Wechselrichter gekauft. :wink:
Aber so ist es nun.

Zeig mal den Speicher den du einsetzen willst.

Und ja, bei so wenig welches du zusätzlich nutzen könntest, der Aufwand ist bei 50€ einfach zu groß. (ist nur meine Meinung)

Nun der Wechselrichter ist ja entscheidend für den rechtlichen Status und 800VA sind die Grenze, wenn man außer der Anmeldung im MaStR keine Bürokratie will, oder liege ich da falsch?

Und ja, ich hätte das BKW auch als Erweiterung der bestehenden Anlage anmelden können, weiß ich alles, wollte ich aber nicht. Es ist gut, wie es ist, nur die Frage nach dem Speicher ist offen. Oder meintest Du den Hybrid an der großen Anlage? Warum sollte der falsch sein?

Ich denke an Zendure, zwei Speicher, zusammengeschaltet, dann eine Kapazität von 3,8 kw/h.

Oder eben einen Byd mit 5,1 KW/h. Der ist aber mindestens 1300 Euro teurer.

Hast Du Deinen abendlich/nächtlichen Stromverbrauch gemessen (wiederholt mal früh und abends Zähler abgelesen) oder nur geschätzt? Ich mag den Begriff Grundlast nicht, letztendlich zählt alles was der Speicher versorgen kann.

Ich habe einen Eco Tracker installiert. Hin und wieder lesen ich den Stromzähler ab, die Werte sind erwartungsgemäß identisch.

So komme ich auf den Stromverbrauch außerhalb der Zeit, in der die PV Anlagen liefern. Natürlich gerechnet und gerundet, aber ich glaube, 1 kw/h im Jahresschnitt für den täglichen Zeitraum in dem die PV Anlagen nicht arbeiten, ist realistisch.

OK, dann bleibt der Benefit tagsüber bei wechselhaftem Wetter noch als weiterer Nutzen, aber halt schwer zu schätzen …

Danke für die Antwort.

Ja genau. Ich hatte die Hoffnung, dass hier jemand dazu beitragen kann ... .

Aber, je mehr ich hier schreibe und mich dadurch auch sortiere, glaube ich, dass sich die Mehrkosten für einen DC Speicher nicht rechnen. Wenn überhaupt, dann ein Speicher für das BKW, der auch von der Post-EEG-Anlage geladen werden kann.

Siehst Du das auch so?

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie eine 7kW WP und ein Verbrauch von 1kWh pro Tag zampasst. Des kleinste wärn erstmal 15kWh + passender WR. Sungrow war jedenfalls keine gute Wahl.

Hier im Forum findest du ein tool (oben rechts), mit dem du die Speichergröße und Kosten variabel einstellen kannst. Gibt dort deine Lage und deine PV Anlage ein. Dann siehst du eine Hochrechnung.

Mal ganz grob: bei deinem sehr geringen Gesamtstromverbrauch von 3,5 MWh und einer Anlage mit knapp 6kWp wird es einen Überschuss in der Jahresbilanz geben. Die PV wird im Jahr wohl noch 4 MWh produzieren. Den Überschuss des Sommers wirst du aber mit Akku´s nicht in den Winter retten können. Dafür wird aber an wenigstens 8 Monaten dein Tarifzähler nachts keine Entnahme mehr messen. Das macht dann 60 € p.a.

Nimm das tool

Das bietet genauere Prognosen als unsere
L.G.

P.S. dein geringer Jahresverbrauch kommt mir zu gering vor. Ist das vielleicht der Betrag aus der Rechnung vom Versorger und die PV kommt noch hinzu?

Versuch mal mit Blick auf das Tool Auto und WP rauszurechnen.

Hallo tageloehner und Danke für die Antwort.

Ich habe zusammen 5 KVA plus 0,8 KVA Wechselrichterleistung, also 5,8 KVA. Und da es sich um eine Post-EEG-Anlage handelt, die ich weiter nutzen will (Module sind vor mehr als 20 Jahren von Solarworld hergestellt und liefern immer noch mehr als 5 MW pro Jahr), Daher ändert sich an der Größe auch nichts.

Und mein Verbrauch ist auch nicht 1 kw/h pro Tag. Das ist der gemittelte Verbrauch, wenn die Sonne nicht scheint. Große Verbraucher nutze ich nur, wenn die Sonne scheint.

Und Du glaubst, 15 kw Speicherkapazität??? Für 10000 plus x Euro??? Das geht an meinen Bedürfnissen leider total vorbei und würde sich niemals amortisieren, dafür brauche ich keinen Tasschenrechner.

Warum ist sungrow im Kosten- Nutzenvergelich für mich eine schlechte Wahl?

Hallo Deff, ja die PV Leistung kommt noch hinzu. Die alte Anlage liefert immer noch mehr als 5 MW/a, das BKW 0,75 MW/a (BKW ist ab späten Nachmittag verschattet).

Ich habe im Jahr 2025 5,9 MW produziert und 4,9 MW eingespeist, also "nur" 1 MW selbst genutzt. Daher auch der Gedanke an den Speicher. Aber wirtschaftlich gedacht, nicht ideell. Ideell war vor 21 Jahren, als ich die EEG-Anlage installieren ließ. Heute muss ich wirtschaftlich denken.

32kWh kosten 2000 + Zoll + Fracht also immer noch <3000€. Dazu gibts im forum genug angebote und wenn des nit langt schaust auf Alibaba.Passender WR dazu 1100-1500.

okay,
nutze das tool und teile gern deine Erkenntnisse hier mit. Die DIY Gemeinde hier bevorzugt Akkus mit Spannungen um 50 V. Dies nennt man Niedervolt Akku (kurz NV). Da kann man selber schrauben und das spart Kosten. Ein 16 kWh Akku kostet ca 1.700 € + Material. Viele Wechselrichter können mit der geringen Spannung nix anfangen. Die arbeiten mit hohen Spannungen von mehreren Hunder Volt. Das sind die HV Speicher. Zu gefährlich für DIY. Die HV Akku´s haben Vorteile, weil die WR ihren Strom mit höheren Wirkungsgraden zum Wechselstrom machen können. Der Gesamtwirkungsgrad ist zwar besser, doch in der Anschaffung sind sie teurer.

Dein WR ist nur für HV Akku´s vorbereitet. Entweder nimmst du einen HV Akku oder du tauschst den WR um beim Akku zu sparen. Ein reiner AC Speicher könnte eine sinnvolle Lösung sein. Der zieht Strom aus dem Verteilerkasten, wenn PV Überschuss da ist und speist ein, wenn PV nichts mehr liefert. Da gibt es was von Hoymiles aber auch von anderen Herstellern.

L.G.

Danke für deine Beratung.

Danke für die Beratung.

weil ichs vorhin grad aufhatte https://www.alibaba.com/product-detail/EU-Warehouse-Ready-Stock-32kwh-Lithium_1601926593528.html Beispiel

Weil ichs auch grad gesucht hatte, Vergleich HVSpeicher: Dyness tower 30kWh 5200-6000€.

Noch ne Idee: schau Dir Deine monatlichen Strombezüge in der Zeit an, wo Du eigentlich genug Strom selber produzierst. April bis vielleicht September. Das sollte Dir zumindest ein größerer Speicher weitgehend liefern können (abendliches Kochen allerdings eher nicht).