Ich bin auf der Suche nach einer passenden Klimaanlage für unser Wohnzimmer mit offener Küche. Und hoffe in diesem Forum Hilfe zu finden.
Der Raum hat 55 Quadratmeter und 4 Meter Deckenhöhe.
Im Sommer, bei einigen heißen aufeinander folgenden Tagen, wird es leider irgendwann recht warm im Wohnbereich (26-27 Grad) vor allem wenn man mal was kochen möchte.
Deswegen soll eine Splitklimaanlage her.
Die Klimaanlage soll hauptsächlich während der heißen Tage zum Kühlen genutzt werden.
Eventuell würde ich die auch im Winter bei ungewöhnlich kalten Tagen anschmeißen, um die Gasheizung zu unterstützen.
Frage 1:
Wie viel Klimaanlage brauche ich?
Reicht eine Single Split in der Größenordnung 3,5 kW aus?
Bisher wurde mir von den Klimabetrieben eher 5kW Geräte oder Multisplit mit 2x2,5 kW empfohlen
Frage 2:
Welches Modell, Marke ist empfehlenswert.
Konkret habe ich Angebote mit Daikin Perfera und Mitsubishi Electrics MSZ-AY
Bei angenommenen 3,5 kW Geräten kostet die Daikin deutlich mehr.
Lohnt sich der Aufpreis für meinen Anwendungsfall hauptsächlich kühlen und gelegentlich Zuheizen?
Baujahr: 2017
Dämmung ist gut. Technische Details kann ich jetzt nicht geben. Poroton+WDVS ist es glaube ich.
Fensterfläche nach Süden ist groß: auf 6 Meter Länge bodentiefe Fenster + Oberlicht. Lässt sich aber alles von außen verschalten.
3,5 kW könnte ausreichend sein bei einem modernen Haus, was gut gedämmt ist und wo du auch von außen verschatten kannst. In der Regel reicht es ja auch aus, auf 23 Grad zu kühlen.
Im Winter macht es eher bis etwa 3 Grad runter Sinn, da läuft die sehr sparsam und du kannst gut Gas sparen. Wenn es richtig kalt ist, eher nicht, da ist die Effizienz nicht sonderlich gut.
Wenn du nur kühlen willst, würde eine Mitsubishi AY reichen. Wenn du auch heizen willst, dann besser eine Daikin.
Eine 3,5 kW reicht vermutlich aus, aber ich gehe davon aus, dass die sich schon etwas schwer tun wird. Von daher kann ich die Empfehlung der Klimabetriebe in dem Sinne schon nachvollziehen.
Ich selber habe auf 50m2 auch ein 3,5 kW-Innengerät - aber mit 2,50m Deckenhöhe.
Moin
ähnliche Situation bei uns. Wohn/Essbereich 55m² mit 4,5m Raumhöhe bis in die Dachschräge. Bj 1985 mit Dämmstandard Mitte der neunziger. Wir haben eine 3,5kW Mitsubishi AY in dem Raum hängen.
Gekühlt wird eher weniger. Nur an wirklich heissen Tagen, so ab 32Grad. Dann geht es aber recht schnell bis die Temperatur auf 24Grad runter ist.
Wir haben eine FBH und die ist nun mal recht träge wenn die Temperatur in der Übergangszeit mal innerhalb eines Tages um 10Grad fällt. Da kommt die FBH nicht hinterher. Dann schmeißen wir die Splitklima an und innerhalb von 30-45min ist der Raum wieder warm. Sie startet mit 1kW und taktet dann bis auf 300W runter.
Zu beachten ist, dass die Wärme sich jedoch erst im oberen Raumbereich ausbreitet und dann langsam nach unten sinkt.
Für unseren Einsatzfall ist diese Größe völlig ausreichend. Ein 5kW Teil wäre zu groß. Die taktet dann ständig.
Einziger kleiner Nachteil der Mitsubishi ist die Ansteuerung. Über die FB ausreichend, über die App nur über die Cloudfunktion. Kam für uns überhaupt nicht infrage. Es gibt Workarounds (Tado, ESP32 etc) aber das ist nicht so prall.
Vielen Dank für die Rückmeldungen.
Der Tenor scheint ja zu sein, dass ein 3,5 kW Gerät ausreichend wäre.
Auch gut die positiven Erfahrungen zu dem MEL AY Gerät zu lesen.
Dennoch werde ich mir mal die Daikin Perfera als Option anbieten lassen.
Hab mich doch für eine Daikin Perfera 3,5 kW entschieden.
Montagetermin ist Ende Oktober.
Eine Frage hätte ich noch. Hier werden ja öfters Auswertungen des Stromverbrauchs der Anlage gezeigt. Was brauche ich dafür? Bringt die Klimaanlage bordeigene Möglichkeiten mit oder muss ich was zusätzlich dazu besorgen und installieren.
top, hätte ich auch so gemacht bzw. hängt eine perfera auch im Wohnbereich samt Küche (50qm) und läuft gerade bei 160 watt, um den Raum auf 21-22 grad zu halten. Die onecta-app kann keine momentanaufnahme. habe hierfür einen shelly 1pm in die verteilerdose gebaut.
Wenn dir der Stromverbrauch reicht (Angabe in kWh), dann brauchst du weiter nichts zu machen, die Onecta-App von Daikin zeigt das auch ziemlich genau an.
Bring aber erstmal die Anlage ans Laufen dann kann man weiter gucken, n Shelly eingebaut ist schnell gemacht, da muss man sich nicht vorher einen Kopf machen.
Natürlich zeigt die Shelly-App die Historie auch an, zwar nur in Stundenblöcken aber immerhin.
Wenn mich interessiert was mein Balkonkraftwerk mit dem 1PM vor 400 Tagen um 11 Uhr gemacht hat kann ich das jedenfalls in der Shelly-App nachgucken.
Klar, mit Home-Assistant kann man sich die Werte natürlich wenn man will alle 5 Sekunden schreiben und kann mit Grafana dann schöne Auswertungen und Diagramme machen.
Aber rein für eine Verbrauchsauswertung ist das ja ehrlich gesagt nicht nötig.
Habe den direkten Vergleich zwischen Shelly Pro 3 EM und Daikin App.
Das haut schon hin, dafür bräuchte man tatsächlich keinen Shelly installieren (wie ich jetzt dann auch weiß).
Hier in dem Fall der gesamte Verbrauch von 5 Außengeräten der letzten 5 Monate.
…haut bei mir hin, wäre passender. Bei einem Bekannten waren es 30 % daneben. Vielleicht hat sich das in letzter Zeit verbessert. Seine Messungen sind schon 2-3 Jahre her.
Es könnte damit zusammenhängen: Seit die BAFA die Förderbedingungen hochgeschraubt hat, müssen die Geräte ja auch die Effizienz anzeigen. Und ich vermute, die muss dann auch eine definierte Genauigkeit haben. Damit werden die bei Daikin wohl nachgebessert haben, so dass man dann vielleicht bei aktuellen Anlagen sagen kann, dass die recht genau sind. Alte Anlagen vermutlich dann auch mit dem nächsten Firmware-Update. Wobei man das nicht genau weiß, vielleicht hängt es auch an der Hardware.
shellys (Pro EM) sind bei mir (5 Stück verbaut) immer so ca 10-15 Watt ungenau, was dann bei höheren Lasten relativ gesehen nicht mehr viel ausmacht. Also nein, ultrapräzise sind die auch net.
Eine Daikin Perfera verrichtet nun ihren Dienst im Wohnzimmer.
Aktuell probiere ich mich bisschen aus und nutze sie zum Zuheizen. Die Gastherme läuft noch, damit es nicht zu kalt an den Füßen wird. Ohne die Klimaanlage wären es 18-20 grad im Wohnzimmer. Die Klimaanlage heizt dann auf 22 grad hoch. Dafür läuft sie recht konstant mit 160-180 Watt durch. Takten habe ich nicht beobachtet bisher. Bin soweit zufrieden. Vor allem für den großen Raum, in dem auch alle Türen offen sind
Bis auf einen Punkt: die Lautstärke. Das Gebläse höre ich immer. Im Nachtmodus gesellt sich noch ein leises niederfrequentes Brummen dazu. Hab da ehrlich gesagt mehr Ruhe erwartet. Für das Schlafzimmer wäre somit eine Klimaanlage definitiv Nix.
Dazu möchte ich aber anmerken, dass ich grundsätzlich sehr empfindlich auf solche „Störgeräusche“ reagiere. Meine bessere Hälfte hat sich noch kein einziges Mal zu der Geräuschkulisse geäußert.
Bin gespannt wie die Performance sein wird, wenn es endlich mal kälter wird und wir Minusgrade haben.