Sinnvolle Weiternutzung einer Post-EEG-Anlage

Wie geschrieben. Das "Problem" war die Auswahl des neuen Wechselrichters. Nur jetzt ist es dann wieder teuer. Weil du dann Wechselrichter tauschen und Akku kaufen müsstest. Das bei einer Glaskugelauswahl, weil es weiss niemand wirklich, wieviel du zusätzlich verbrauchst und einsparen kannst.

Um 200kWh im Jahr einzusparen lohnt es aber nicht, das Ganze zu tauschen. Da könnte man wirklich eher für das BKW einen Wechselrichter mit Akku kaufen, die beispielsweise eine Steckdose haben. An jene Steckdose dann den Geschirrspüler/Waschmaschine. Am Tag den Akku laden mit der PV. Die Steckdose sollte so ihre 3KW haben wenn möglich. Der Akku dann mindestens 3kWh haben damit man auch vernünftig waschen/nutzen kann.

Letztlich hättest du schon beim Wechselrichter hier im Forum auftauchen müssen. :wink:

Danke für die Beratung

Mit hätte und wenn komme ich aber leider nicht weiter... .

Die Anlage ist wie sie ist und bleibt auch so.

Auch der Rechner, weder der im Forum (danke für den Tipp) noch der von der HTW Berlin, bringt mich weiter. Das ist alles graue Theorie. Und mit über 20 Jahren PV Erfahrung, Wärmepumpe und eAuto erlaube ich mir zu sagen, dass die Praxis anders aussieht.

Ich möchte nicht autark werden, ich möchte das Vernünftigste aus der bestehenden Anlage abschöpfen.

Aber die hier gemachten Vorschläge und meine Schreiberei und ein wenig nachdenken werden mir bei der Entscheidung helfen.

Vielen Dank dafür, insbesondere an den Moderator.

Als wenig verbrauchende Einzelperson bin ich schon ganz froh über meine ungefähr 7kWh Batterie an knapp 2000W PV. Abgesehen vom Herd (weil mein WR nur max 500W produziert) wird alles abgedeckt über 2-3 Tage Dreckswetter. Dazu hängt mein Boiler direkt am Batterieüberschuss, was eine 15kWh Wärme"batterie" ist. 3600kWh auf <600kWh :slight_smile:

Das sind aber andere Voraussetzungen als mit einer WP. Der üblicherweise entstehende Überschuss tagsüber ist gut zu gebrauchen wenn die abends startet. Wie gross der in den 6 kälteren Monaten ist kann ich nicht beurteilen.

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Mich bringen deine Werte etwas durcheinander.

Über 5000KWh Erzeugung, 3500KWh Verbrauch, 2000KWh Einspeisung

Wie hoch ist dein Bezug?

Mit den Werten wäre der ja um Null. Oder sind die 3500KWh dein Eigenverbrauch?

Du hast den Ecotracker, sonst noch irgendwelche Messhardware?

Was hast du für einen WR an deinem BKW?

Ich denke mal ein kleiner Speicher (1-2kWh), der mit deinen zwei 460W Modulen geladen und mit dem Ecotracker entladen wird, rechnet sich am schnellsten. Damit kannst du deine 200 kWh / 50€ I'm Jahr retten und kostet auch keine 800 €.

Und ich kann mir wie oben ausgeführt auch nicht vorstellen, daß es bei 200 kWh bleibt. Für mehr Klarheit sollten monatliche Auflistungen von PV Ertrag, Einspeisung und Bezug helfen.

PostEEG , ich halte es persönlich für grundlegend falsch das Thema Energie anhand von Zahlen, die sich in wenigen Wochen schon ändern können, exakt zu beurteilen.

Energie ist ein strategisches Thema wo man mit Solar die Chance hat sich eine eigene moderne Version der "Ölquelle" :wink: zu zulegen. Aus dieser Sicht kann man (fast) niemals genug PV und Speicher haben.

Für mich ist PV+Akku ein Baustein in der langfristigen Vermögensplanung. Also z.B. Gold, Aktien, Immos, Koks und einen "Ölquelle". Dann fließen einfach ein paar Tausender in die "Ölquelle" statt in Gold.

Das stimmt so nicht, es sind Berechnungen, die den Standort und die Wetterlage aufgrund von vergangenen Jahren ermittelt. Lediglich Schatteneffekte bleiben unberücksichtigt. Wie die Sonne in der Zukunft scheinen wird, ist ungewiss.

Wenn du auf "Erfahrungswerte" setzt, dann werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Aber gern Zahlen aus der Norddeutschen Tiefebene aus einem Haushalt ohne Wärmepumpe, mit E-Auto.

Gesamtverbrauch (PV+Netz) in 2025 betrug 4,8 MWh, Der DIY Akku hat 20 kWh Kapazität, die PV 3,4 kWp. Die PV hat mit dem Akku im Laufe des Jahres 2,4 MWh erzeugt, so dass mein Netzbezug auch nur noch 2,4 MWh betragen hat. Das heißt, ich konnte meinen Strombezug dank PV + Akku halbieren.

-> meine kleinere PV (nie EEG) kann mit dank Akku deutlich mehr Strombezug substituieren, als deine größere ohne Akku. Deine selbst genutzte Strommenge von nur 1 MWh wird sich also steigern lassen und bei meinem Setting wäre es gewiss das Doppelte, mithin ca. 250€ p.a. Bei einer vorgegebenen Amortisationszeit von 4 Jahren, könnten 1000€ ausgegeben werden.

L.G.

ich würde mal durchrechnen was es kostet die jetzt belegte Dachfläche zu repowern und bei welcher kWP Leistung Du dann wärst- auch die Frage ob es man nicht mit wenig Aufwand oben drauf noch ein paar Module dazu bauen kann. So 20 kWP würde ich anpeilen eh ich mir einen Akku kaufen würde- zumal Du ja auch mit WP und E-Auto nicht wenig Verbraucher am Start hast.

@duhg36
kannst du den Vorschlag begründen? Der TE produziert p.a. rund 5-6 MWh, von denen er nur 1 MWh selbst verbraucht. Er kauft 3,5 MWh aus dem Netz und verschenkt 4 bis 5. Das will er für einen schmalen Thaler ändern und seinen PV Strom in die dunklen Zeiten retten. Bitte was soll eine Verdreifachung der PV Leistung bringen? Was ihm fehlt, ist ein Speicher.

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Hallo zusammen. Vielen Dank für die zahlreichen Anregungen. Ich durfte als "Neuer" erstmal 24 Std nicht schreiben. Und ich darf nun nur 2 Nutzer erwähnen. Ich will versuchen, nun auf alle seit dem erschienen Einträge einzugehen. Falls ich etwas vergesse, einfach nochmal melden.

Zunächst allgemein: Ich habe eine alte (Post)EEG-Anlage, die aber noch fehlerfrei funktioniert. Diese alte Anlage funktionierte mit Volleinspeisung. Das war früher so. Die alten Wechselrichter, die, die noch so ticken, wer die kennt, weiß was ich meine, waren aber natürlich nicht fähig, irgendwelche Daten bereit zustellen oder auf Eigenverbrauch umgestellt zu werden.

Deshalb habe ich ca. 8 Monate vor Ende EEG Förderung auf Eigenverbrauch umgestellt. Die Module sind noch 1a und ich erwarte, dass das noch deutlich mehr als 10 Jahre so bleibt. Ich finde das sehr nachhaltig. Die Wechselrichter konnten das aber nicht, deshalb brauchte ich hier etwas Neues.

Das ist aber nicht so einfach, es muss die Stringspannung, die Leerlaufspannung, die Kurzschlussspannung und die Leistung der Module berücksichtigt werden.

Der neue Wechselrichter und dessen MPPT wiederum müssen also mit der Leistung und den Spannungen möglichst optimal umgehen können. Das ist gar nicht so einfach, da neue WR auf neue Module eingerichtet sind, also pro Modul mehr Leistung und ganz andere Spannungen. Deshalb der SH5.0RT, der kann das super.

Und nun:

@ deff: Danke für deine Beratung, die Infos aus der norddeutschen Tiefebene sind genau die, die ich suche. Ein Speicher ist sinnvoll! Wenn ich Erfahrungen erbitte, vergleiche ich aber nicht Äpfel mit Birnen, sondern will mir ein Bild aus der Praxis machen. Das hast Du geliefert. Und ich denke auch, dass 200 kw/h eine Rechengrundlage darstellen, wahrscheinlich mehr.

An alle, die große Speicher empfehlen: Danke für die Informationen. Ich habe aber ca. 180 Tage selbst ohne Speicher kein Problem. Dann bleiben 2 x 40 Tage Übergangszeit, um die geht es. In den reshtlichen ca. 105 Tagen scheint die Sonne nicht stark genug und die WP verbraucht fast alle Energie, die produziert wird. Zum Speichern ist da nicht viel übrig. Also 80 Tage um die es geht, mit WP Energiebedarf je nach Temperatur so zwischen 8 und 15 kw/h am Tag. Also 4 - 8 Kw/h in der Dunkelheit (grob gemittelt, nicht gerechnet). Ein 5kw/h DC Speicher könnte da helfen, kostet aber, plus Installation.. Ein 3 oder 4 Kw/h Speicher AC am BKW kostet deutlich weniger, entlädt aber nur mit 800VA, wenn ich das richtig sehe.

So, nun freue ich mich auf weitere Anregungen und Tipps für Schnäppchen.

Erst die Gerätewahl, dann die Suche nach Schnäppchen, okay?

Mein erster Vorschlag ist ein Hoymiles 4020. Der kann auch 2 kW in das Hausnetz schieben, braucht dann aber einen gesonderten Anschluss an eine Leitung zum Verteiler und dort eine Sicherung. In der Variante "4020 AC" hat er keinen Eingang für PV. Du kannst ihn mit dem Eco Tracker verknüpfen und die Nulleinspeisung regeln.
Die "4020 X" Variante hat 4 Mpp Eingänge für BKW übliche Spannungen. Beide kosten knapp unter 1000 €. Das ist nicht billig aber dürfte Qualität sein.

https://www.hoymiles.com/de/products.html

Vielen Dank. Sehr interessant. Ich habe sowohl das Datenblatt als auch die Bedienungsanleitung gelesen. Für mich ginge es dann um die 4020X Variante.

Hast Du Erfahrung damit?

DC Anschluss bedeutet, dass der WR integriert ist, richtig?

Das Ding arbeitet mit meinem eco tracker zusammen?

Was meinen die mit netzunabhängigem AC Anschluss? Ist das eine Steckdose, die auch bei Netzausfall funktioniert? Also quasi "Notstrom"?

Das ist all-in-one mit extra Steckdose, ähnlich wie z.B. Maxxisun auch.

Lässt sich denn noch PV an einer Südwand anbringen? Meine 75° und 90° senkrecht liefern auch im Winter recht gut.

Für meine Anlage war mir wichtig, daß ich 2-3 Regentage überbrücken kann, wird dann in 1-2 Tagen wieder voll.

Danke für die Antwort. Ich kenne Maxxisun nicht. Ich habe keinen weiteren Platz für Module.

Danke für die erhellende Antwort zu meinem Thema.

Der 4020AC und 4020X sind preislich momentan fast identisch - daher den X nehmen :wink:
Ich habe ihn gerade bei meinem Patenonkel installiert und bin - bis auf 1 kleine Sache - sehr zufrieden damit.
@PostEEG Ja, der Wechselrichter ist integriert, das Gerät arbeitet prima mit dem EverHome EcoTracker zusammen und die Steckdose am Gerät kann als Notstromsteckdose genutzt werden, das muss in der App eingestellt werden.
Über die Steckdose kann man auch bis zu 2000W aus einem Wechselrichter einspeisen, diese Leistung wird dann auch "richtig erkannt".
In meinem Fall ist der Wechselrichter aber einfach an anderer Stelle im Hausnetz angeschlossen und die Steckdose "schützt" 2 Tiefkühlschränke.
Die integrierten MPPTs werden momentan gar nicht genutzt, da der Preis aber identisch war, würde ich definitv immder den X vor dem AC bevorzugen.

Die "kleine Sache" die ich noch nicht perfekt gelöst finde ist folgende:
Einen Wechselrichter, der am Hausnetz angeschlossen ist, erkennt er mit dem EcoTracker nicht einzeln, er kann also nicht unterscheiden, ob gerade 1000W eingeseist werden oder ob 2000W eingespeist und gleichzeitig 1000W verbraucht werden.
Das verfälscht aber nur die Anzeige in der App, funktioniert aber mit der Nulleinspeisung trotzdem sauber.
Es gab gerade gestern ein Firmware-Update, welches das beheben könnte, muss ich aber erst testen. (Ist nicht ganz so einfach, da ich erst vor Ort sein und evtl. die Anlage in der App einmal neu einrichten muss).

@nachtwind
schön, dass du über deine Erfahrungen berichtest. Ich selbst hab ja DIY, finde die integrierten Lösungen zu den heutigen Preisen jedoch auch sehr interessant. Zu "meiner Zeit", gab es so etwas nicht und die Zellen sowie BMS waren deutlich teurer. Aufmerksam wurde ich durch das Forum hier und einen Youtube Kanal:

Es gibt natürlich noch viele andere Geräte. Ein Qualitätsmerkmal, dass leider in den Datenblättern nicht zu finden ist, ist der Wirkungsgrad. Der Gesamtwirkungsgrad beim AC Speicher bringt zum Ausdruck, wieviel vom Strom der dem Netz entnommen wird, dann auch wieder zurück gespeist werden kann. Eine Übersicht habe ich für die kleinen BKW Speicher leider nicht zur Hand. Wissenschaftler haben noch einen weiteren Index entwickelt, SPI genannt. Der berücksichtigt, dass die Wirkungsgrade der Maschinen stark von der Belastung der Geräte abhängt, siehe HTW Berlin:

Dort steht der "Sax Power" Speicher ganz oben, doch der liegt nicht im Rahmen einer vernünftigen Budget Planung (ca 3.300 € für 5 kWh).

https://solarspeicher24.de/a/sax-power-home-5-8kwh/9898079/?affiliateCode=googleads&gad_source=5&gad_campaignid=23172756151&gclid=EAIaIQobChMIw832ufGwlgMVJIWDBx3JvQIsEAQYASABEgL0dvD_BwE

Für @PostEEG ist der Wirkungsgrad nicht gar so erheblich, da er in der Jahresbilanz einen Überschuss hat. Da die BKW Speicher eher bei 80 + x % Wirkungsgrad sind und der 4020 X diesen übertrifft, ist das unter Kostenaspekten bestimmt keine fehlerhafte Empfehlung. Wer auf hohe Effizienz setzt sollte allerdings die Notstromdose nur im Notfall nutzen. Die kann in der App abgeschaltet werden und das spart viel Strom. Um das Inselnetz ständig vorzuhalten, zieht das Gerät ca. 20 W, auch wenn kein Strom entnommen wird. Das ist "normal" und wird auch von anderen InselWR benötigt.

Unter den BKW Speichern gibt es Geräte mit gerade mal 70% Gesamtwirkungsgrad. Und es gibt hier im Forum einige "Problemgeräte" Besprechungen. Da scheint es Hardware Probleme mit magelndem Balancing zu geben, Software, die nicht zuverlässig läuft und ständig mit updates nachgebessert oder verschlimmbessert wird.

Anker und Hoymiles fallen durch Zuverlässigkeit auf. Sind nicht die preiswertesten, doch "wer billig kauf, kauft 2 mal".

@PostEEG
sofern nicht bereits geschehen, schau dich hier in der Kategorie BKW um, dort findest du viele Kapitel, in denen Probleme der Geräte besprochen werden.

Ciao

Danke für die wirklich tollen Tipps.

Noch eine Frage zu "Notstrom":

Wenn die die Steckdose im Normalbetrieb abschalte, weil ich die 20 w/h sparen will, wie kann ich sie dann bei Stromausfall wieder einschalten? Der Router ist ja ausgefallen, also auch kein Internet. Gibt es dort einen manuellen Schalter oder eine bluetooth-Schnittstelle, oder bleibt es dann dunkel?

Hallo @PostEEG

nun habe ich nicht die ganze Bedienungsanleitung gelesen. Da das Gerät aber nicht nur WLAN sondern auch BLE kann, geht ich davon aus, dass es auch bei Stromausfall noch mit Smartphone App ansprechbar sein wird.

Schau dich gern auch mal nach Anker um. Etwas preisintensiver aber "bekannt und bewährt", weil schon länger auf dem Markt. Der HM 4020 ist ja noch ganz "jung" auf dem Markt, kein 1/2 Jahr.

Ciao

Ciao