Sinkende Eigentumsquote verantwortlich für Handlungsspielraum bei regionalen Klimafragen?

Es gibt viele Dinge im Leben, die ein einzelner oder ein Paar nicht schaffen kann.
Daher kommt doch die Genossenschaftsidee.
Wir tun uns zusammen, um mehr zu erreichen als jeder Einzelne das könnte.
Das bedeutet das eine als Genossenschaft gegründete Gemeinschaft zusammenarbeitet um das gemeinsam definierte Ziel zu erreichen.
Und dazu gibt es in der Vergangenheit viele positive Beispiele, wo das zum Nutzen aller Beteiligten super funktioniert hat. Insbesondere in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Heutzutage hat sich die Gesellschaft aber weitestgehend individualisiert, die Menschen denken und handeln anders als früher.
Früher haben sich die Genossenschaftsmitglieder gegenseitig geholfen und damit Stück für Stück jedem Beteiligten das versprochene Ziel ermöglicht.
Heute ticken die Menschen eher so, dass sie sich nicht zulange binden wollen, das sie schnell aussteigen, wenn ihnen die Nase eines Anderen in der Gemeinschaft nicht passt, etc.
Mit dieser Denk- und Verhaltensweise wird sich nichts Größeres mehr bewegen lassen und die Menschen suchen die Schuld dafür bei anderen, anstatt bei sich selber.
Sie schimpfen auf die Politik, auf die (Welt)Wirtschaft, auf die ach so bösen Medien, ...

Ich habe mal gelernt: Es gibt nichts Gutes, außer Du tust es.

Also nicht warten, bis andere etwas tun, was einem am Ende missfällt, sondern selber im positiven Sinne anpacken und die Dinge verändern, auch wenn man dafür mit Menschen zu tun hat, die man auf den ersten Blick nicht mag. Wenn das Ziel es wert ist, kann man auch mal die eigenen Befindlichkeiten zurückstellen.
Geld ist m.E auch bei Menschen mit geringerem Einkommen vorhanden, es wird nur heute für Urlaub, Playstation, Edelhandy, Böllern oder andere Dinge ausgegeben, um sich den kurzfristigen Kick zu holen, anstatt auf ein langfristiges Ziel hinzuarbeiten.
Ich bin auch ein Eigenheimbesitzer und habe das mit eigener Hände Arbeit, bewusster Planung und bewusstem Verzicht auch erreicht. Ich wusste ab einem gewissen Alter, dass ich das wollte und habe darauf hingearbeitet.
Ich möchte auch nicht verschweigen, dass der Besitz eines Eigenheims nicht nur Vorteile bringt, er ist auch eine Bindung und ggf. Belastung, die nicht jeder eingehen will. Ich hatte Arbeitskollegen, die haben bewusst gemietet, weil sie sich nicht binden wollten.

Daher bleibt für mich Wohneigentum eine bewusste individuelle Entscheidung mit allen Vor- und Nachteilen.

Herzliche Grüße
Eclipse

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Dem wiederspricht der o.g. Artikel. 33% haben keine Möglichkeit zu sparen, weil sie von der Hand in den Mund leben.

Das ist natürlich Schwachsinn, was du hier erzählst.

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Was sollen solche Unterstellungen gleich zu Beginn? Als Begründung herhalten ala “… du aber auch …”. Nein, trifft eben nicht zu, ich erhalte keinerlei Förderungen. Und will das auch nicht. Weil mir das zutiefst zuwider ist, Geld zu bekommen, das anderen vorher zwangsweise abgenommen wurde, sprich umverteilt. Und meist nicht an die wirklich Bedürftigen.

Ehemals mag der Genossenschaftsgedanke gewesen sein, mit vielen kleinen Beträgen etwas großes zur zeitweisen Nutzung zu schaffen.

Im Wohnungsmarkt wird man heute Genossenschaftler, um irgendwann Anspruch auf eine verbilligte Wohnung zu haben, die man sich sonst nicht leisten könnte. Hat aber nichts mit Eigenheimquote und PV zu tun.

Dann ist der Artikel einfach falsch. Lass die Lebensmittelpreise noch ein wenig anziehen - dann müßten 33 % ohne Sparrücklagen langsam verhungern. Nein, werden sie nicht.

Oder der Artikel berücksichtigt nicht die überflüssigen Ausgaben. Nachdem ich Lachs, Champagner und Kaviar eingekauft, mein Gold-Abo beglichen und die Frau mit Edelsteinen behängt und dem Maserati neue Felgen spendiert habe, muß ich auch von der Hand in den Mund leben.

Konkret: ich kenne einige, die über ihre Verhältnisse leben - das bedeutet aber nicht, daß sie nicht sparen könnten, wenn sie wollten. Und wenn dann was kaputt geht bzw. notwendig anzuschaffen gilt, ist nichts da. Dann wird der Kreditrahmen ausgeschöpft, heißt man zahlt zusätzlich an die Bank. Weil einem der Konsum im Jetzt einfach zusteht. Und ja die Gemeinschaft bereitsteht, die dann aufzufangen. So war das Sozialsystem nie gedacht, zumindest nicht so begründet.

Sorry, wollte Dich damit nicht angreifen, hätte mich zu der Formulierung nicht hinreißen lassen dürfen.

und tschüss

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Nein das bedeutet nur, dass du so Leute kennst. Und das bezweifel ich nicht. Der Artikel auch nicht. Da steht auch nichts von Konsum-Luxusausgaben. Sondern:

Deutschland sei zwar Sparweltmeister – gleichzeitig hätten „knapp 30 Prozent aller Haushalte keinerlei Ersparnisse“. Die Inflation treffe die Schwächsten besonders hart:
„Wir erleben eine zutiefst unsoziale Inflation“, sagt der DIW-Präsident. Lebensmittelpreise seien in fünf Jahren um fast 40 Prozent gestiegen – ein Problem vor allem für Haushalte, die den Großteil ihres Einkommens für Grundbedürfnisse ausgeben.

Wenn du vorher 400€ für die Grundbedürfnisse ausgegeben hast, sind es jetzt 560€. Dass der Kaviar nun auch teurer geworden ist mag sein. Aber jener hatte auch vorher schon kein Problem beim Einkommen, ist also da nicht inkludiert…

Und ja die Gemeinschaft bereitsteht, die dann aufzufangen. So war das Sozialsystem nie gedacht, zumindest nicht so begründet.

Richtig, das heißt ja Sozialsystem. Noch einmal: Wenn ich nun 1000€ ausgebe für jemanden, der keine Arbeit hat, um seine Wohnung zu bezahlen die er zur Miete hat. Oder ich zahle 1000€ dafür, dass der nachher ein Haus hat und dann zahlt man nach einer gewissen Zeit 0€, da finde ich die zweite Option besser. Die 1000€ sind so oder so weg. Es wird auch nie 100% Eigentumsquote geben, dafür gibts auch zuviele fließende Jobs etc. Bestreite ich nicht, und ergibt auch nicht immer Sinn wenn auch Leute für 2 Jahre irgendwo berufstechnisch eine Mietwohnung nehmen, da ergibt Eigentum keinen Sinn. Besitzen jedoch 95% Eigentum, müssen auch nur viel weniger die Miete bezahlt bekommen. Und ja, wir müssen eben keinem seine dritte, vierte, fünfte Immobilie bezahlen. Und es wird unter jenen die nicht arbeiten welche geben die faul sind, die mehr arbeiten könnten (unter jenen die beschäftigt arbeiten wirds davon auch welche geben). Der Gedanke des Sozialsystems ist minimal aufzufangen für jene bei denen das nicht anders geht. Dass das immer aufgebauschter wird merkt wohl jeder. Aber richtig sparen kann man dann, wenn man sparen lässt. Wer aber das nicht kann, weil er immer höhere Ausgaben hat….

Noch einmal so nen Wink zurück: Das Thema hier sollte in etwa dazu führen: Wer Eigentum hat, der hat mehr Möglichkeiten seine Kosten zu senken, nachhaltiger zu handeln. Er MUSS bewusster sein, weil es sein Eigentum ist. Eigenverantwortung. Was wieder weniger Sozialausgaben bedeutet….

Darum ging es in dem Thema nicht. War wohl doch zu politisch. - Gruß RoterFuchs